Mauricio Espinosa

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Mauricio Espinosa (* 6. Mai 1972 in Montevideo) ist ein uruguayischer Fußballschiedsrichter, der in internationalen Spielen als Schiedsrichterassistent zum Einsatz kommt. Weltweit wurde er bekannt, als er im Achtelfinale Deutschland gegen England bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 dem Schiedsrichter ein klares Tor Frank Lampards nicht anzeigte.

Leben[Bearbeiten]

Espinosa arbeitet hauptberuflich als Lehrer. Er spricht Englisch und Spanisch. Seit 2006 hat er internationale Einsätze.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 war Espinosa als Assistent des ebenfalls uruguayischen Schiedsrichters Jorge Larrionda in vier Spielen im Einsatz: in der Gruppe D bei Australien gegen Serbien, in der Gruppe E bei Kamerun gegen Dänemark, beim Vorrundenspiel Elfenbeinküste gegen Portugal in der Gruppe G sowie beim Achtelfinalspiel Deutschland gegen England. In der 38. Spielminute schoss Frank Lampard an die Querlatte des deutschen Tors, von wo der Ball etwa 40 Zentimeter hinter der Torlinie aufkam und wieder an die Latte zurücksprang, ehe der deutsche Torwart Manuel Neuer den Ball sichern konnte. Espinosa entschied auf Nachfrage von Schiedsrichter Larrionda auf „weiterspielen“. Nach dem Spiel löste der Fehler Espinosas ein großes Medienecho aus, was eine Diskussion über die Einführung technischer Hilfsmittel im Fußball, wie etwa der Videobeweis, zur Folge hatte. Die FIFA erklärte, dass Espinosa und Larrionda keine weiteren Einsätze bei den Weltmeisterschaften 2010 haben würden.

Weblinks[Bearbeiten]