Max Schmeling

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Max Schmeling
Boxweltmeister im Schwergewicht
Boxer
Max Schmeling
Daten
Geburtsname Max Schmeling
Gewichtsklasse Schwergewicht
Nationalität Deutsch
Geburtstag 28. September 1905
Geburtsort Klein Luckow
Todestag 2. Februar 2005 (99 Jahre)
Todesort Wenzendorf
Stil Linksauslage
Größe 1,85 m
Kampfstatistik
Kämpfe 70
Siege 56
K.-o.-Siege 40
Niederlagen 10
Unentschieden 4
Profil in der BoxRec-Datenbank

Max Adolph Otto Siegfried Schmeling (* 28. September 1905 in Klein Luckow; † 2. Februar 2005 in Wenzendorf) war ein deutscher Schwergewichtsboxer und zwischen 1930 und 1932 Boxweltmeister im Schwergewicht. Er gilt bis heute als einer der populärsten Sportler Deutschlands.

Biografie[Bearbeiten]

Am 28. September 1905 wurde Max Schmeling in Klein Luckow bei Strasburg in der Uckermark als Sohn des Max Schmeling und dessen Frau Amanda (geb. Fuchs) geboren. Er hatte einen älteren Bruder (Rudolf, * 1902) und eine jüngere Schwester (Edith, * 1913).[1]

1906 zog die Familie nach Hamburg, da der Vater war als Steuermann bei der Hamburg-Amerika Linie angestellt war. Im Alter von 14 Jahren begann Schmeling eine kaufmännische Lehre in einer „Annoncen-Spedition“, der Werbeagentur Wilkens (heute Draftfcb Deutschland).

Karriereanfänge[Bearbeiten]

Sein Interesse für den Boxsport wurde erstmals 1921 geweckt, als er einen Boxfilm sah. Um das Boxen richtig erlernen zu können, ging Max Schmeling ein Jahr später ins Rheinland, das damalige Zentrum des Boxsports in Deutschland. Schmeling war als Arbeiter in einer Düsseldorfer Brunnenbaufirma beschäftigt. Sein Arbeitgeber versetzte ihn im Jahre 1923 nach Köln-Mülheim, wo Schmeling dem Amateur-Boxverein SC Colonia 06[2] beitrat.

Profikarriere[Bearbeiten]

Schmeling mit Joe Jacobs
Gedenktafel am Haus Brixplatz 9, in Berlin-Westend

Am 2. August 1924 begann Schmeling mit einem Kampf gegen Hans Czapp in der Tonhalle in Düsseldorf seine Profi-Boxkarriere, die ihn frühzeitig und mehrmals nach New York führte – der damaligen Hochburg des Profiboxens. Dort ließ er sich von dem einheimischen jüdischen Manager Joe Jacobs vertreten. Am 24. August 1926 wurde Schmeling durch einen Sieg gegen Max Diekmann Deutscher Meister im Halbschwergewicht.

1927 errang Max Schmeling seinen ersten großen Titel; im Kampf gegen den Belgier Fernand Delarge in der Dortmunder Westfalenhalle wurde er Europameister. Von seiner Börse kaufte er sich eine Harley Davidson mit Beiwagen; bei einer Ausfahrt im Juli mit Mutter und Schwester hatte Schmeling einen Unfall, durch den seine Schwester Edith mit 14 Jahren starb.[3]

1928 ging er mit seinem deutschen Manager Arthur Bülow nach New York, „um die Welt zu erobern“. Bülow hatte aber keine Beziehungen, und so bekam Schmeling zunächst keinen Kampf. Das änderte sich erst, als er sich an den Manager „Joe“ (eigentlich Yussel) wandte. Jacobs war Manager von Ted Moore[4], einem britischen Boxer, der den 17-jährigen Schmeling 1922 in Hamburg in einem Amateurkampf besiegt hatte. Joe Jacobs, Sohn jüdischer Einwanderer aus Ungarn von der New Yorker East Side, der ständig auf einer kalten Zigarre kaute, die er nie rauchte, und ein groteskes ungarisch-englisches Kauderwelsch sprach, verstand zwar nichts vom Boxen, aber von Publicity: „Du musst jeden Tag in der Zeitung stehen“.

