Maurice de Gandillac

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maurice de Gandillac (* 14. Februar 1906 in Koléa, Algerien; † 20. April 2006 in Neuilly-sur-Seine bei Paris) war ein französischer Philosoph.

Leben[Bearbeiten]

Gandillac besuchte zusammen mit Jean-Paul Sartre, Paul Nizan und Maurice Merleau-Ponty die Classe préparatoire Lycée Louis-le-Grand in Paris. Er wirkte von 1946 bis 1977 als Professor für Philosophie an der Sorbonne, wo er unter anderem Jacques Derrida und Gilles Deleuze unterrichtete.

Leistungen[Bearbeiten]

Gandillac verfasste ein breit angelegtes philosophisches Werk, das Bücher über das Mittelalter, Dante, Cusanus und die Moderne umfasste. Er lieferte wichtige Übersetzungen der Werke Hegels, Nietzsches, Lukacs, Blochs und Benjamins ins Französische. Er war zudem Mitherausgeber des Nietzsche-Gesamtwerkes in Frankreich. Ein Großteil seiner Aufsätze wurde 1992 in dem Sammelband Genèses de la modernité publiziert. Zuvor, im Jahre 1985, erschien eine Festschrift zu seinen Ehren unter dem Titel L'art des confins.

Schriften[Bearbeiten]

  • Le siècle traversé. Souvenirs de neuf décennies, Albin Michel, Paris 1998, ISBN 2-226-10467-4
  • Genèses de la modernité : Les douze siècles où se fit notre Europe. De "La Cité de Dieu" à "La Nouvelle Atlantide", Editions du Cerf, Paris 1992, ISBN 2-204-04503-9

Literatur[Bearbeiten]

  • L'art des confins. Mélanges offerts à Maurice de Gandillac, Publiée sous la direction de Annie Cazenave, PUF, Paris 1985, ISBN 2-13-038526-5

Weblinks[Bearbeiten]