Max Dans

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Begründung: Vorlage:Löschantragstext/September Ist ein Künstler (aha, aber nicht mit Relevanznachweis irgendeiner Form belegt) und wohnt in einem Bunker, den er selbst umgebaut hat (auch dieses ist nicht wirklich relevanzspendend). Dazu: OR des Autors. Kann gerne in ein Heimat-WP übersiedeln, aber so nicht in der WP-Enzyklopädie bleiben. --79.240.34.211 13:47, 11. Sep. 2014 (CEST)


Max Dans in Arbeitskleidung auf einem Balkon seines Kulturbunkers Bungenbergstraße in Hannover

Max Dans (* Januar 1945 in Bottrop) ist ein deutscher Pädagoge, Fotograf und Objektkünstler in Hannover.

Leben[Bearbeiten]

Offene Begrenzung mit Bohrkernen, Skulptur von Max Dans beim Kulturbunker

Max Dans kam „knapp vier Monate vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges“ in einem Bunker in Bottrop zur Welt.[1] In den 1970er Jahren arbeitete er als Pädagoge in der Erwachsenenbildung einer evangelischen Akademie und nebenberuflich als Fotograf.[2]

Im Deutschen Herbst 1977 dokumentierte Dans fotografisch die Beisetzung von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe auf dem Dornhaldenfriedhof Stuttgart und veröffentlichte 1978 gemeinsam mit dem Pfarrer Lothar Beck eine Auswahl von Fotos in einem Bildband.[2] In einem Nachwort erklärten die Autoren die kritische Absicht ihrer Gegen-Bilder und wiesen die öffentliche Berichterstattung als eine Form von Gegenterror zurück.[3]

Ende der 1980er Jahre kaufte Dans einen alten Luftschutzbunker in Hannover,[4] den er als „begehbare und nutzbare Monumental-Skulptur“ konzipierte. Er versah den Bunker zunächst mit Fenstern für heute helle Räume und Balkonen. Im Bunker sei es heute keinesfalls mehr dunkel, feucht und kalt, erläuterte der Künstler dem Magazin Stern: "Im Winter ist es richtig warm hier drin - 1,40 Meter dicke Wände sind hervorragende Wärmespeicher."[1]

Heute ist der Bunker umgebaut zum Kulturbunker Bunnenbergstraße (auch: Kulturbunker Hannover), der neben Wohnen und Arbeiten auch für Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Kulturaktionen genutzt wird.[5] 2013 war Dans in seinem Bunker Gastgeber der ersten Station des Musiktheaterprojekts „Soundtrack meines Kiezes“.[6]

Installation „Auferstehung“ auf dem Hainhölzer Friedhof

Als Beitrag zur "Gartenregion Hannover" schuf der Objektkünstler Dans auf dem Hainhölzer Friedhof eine sich um einen Grabstein windende Schlange aus Edelstahl.[7]

Werke (unvollständig)[Bearbeiten]

  • ab 1989: Umgestaltung eines ehemaligen Luftschutzbunkers zum Kulturbunker, Hannover-Hainholz
  • 1997: Magie, Sonnenuhr mit einem Findling in Stahl, vor der Schleuse Marklendorf[8][9]
  • 2002: Launa in Schwarmstedt; 600 kg schwere und 7,5 Meter hohe Baumskulptur mit fünf Aufhängungen für austauschbaren „Baumschmuck“, Auftragsarbeit als Teil eines Gesamtkunstwerkes unter Bürgerbeteiligung im Auftrag und auf dem Gelände der Kunstschule PINX Schwarmstedt[10]
  • 2009: Auferstehung, Skulptur auf dem Hainhölzer Friedhof

Publikationen[Bearbeiten]

  • mit Lothar Beck: Beerdigung. Ein Bildband, Internationalismus-Verlag, Hannover, [o.J. (1978)]

Medienecho (Auswahl)[Bearbeiten]

  • s/a; „Kulturbunker“ aus Niedersachsen macht im Fahrradmuseum im Zumhaus Station, in: Fränkische Landeszeitung (Nr. 200) vom 29. August 1996
  • Uschi Neuhauser: Fotografie: Außerirdisch Schräge outen sich vor der Kamera (Überschrift auch; Wesen vom andern Stern ...), in: Stern, Nummer 46 vom 5. November 1998, S. 154–164
  • Silke Gronwald: Aufbau Rost ..., in: Stern, Nr. 18. vom 24. April 2003, S. 120–124

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Max Dans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Silke Gronwald: Wohnen im Denkmal Aufbau Rost, in: Stern.de vom 23. April 2003, abgerufen am 28. September 2011
  2. a b Michael März: Linker Protest nach dem Deutschen Herbst. Eine Geschichte des linken Spektrums im Schatten des ›starken Staates‹, 1977-1979, transcript Verlag, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-2014-6, S. 12 f.; Vorschau online
  3. Martin Steinseifer: "Terrorismus" zwischen Ereignis und Diskurs: Zur Pragmatik von Text-Bild-Zusammenstellungen in Printmedien der 1970er-Jahre, Reihe Germanistische Linguistik, Diss. Univ. Gießen 2007, Walter de Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-11-022937-0, S. 317 ff.; Vorschau online
  4. Michael Foedrowitz: Bunkerwelten: Luftschutzanlagen in Norddeutschland, Weltbild Verlag, Augsburg 2011, ISBN 978-3-8289-0927-4, S. 213, 215; online (auf S. 215 Falschschreibung "Max Danz")
  5. Christian Behrens: Kulturbunker, Neue Presse, 17. August 2009
  6. Marcel Schwarzenberger: Hainholz: Musiktheater führt durch den Stadtteil, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 31. Januar 2013
  7. Sigrid Krings: Beitrag zur „Gartenregion Hannover“, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 3. Juli 2009
  8. Kunstobjekt im Rahmen des Programms "Land schafft Kunst" - nahe der Marklendorfer Schleuse, Foto von BjörnGehrs auf Panoramio
  9. Wilhelm Steffens (Text), Peter Mürmann (Fotos): Station Marklendorf / Max Dans / Magie, in: Land schafft Kunst im Aller-Leinetal-Projekt 1997, Pilotprojekt der Gruppe Kultur- und Bildungsangebote im Arbeitskreis Kultur- und Gemeinschaftsleben, [o.O., o.D., Walsrode, 1997], S. 10–13
  10. Peter Mürmann, Angela Rennemann, Marion Wischhoff, Heike Runge, Hildegard Strutz (Text): Launa! Protokoll einer Entstehung, in: Projekt Baum, Broschüre, hrsg. von der Kunstschule PINX, Kunstverein Schwarmstedt e.V., Schwarmstedt: [o.D., 2002], S. 17ff.