Joe gab Schmeling den Kampfnamen „Der schwarze Ulan vom Rhein“ und beorderte ihn zu Wohltätigkeitsveranstaltungen und zu Sehenswürdigkeiten. Ab sofort war immer ein Fotograf dabei, egal was Schmeling tat: Fünf Kämpfe später, am 12. Juni 1930 kämpfte Max Schmeling gegen Jack Sharkey um den vakanten Weltmeistertitel im Schwergewicht. Dies war das zweite große Sportereignis, das im Hörfunk direkt übertragen wurde. Nach einem regelwidrigen Tiefschlag seines Gegners in der vierten Runde konnte Schmeling nicht weiterkämpfen, wurde jedoch durch dessen Disqualifikation zum Weltmeister erklärt. Bis heute ist Schmeling der einzige Weltmeister, der seinen Titel durch eine Disqualifikation seines Gegners erhielt.

Am 3. Juli 1931 verteidigte er seinen Titel durch technischen K.O. in der 15. Runde gegen den US-Amerikaner Young Stribling. Am 21. Juni 1932 kam es in New York zum Rückkampf gegen Sharkey. Dem Amerikaner wurde nach 15 Runden der Sieg nach Punkten und damit der WM-Titel zugesprochen; selbst in den Augen vieler Amerikaner war dies ein Skandalurteil.

Das Brautpaar Max Schmeling und Anny Ondra

Max Schmeling heiratete am 6. Juli 1933 in Bad Saarow die deutsch-tschechische Filmschauspielerin Anny Ondra, die er bereits 1930 kennengelernt hatte. Ondra hatte 1930 mit ihrem ersten Ehemann Karel Lamač in Deutschland die Ondra-Lamac-Filmgesellschaft gegründet. Nach ihrer zweiten Hochzeit drehte die als Stummfilmdiva berühmte blonde Schönheit nur noch wenige Filme. Schmeling und Ondra, die als Traumpaar stilisiert wurden, zogen sich immer mehr zurück.

Am 26. August 1934 besiegte Schmeling Walter Neusel (1907–1964) in Hamburg. Dem Kampf wohnten 100.000 Menschen bei, bis heute die größte Zuschauermenge bei einer Boxveranstaltung in Europa. Organisiert hatte diesen Kampf der Boxpromoter Walter Rothenburg. Der ließ im nächsten Frühjahr für einen Kampf Schmelings gegen den Amerikaner Steve Hamas in 42 Tagen die Hanseatenhalle in Hamburg-Rothenburgsort einrichten. Es war die größte Sporthalle, sie bot 25.000 Menschen Platz, der Madison-Square-Garden nur 20.000. Der Sieg Schmelings gegen Hamas ermöglichte Schmeling, wieder in Amerika als Boxer Fuß zu fassen und gegen Joe Louis anzutreten.

Die Nationalsozialisten forderten Schmeling im Jahre 1935 auf, sich von seiner tschechischen Frau sowie seinem jüdischen Manager Joe Jacobs zu trennen und sich von seinen jüdischen Freunden zu distanzieren. Er wies die Forderungen zurück. Wegen der Nürnberger Gesetze und des in Deutschland herrschenden Antisemitismus erwog das amerikanische Olympische Komitee, die Olympischen Spiele in Berlin zu boykottieren. Als international bekanntester deutscher Sportler überzeugte Schmeling im Auftrag des NS-Regimes die Amerikaner von der Teilnahme. Später bezeichnete er diese Fürsprache als „grenzenlose Naivität“.

Schmelings berühmtester Kampf ging allerdings nicht um eine Weltmeisterschaft. Am 19. Juni 1936 kämpfte er in New York gegen den „Braunen Bomber“ Joe Louis, der damals als unschlagbar galt, aber noch nicht Weltmeister war. Schmeling analysierte Filme seines Gegners und fand einen Schwachpunkt: Louis ließ nach dem Schlag seine Linke fallen, was Platz für einen Konter bot. In einem Interview nach seinen Chancen befragt, ließ er denn auch wissen “I have seen something.” (deutsch: „Ich habe etwas gesehen.“) – ein Satz, der im US-Boxsport zum geflügelten Wort wurde.[5][6] Im Kampf überraschte Schmeling die Boxwelt, indem er Louis schon früh hart treffen konnte und ihn dann durch K.O. in der 12. Runde besiegte. Dieses Ergebnis war auch ohne WM-Titel aus deutscher Sicht die bis dahin größte Überraschung im Boxsport und wurde von der NS-Propaganda politisch missbraucht als „Beweis für die Überlegenheit der arischen Rasse“. In den Kinos wurde der Kampf unter dem Titel „Max Schmelings Sieg – ein deutscher Sieg“ vorgeführt.

