Mauermuseum

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Das Mauermuseum – Haus am Checkpoint Charlie wurde am 14. Juni 1963 in unmittelbarer Nähe zur Berliner Mauer vom Historiker Rainer Hildebrandt eröffnet. Es wurde und wird das „beste Grenzsicherungssystem der Welt“ (Zitat des DDR-Armeegenerals Heinz Hoffmann) und der „Beistand der Schutzmächte“ veranschaulicht. Gezeigt werden neben Fotos und Dokumentationen geglückter Fluchtversuche auch die Fluchtmittel: Heißluftballons, Fluchtautos, Sessellifte und ein Mini-U-Boot.

Betreiber ist die Arbeitsgemeinschaft 13. August e. V. Leiterin des Museums ist die Witwe des Gründers Alexandra Hildebrandt.

Das Mauermuseum gehört zu den meistbesuchten Berliner Museen. Die Präsentation der Flucht-Requisiten macht die damalige Zeit lebendig und bewahrt diesen Geschichtsabschnitt vor dem Vergessen. Daneben gibt es auch Kritik, die Ausstellungsräume seien zu klein, die Art der Präsentation und auch die Texte in der Ausstellung seien inzwischen nicht mehr zeitgemäß und ideologisch überhöht. Eine kritische Untersuchung westlicher Propaganda im Kalten Krieg und besonders rund um die Mauer in Berlin fände nicht statt.

Zuletzt stand die Museumsleiterin Hildebrandt in der Kritik, als sie mittels eines selbst errichteten, von manchen als überzeugend und angemessen, von anderen aber als unreflektiert und populistisch empfundenen Mauerdenkmals auf dem Areal des ehemaligen Checkpoints Charlie das Gedenken an die Opfer des Grenzregimes weiterführte. Die von ihr errichteten Kreuze wurden aufgrund von Verfügungen, die der Eigentümer des Geländes erwirkt hatte, abgebaut.

Das Mauermuseum gab 2008 die Zahl der an der Mauer und innerdeutschen Grenze bis 1989 getöteten Menschen mit 1.303 an. Darin sind auch Opfer bei der Flucht über die Ostsee, deutsche Todesopfer an außerdeutschen Grenzen, getötete DDR-Soldaten und sowjetischen Fahnenflüchtige, Suizide von Angehörigen der Grenztruppen, sowie von Stasi und KGB nach erfolgreicher Flucht entführte und ums Leben gekommene Personen eingerechnet. [1]

[Bearbeiten] Einzelbelege

  1. Ekkehardt Schulz: Streit um Zahlen - Geschichtspolitik - Berliner Mauermuseum legt neue Erkenntnisse über die Opfer an der innerdeutschen Grenze vor / 1.303 Fälle registriert, in Junge Freiheit Nr. 35/08, Seite 6

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Mauermuseum – Bilder, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 30' 28" N, 13° 23' 26" O

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