Max Hofmeier

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Max Hofmeier

Max Friedrich Adolph Hofmeier (* 28. Januar 1854 in Zudar auf Rügen; † 3. April 1927 in Unter-Grainau) war ein deutscher Gynäkologe.

Leben[Bearbeiten]

Max Hofmeier wurde als Sohn eines kgl. Superintendenten in Zudar auf Rügen geboren. Im väterlichen Hause erhielt er den ersten Unterricht, bis er in die Untertertia des Greifswalder Gymnasiums kam. Im Herbst 1872 erlangte er sein Reifezeugnis und begann daraufhin sein Medizinstudium an der dortigen Universität. Zu Beginn des zweiten Semesters wechselte er nach Würzburg, wo er bei Albert von Kölliker, Johannes Wislicenus, Fick, Sachs u. a. sein Studium fortsetzte. Im Jahre 1874 bestand Hofmeier sein Physikum und wechselt nach Freiburg im Breisgau, wo vor allem Alfred Hegar, Bäumler, Adolf Kußmaul und Vincenz Czerny - letzterer damals dort als Hochschullehrer - großen Einfluss auf ihn ausübten. Der Abschluss seiner Studienzeit erfolgte dann wieder in Greifswald, wo neben Carl Hueter, Mosler und Rudolf Schirmer vor allem Hugo Karl Anton Pernice seine wichtigsten Lehrer waren.

Aufgrund einer bei Hueter gefertigten Dissertation: „Experimentelle Beiträge zur Lehre von Kreislaufstörungen bei Warmblütern" wurde Hofmeier am 17. August 1876 zum Dr. med. promoviert und legte dann im darauffolgenden Wintersemester sein medizinisches Staatsexamen in Greifswald ab.

Wirken[Bearbeiten]

Am 1. April 1877 begann Hofmeier seine Arbeit in der geburtshilflichen Klinik in Greifswald. Kurz darauf - am 1. Oktober desselben Jahres - wechselte er als Assistent nach Berlin an die damals noch in der Dorotheenstraße gelegene geburtshilfliche Universitätsklinik, welche von Karl Schroeder geleitet wurde. In dieser Stellung machte Dr. Hofmeier auch den Umzug der Klinik in den Neubau der jetzigen Universitäts-Frauenklinik mit und wurde von Schroeder mit der vertrauensvollen Stellung eines Sekundärarztes und der Leitung der gynäkologischen Poliklinik betraut. Noch in dieser Stellung habilitierte sich Dr. Hofmeier im Wintersemester 1884 und wurde, als Schroeder 1887 erkrankte und starb, vom königlichen Ministerium provisorisch mit der Leitung der gesamten Klinik beauftragt. Anfang Mai 1887 - so lange blieb Hofmeier in Berlin – trat er als Nachfolger Kaltenbachs dessen Lehrstelle als Ordinarius mit dem Lehrauftrag für Geburtshilfe und Gynäkologie in Giessen an. Bereits kurze Zeit später wechselte Professor Hofmeier in gleicher Eigenschaft nach Würzburg, wo ihn die ehrenvolle Aufgabe erteilt wurde, Friedrich Wilhelm von Scanzoni, der in den Ruhestand getreten war, zu ersetzen. Er blieb von 1900 bis 1923 in Würzburg und wurde dort zweimal zum Dekan der medizinischen Fakultät und 1900 zum Rektor der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gewählt.

Professor Hofmeiers Wirkung erstreckte sich nach zwei Seiten hin. Neben seiner Lehrtätigkeit (seit 1882 beginnend) sind es die zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten, die den Namen des Forschers bekannt machten.

Werke[Bearbeiten]

  • Max Hofmeier, Die Verhütung des Kindbettfiebers in den geburtshilflichen Unterrichtsanstalten, Verlag von Breitkopf & Härtel, Leipzig 1897.
  • Max Hofmeier, Grundriss der gynäkologischen Operationen, Verlag Deuticke, Leipzig 1888.
  • Max Hofmeier, Die Myomotomie, Verlag Enke, 1884.
  • Max Hofmeier, Handbuch der Frauenkrankheiten (Zugleich als 16.Auflage des Handbuches der Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane von Karl Schroeder.), Verlag F.C.W. Vogel, Leipzig 1921.
  • Max Hofmeier & A . Benckiser, Beiträge zur Anatomie des schwangeren und kreisenden Uterus, Verlag Ferdinand Enke, Stuttgart 1887.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • An offizieller Ehrung besitzt der Gelehrte den bayerischen Verdienstorden von St. Michael.
  • Die "Hofmeierstraße" ist seit 1925 in den Würzburger Adressbüchern eingetragen (vorher "Roentgenstraße"). In einem Adressbuch von 1925 ist zu lesen: "Benannt nach dem um Würzburg verdienstvollen Gynäkologen, langjährigen Vorstand der Frauenklinik, Universitäts-Professor, Geheimen Rat Dr. Max Hofmeier. Hofmeier wirkte in Würzburg vom Jahre 1888 – 1923."
  • Ehrenmitglied der Mittelrheinische Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie (MGGG) 1925.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.mggg.de/frame_geschichte_mitglieder.htm