Max Schmeling 1930

Durch den Sieg über Joe Louis war Max Schmeling zum Herausforderer des amtierenden Weltmeisters Jim Braddock avanciert. Da Braddock als eher schwacher „Zufallsweltmeister“ galt, standen Schmelings Chancen gut, als erster Boxer das „ungeschriebene Gesetz“ („They Never Come Back“) zu brechen, wonach ein geschlagener Schwergewichtsweltmeister nie seinen Titel zurückgewinnen könne. Der Titelkampf war für Juli 1937 angesetzt. Zum Wiegen erschien Jimmy Braddock dann allerdings nicht, woraufhin ihn die New Yorker Boxkommission mit einer Strafe von 1000 Dollar belegte. Der wahre Hintergrund für das Fernbleiben wurde wenig später offenbar. Braddock hatte längst einen Vertrag über einen Titelkampf mit Joe Louis unterschrieben. Eine geheime Zusatzklausel sicherte ihm für die Dauer von zehn Jahren aus allen Einkünften seines Gegners eine Provision von zehn Prozent. Erwartungsgemäß siegte Joe Louis über Braddock und verteidigte anschließend seinen Titel 25 mal.

Im Juni 1938 bekam Schmeling – erneut in New York – die zweite Chance, Weltmeister zu werden, da Joe Louis einen Rückkampf gegen den einzigen Mann anstrebte, der ihn geschlagen hatte. Schmeling wurde dabei sowohl von deutscher als auch von internationaler Seite als Vertreter des inzwischen an die Macht gekommenen NS-Regimes gesehen. Schmeling selbst hatte zumindest nach eigener Aussage stets Distanz zur NS-Ideologie gewahrt. Er hatte außerdem während der Novemberpogrome 1938 zwei Juden in seinem Hotelzimmer Unterschlupf gewährt und den Schwergewichtsboxer Heinz Lazek durch seine Beziehungen vor der Verhaftung wegen Rassenschande bewahrt.[7], was dem Kampf eine äußerst brisante politische Dimension verlieh. Diesmal beging Louis nicht mehr den Fehler der tiefliegenden, linken Hand, schlug lange Geraden zu Schmelings Kopf, und trieb ihn gleich zu Beginn der Runde zurück. Nach rund einer Minute landete Louis einen schmerzhaften Treffer auf Schmelings linke Niere, kurz darauf weitere entscheidende Kopftreffer. Schmeling ging mehrmals zu Boden, stand jedoch immer wieder auf, bevor der Kampf schließlich durch die Intervention von Schmelings Trainer Max Machon abgebrochen wurde. Louis gewann souverän in der ersten Runde. Dies war Schmelings letzter Boxkampf in den USA.

Am 2. Juli 1939 gewann Schmeling gegen Adolf Heuser zum letzten Mal die Europameisterschaft im Schwergewicht. Dieser Boxkampf war Schmelings vorerst letzter. Im gleichen Jahr kaufte er das Rittergut Ponickel bei Rummelsburg in Pommern. In das kleine Gut investierte Schmeling die Erträge seiner Kämpfe, und es wurde ihm und seiner Frau zu einer wirklichen Heimat.

In der unabhängigen, ewigen Computerweltrangliste BoxRec wird er als achtbester Boxer aller Zeiten im Schwergewicht geführt.[8]

Kriegsdienst[Bearbeiten]

Schmeling als Fallschirmjäger in einer Ju 52
Schmeling nach seiner Verletzung im Lazarett in Athen

Im Jahr 1940 meldete er sich – der Propaganda gemäß „freiwillig“ – zum Dienst in der Wehrmacht. Schmeling wurde als Fallschirmjäger am 20. Mai 1941 beim ersten Angriff auf die von Großbritannien verteidigte Mittelmeerinsel Kreta (Luftlandeschlacht um Kreta) eingesetzt. Schmeling verletzte sich bei der Landung, wurde im Lazarett behandelt und anschließend „nicht-kv“ (nicht-kriegsdienstverwendungsfähig) geschrieben. In einem Interview mit einer amerikanischen Zeitung erklärte Schmeling, es habe keine britischen oder griechischen Kriegsrechtsverletzungen auf Kreta gegeben. Das brachte ihn in Konflikt mit der Wehrmachtsführung.

