Mauna Kea
| Mauna Kea | ||
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Satellitenbild Mauna Kea (oben) und Mauna Loa (unten) |
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| Höhe | 4205 m | |
| Lage | nördlicher Teil der Insel Hawaiʻi | |
| Dominanz | 3946 km → Mount Shasta | |
| Schartenhöhe | 4205 m | |
| Koordinaten | 19° 49′ 45″ N, 155° 27′ 36″ W19.829166666667-155.464205Koordinaten: 19° 49′ 45″ N, 155° 27′ 36″ W | |
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| Typ | Schildvulkan | |
| Gestein | Basalt | |
| Alter des Gesteins | Pleistozän bis Holozän | |
| Letzte Eruption | 2460 v. Chr. ± 100 Jahre | |
| Besonderheiten | Höchster Berg Hawaiis | |
Der Vulkan Mauna Kea (hawaiisch für Weißer Berg)[1] ist mit etwa 4205 m der höchste Berg auf Hawaiʻi.
Inhaltsverzeichnis |
Geologie [Bearbeiten]
Da er vom Meeresboden aus gewachsen ist, beträgt seine gesamte Höhe vom Fuß unter Wasser bis zum Gipfel etwa 10.205 Meter. So betrachtet ist er der höchste Berg der Erde.
Mauna Kea sowie die anderen Vulkane auf Hawaiʻi, Mauna Loa, Hualālai und Kīlauea, sind über einem Hotspot entstanden, an dem aus dem tiefen Erdmantel aufsteigende heiße Aufströme, sogenannte Plumes, Material bis an die Erdoberfläche transportieren. Im Fall von Hawaii wurde die Region mit der pazifischen Lithosphärenplatte durch die Plattentektonik langsam darüberbewegt, wodurch im Abstand vieler Millionen Jahre eine ganze Kette von Vulkaninseln von den Aleuten bis heute mitten im Pazifik gebildet wurde.
Im Gegensatz zu seinem Nachbarn Mauna Loa ist der Mauna Kea zurzeit nicht aktiv und gilt als schlafender Vulkan. Sein Alter wird auf eine Million Jahre geschätzt, die ältesten gefundenen Steine wurden auf etwas über 200.000 Jahre datiert. Die letzte aktive Phase mit mindestens sieben Ausbrüchen fand vor ca. 6.000 bis vor 4.000 Jahren statt. Es gab bereits zuvor Ruhephasen mit einer längeren Dauer als 4500 Jahre, insofern ist die gegenwärtige lange Ruhephase nicht notwendigerweise ein Zeichen für einen erloschenen Vulkan.
Seit 2002 läuft ein Tiefbohrprojekt auf dem Vulkan. Durch die Untersuchung der geförderten Gesteinsproben aus dem Inneren des Vulkans möchte man weitere Erkenntnisse über das Erdinnere gewinnen.
Sternwarte [Bearbeiten]
Auf dem Mauna Kea befindet sich das Mauna-Kea-Observatorium, eine Gruppe internationaler Observatorien, die zusammen die größte Sternwarte der Welt bilden. Darunter befindet sich unter anderem das Keck-Observatorium mit seinen beiden 10-m-Spiegeln, die zu den derzeit leistungsfähigsten Teleskopen weltweit gehören.
Da die Teleskope sehr empfindlich auf Lageveränderungen des Untergrunds reagieren, würde ein typisches Aufblähen des Berges als Zeichen wieder beginnender Aktivität sofort registriert werden.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Literaturverzeichnisse [Bearbeiten]
- Literatur zum Mauna Kea im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Fotos und Videos [Bearbeiten]
Wissenschaftliche Beiträge [Bearbeiten]
- Mauna Kea in GVP (englisch)
- HVO: Mauna Kea - Hawaiʻi's Tallest Volcano, USGS (englisch)
- Big Island Peaks – Mauna Kea (englisch)
- Ken Hon, e.a.: Field interpretation of active volcanoes. A handbook for viewing lava, Geology Dept., University of Hilo, Hawaii, 2008 (PDF, englisch; 8,3 MB)
- Huai-Jen Yang: Submarine lavas from Mauna Kea Volcano, Hawaii: Implications for Hawaiian shield stage processes, JOURNAL OF GEOPHYSICAL RESEARCH, VOL. 99, NO. B8, P. 15,577, 1994; doi:10.1029/94JB00895 (Abstract, englisch)
- G. Danowski, e.a.: Untersuchung des thermo-hydraulischen Feldes und der Wärmeflussdichte in der Nähe eines aktiven Mantelplumes (Insel Hawaii) mit Hilfe von Bohrlochtemperaturmessungen, Diss., Technische Universität Berlin 2002 (PDF; 6,2 MB)
- A. Buysch, e.a.: Die syn- bis post-magmatische Entwicklung des Mauna Kea/Hawaii, USA – Interpretation geophysikalischer Bohrlochdaten und petrophysikalischer Kerndaten aus der Tiefbohrung 'Hawaii Scientific Drilling Project, HSDP-2' , Diss. 2005, Rheinisch -Westfälische Technische Hochschule Aachen (PDF; 6,3 MB)
- Claude Herzberg: Petrology and thermal structure of the Hawaiian plume from Mauna Kea volcano, NATURE, Vol 444|30 November 2006| doi:10.1038/nature05254 (PDF, englisch; 364 kB)
- Peter Schiffman: Hyaloclastites and the slope stability of Hawaiian volcanoes: Insights from the Hawaiian Scientific Drilling Project’s 3-km drill core, Journal of Volcanology and Geothermal Research 151 (2006) 217–228 (PDF, englisch; 617 kB)
- Alexander V. Sobolev, e.a.: An olivine-free mantle source of Hawaiian shield basalts, NATURE, Vol. 434, 2005 (PDF, englisch; 1,1 MB)