Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte

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Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Max-Planck-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Berlin-Dahlem
Art der Forschung: Grundlagenforschung
Fächer: Geisteswissenschaften
Fachgebiete: Geschichtswissenschaft
Grundfinanzierung: Bund (50%), Länder (50%)
Leitung: Lorraine Daston, Jürgen Renn, Hans-Jörg Rheinberger
Mitarbeiter: ca. 120
Homepage: www.mpiwg-berlin.mpg.de

Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (MPG) in Berlin-Dahlem und befasst sich mit einer an systematischen Fragestellungen orientierten und theoretisch angeleiteten Wissenschaftsgeschichte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Institut wurde 1994 mit dem Ziel gegründet, ein internationales wissenschaftshistorisches Forschungszentrum in Deutschland zu schaffen. Das Institut nahm seine Arbeit im März 1994 auf, mit der Einrichtung einer selbständigen Forschungsgruppe und einer selbständigen Nachwuchsgruppe hatte das Institut im Jahr 1999 seine Aufbauphase beendet.

[Bearbeiten] Aufgaben des Instituts

Das Institut besitzt drei Forschungsabteilungen:

  • Strukturwandel von Wissenssystemen,
  • Ideale und Praktiken der Rationalität,
  • Experimentalsysteme und Räume des Wissens.

Die Forschungstätigkeit des Instituts konzentriert sich vor allem, aber nicht ausschließlich, auf die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Denkens, während die Methodologie kognitions- und kulturwissenschaftlich ausgerichtet ist. Beiträge zur Entwicklung einer „historischen Epistemologie“ sind das gemeinsame Forschungsziel der drei Abteilungen des Instituts.

Die historische Epistemologie befasst sich mit der historischen Entwicklung und den technischen, kulturellen und sozialen Bedingungen wissenschaftlicher Erkenntnisprozesse. Auf der Grundlage von detaillierten Studien zur Geschichte einzelner Wissenschaften sollen fundamentale Begriffe des wissenschaftlichen Denkens wie „Zahl“, „Kraft“, „Bewegung“, „Feld“, „Gen“, „Organismus“, sowie zentrale epistemologische Kategorien wie „Repräsentation“, „Kausalität“, „Experiment“, „Deduktion“, „Objektivität“, „Determinismus“ und „Wahrscheinlichkeit“ in ihrer Entwicklung rekonstruiert werden.

Das MPI für Wissenschaftsgeschichte ist auch federführend an European Cultural Heritage Online beteiligt, einer Website, die zu einer digitalen Kollektion des kulturellen Erbes werden soll und zugleich eine Forschungsplattform für Geisteswissenschaftler ist.

[Bearbeiten] Infrastruktur

Das Direktoren-Kollegium am Institut besteht aus Hans-Jörg Rheinberger, Lorraine Daston und Jürgen Renn. Einer dieser Direktoren fungiert im Wechsel als Geschäftsführender Direktor.

Ende 2006 waren insgesamt 121 Mitarbeiter am Institut tätig, darunter 42 Wissenschaftler und 34 Nachwuchswissenschaftler; dazu kommen im Berichtsjahr 5 Drittmittelbeschäftigte und 53 Gastwissenschaftler.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks


52.44527777777813.277777777778Koordinaten: 52° 26′ 43″ N, 13° 16′ 40″ O

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