Aufgrund seiner Verletzung wurde Schmeling Ostern 1943 aus der Wehrmacht entlassen und bis Ende des Krieges zum Dienst in Kriegsgefangenenlagern eingesetzt.

Comeback[Bearbeiten]

1945 floh Max Schmeling mit seiner Frau aus Pommern und lebte ab 1946 in Hamburg. Er erhielt am 22. Januar 1947 von der US-Militärregierung in Deutschland die Boxerlaubnis für die amerikanische Besatzungszone. Finanzielle Not zwang ihn, nach acht Jahren am 28. September 1947 wieder in den Ring zu steigen. Am 31. Oktober 1948 bestritt Max Schmeling in Berlin gegen den Hamburger Richard Vogt seinen letzten Kampf, den er nach Punkten verlor. Nach 56 Siegen in 70 Profikämpfen beendete er seine aktive Laufbahn. Dem Boxsport blieb er als Ringrichter zunächst weiterhin verbunden.

Nach der Karriere[Bearbeiten]

Max-Schmeling-Briefmarke, 2005

Mit seinem großen Rivalen Joe Louis verband ihn bis zu dessen Tod 1981 eine lockere Freundschaft. Er unterstützte den finanziell in Not geratenen Louis, als dieser Steuern nachzuzahlen hatte, da die Steuerfahndung seine „politischen“ Spenden während seiner Zeit in der Armee beanstandete. Schließlich beteiligte sich Schmeling an dessen Beerdigungskosten in einer Geste menschlicher Verbundenheit.

Schmelings Kampfstatistik liegt bei 56 Siegen in 70 Profikämpfen (40 davon durch K. o.), 10 Niederlagen und 4 Unentschieden. Nach seiner Boxkarriere ließ sich Schmeling mit seiner Ehefrau Anny Ondra in Wenzendorf bei Hamburg nieder und betrieb in Hamburg-Bramfeld und in Gomaringen Landkreis Tübingen die Generalvertretung für Produkte aus dem Hause Coca-Cola. 1965 trat Schmeling aus Protest gegen die „Ostdenkschrift“ der Evangelischen Kirche, die für die endgültige Preisgabe des deutschen Ostens warb, aus der Kirche aus. Max Schmeling engagierte sich für das Team der Augsburger Benefiz-Fußballelf Datschiburger Kickers, die sich dem Fundraising für wohltätige Zwecke verschrieben hat.

Schmeling-Denkmal in Benneckenstein
Schmeling-Denkmal von Bildhauer Carsten Eggers in Hollenstedt
Bronze Büste (2006) vom Bildhauer Falko Steimer aus Torgelow für sein Geburtshaus und Gedenkstätte in Klein Luckow

Darüber hinaus hat er auch seinem Wohnort Hollenstedt (zu dem die Gemeinde Wenzendorf – in welcher er lebte – gehört) einige großzügige Spenden überlassen – z. B. hat er dem Hollenstedter Freibad eine 70 m lange und 7 m hohe Wasserrutsche bezahlt und die örtlichen Sportvereine finanziell unterstützt (z. B. durch einen größeren Betrag zum Bau einer weiteren Sporthalle). 1971 wurde Max Schmeling das Große Bundesverdienstkreuz verliehen, 1977 erschien seine Autobiographie „Erinnerungen“. Einen schweren Schicksalsschlag musste er hinnehmen, als am 28. Februar 1987 seine Frau starb.

