Max-Planck-Institut für Eisenforschung

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Max-Planck-Institut für
Eisenforschung GmbH
Max-Planck-Institut für  Eisenforschung GmbH
Institutsgebäude in Düsseldorf
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: keiner (rechtlich selbstständige GmbH)
Standort der Einrichtung: Düsseldorf
Art der Forschung: Grundlagenforschung
Fächer: Naturwissenschaften
Fachgebiete: Materialwissenschaften
Leitung: Dierk Raabe
(Vorsitzender der Geschäftsführung)
Mitarbeiter: ca. 250
Homepage: www.mpie.de

Das Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH (MPIE) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Düsseldorf. Das Institut ist seit 1971 in Form einer GmbH rechtlich selbständig, Gesellschafter sind die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (MPG) und das Stahlinstitut VDEh. Arbeitsgebiet des Instituts ist die anwendungsnahe und interdisziplinäre Grundlagenforschung auf dem Gebiet von Eisen, Stahl und verwandten Materialien.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Institut wurde 1917 vom Verein Deutscher Eisenhüttenleute, dem heutigen Stahlinstitut VDEh, in Aachen gegründet und als „Kaiser-Wilhelm-Institut für Eisenforschung“ in die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft eingegliedert. Gründungsdirektor war Fritz Wüst. 1921 erfolgte die Verlegung nach Düsseldorf und war dort zunächst im Gebäude der Rheinischen Metallwarenfabrik untergebracht. 1935 errichtete der VDEh auf einem von der Stadt zweckgebunden überlassenen Grundstück das heutige Institutsgebäude, das Haus der Eisenindustrie.

Im Jahr 1943 wurde das Institut in die Bergakademie Clausthal ausgelagert und 1945 von den Briten besetzt. Ab 1946 erfolgte der Wiederaufbau des Instituts in Düsseldorf. Nach der Gründung der Max-Planck-Gesellschaft im Jahr 1948 wurde das Institut von dieser übernommen. Das Institut ist seit 1971 eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und ist seitdem, anders als die übrigen Max-Planck-Institute, rechtlich selbständig.

Prof. Dr.-Ing. Dierk Raabe, der Direktor am Institut ist, erhielt 2004 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis für seinen prägenden Einfluss auf die modernen Materialwissenschaften.

Arbeitsgebiete[Bearbeiten]

Wesentliche Ziele des Instituts sind die Aufklärung physikalischer und chemischer Prozesse und Reaktionen der Werkstoffe sowie die Entwicklung neuartiger Werkstoffe für hochspezialisierte technische Anwendungen.

Es gliedert sich in die vier wissenschaftlichen Abteilungen:

  • Computergestütztes Materialdesign (Prof. Neugebauer)
  • Grenzflächenchemie und Oberflächentechnik (Prof. Stratmann)
  • Mikrostrukturphysik und Legierungsdesign (Prof. Raabe)
  • Struktur und Nano-/Mikromechanik von Materialien (Prof. Dehm)

Zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Kohlenforschung unterhält das Max-Planck-Institut für Eisenforschung die International Max Planck Research School for Surface and Interface Engineering in Advanced Materials.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Institut hat einen Standort, an dem sich die Bürogebäude, Werkstätten und experimentelle Geräte befinden. Zur Ausstattung zählt eine Atomsonde, mehrere Elektronenmikroskope, Hochleistungsrechner, Nanoindenter und Universalprüfmaschinen.

Geschäftsführung:

  • Dierk Raabe, Vorsitzender der Geschäftsführung
  • Gerhard Dehm, stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung
  • Jörg Neugebauer, Geschäftsführer
  • Kai de Weldige, Kaufmännischer Geschäftsführer

Literatur[Bearbeiten]

  • Adolf von Harnack: Rede zur Weihe des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eisenforschung. 1921, In: Adolf von Harnack . Wissenschaftspolitische Reden und Aufsätze. zusammengestellt und herausgegeben von Bernhard Fabian, Olms-Weidmann, Hildeheim-Zürich-New York 2001, ISBN 3-487-11369-4.
  • Max-Planck-Gesellschaft (Hrsg.): Max-Planck-Institut für Eisenforschung, Reihe: Berichte und Mitteilungen der Max-Planck-Gesellschaft 1993/5, ISSN 0341-7778.

Weblinks[Bearbeiten]

51.2394444444446.8130555555556Koordinaten: 51° 14′ 22″ N, 6° 48′ 47″ O