Mautern an der Donau
| Mautern an der Donau | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Krems-Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | KR | |
| Fläche: | 9,07 km² | |
| Koordinaten: | 48° 24′ N, 15° 35′ O48.39361111111115.5775201Koordinaten: 48° 23′ 37″ N, 15° 34′ 39″ O | |
| Höhe: | 201 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3.461 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 382 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 3512 | |
| Vorwahl: | 02732 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 13 27 | |
| NUTS-Region | AT124 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausplatz 1 3512 Mautern an der Donau |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Armin Sonnauer (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2010) (23 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Mautern an der Donau im Bezirk Krems-Land | ||
Nordwestansicht von Mautern an der Donau; rechts im Hintergrund das Stift Göttweig und links die 1895 errichtete Donaubrücke. |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Mautern an der Donau ist eine Stadtgemeinde mit 3461 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) am südlichen Donauufer in Niederösterreich gegenüber von Krems/Stein.
Inhaltsverzeichnis |
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
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Gliederung
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Zur Gemeinde Mautern gehören die Ortschaften Baumgarten, Hundsheim, Mautern und Mauternbach.
Geschichte [Bearbeiten]
Mautern war zur Zeit der Römer eine bedeutende Siedlung, da sie an einer wichtigen Handelsroute (Eisen/Salz) und direkt an der Nordgrenze zu den germanischen Völkern lag. Der römische Name für Mautern lautete möglicherweise „Favianis" oder "Favianae“. Das Kastell Favianis schützte einen wichtigen Flussübergang (möglicherweise eine Furt) am östlichen Ausgang der Wachau. Seine größte Bekanntheit erlangte Favianis in der Spätantike am Ende der Römerzeit in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts, als Severin von Noricum hier ein Kloster gründete; zu dieser Zeit herrschten in diesem Raum bereits die Rugier (ihr König Flaccitheus ist ab 467 belegt). Nach der endgültigen Eroberung des Awarenreiches durch den fränkischen Kaiser Karl den Großen im Jahr 803 setzte die Sicherung und Besiedlung der ehemaligen römischen Siedlung ein. Der entstehende Ort befand sich nun auf dem Gebiet des Baierischen Ostlandes.[1] Mautern wurde in der Raffelstettener Zollordnung erwähnt. Es war die östlichste Handelsstation im Donaubereich.[2] 1137 schloss Bischof Reginmar von Passau mit dem Babenbergermarkgraf Leopold IV. einen Vertrag, der den ersten romanischen Bau des Wiener Stephansdomes ermöglichte.[3] Seit ca. 100 Jahren steht hier eine Stahlfachwerkbrücke, die im Zweiten Weltkriegstark beschädigt wurde – lange Zeit einer der ersten und wichtigsten leistungsfähigen Donauübergänge zwischen Linz und Wien.
- Ende 1. Jahrhundert n. Chr. Gründung eines römischen Lagers unter Kaiser Domitian zunächst als Holz-Erde-Lager später zu einem Steinlager erweitert.
- Um 300 n. Chr. wird die neu aufgestellte Legio I Noricorum in Favianis-Mautern stationiert.
- Nach 450 Klostergründung.
- 482 stirbt der heilige Severin am 8. Jänner in seinem Kloster.
- 893 Übergang in den Besitz des Stiftes Kremsmünster und Patrozinium der Agapitskirche [Nikolaihof].
- 899 Nennung Mauterns in den Fuldner Annalen (Civitas Mutarensis)
- 903 Nennung in der Raffelstettener Zollordnung
- 985 bzw. 991 Mautern kommt in den Besitz des Bistums Passau
- Um 1050 Neue Pfarrkirche St. Stephan
- 1083 Nennung der Margaretenkapelle
- 1276-79 König Rudolf I. erteilt bürgerliche Freiheiten, das Befestigungsrecht und die hohe Gerichtsbarkeit.
- Anfang 14. Jahrhundert St. Johannes in Hundsheim wird als Wallfahrtskirche erwähnt
- 1463 Holzbrücke zwischen Mautern und Stein belegt
- 1467 Verleihung eines Stadtwappens durch Kaiser Friedrich III.