1991 wurde die karitative Max-Schmeling-Stiftung ins Leben gerufen. Schmeling wurde im selben Jahr als erster und bislang einziger Deutscher in die „International Boxing Hall of Fame“, die Ruhmeshalle des Boxsports, aufgenommen. Ihm zu Ehren erhielt eine im Jahre 1996 eröffnete Mehrzweck-Arena in Berlin den Namen Max-Schmeling-Halle. Aus Anlass seines 99. Geburtstags im Jahre 2004 gab die Österreichische Post eine Briefmarke mit Schmelings Porträt im Wert von 0,55 Euro heraus. Sein ca. 8 ha großes Anwesen sollte nach seinem Tod seiner Heimatgemeinde Wenzendorf (Gliedgemeinde der Samtgemeinde Hollenstedt) übertragen werden. Die Eheleute genossen das Landleben und betrieben neben der überregionalen Getränkeabfüllung auch eine Hühnerfarm und eine Nerzzucht.

Am 2. Februar 2005 starb Max Schmeling im Alter von 99 Jahren an einer schweren Erkältung in seinem Wohnort Wenzendorf. Die offizielle Trauerfeier fand am 1. März 2005 im Hamburger „Michel“ (St. Michaelis-Kirche) statt. Aus Anlass seines Todes gab die Österreichische Post AG am 1. März, dem Tag der Trauerfeier für die Box-Legende, eine Sonderbriefmarke mit dem Schmeling-Porträt von George Grosz im Wert von 1 Euro heraus.

Er ruht auf dem Friedhof Hollenstedt bei Hamburg neben seiner Gattin Anny Ondra.

Wichtigste Kämpfe[Bearbeiten]

Datum Ort Gegner Ergebnis Turnier
2. August 1924 Düsseldorf, Tonhalle Johann Czapp (Düsseldorf) Sieg, 6. Rd. t.k.o.  
20. Februar 1925 Köln Jack Dempsey (USA) keine Entscheidung, 2 Rd. Schaukampf
24. August 1926 Berlin, Lunapark Max Dieckmann (Berlin) Sieg, 1. Rd. k.o. DM Halbschwergewicht
19. Juni 1927 Dortmund, Westfalenhalle Fernand Delarge (BEL) Sieg, 14. Rd. t.k.o. EM Halbschwergewicht
8. November 1927 Leipzig, Achilleion Hein Domgörgen (Köln) Sieg, 7. Rd. k.o. EM und DM Halbschwergewicht
6. Januar 1928 Berlin, Sportpalast Michele Bonaglia (ITA) Sieg, 1. Rd. k.o. EM Halbschwergewicht
4. April 1928 Berlin, Sportpalast Franz Diener (Berlin) Sieg, 15 Rd. nach Pkt. DM Schwergewicht
24. November 1928 New York City, Madison Square Garden Joe Monte (USA) Sieg, 8. Rd. k.o.  
4. Januar 1929 New York City, Madison Square Garden Joe Sekyra (USA) Sieg, 10 Rd. nach Pkt.  
22. Januar 1929 Newark, Armory Hall Pietro Corri (USA) Sieg, 1. Rd. k.o.  
1. Februar 1929 New York City, Madison Square Garden Johnny Risko (USA) Sieg, 9. Rd. t.k.o.  
27. Juni 1929 New York City, Yankee Stadium Paolino Uzcudun (ESP) Sieg, 15 Rd. nach Pkt. WM-Ausscheidungskampf
12. Juni 1930 New York City, Yankee Stadium Jack Sharkey (USA) Sieg, 4. Rd. Dsq. WM Schwergewicht
3. Juli 1931 Cleveland, Muncipal Stadium Young Stribling (USA) Sieg, 15. Rd. t.k.o. WM Schwergewicht
21. Juni 1932 Long Island, Madison Square Garden Bowl Jack Sharkey (USA) Niederlage, 15 Rd. nach Pkt. WM Schwergewicht
26. September 1932 Long Island, Madison Square Garden Bowl Mickey Walker (USA) Sieg, 8. Rd. t.k.o. WM-Ausscheidungskampf
8. Juni 1933 New York City, Yankee Stadium Max Baer (USA) Niederlage, 10. Rd. t.k.o. WM-Ausscheidungskampf
13. Februar 1934 Philadelphia, Convention Hall Steve Hamas (USA) Niederlage, 12 Rd. nach Pkt.  
13. Juni 1934 Barcelona, Estadi Olímpic de Montjuïc Paolino Uzcudun (ESP) unent., 12 Rd.  
26. August 1934 Hamburg, Dirt-Track-Bahn Walter Neusel (Bochum) Sieg, 9. Rd. t.k.o.  
10. März 1935 Hamburg, Hanseatenhalle Steve Hamas (USA) Sieg, 9. Rd. t.k.o.  
7. Juli 1935 Berlin, Poststadion Paolino Uzcudun (ESP) Sieg, 12 Rd. nach Pkt.  
19. Juni 1936 New York City, Yankee Stadium Joe Louis (USA) Sieg, 12. Rd. k.o. WM-Ausscheidungskampf
13. Dezember 1937 New York City, Madison Square Garden Harry Thomas (USA) Sieg, 8. Rd. k.o.  
30. Januar 1938 Hamburg, Hanseatenhalle Ben Foord (RSA) Sieg, 12 Rd. nach Pkt.  
16. April 1938 Hamburg, Hanseatenhalle Steve Dudas (USA) Sieg, 6. Rd. k.o.  
22. Juni 1938 New York City, Yankee Stadium Joe Louis (USA) Niederlage, 1. Rd. t.k.o. WM Schwergewicht
2. Juli 1939 Stuttgart, Adolf-Hitler-Kampfbahn Adolf Heuser (Bonn) Sieg, 1. Rd. k.o. EM Schwergewicht

