Mattighofen

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Mattighofen
Wappen von Mattighofen
Mattighofen (Österreich)
Mattighofen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 5,15 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 13° 9′ O48.10666666666713.149444444444454Koordinaten: 48° 6′ 24″ N, 13° 8′ 58″ O
Höhe: 454 m ü. A.
Einwohner: 5.922 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 1150 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5230
Vorwahl: 07742
Gemeindekennziffer: 4 04 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stadtplatz 1
5230 Mattighofen
Website: www.mattighofen.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Schwarzenhofer (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(30 Mitglieder)
13 SPÖ, 6 ÖVP, 4 FPÖ,1 GRÜNE, 6 Bewegung für Mattighofen
Lage der Stadt Mattighofen im Bezirk Braunau am Inn
Altheim Aspach Auerbach Braunau am Inn Burgkirchen Eggelsberg Feldkirchen bei Mattighofen Franking Geretsberg Gilgenberg am Weilhart Haigermoos Handenberg Helpfau-Uttendorf Hochburg-Ach Höhnhart Jeging Kirchberg bei Mattighofen Lengau Lochen am See Maria Schmolln Mattighofen Mauerkirchen Mining Moosbach Moosdorf Munderfing Neukirchen an der Enknach Ostermiething Palting Perwang am Grabensee Pfaffstätt Pischelsdorf am Engelbach Polling im Innkreis Roßbach St. Georgen am Fillmannsbach St. Johann am Walde St. Pantaleon (Oberösterreich) St. Peter am Hart St. Radegund St. Veit im Innkreis Schalchen Schwand im Innkreis Tarsdorf Treubach Überackern Weng im Innkreis OberösterreichLage der Gemeinde Mattighofen im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Mattighofen um 1700
Mattighofen um 1700
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Mattighofen ist eine Stadt mit 5922 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im oberösterreichischen Innviertel im Mattigtal. Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Geografie[Bearbeiten]

Mattighofen liegt auf 454 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 3 km, von West nach Ost 3,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 5,2 km². 13,5 % der Fläche sind bewaldet, 50,0 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Mattighofen war einer der fünf frühbajuwarischen herzoglichen Höfe. 757 entstand eine königliche Pfalz. 1007 wurde der Mattiggau an das Bistum Bamberg geschenkt. Im Jahre 1517 erwarb Graf Christoph von Ortenburg durch Kauf das Schloss und die Herrschaft. Dessen Sohn Joachim führte im Jahre 1563 in seiner niederbayerischen Grafschaft die Reformation ein. Dies bedingte auch für Mattighofen jahrzehntelang Konflikte mit den bayerischen Herzögen. 1602 versöhnten sich die Grafen mit den Herzögen wieder. Im Gegenzug mussten sie allerdings die Herrschaft für 102.000 Gulden an die Wittelsbacher veräußern. Durch den Frieden von Teschen im Jahre 1779/80 kam das gesamte Innviertel mit Mattighofen zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört der Ort seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Mattighofen wurde 1986 von der oberösterreichischen Landesregierung zur Stadt erhoben. Im Jahr 2012 war Mattighofen gemeinsam mit Burghausen und Braunau ein Austragungsort der Oberösterreichischen Landesausstellung, welche zu einer der besucherstärksten in der Geschichte der Landesausstellungen war. In Mattighofen war die Landesausstellung im Schloss beheimatet, das nach der Ausstellung zum neuen Stadtamt umgestaltet wurde und als solches seit 2013 in Betrieb ist.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Friedrich Schwarzenhofer (SPÖ). Er folgte dem überraschend verstorbenen Josef Öller nach.

Die Mandatsverteilung im Gemeinderat (30 Sitze) ist SPÖ 13 Sitze, ÖVP 6 Sitze, FPÖ 4 Sitze, Grüne 1 Sitz und Bewegung für Mattighofen 6 Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at mattighofen.png

Blasonierung:

In Blau eine silberne, rechtsgekehrte Mondsichel, in der Höhlung begleitet von einem goldenen, sechsstrahligen Stern.

Die Gemeindefarben sind Rot-Grün.

Die Herkunft des Wappens ist unbekannt, und von alters her. Erster amtlicher Nachweis ist von 1871 (Sigil gemaines Marckts Mattighofen).[1]

Ämter und Behörden[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

  • vier Kindergärten (Kindergarten Ost und West, Caritas-Kindergarten, Heilpädagogischer Kindergarten - Lebenshilfe)
  • Volksschule
  • Neue Mittelschule I und II
  • Polytechnische Schule
  • Sonderpädagogische Schule
  • Berufsschule
  • Landesmusikschule
  • Volkshochschule

Verkehr[Bearbeiten]

Mit einer Haltestelle an der Mattigtalbahn hat Mattighofen eine Anbindung an das Schienennetz (Richtung Salzburg bzw. Richtung Braunau).

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Mattighofen ist der Motorradhersteller KTM beheimatet. Die Firma ist einer der größten Arbeitgeber in der Region. Weitere, in Mattighofen ansässige Unternehmen sind:

  • Robust Plastik Eder
  • Delphi
  • DAWO Pulverbeschichtung GmbH
  • GBM GmbH
  • Prevent Vogl (einst größte Lederfabrik der Habsburgermonarchie)
  • Holzpellets Hot's (Glechner GmbH)
  • KA-MA Metallbau GmbH
  • Kind Austria GmbH
  • Lohberger InstallationsgmbH
  • Leo Demetz GmbH
  • RJ GmbH
  • Elektroland Mattighofen
  • KS Elektrode

sowie viele weitere Betriebe, die in Produktion und Dienstleistung tätig sind.

Die Landwirtschaft ist stark zurückgegangen, jedoch ist außerhalb der Wohngebiete im Norden, Osten und Westen der Stadt viel Ackerland und landwirtschaftlich genutzte Fläche zu finden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mattighofen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mattighofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Franz Sonntag: Heimatbuch des Marktes Mattighofen. Zitiert auf NMS/HS2 Mattighofen: Die Stadt Mattighofen, Abschnitt Stadtwappen, hs2-mattighofen.eduhi.at, abgerufen 6. Juni 1012
  2. Josef Linecker, in: Webpräsenz von Regiowiki.at