Mauricio Soler

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Soler am Anstieg zum Col de la Colombiere auf der 7. Etappe der Tour de France 2007

Juan Mauricio Soler Hernández (* 14. Januar 1983 in Ramiriquí, Boyacá) ist ein ehemaliger kolumbianischer Radrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten]

2006 gewann Soler das französische Etappenrennen Circuit de Lorraine. Bei Mailand-Turin belegte er vorher schon den 25. Platz. Er fuhr in dieser Saison für das italienische Professional Continental Team Acqua e Sapone. Durch Wildcards nahm er auch schon an ProTour-Veranstaltungen teil. Soler wurde auch vom kolumbianischen Radsport-Verband für die Straßen-Radweltmeisterschaft in Salzburg aufgestellt. Er musste das Rennen allerdings vorzeitig beenden und schaffte es nicht ins Ziel.

Seit der Saison 2007 fährt er für das britische Team Barloworld, das per Wildcard zur Tour de France zugelassen wurde. Dort konnte er am 17. Juli 2007 die neunte Etappe gewinnen. Bei dieser Etappe unterbot er die bisherige Bestzeit des Aufstiegs zum Col du Galibier deutlich, die 1998 von Marco Pantani möglicherweise unter EPO-Einfluss aufgestellt wurde. Durch seine sehr guten Leistungen bei dieser und anderer Bergetappen geriet er mehrmals in Dopingverdacht von Seiten der Medien. Diese Gerüchte wurden allerdings vom Team Barloworld sowie dem Tourdirektor Prudhomme zurückgewiesen, zumal die Probe, die man ihm nach seinem Sieg abnahm keinerlei verbotene Substanzen enthielt. Soler war nach der 9. Etappe mehrfach bei Bergetappen in der Spitzengruppe, nach dem Ausschluss des Gesamtführenden Michael Rasmussen war sein Gepunktete Trikot ungefährdet und er konnte es bis zur letzten Etappe nach Paris tragen.

Nachdem Soler zuvor die 2. Etappe der Tour de Suisse 2011 gewinnen konnte und für einen Tag das gelbe Trikot trug, stürzte er als Zweiter in der Gesamtwertung zu Beginn der 6. Etappe schwer und zog sich einen Schädelbasisbruch, einen Bruch des Sprunggelenks sowie Lungenverletzungen zu. Er wurde per Helikopter in das Kantonsspital St. Gallen transportiert und dort vorübergehend in ein künstlichen Koma versetzt. Aufgrund einer Besserung seines Zustands konnte er Anfang Juli in seine Wahlheimat Spanien, nach Pamplona, verlegt werden und befindet sich seitdem in einer fortdauernden Rehabilitation, deren Ende nicht absehbar ist.[1] Im Oktober, vier Monate nach seinem Sturz, konnte Soler das Krankenhaus in Pamplona verlassen und für Dezember ist die Rückkehr in seine Heimat nach Kolumbien geplant.[2]

Am 18. Juli 2012 wurde bekannt, dass der Kolumbianer trotz seiner fortschreitenden Rehabilitation wahrscheinlich nicht mehr in den Radsport zurückkehren kann.[3]

Palmarès[Bearbeiten]

2005
2006
2007
2011

Teams[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Soler kann Intensivstation verlassen - Bericht auf Blick.ch
  2. Soler vor Rückkehr nach Kolumbien - Bericht auf cyclingnews.com (aufgerufen am 20. November 2011)
  3. Karriereende: Soler wird nicht in den Radsport zurückkehren - Bericht auf Live-Radsport.ch (aufgerufen am 19. Juli 2012)

Weblinks[Bearbeiten]