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Bambi (1990, 1999)
  • Ehrenbürger von Los Angeles
  • Ehrenbürger von Las Vegas
  • Ehrenbürger von Klein Luckow, anlässlich seines 99. Geburtstages
  • Ehrenbürger von Benneckenstein / Harz, seit 1936
  • Ehrenmitglied im Österreichischen Boxverband
  • Träger der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille, der höchsten Auszeichnung der deutschen Feuerwehren für Zivilpersonen
  • 2005: Ausgabe einer Sondermarke der Deutschen Post AG aus Anlass seines 100. Geburtstages (postum)
  • 2005: Goldene Sportpyramide (postum). Stiftung der „Max-Schmeling-Medaille“ durch den Hamburger Senat, welche seit 2005 an Unternehmen verliehen wird, die Ehrenamtliche besonders bei ihrer Tätigkeit unterstützen
  • 2006: Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports (postum)
  • 2006: Sept. 2006 Enthüllung „Denkmal mit Büste“ vor seinem Geburtshaus

Plastiken[Bearbeiten]

Ab 1932 stand Max Schmeling dem Bildhauer Josef Thorak, seinem Nachbarn in Bad Saarow-Pieskow, sieben Jahre lang Modell. Dabei entstand die 3,75 m hohe Bronzeplastik „Faustkämpfer“, welche im Frühjahr 1936 auf dem Reichssportfeld (heute Olympiapark Berlin) im so genannten Anger errichtet wurde.

2006 wurde eine Bronzebüste vom Bildhauer Falko Steimer aus Torgelow für sein Geburtshaus und Gedenkstätte in Klein Luckow gefertigt.

Werke[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Mein Leben – meine Kämpfe. Grethlein, Leipzig, Zürich 1930.
  • 8-9-aus. Ullstein, Berlin 1957.
  • Ich boxte mich durchs Leben. Franckh, Stuttgart 1967.
  • Erinnerungen. Ullstein, Berlin 1982, ISBN 3-550-07473-5.
  • Erinnerungen. Hörbuch. Mattscheibe Media 2008.

Filmografie[Bearbeiten]

Literatur & Medien[Bearbeiten]

