Max Bastelberger

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Max Bastelberger (* 19. März 1851 in Würzburg; † 1. Januar 1916 in München) war ein deutscher Arzt und Schmetterlingskundler. In seinen lepidopterologischen Publikationen bezeichnete er sich meist als Max Bastelberger, in seinen beiden ersten Publikationen auch als Maximilian Joseph Bastelberger.

Max Bastelberger (1851-1916)

Leben[Bearbeiten]

Max Joseph Bastelberger wurde als Sohn des Regimentsquartiermeisters Josef Bastelberger in Würzburg geboren. Er trat zunächst in die bayerische Armee ein und nahm am Deutsch-Französischer Krieg 1870/1 als Unterleutnant teil. Er musste 1874 aufgrund einer in diesem Krieg erlittenen Verwundung und ihrer Folgen seinen Abschied nehmen. Während seiner Militärzeit entstand die Publikation: "Die militärischen Reformen unter Mahmud II, dem Retter des osmanischen Reiches, eine militärhistorische Studie."[1] Anschließend studierte er Medizin und promovierte 1879 an der Universität Straßburg (Titel der Dissertation: "Experimentelle Prüfung der zur Drucksinn-Messung angewandten Methoden nebst Angabe einer neuen verbesserten Methode")[2]. 1884 wurde er Abteilungsleiter der Heil- und Pflegeanstalt in Eichberg, heute Erbach, ein Ortsbezirk der Stadt Eltville im Rheingau-Taunus-Kreis. Bereits während dieser Zeit entwickelte sich sein Interesse für die Schmetterlinge. Seine erste lepidopterologische Publikation erschien 1897. 1905 zog Bastelberger in seine Heimatstadt Würzburg zurück und widmete sich nun verstärkt dem Studium der Entomologie. Seine Publikationsliste umfasst 52 wissenschaftliche Arbeiten, hauptsächlich über die Schmetterlingsgruppe der Spanner (Geometridae). Dabei beschrieb er 351 neue Taxa, vor allem Arten und Gattungen aus Taiwan und Afrika. Die einzige noch heute gültige, in Deutschland vorkommende Art, die von ihm im Jahr 1897 erstbeschrieben wurde ist Cyclophora quercimontaria[3]. Einen Großteil seiner Sammlung schenkte er dem Senckenberg Museum in Frankfurt/Main. Ein kleinerer Teil seiner Schmetterlingssammlung sowie seine Bibliothek und seine Notizen kamen etwas später an die Zoologische Staatssammlung München.

Arten, die nach Max Bastelberger benannt sind[Bearbeiten]

Bereits zu Lebzeiten ehrten ihn Kollegen durch die Benennung neuer Arten:

  • Alcis bastelbergeri Hirschke, 1908
  • Entephria bastelbergeri Püngeler 1902
  • Dysphania bastelbergeri Prout 1927
  • Eupithecia bastelbergeri Dietze 1913
  • Zamarada bastelbergeri Gaede, 1915

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Max Bastelberger: Weitere Neubeschreibungen exotischer Geometriden in meiner Sammlung. Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde, 61: 78-87, Wiesbaden 1908.
  • Max Bastelberger: Besprechung und Beschreibung einiger neuer oder sonst interessanter Arten von exotischen Geometriden im Naturhistorischen Museum zu Wiesbaden. Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde, 61: 72-77, Wiesbaden 1908
  • Max Bastelberger: Beschreibung neuer exotischer Geometriden aus meiner Sammlung. Entomologische Zeitschrift, 22: 158-159, Stuttgart 1908.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maximilian Joseph Bastelberger: Die militärischen Reformen unter Mahmud II., dem Retter des osmanischen Reiches, eine militärhistorische Studie. 208 S., Gotha, F. A. Perthes, 1874
  2. Maximilian Joseph Bastelberger: Experimentelle Prüfung der zur Drucksinn-Messung angewandten Methoden nebst Angabe einer neuen verbesserten Methode ; eine von der Universität Strassburg gekrönte Preisschrift. 70 S., Stuttgart, Kröner, 1879 (Strassburg, Univ., Diss., 1879)
  3. Max Bastelberger: Zonosoma quercimontaria m., eine neue Zonosoma-Art aus dem Rheingau. Stettiner entomologische Zeitung, 58: 120-125, Stettin 1897.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anonymus: † Max Bastelberger. Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft, 7(1-5): 3-7, München 1916 PDF.