Maurowalachen

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Die Walachen Herzegowinas, Montenegros und des östlichen Dalmatien im Mittelalter
Die Region Morlakien im 17. Jh.

Die Maurowalachen (auch Maurowlachen, Morlaken, Mavrowlachen, ital. auch Morlacchi) sind eine romanische Volksgruppe, die in den Küstengebieten Bosniens, Kroatiens und Montenegros gelebt hat. Die meisten Morlaken wurden im Laufe des Mittelalters von den umgebenden Slawen assimiliert. Übrig blieben nur noch die Istrorumänen.[1]

Noch heute wird ein Teil der Kroaten und Serben Bosniens als "Wlachen" bezeichnet (serbokroat. Vlaje, Vlasi), jedoch wird diese Bezeichnung heute primär als nationale Schmähung verwendet, um die jeweilige Volksgruppe zu diskreditieren, da dieser Begriff in manchen Balkanregionen auch "Hirte" bedeutet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Sprache

Die Maurowallachen sprachen eine Balkanromanische Sprache, welche einige Gemeinsamkeiten mit dem 1898 ausgestorbenen Dalmatischen sowie dem Istrorumänischen hat. Die Sprecher nahmen nach der osmanischen Invasion die kroatische Sprache an und hinterließen in ihr ein lateinisches Substrat.

Der italienische Linguist Matteo Giulio Bartoli veröffentlichte in seinem Buch Il Dalmatico eine Textpassage aus dem Jahr 1397 aus der Ragusäischen Republik:

„...Pare me charisimu facuue a sauiri che parun del nauiliu Aligiritu non è pagatu del nolu, perchì non potì chatar di.nari di pagar lu nolu, salù àno abudi duhati in pireçencia di Polu Dobirovacu. Saldada la raçun in pireçencia di Polu Dobirovacu, resta-i dar duchati X: pireguue daçi tigi. Vostiru fiol Firancisch saluta in Anchona. A Ser Cholane de Fanfona, dada a Çara...“

Vergleich mit dem Italienischen:

„...Padre mio chiarissimo, vi faccio sapere che il padrone del naviglio, Aligirito, non è pagato del nolo perché non ho potuto raccogliere i denari per pagare il nolo (della nave), salvo che hanno avuto i ducati in presenza di Paolo Dobirovaco. Saldato il conto in presenza di Paolo Dobirovaco, restai di dovergli dare dieci ducati: ti prego di darglieli tu. Vostro figliolo Francesco vi saluta in Ancona. Al Signor Cholane de Fanfona, data a Zara...“

Deutsche Übersetzung:

„... Mein Vater, du musst wissen, dass der Kapitän des Schiffes, Aligiritu, nicht bezahlt wurde, weil ich nicht das Geld aufbringen konnte, um die Fracht zu zahlen, ich musste die Dukaten in Anwesenheit von Polu Dobirovacu bezahlen. Ich bezahlte die Rechnung in Anwesenheit von Polu Dobirovacu, er musste mir zehn Dukaten borgen: Bitte geben Sie diese an ihn zurück. Ihr Sohn Firancisch grüßt aus Ancona. Von Herrn Chalone de Fanfona, datiert in Zadar...“

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.istro-romanian.net/articles/art000401.html
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