Maurer Söhne

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Maurer Söhne
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1876
Sitz München
Mitarbeiter 900 (2011, weltweit)
Umsatz 150 Mio. Euro (2011)
Branche Maschinen- und Anlagenbau
Website www.maurer-söhne.de
Schema einer Dehnfuge

Die Maurer Söhne GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen des Stahl-, Maschinen- und Anlagenbaus. Es wurde 1876 in München gegründet, wo sich auch heute noch das Stammhaus befindet. Darüber hinaus gibt es eine Niederlassung in Lünen/Westfalen und ein Zweigwerk in Bernsdorf bei Dresden. In China, Indien und der Türkei unterhält das Unternehmen eigene Produktionsstätten.

Insgesamt werden 900 Mitarbeiter beschäftigt, die im Jahr 2011 einen Umsatz von 150 Mio. € realisiert haben[1]. Maurer Söhne ist heute in den drei Bereichen Bauwerksschutzsysteme, Stahlbau und Sondermaschinenbau tätig.

Bauwerksschutzsystem[Bearbeiten]

Hier werden Dehnfugen und Brückenlager hergestellt. In der 2012 fertiggestellten Russki-Brücke über den östlichen Bosporus in Wladiwostok installierte Maurer Söhne Schwenktraversen mit einer Bewegung bis zu 2.400 mm, Kalotten- und Horizontalkraftlager mit bis zu 34.000 kN Auflast, semi-aktive Seildämpfer mit 1.100 mm Hub und Hydraulikdämpfer mit 3.000 kN Überlastschutz. [2]

Bei bewegten Bauprodukten ist das Unternehmen Weltmarktführer.[3] Es werden Erdbebenvorrichtungen und Schwingungsdämpfer unter anderem für Brücken und Stahlschornsteine hergestellt.

Den schwärzesten Tag erlebte Maurer Söhne am 11. April 1996, als ein Subunternehmer bei der Reparatur einer Dehnfuge am Düsseldorfer Flughafen einen Großbrand verursachte. Bei dem Brandunglück starben 17 Menschen und 88 wurden verletzt. Die Terminals A und B wurden fast vollständig zerstört, das Terminal C wurde durch Rauchgase in Mitleidenschaft gezogen.

Stahlbau[Bearbeiten]

In diesem Bereich werden Stahlhochbauten, Stahlbrücken und Stahlschornsteine realisiert. Die BMW Welt in München wurde unter anderem mit Maurer Söhne und dem Architekten-Büro Coop Himmelb(l)au realisiert.

Sondermaschinenbau[Bearbeiten]

Der Unternehmensteil Amusement Rides wurde 1993 von der Schwarzkopf GmbH übernommen und stellt Fahrgeschäfte zum Einsatz in Freizeitparks und auf Volksfesten her. Hauptsächlich werden Achterbahnen wie die Wilde Maus und der Spinning Coaster produziert. Auch die Vertikalfahrten des Herstellers sind verbreitet.

Mit dem Sky Wheel wurde 2004 die erste Anlage vom neuen Typ „X-Car“ eingeweiht. Weitere Bahnen des Typs (z. B. Abismo) folgten ebenso wie die Auszeichnung „Best new Product“ von der IAAPA. Weitere Fahrgeschäfte vom Typ X-Car sind in Drayton Manor im englischen Staffordshire als G-Force und in Hot Springs, Arkansas, als weiterer Sky-Loop mit dem Namen X-Coaster zu finden. Auch in den Universal Studios Florida folgt 2009 eine „Customer-Designed“ Bahn mit dem Namen Hollywood Rip, Ride, Rockit.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maurer Söhne - forces in motion - Unternehmen. Maurer Söhne, abgerufen am 19. Juli 2011.
  2. Umfassender Bauwerkschutz an der längsten Schrägseilbrücke der Welt. Maurer Söhne, abgerufen am 8. Januar 2013 (PDF; 1,1 MB).
  3. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.

48.18760611.600358Koordinaten: 48° 11′ 15″ N, 11° 36′ 1″ O