Max Ziegelbauer

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Max Ziegelbauer (* 6. September 1923 in Memmingen) ist ein deutscher Theologe, seit dem 7. September 1998 emeritierter Weihbischof des Bistums Augsburg und Ehrenbürger der Stadt Memmingen.

Leben[Bearbeiten]

Nach seinem Theologiestudium an der Philosophisch-Theologische Hochschule Dillingen erhielt er am 21. Mai 1950 die Priesterweihe. Nach seiner ersten Tätigkeit als Kaplan in der Augsburger Pfarrei St. Moritz wurde er 1952 für vier Jahre Sekretär von Bischof Joseph Freundorfer. Von 1956 an war er lange Jahre Pfarrer an der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Memmingen. Am 1. Oktober 1965 erhielt er eine Stelle als Dompfarrvikar in Augsburg und wurde drei Jahre später ins Domkapitel berufen. Seit 1973 ist er Mitglied der K.B.St.V. Rhaetia München. Am 2. August 1983 wurde er zum Titularbischof von Lapda und zum Weihbischof in Augsburg ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm Erzbischof Josef Stimpfle am 22. Oktober desselben Jahres. Mitkonsekratoren waren der Bischof von Regensburg, Manfred Müller, und Weihbischof Rudolf Schmid. Sein Wahlspruch als Bischof lautet: Fundata supra Petram („Auf Fels gegründet“). Von 1984 bis 1998 war er Bischofsvikar für den Bereich Kirche und Kultur. Am 11. September 1988 weihte Weihbischof Max Ziegelbauer sechs neue Bronzeglocken, die die alten Glocken von St. Josef in Memmingen ersetzten.

Aussagen zur Liturgie[Bearbeiten]

2002 hob er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hervor, dass die lateinische Kultsprache dem Mysterium der Konsekration weitaus angemessener sei, als die deutsche Sprache, denn das Geheimnis unserer Erlösung vollzieht sich im irdischen Äon in Zeichen, Bildern und Worten gleichsam verhüllt und unter einem Schleier. Auch die Ausschließlichkeit der Altarstellung des Priesters versus populum sei vom Zweiten Vatikanisches Konzil nicht initiiert worden, sondern sei danach als eine Art Zwang überall eingeführt worden.

Schriften[Bearbeiten]

  • Angst vor der Tradition? Die Heilige Messe und die Kirche von heute. FE-Medienverlag, Kißlegg im Allgäu 2008, ISBN 978-3-939684-24-4.
  • Die „alte“ Kirche ist mir lieber. Ein Plädoyer für die Wiederentdeckung des Katholischen. Stella-Maris-Verlag, Buttenwiesen 2002, ISBN 3-93422-525-X.
  • Johannes Eck. Mann der Kirche im Zeitalter der Glaubensspaltung. EOS-Verlag, St. Ottilien 1987, ISBN 3-88096-054-2.
  • Jugend, willst du noch katholisch sein? Wege zu einer neuen Identität. Auer, Donauwörth 1983, ISBN 3-40301-461-4.
  • Im Banne des Papstbesuchs. Deutschlands festliche Kirche. Auer, Donauwörth 1980, ISBN 3-40301-202-6.
  • Katholische Kirche und Katholizismus in Memmingen von 1900 bis 1975. In: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte. Bd. 10, 1976, ISSN 0341-9916, S. 369–417.
  • Der Kirche auf der Spur. 2 Bände. Verlag Winfried-Werk, Augsburg 1971–1973;
    • Band 1: Reise durch die geistliche Landschaft Deutschlands. 1971;
    • Band 2: Ihr Erbe und Auftrag in Deutschland. 1973.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]