Maurice Rouvier

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Maurice Rouvier

Maurice Rouvier (* 17. April 1842 in Aix-en-Provence; † 7. Juni 1911 in Neuilly-sur-Seine) war ein französischer Politiker. Im Jahre 1887 und erneut 1905 bis 1906 war er Premierminister Frankreichs.

Rouvier studierte die Rechtswissenschaften und ließ sich in Marseille als Anwalt nieder. Der republikanischen Partei angehörig, wurde er nach dem 4. September 1870 zum Generalsekretär des Départements Bouches-du-Rhône ernannt. Bei den Nachwahlen am 2. Juli 1871 in die Nationalversammlung gewählt, schloss er sich der äußersten Linken an. Seit 1876 Mitglied der Deputiertenkammer, wurde er eines Sittlichkeitsvergehens im Palais Royal beschuldigt und vom Gericht zwar für unschuldig erklärt, aber in einer für ihn beleidigenden Weise, obwohl die Verleumdung offenbar war.

Spottpostkarte um 1905

An den Verhandlungen der Kammer nahm er lebhaften Anteil, namentlich in finanziellen und volkswirtschaftlichen Fragen, und war mehrmals Berichterstatter für das Budget. Léon Gambetta übertrug ihm im November 1881 in seinem Kabinett die Leitung des Handelsministeriums, doch trat er schon am 26. Januar 1882 mit Gambetta zurück. Er leitete es zum zweiten Mal unter Ferry vom Oktober 1884 bis März 1885 und trat im Mai 1887 an die Spitze des Kabinetts, das sich bis zum Dezember behauptete.

Von 1890 bis 1911 war Rouvier Präsident des Generalrates des Départements Alpes-Maritimes. Von 1902 bis 1911 war er Mitglied des Senats und von Januar 1905 bis März 1906 noch einmal Premierminister.

Vorgänger Amt Nachfolger
René Goblet
Émile Combes
Premierminister von Frankreich
30. Mai 1887-12. Dezember 1887
24. Januar 1905-12. März 1906
Pierre Tirard
Ferdinand Sarrien
Théophile Delcassé Außenminister von Frankreich
6. Juni 1905-13. März 1906
Léon Bourgeois
Albert Dauphin
Paul Peytral
Joseph Caillaux
Finanzminister von Frankreich
30. Mai 1887-12. Dezember 1887
22. Februar 1889-12. Dezember 1892
7. Juni 1902-17. Juni 1905
Pierre Tirard
Pierre Tirard
Pierre Merlou
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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