Max Gablonsky

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Max „Gaberl“ Gablonsky (* 1. Januar 1890; † 16. Juli 1969) war ein deutscher Fußballspieler und Leichtathlet.

[Bearbeiten] Laufbahn

Max Gablonsky (3. von links) mit der Mannschaft des FC Bayern München der Saison 1909/10.

Gablonsky spielte zumeist auf Rechtsaußen beim FC Bayern München und war durch seine Schnelligkeit ein herausragender Stürmer. Mit seinem Verein holte er in der Runde 1909/10 hinter dem Meister Karlsruher FV die Vizemeisterschaft in Süddeutschland und wurde vom DFB für das Länderspiel am 16. Mai 1910 in Duisburg gegen Belgien nominiert. Die organisatorischen Mängel im Vorfeld des Länderspiels - am Tag zuvor fand das Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem Karlsruher FV und Holstein Kiel statt und damit fehlten die Akteure der Endspielmannschaften; keine Vorbereitung; eine Stunde vor Spielbeginn trafen sich die Spieler; es kamen nur sieben Spieler in Duisburg an und auch kein DFB-Offizieller[1] - brachten es mit sich, dass die Belgier das Spiel gegen die "aus dem Zuschauerumfeld aufgefüllte Nationalmannschaft" mit 3:0 Toren gewann.

Mit diesem ersten von vier Länderspielen (bis 1911) war er der erste Nationalspieler und neben Mittelstürmer Fritz Fürst und Torhüter Ludwig Hofmeister einer von drei Nationalspielern des FC Bayern vor dem ersten Weltkrieg.

In der Saison 1910/11 reichte es mit dem FC Bayern wieder zur Vizemeisterschaft in Süddeutschland und am 26. März 1911 kam „Gaberl“ Gablonsky in Stuttgart beim 6:2 Erfolg gegen die Schweiz zu seinem zweiten Länderspieleinsatz. Er stürmte auf Rechtsaußen an der Seite von Fritz Förderer, Gottfried Fuchs und Eugen Kipp und erzielte sein einziges Länderspiel-Tor, das in den DFB-Statistiken bis 2011 irrtümlich Gottfried Fuchs zugeschrieben wurde. Erst auf Initiative seines Sohnes und des FC Bayern München änderte der DFB im September 2011 nach 100 Jahren die Statistik.[2]

Am 13. November 1910 hatte er auch im Wettbewerb des Kronprinzen-Pokals im Halbfinalspiel von Süddeutschland gegen Berlin beim 3:1 Erfolg mitgestürmt. Aber auch hier hatte er in Gestalt des Karlsruhers Karl Wegele mit großer Konkurrenz zu kämpfen. Im Oktober 1911 kam der Münchner nochmals zu zwei weiteren Länderspielen.

Als hervorragender Leichtathlet gehörte er zwei Jahre später der deutschen 4-mal-100-Meter-Staffel für die Olympischen Spiele in Stockholm an. Sein Studium an der Technischen Hochschule zwang ihn aber dann zum Verzicht auf die Teilnahme.

Nach seiner aktiven Zeit beim FC Bayern München, für den er bis 1922 über 500-mal als Rechtsaußen spielte, ließ er sich als Oberbaurat in Duisburg nieder. Er beendete seine Karriere beim Duisburger SV.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Raphael Keppel, Deutschlands Fußball-Länderspiele, Seite 16
  2. welt.de: 100 Jahre bis zur Gerechtigkeit (14. Okt. 2011)
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