Max Meckel

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Max Meckel, Portrait von Joseph Dettlinger am rechten Seitenaltar des Neustädter Münsters
Max Meckel, Portrait von Julius Seitz an der Herz-Jesu-Kirche in Freiburg
Entwurf zur Römerfassade, 1890
Der Römer in Frankfurt am Main
Rochuskapelle in Bingen, 1893/95

Max Meckel (* 28. November 1847 in Dahlen (Mönchengladbach); † 24. Dezember 1910 in Freiburg im Breisgau; vollständiger Name: Maximilian Emanuel Franz Meckel) war ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten]

Meckel absolvierte von 1865 bis 1868 eine Ausbildung zum Maurer und Steinmetz beim Kölner Dombaumeister Vincenz Statz. 1870 legte er in Köln seine Meisterprüfung ab. 1871 bis 1873 arbeitete er als Assistent von Dombaumeister Franz Josef Denzinger am Wiederaufbau des 1867 niedergebrannten Kaiserdoms in Frankfurt am Main. 1874 ließ er sich als selbständiger Architekt dort nieder.

Seine bedeutendste Aufgabe war die Renovierung und Neugestaltung der Fassade des Römers, des mittelalterlichen Rathauses von Frankfurt. Meckel beteiligte sich 1889 an einem Wettbewerb und gewann mit einem pompösen neugotischen Entwurf, der die Begeisterung Kaiser Wilhelms II. weckte. Der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, vor allem aber dem 1890 ernannten Oberbürgermeister Franz Adickes, waren die veranschlagten Baukosten aber viel zu hoch. Sie forderten Meckel deshalb auf, einen schlichteren Entwurf auszuarbeiten, den er 1894 vorlegte. Von 1896 bis 1899 wurde der Römer nach diesen Entwürfen renoviert. Dabei entstanden der Balkon aus Sandstein und die vier Kaiserstatuen, die in Nischen zwischen den Fenstern des hinter der Fassade liegenden Kaisersaales aufgestellt sind.

Meckel entwarf mehr als 50 Kirchen, die meisten im neugotischen Stil. Die große Menge der Entwürfe ist zurückzuführen auf seine Tätigkeiten als Diözesanbaumeister des Bistums Limburg von 1887 bis 1892, als Erzbischöflicher Bauinspektor ab 1892 und als Baudirektor des Erzbistums Freiburg ab 1894. Im Jahr 1900 eröffnete er zusammen mit seinem Sohn Carl Anton Meckel (1875–1938) ein Architekturbüro in Freiburg. Die beiden beteiligten sich mit ihren Entwürfen an vielen Wettbewerben, bekamen jedoch nur wenige größere Aufträge übertragen.[1]

Meckel starb im Jahr 1910 in Freiburg und wurde auf dem Freiburger Hauptfriedhof in einer Familiengrabstätte beigesetzt. Deren Bemalung stammt von Joseph Dettlinger, der mehrmals mit ihm zusammengearbeitet hatte.

Max Meckel war der Großvater des Schriftstellers Eberhard Meckel und der Urgroßvater des Schriftstellers und Grafikers Christoph Meckel.[2]

Zu seinen bekannten Schülern gehörte Stephan Mattar.

Stil[Bearbeiten]

In der Lehre bei Statz wurde er nachträglich von der gotischen Bauweise beeinflusst.[1]

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Denkmäler und Kunstgewerbliches[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bernhard Vedral: Max Meckel 1847–1910 Carl Anton Meckel 1875–1938 in: Peter Kalchthaler, Walter Preker: Freiburger Biographien, Promo, Freiburg im Breisgau 2002, ISBN 3-923288-33-6
  2. Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai), Universität Karlsruhe (TH)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Max Meckel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Max Meckel – Quellen und Volltexte