Mattmarksee
| Mattmarksee | |||||||
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| Koordinaten | 640363 / 9863646.0380555555567.96Koordinaten: 46° 2′ 17″ N, 7° 57′ 36″ O; CH1903: 640363 / 98636 | ||||||
| Daten zum Bauwerk | |||||||
| Sperrentyp: | Erdschüttdamm | ||||||
| Bauzeit: | 1967 | ||||||
| Höhe des Absperrbauwerks: | 120 m | ||||||
| Höhe über Gewässersohle: | 93 m [1] | ||||||
| Höhe der Bauwerkskrone: | 2'197 m ü. M. | ||||||
| Bauwerksvolumen: | 10'500'000 m³ | ||||||
| Kronenlänge: | 780 m | ||||||
| Betreiber: | Kraftwerke Mattmark AG, Saas-Grund | ||||||
| Daten zum Stausee | |||||||
| Wasseroberfläche bei Vollstau: | 1.76 km² [1] | ||||||
| Stauseelänge: | 3,2 km | ||||||
| Speicherraum: | 100 Mio. m³ [1] | ||||||
| Gesamtstauraum: | 101 Mio. m³ [1] | ||||||
| Einzugsgebiet: | 37,1 km² | ||||||
| Bemessungshochwasser: | 150 m³/s | ||||||
| Besonderheiten: |
Höchster Erdschüttdamm der Schweiz |
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| Detailkarte | |||||||
| Blick von seinem südlichen Ende zum Staudamm Mattmark | |||||||
Der Mattmarksee ist ein Stausee und befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Saas-Almagell, Saas-Balen, Saas-Grund und Saas-Fee am südlichen Ende des Saastales im Bezirk Visp des Kantons Wallis in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Natürlicher Vorgängersee [Bearbeiten]
Vor dem Bau der Staumauer, gab es im Tal der jungen Saaser Vispa einen Bergsee. Seine wechselnde Form und Grösse hing von den Vorstössen und Rückzügen des Allalingletschers ab. Zu den Hochständen der Gletscherausdehnung um 1600, 1820 und 1850/60 überdeckte die Zunge des von der Westflanke hinunterreichenden Allalingletschers die ganze Talbreite und bildete so einen natürlichen Gletscherstausee. Beim Abschmelzen der Barriere kam es mehrmals zu katastrophalen Seeausbrüchen. Gemäss Chroniken sollen in den Jahren 1633, 1680 und 1772 besonders schlimme Sturzfluten die Dörfer und Weiden im Saastal zerstört haben. Die Flut von 1633 zwang mehrere Familien zur Auswanderung. Andere arbeiteten während Jahren an der Wiederurbarmachung des Talgrundes und gelobten, nicht zu heiraten bis das Werk vollendet sei. In den nächsten 14 Jahren fand in der Kirchgemeinde Saas keine einzige Hochzeit statt. Beim Ausbruch von 1680 wurden sogar 18 Häuser in Visp zerstört. Um solche Katastrophen zu verhindern, wollte man um 1900 einen unterirdischen Abflusskanal bauen. Doch die Mittel dazu fehlten.
Künstlicher Stausee [Bearbeiten]
Am 25. März 1959 fand im Hotel Beau-Site in Saas-Fee die Gründung der Kraftwerke Mattmark AG, Saas-Grund, statt. Der Stausee befindet sich auf den Territorien der vier Saaser Gemeinden Saas-Almagell, Saas-Balen, Saas-Fee und Saas-Grund. Die Gebietshoheit wurde aus rechtlichen Gründen der Gemeinde Saas-Almagell übertragen.
Von 1960 bis 1965 dauerten die Bauarbeiten des Staudammes. Am 30. August 1965 wurden durch einen Gletscherabsturz des Allalingletschers 88 Bauarbeiter unter 500'000 m³ Eis begraben und fanden so ihren Tod. Kein anderer Stausee in der Schweiz forderte beim Bau so viele Opfer, ein Gedenkstein erinnert an sie.[2] Die Einweihungsfeier des Stausees erfolgte am 25. Juni 1969 durch Bischof Nestor Adam auf dem Staudamm.
Im Frühling 2007 wurde der Stausee das erste Mal komplett entleert, um Revisionen der Anlagen durchzuführen. Da man aber die früher als üblich einsetzende Schneeschmelze nicht voraussehen konnte, mussten die Arbeiten frühzeitig eingestellt werden, sodass im Februar/März 2008 nochmals eine komplette Entleerung des Sees vonnöten war.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c d Seen in der Schweiz: Natürliche und Speicherseen, Bundesamt für Umwelt BAFU, 2007 → Seen in der Schweiz (PDF)
- ↑ Bericht über das Unglück vom 30. August 1965
Weblinks [Bearbeiten]
- Kraftwerke Mattmark auf der Site der Kraftwerke Mattmark AG
- Archiv SRG: Bericht über das Gletscherunglück auf der Mattmarkbaustelle
Schweizer Speicherseen mit einem Inhalt von über 10 Millionen m³:
Albignasee | Arnensee | Lago Bianco | Lac Brenet | Lago dei Cavagnöö | Lac de Cleuson | Lai da Curnera | Davosersee | Lac des Dix | Lac d’Émosson | Engstlensee | Gelmersee | Gigerwaldsee | Göscheneralpsee | Greyerzersee | Griessee | Grimselsee | Lac de l’Hongrin | Klingnauer Stausee | Klöntalersee | Lago di Lei | Limmerensee | Lago di Livigno | Lago di Lucendro | Lungerersee | Lago di Luzzone | Lai da Marmorera | Mattmarksee | Lac de Mauvoisin | Lac de Moiry | Lac de Montsalvens | Lac de Moron | Lai da Nalps | Lago del Narèt | Oberaarsee | Lac de Pérolles | Lago di Poschiavo | Räterichsbodensee | Lago Ritom | Lac de Salanfe | Lago del Sambuco | Schiffenensee | Sihlsee | Lai da Sontga Maria | Sufnersee | Lac des Toules | Lago Tremorgio | Lac de Tseuzier | Lac du Vieux Émosson | Lago di Vogorno | Wägitalersee | Wohlensee | Zervreilasee