Mavrovosee

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu weiteren Bedeutungen siehe Mavrovo.
Mavrovosee
Der von Wäldern umgebene Mavrovosee im Sommer, oberhalb des Dorfes Mavrovo von Südwesten aus gesehen.
Der von Wäldern umgebene Mavrovosee im Sommer, oberhalb des Dorfes Mavrovo von Südwesten aus gesehen.
Lage: Mavrovo und Rostuša, Region Polog, Mazedonien
Zuflüsse: Mavrovska Reka, Leunska Reka, Petilepska Reka, Kakačka Reka
Abflüsse: Mavrovska Reka
Größere Orte am Ufer: Mavrovo, Mavrovi Anovi, Leunovo, Nikiforovo
Größere Städte in der Nähe: Gostivar: 15 km Luftlinie, Debar: 24 km, Kičevo und Peshkopia (Albanien): je 25 km
Mavrovosee (Mazedonien)
Mavrovosee
Koordinaten 41° 41′ 33″ N, 20° 45′ 38″ O41.692520.760555555556Koordinaten: 41° 41′ 33″ N, 20° 45′ 38″ O
Daten zum Bauwerk
Höhe über Gewässersohle: 48 m
Höhe der Bauwerkskrone: 1230 m
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 13,7 km²dep1
Stauseelänge 10 kmdep1
Stauseebreite 3 kmdep1

Der Mavrovosee (mazedonisch Mavrovsko Ezero Мавровско Езеро; albanisch Liqen/-i i Mavrovës) ist ein in der Mitte des 20. Jahrhunderts erstellter Stausee im Westen Mazedoniens. Er gehört zur Opština Gostivar und liegt inmitten des Mavrovo-Nationalparkes in der Region Mavrovo sowie im Mavrovo-Tal. Die umliegenden Bergketten erreichen Höhen von bis zu 2000 Meter über Adria und gehören teilweise zum Gebirgsmassiv der Šar Planina (Norden) und teilweise zu demjenigen der Bistra (Süden). Dieser ist nur 20 Kilometer Luftlinie westlich vom See entfernt. Mit 13,7 km² Wasseroberfläche gehört der Mavrovosee zu den größeren Seen des Landes. Bei seiner tiefsten Stelle ist er 48 Meter tief.[1]

Mavrovi Anovi, Leunovo, Nikiforovo und Mavrovo zählen zu den Uferorten des Sees. In diesen Dörfern zusammen leben rund 340 ständige Einwohner.[2]

Zu- und Abflüsse[Bearbeiten]

Der Damm beim Uferort Mavrovi Anovi staut die Mavrovska Reka auf etwa 1230 m ü. A., welche nach zirka 10 Kilometer in die Radika mündet. Diese ihrerseits mündet weiter in den Debarsee. Weitere größere Zuflüsse des Mavrovosees sind die Leunska Reka, die Petilepska Reka und die Kakačka Reka (von Norden nach Süden genannt).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Mit der Stauung der Mavrovska Reka füllte sich das große Mavrovo-Tal mit Wasser und bildete so den Mavrovosee, der 10 Kilometer lang und 3 Kilometer breit ist. 1957 wurde in Vrutok nordöstlich des Sees bei Gostivar ein Wasserkraftwerk errichtet, das durch einen rund fünf Kilometer langen Kanal mit dem etwa 600 Meter höher gelegenen See betrieben wird. 1959 kamen weitere Kraftwerke in Raven – nördlich von Vrutok – und in Vrben – in der Nähe des Staudammes – dazu. Alle drei haben eine Produktionsleistung von 390 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.[1]

Tourismus[Bearbeiten]

Der Mavrovosee ist zusammen mit den umliegenden Bergregionen ein beliebtes Feriengebiet. Im Sommer kommen Bade- und Wandertouristen; im Winter sind es Schneesportler im Skigebiet Zare Lazarevski oberhalb des Dorfes Mavrovo.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Mavrovo Lake. In: Makedonija.name. Abgerufen am 19. Dezember 2013 (englisch).
  2. Volkszählung Mazedonien 2002. Abgerufen am 19. Dezember 2013 (mazedonisch und englisch, PDF-Datei; 2,3 MB, S. 42).