  • Paul Barz: Titelverteidigung. Hörspiel. WDR Köln 2005.
  • Dorothea Friedrich: Max Schmeling und Anny Ondra. Ullstein, Berlin 2001, ISBN 3-89834-030-9.
  • Volker Kluge: Max Schmeling. Aufbau, Berlin 2004, ISBN 3-351-02570-X.
  • Martin Krauß: Schmeling. Die Karriere eines Jahrhundertdeutschen. Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-472-3.
  • David Margolick: Beyond Glory. Joe Louis Vs. Max Schmeling, and a World on the Brink. Knopf, New York 2005, ISBN 978-0-375-41192-2.[9]
  • David Pfeifer: Max Schmeling – Berufsboxer, Propagandafigur. Unternehmer. Die Geschichte eines deutschen Idols. Campus, Frankfurt am Main, ISBN 3-593-37546-X.
  • Hans Joachim Teichler: Max Schmeling – der Jahrhundertsportler im Dritten Reich. In: SportZeit. Sport in Geschichte, Kultur und Gesellschaft. 1, 1, 2001, S. 7–33.
  • Tobias Drews: Max Schmeling. Engelhorn, Stuttgart 1996, ISBN 3-87203-236-4.
  • Johannes Sigleur: Männer im Ring. Franckh, Stuttgart 1944, S. 76ff.
  • Arno Hellmis: Max Schmeling: die Geschichte eines Kämpfers. Ullstein, Berlin 1937.
  • Carl Otto Hamann: Ein Leben auf eigene Faust, Berger, Köln 1949.
  • Hans Leip: Max und Anny: romantischer Bericht vom Aufstieg zweier Sterne. Broschek, Hamburg 1935.
  • Helmut Sohre: Max Schmeling: Zwei Fäuste erobern die Welt. Olympia, Nürnberg 1948.
  • Mathias Forster: Max Schmeling: Sieger im Ring – Sieger im Leben. Delphin, München, Zürich 1986, ISBN 3-7735-5283-1.
  • Max Schmeling erzählt aus seinem Leben. Berührung. Hörbuch. Unterlauf & Zschiedrich Hörbuchverlag Berlin 2003, ISBN 978-3-934384-28-6.
  • Oskar Beck: Schmelings verlängerter Arm. Als das deutsche Box-Idol vor 75 Jahren Joe Louis besiegte, agierte sein jüdischer Manager im Hintergrund.Berliner Morgenpost. Sonnabend, 18. Juni 2011.
  • David Pfeifer: Schmeling, Max Siegfried Adolph Otto. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23, Duncker & Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. 125 f. (Digitalisat).

Filmografie[Bearbeiten]

Musical[Bearbeiten]

  • Der Kampf des Jahrhunderts – Max Schmeling gegen Joe Louis. Ein Box-Musical von Paul Graham Brown (Musik) und James Edward Lyons (Buch), Webseite.

Filmische Rezeption[Bearbeiten]

Im Laufe der Jahre wurde Schmeling von zahlreichen Schauspielern in Film und Fernsehen dargestellt. So wurde er unter anderem im Jahre 1953 in Der braune Bomber (The Joe Louis Story) von William Thourlby dargestellt. Während er im Fernsehfilm Ring of Passion von 1978 von Stephen Macht gemimt wurde, übernahmen in den letzten Jahren weitere andere Schauspieler die Rolle der ehemaligen internationalen Boxgröße. Im Fernsehfilm Rocky Marciano (1999) wurde er von Mark Simmons dargestellt, in Joe & Max (2002) übernahm die Rolle Til Schweiger, gefolgt von Henry Maskes Einsatz im Film Max Schmeling – Eine deutsche Legende aus dem Jahre 2010.[10]

Zitate[Bearbeiten]

  • „Ich habe mich immer so verhalten als ob es einen Gott gibt.“[11]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Max Schmeling – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Nachrufe
Radioaufnahmen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hintergrund Die Lebensstationen von Max Schmeling: Max Schmelings Leben und Wirken im Überblick. In: Frankfurter Allgemeine. 4. Februar 2005, abgerufen am 12. Februar 2014.
  2. Geschichte des SC Colonia 06, Vereinswebseite, abgerufen am 29. September 2012
  3. Max Schmeling, Erinnerungen (1977)
  4. Ted Moore auf BoxRec-Wiki
  5. Holger Schück: „Das Herz eines Boxers“ – Zum Tode der deutschen Boxsport-Legende Max Schmeling, DeutschlandRadio Berlin; Sonntag, 6. Februar 2005 – 30’00 Sendezeit
  6. eastsideboxing
  7. Krauß, Martin: Schmeling-Nachruf: Boxer, Legende, Menschenfreund, Spiegel Online am 4. Februar 2005, abgerufen am 21. März 2013.
  8. boxrec.com: all heavyweight ratings, aufgerufen am 5. April 2012
  9. Besprechung: Beyond Glory von Joyce Carol Oates, New York Times, 2. Oktober 2005
  10. alle Angaben lt. dem Max-Schmeling-Charakter-Profil in der IMDb
  11. Walter Mixa, Reinhold Michels: Selbstverständlich katholisch! Sankt Ulrich, Augsburg 2005, ISBN 3-936484-50-3