- 1734 Verkauf der passauischen Herrschaft Mautern an Friedrich Karl Graf von Schönborn
- 1895 Fertigstellung der eisernen Donaubrücke (Straßenbrücke) zwischen Stein und Mautern
- 1938 In der NS-Zeit wird die Gemeinde Mautern in die Gauhauptstadt Krems eingegliedert.
- Am 17. April 1945 greifen sowjetische Bomber die Stadt an, 30 Zivilisten und Militärangehörige sterben.[4]
- November 1945 Wiedereröffnung der von der deutschen Wehrmacht bei Kriegsende gesprengten Straßenbrücke Stein-Mautern unter Beisein von Staatskanzler Karl Renner und Vertretern der vier Besatzungsmächte
- 1957 Grundsteinlegung für die neue Julius-Raab-Kaserne des Bundesheeres
Bevölkerung [Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]

Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Armin Sonnauer (ÖVP), Stadtamtsdirektor Ing. Serop Czamutzian. Im Stadtgemeinderat gibt es bei insgesamt 23 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 14, SPÖ 5, BL Mautern Anders 3, FPÖ 1, andere keine Sitze.
Fraktionsvorsitzende:
- ÖVP: Ing. Philip Hirsch
- SPÖ: Wolfgang Fink
- BL: Stephan Gruber
- FPÖ: Anton Brustbauer
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
- Bürgermeister Armin Sonnauer (ÖVP)
- Vizebürgermeister Heinrich Brustaber (ÖVP)
- StR Ing. Philipp Hirsch (ÖVP)
- StRin Petra Koch (ÖVP)
- StR Peter Neuhauser (ÖVP)
- StR Ing. Wolfgang Fink (SPÖ)
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In Mautern gibt es viele Stellen, an denen sich archäologische Ausgrabungen finden lassen – Gräber, Mauern, Weinkeller, die von den Römern stammen. Die moderne Römerhalle, die als Veranstaltungssaal dient und das „Römermuseum Favianis-St. Severin“ geben Zeugnis von der häufig touristisch motivierten Besinnung auf längst vergangene Tage.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 111, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 90. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1381. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,58 Prozent.
Ein großer Teil der Wertschöpfung der Gemeinde ist auch auf die neben dem Ort befindliche Raab-Kaserne des Panzerstabsbataillons 3 zurückzuführen. Die Kaserne ist auch Standort des Kommandos der 3. Panzergrenadierbrigade.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Severin von Noricum (410–482), Missionar und Klostergründer, gründete bei Mautern ein Kloster
- Eugippius (465–533), ein frühchristlicher Heiliger und Kirchenschriftsteller, trat in das Kloster des Hl. Severin ein, dessen Biographie er schrieb.
- Anton Kerner, Ritter von Marilaun (1831–1898), Botaniker. Schöpfer der alpinen Pflanzengeographie, einer der Begründer der Pflanzengesellschaftslehre, Universitätsprofessor in Innsbruck (wo er die Lehrkanzel für Botanik schuf) und Wien
- Rosa Papier-Paumgartner (1859-1932), Opernsängerin. Liebte zeitlebens die Wachau und wurde nach ihrem Tod in Mautern bestattet, wo Ihre familiären Wurzeln lagen
- Karl Vikas (1875-1934), Maler. Portraitierte über 30 Jahre lang die Wachau und lebte bis zu seinem Tod in Mautern
- Lisl Wagner-Bacher (* 1953), Haubenköchin
Literatur [Bearbeiten]
- Buxbaum, Marion: Die Stadt Mautern an der Donau von 1945 bis 1955. Ein Querschnitt (Wien 1993).
- Reder, Karl: Der sowjetische Luftangriff auf Mautern am 17. April 1945. Zeitzeugenberichte (Mautern 2008).
Weblinks [Bearbeiten]
- Homepage der Stadtgemeinde
- Römermuseum Favianis-St. Severin
- Limesprojekt Österreich – das Kastell Favianis
- Gemeindedaten von Mautern an der Donau. In: Statistik Austria.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Hans Krawarik: Siedlungsgeschichte Österreichs: Siedlungsanfänge, Siedlungstypen, Siedlungsgenese, Verlag Lit, 2006, S. 126f
- ↑ Frühmittelalter in Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (auf AEIOU)
- ↑ http://www.stephansdom.at/dom_geschichte.htm
- ↑ Karl Reder, Der sowjetische Luftangriff auf Mautern am 17. April 1945
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