Maut-Ausweichverkehr

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Unter Maut-Ausweichverkehr versteht man Verkehrsströme, die dadurch entstehen, dass Verkehrsteilnehmer ggf. weniger verkehrsgünstige, aber mautfreie Strecken verwenden, um Straßenbenutzungsgebühren zu vermeiden. Auf den Ausweichstrecken führt das zu einer höheren Verkehrsdichte und -stärke, während sie sich auf den vermiedenen Maut-Strecken vermindern.

Deutschland[Bearbeiten]

Da in Deutschland praktisch nur von Lastkraftwagen auf Autobahnen Maut erhoben wird, beschränkt sich das Phänomen im Wesentlichen auf LKW, die auch im Durchgangsverkehr Bundesstraßen und Landstraßen verwenden.

Nachtfahrverbote für den LKW-Durchgangsverkehr[Bearbeiten]

In Hessen und Baden-Württemberg wurden auf einigen Ausweichstrecken Nachtfahrverbote bzw. allgemeine Verkehrsverbote für Lastkraftwagen verordnet. Dies hat jedoch das Verwaltungsgericht des Bundeslandes Hessen aufgehoben. In Baden-Württemberg bestehen sie aber noch, sind in der "BGL-Ausweichstreckenkarte 2008" einsehbar.

Mauterhebung auch auf Bundesstraßen[Bearbeiten]

Um keine Einnahmen durch Maut-Ausweichverkehr zu verlieren, ist aufgrund einer Verordnung entschieden worden, LKW-Maut auch auf einigen Bundesstraßen zu erheben. Diese Strecken sind in der Verordnung benannt.