Matzen-Raggendorf

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Matzen-Raggendorf
Wappen von Matzen-Raggendorf
Matzen-Raggendorf (Österreich)
Matzen-Raggendorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Hauptort: Matzen
Fläche: 35,76 km²
Koordinaten: 48° 24′ N, 16° 42′ O48.416.7189Koordinaten: 48° 24′ 0″ N, 16° 42′ 0″ O
Höhe: 189 m ü. A.
Einwohner: 2.722 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 76 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2243
Vorwahl: 02289
Gemeindekennziffer: 3 08 38
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
2243 Matzen-Raggendorf
Website: www.matzen-raggendorf.gv.at
Politik
Bürgermeister: Claudia Weber (SPÖ)
Gemeinderat: (2011)
(21 Mitglieder)
10 ÖVP, 10 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Matzen-Raggendorf im Bezirk Gänserndorf
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Matzen-Raggendorf ist eine Marktgemeinde mit 2722 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Sie liegt an der Grenze zwischen dem Weinviertler Hügelland und dem Marchfeld in Niederösterreich, ca. 35 km nordöstlich von Wien. Die Gemeinde ist nicht nur wegen ihrer Weine bekannt, sondern auch aufgrund großer Erdöl- und Erdgasvorkommen in der Umgebung. Nach Matzen ist das „Matzen-Feld“, das größte zusammenhängende Erdölvorkommen Mitteleuropas, benannt.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1194: Erste urkundliche Nennung von Matzen
  • 1360: wird Nikolaus Seyringer in Matzen geboren
  • 1615: Verleihung des Marktprivileges durch Kaiser Matthias
  • 1903: Eröffnung des Bahnhofes Matzen
  • 1904: Eröffnung der 1. NÖ Kalksand-Ziegelstein-Fabrik in Matzen
  • 1924: Elektrifizierung von Matzen
  • 1927: Matzen bekommt die erste Kanalisation und teilweise Pflasterung der Straßen
  • 1949: Tiefbohrung Matzen 3 erschließt das Erdölfeld Matzen
  • 1959: Einweihung der neuen Kirche durch Pfarrer Günther Gradisch
  • 1977: Eröffnung der Kunsteisbahn Matzen

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Kleinharras, Matzen und Raggendorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2583 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 2501 Einwohner, 1981 2416 und im Jahr 1971 2418 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin der Marktgemeinde ist Claudia Weber (SPÖ), Amtsleiter Hubert Sedlaczek. Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 10, SPÖ 10, FPÖ 1, andere keine Sitze. (Stand: Wahl 2011)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 79, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 113. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1147. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,56 Prozent.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Tiefpumpen für Erdöl prägen auch heute noch das Landschaftsbild südlich von Matzen.
  • Der Matzner Bär am Hauptplatz
  • Der Lebensbaum am Hauptplatz
  • Die Hubertuskapelle
  • Der Karpatenblick
  • Das Kriegerdenkmal
  • Schloss Matzen
  • Josefsplatz mit Statue des Hl. Josef und historischer Erdölförderpumpe
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Matzen-Raggendorf

Musik und Kultur[Bearbeiten]

  • Musikverein Matzen
  • Musikverein Raggendorf
  • Musikverein Klein-Harras
  • Singkreis Matzen
  • Musikschule St. Barbara
Matzen, Raggendorf und Umgebung (Mitte unten) in der Landesaufnahme um 1873

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Der Bildhauer Karl Nieschlag (* 27. Mai 1909 in Matzen; † 8. Januar 1975 in Wien) wurde hier geboren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Matzen-Raggendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien