Max von Müller

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Max von Müller mit der Bayerischen Tapferkeitsmedaille (Ordensspange, ganz links)

Max Müller, postum 1919 Ritter von Müller (* 1. Januar 1887 in Rottenburg an der Laaber; † 9. Januar 1918) war ein bayerischer Jagdflieger im Ersten Weltkrieg und Ritter des Ordens Pour le Mérite.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Kriegsdienst

Max Müller wurde als das achte Kind des Händlers Max Müller und dessen Frau Margarethe Wiesmüller geboren. Nachdem er die Primärschule abgeschlossen hatte, ging er beim Schmiedemeister Lechner in die Lehre. Seine Lehrzeit hinter sich gebracht, zog er als Wandergeselle umher und arbeitete an verschiedenen Orten. Er war ein begeisterter Sportler der viel von seiner Freizeit mit Sport verbrachte.

Müller trat mit 20 Jahren in das 1. Königlich Bayerische Infanterie-Regiment „König“ ein und kam 1911 zum Ingenieurkorps. Am 1. Dezember 1913 begann er auf eigenen Wunsch in Schleißheim die Ausbildung zum Flugzeugführer und wurde danach zur Flieger-Abteilung 1 versetzt, der er bei Kriegsbeginn angehörte.

Als Offizierstellvertreter flog er dort zwischen 1915 bis Mai 1916 160 Kampfeinsätze. Nach der Ausbildung an Jagdeinsitzern an der Flugschule in Mannheim kam Müller am 18. Mai 1916 zum Kampfeinsitzerkommando (KEK) „B“ und am 1. September 1916 zur Jagdstaffel 2. Am 10. Oktober 1916 erzielte er seinen ersten Luftsieg über eine britische Airco D.H.2. Am 21. Januar 1917 trat er der neu gegründeten Jagdstaffel (Jasta) 28 bei und errang weitere Luftsiege. Es folgte am 26. August 1917 seine Beförderung zum Leutnant. Am 3. September 1917 erhielt Müller den Orden Pour le Mérite und kehrte Ende Oktober wieder zur Jasta Boelcke zurück. Durch die Verleihung des bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens wurde er außerdem in den persönlichen, nicht-vererbbaren Adelsstand erhoben und erhielt den Titel „Ritter von“. Am 6. Januar 1918 wurde er Staffelführer. Nur drei Tage später wurde er in seiner Albatros D.III bei einem Angriff auf eine R.E.8 bei Moorslede in Westflandern abgeschossen. Sein Flugzeug stürzte brennend ab. Er überlebte.

[Bearbeiten] Ehrenbürger

Seine Heimatgemeinde Rottenburg an der Laaber ernannte Max von Müller am 23. September 1917 zum Ehrenbürger, errichtete ihm ein Grabmal auf dem Bergfriedhof und übernahm dessen Pflege. Die Inschrift auf seinem Grabmal lautet:

„Hier ruht in Gott Fliegerleutnant MAX von MÜLLER, Ritter des Max Josef Ordens und Pour le Mérite, * 1. Januar 1887, + 9. Januar 1918.“

Über dem Grabstein wacht ein Adler, auf dessen Vorderseite ein Fliegerhelm mit Eichenlaub angebracht ist; auf der Rückseite des Grabes sind die Auszeichnungen von Ritter von Müller zu lesen. In der Nähe des Grabes befindet sich das Familiengrab Müller mit einer Gedenkplatte für Max. Außerdem ist die Hauptstraße Rottenburgs nach ihm benannt.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Peter Pletschacher: Die Königlich Bayerischen Fliegertruppen 1912–1919. Stuttgart 1978, ISBN 3-87943-576-6
  • Arch Whitehouse: Flieger-Asse 1914–1918. Stuttgart 1970
  • Jürgen Brinkmann: Die Ritter des Orden Pour le merite 1914–1918. Th. Schäfer Druckerei GmbH Hannover, Bückeburg 1982
  • Walter Zuerl: Pour le merite-Flieger. Luftfahrtverlag Axel Zuerl, 1987, ISBN 978-3-934596-15-3

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c d e Jörg Nimmergut: Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, Nachtrag: Anhalt-Deutsches Reich, Register, Zentralstelle für wissenschaftliche Ordenskunde, München 2004, ISBN 3-00-00-1396-2, S.119
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