Max Maurer
Max Maurer (* 23. März 1891 in Regenstauf; † 1972 in Ergoldsbach) war ein deutscher Polizist.
[Bearbeiten] Leben
Max Maurer war Dorfpolizist in Ergoldsbach. Am 28. April 1945 rettete er dreizehn Juden vor dem Tod und versteckte sie vor der SS auf dem Anwesen von Anna Gnadl.
John Weiner, ein vor etwa 50 Jahren nach Australien emigrierter Ungar (verstorben im November 2006), hat seine Mutter im KZ Auschwitz, seinen Vater im KZ Buchenwald verloren. Er selbst überlebte auf dem Marsch von Buchenwald zum KZ Dachau und versteckte sich mit 12 anderen Häftlingen in Ergoldsbach. Die SS fand alle dreizehn und übergab sie an den Dorfpolizisten Maurer zur Erschießung. Dieser versteckte sie vor der SS auf dem Anwesen von Anna Gnadl. Am nächsten Tag befreiten die Amerikaner die dreizehn Überlebenden. Inwieweit Max Maurer und die Bäuerin Anna Gnadl jeweils dafür ihr Leben riskiert hatten, ist jedoch umstritten.
John Weiner hat eine Initiative gegründet, die Hauptschule Ergoldsbach in Max-Maurer-Schule umzubenennen. Der Elternbeirat hat jedoch der Initiative nicht stattgegeben.
Weiner veranlasste 1992, dass Maurer 1997 in Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern geehrt wurde.
[Bearbeiten] Weblinks
- Der Dokumentarfilm: Morgen ist ein anderer Tag - Der deutsche Dorfpolizist und die Juden
- Gedenktafel zu Ehren von Max Mauerer und Anna Gnadl
- „Du sollst dir kein Bildnis machen“
- „Das Drama im Stadel“, Feature, B2Radio
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Maurer, Max |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Polizist |
| GEBURTSDATUM | 23. März 1891 |
| GEBURTSORT | Regenstauf |
| STERBEDATUM | 1972 |
| STERBEORT | Ergoldsbach |