Max Carl Gritzner

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Bild von Max Gritzner mit Zirkel der Karlsruher Burschenschaft Teutonia.

Max Carl Gritzner (* 12. April 1825 in Wien; † 10. September 1892 in Durlach) war ein deutscher Industrieller und Erfinder.

Leben[Bearbeiten]

Nachdem Gritzner an der polytechnischen Schule in Wien drei Jahreskurse besucht hatte, kam er im Herbst 1843 nach Karlsruhe. Bis 1846 besuchte er das Polytechnikum, wo er in die Klassen für Mathematik und Maschinenbau eingetragen war. Der Kontakt nach Karlsruhe kam wahrscheinlich über Gritzners Vetter zustande, Ferdinand Redtenbacher, der in Karlsruhe Professor war. Während seines Studiums war er 1843 einer der Gründer der Karlsruher Burschenschaft Teutonia.

Gritzner wanderte am 11. Mai 1850 über Liverpool nach Amerika aus. Er gab die österreichische Staatsbürgerschaft auf und wurde Amerikaner. Vermutlich hat Gritzner in Amerika bei den Singer-Werken die Herstellung von Nähmaschinen kennengelernt. Nach seiner Rückkehr gründete er mit seinem Vater Maximilian Joseph Gritzner 1872 in Durlach die Gritzner-Werke. Er erfand den zweimal umlaufenden Greifer ohne Brille und rüstete seine Maschinen mit einem Spulenkapselheber, einem umlaufenden Fadengeber und einer gesteuerten Fadenspannung aus. Seine Idee wurde allerdings erst viel später populär, als die amerikanischen Nähmaschinenbauer sie übernahmen.

Gritzner war mit Pauline (geb. Marx) verheiratet, das Paar hatte zwei Söhne.

Ehrungen[Bearbeiten]

1912 wurde nach ihm die Gritznerstraße in Karlsruhe-Durlach benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 2: F–H. Heidelberg 1999, S. 181.

Einzelnachweise[Bearbeiten]