Max von Schenkendorf

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Stahlstich, vor 1818

Maximilian von Schenkendorf (* 11. Dezember 1783 in Tilsit in Ostpreußen; † 11. Dezember 1817 in Koblenz; vollständiger Name Gottlob Ferdinand Maximilian Gottfried von Schenkendorf, auch Schenckendorff) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Max von Schenkendorf studierte von 1798 bis 1806 Kameralwissenschaften an der Albertina-Universität in Königsberg. In dieser Zeit war er mit dem Medizinstudenten und Lyriker David Assing befreundet. Danach war er dort im Staatsdienst. 1809 wurde er in einem Duell verletzt und konnte seine rechte Hand nicht mehr bewegen. Ab 1807 war er Mitherausgeber der Zeitschrift Vesta. 1812 war er in Karlsruhe mit Johann Heinrich Jung-Stilling befreundet. 1813 nahm er als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil, auch an der Völkerschlacht bei Leipzig. Ab 1815 war er für das Militärgouvernement in Aachen und in Köln tätig. Er ließ sich dann Ende 1815 in Koblenz als Regierungsrat nieder. Das Grab Schenkendorfs und seiner Frau befindet sich auf dem Koblenzer Hauptfriedhof.

Schenkendorf war vermutlich 1812 in die Freimaurerloge Carl zur Einigkeit in Karlsruhe aufgenommen worden, möglicherweise durch Johann Heinrich Jung-Stilling beeinflusst. 1817 wurde er Mitgründer der aus einer Feldloge entstandenen Loge Friedrich zur Vaterlandsliebe in Koblenz.

Max von Schenkendorf gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der Befreiungskriege. Er schrieb die Texte der Lieder Freiheit, die ich meine und Wenn alle untreu werden. Seine Gedichte waren aber auch mystisch durch Juliane von Krüdener und Henriette Elisabeth Barclay beeinflusst. Schenkendorf heiratete Frau von Barclay am 15.  Dezember 1812. Sein Gedicht Todessehnen wurde durch die Vertonung von Johannes Brahms in den Sechs Liedern für eine tiefe Stimme, op. 86 besonders bekannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Max von Schenkendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Max von Schenkendorf – Quellen und Volltexte