Max von Sydow
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Max von Sydow, gebürtig: Carl Adolf von Sydow,[1] (* 10. April 1929 in Lund) ist ein schwedischer Schauspieler. Max von Sydow wurde durch die Filme Ingmar Bergmans international bekannt und zählt zu den profiliertesten Charakterdarstellern.
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[Bearbeiten] Leben und Werk
Sein Vater Carl Wilhelm von Sydow war Professor für Volkskunde und skandinavische und irische Volksmusik an der Universität Lund, seine Mutter Maria von Sydow (geb. Freiin Greta Rappe) arbeitete als Schullehrerin. Von seiner Kindheit ist wenig bekannt.
Er besuchte die Kathedralschule in Lund, wo er Mitgründer einer Theatergruppe war und erste schauspielerische Erfahrungen sammelte. In seiner Schulzeit lernte er Englisch und Deutsch, später wurde er von 1948 bis 1951 am Königlichen Dramatischen Theater („Dramaten“) in Stockholm zum Schauspieler ausgebildet. Unter der Regie von Alf Sjöberg feierte er 1949 sein Filmdebüt in Bara en Mor (Nur eine Mutter).
1955 zog von Sydow nach Malmö, wo er Ingmar Bergman kennen lernte. Durch die Verbindung mit Bergman wurde von Sydow international bekannt. Zunächst wirkten sie am Stadttheater Malmö, später in mehreren Filmen, ab 1957 in Das siebente Siegel (Det sjunde inseglet), der auch sein internationaler Durchbruch war.
Nachdem sich seine Arbeit bis dahin auf den skandinavischen Raum beschränkte, willigte er 1965 erstmals ein, in einer amerikanischen Produktion die Hauptrolle zu übernehmen. Diese war keine geringere als die des Jesus in George Stevens Die größte Geschichte aller Zeiten. Nun ließ Hollywood ihn nicht mehr los und er zog mit seiner Familie bald nach Los Angeles.
Mitte der siebziger Jahre zog es ihn nach Rom und er wirkte in zahlreichen italienischen Filmproduktionen mit. Allerdings tauchte er nun auch immer wieder in Hollywoodstreifen auf.
Eine besonders bekannte Rolle war etwa der Priester im Film Der Exorzist. Außerdem spielte er in dem James-Bond-Film Sag niemals nie den Kopf (Ernst Stavro Blofeld) der Verbrecherorganisation S.P.E.C.T.R.E. Weitere Rollen übernahm er in den Filmen Flash Gordon, Minority Report, Die drei Tage des Condor, In einer kleinen Stadt (Needful Things, 1993 mit Bonnie Bedelia) und Conan der Barbar. Er hat auch Knut Hamsun verkörpert. In mehreren Filmen spielte er zusammen mit Liv Ullmann (Schande; Die Stunde des Wolfes; Passion). Trotz der zahlreichen Actionfilme, in denen er mitspielte, bevorzugt er Dramen wie Pelle, der Eroberer, für den er 1989 eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller erhielt. Seine markante Stimme ist zudem durch zahlreiche Werbefilme bekannt geworden.
Vielen seiner Rollen wird von der Filmkritik Charisma und eine archaische Kraft zugeschrieben. Seine hagere Gestalt und seine als knorrig beschriebene Stimme [2] verstärkten noch diesen Eindruck. Eine in dieser Hinsicht große Wirkung entfaltete er als Kreuzritter Antonius Block während des Schachspiels gegen den Tod bei seiner ersten Zusammenarbeit mit Bergman.
[Bearbeiten] Privatleben
Max von Sydow war in erster Ehe von 1951 bis 1996 mit der Schauspielerin Christina Olin (genannt wird auch Kjerstin oder Kerstin Olin) verheiratet, mit der er die zwei Söhne Claes Wilhelm und Per Henrik hat. Nach seiner Scheidung heiratete er 1997 die französische Dokumentarfilmerin Catherine Brelet; 2002 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an. Seinen Wohnsitz hat von Sydow in Paris und seine Sommerferien verbringt er in einem Ferienhaus auf der Ostseeinsel Gotland.[3]
[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)
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[Bearbeiten] Auszeichnungen
| Auszeichnung | Jahr | Kategorie | Film | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Oscar | 1988 | Bester Schauspieler | Pelle, der Eroberer | Nominiert |
| Emmy Award | 1990 | Outstanding Supporting Actor in a Miniseries or Special | Red King, White Knight | Nominiert |
| European Film Awards | 1988 | Bester Schauspieler | Pelle, der Eroberer | Gewonnen |
| Genie Awards | 2008 | Beste Nebenrolle | Emotional Arithmetic | Nominiert |
| Golden Globe Awards | 1966 | Best Actor Drama | Hawaii | Nominiert |
| 1973 | Beste Nebenrolle | Der Exorzist | Nominiert | |
| Kansas City Film Critics Circle Awards | 1975 | Beste Nebenrolle | Die drei Tage des Condor | Gewonnen |
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Max von Sydow in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Literatur von und über Max von Sydow im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Max von Sydow Biography (1929-), filmreference.com
- „Wie in einem Holzschnitt“, Süddeutsche Zeitung, 9. April 2009
- Max von Sydow, Bayerischer Rundfunk, 9. April 2009, mit Bilderreihe
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Max von Sydow, Encyclopædia Britannica Online, 30. März 2009
- ↑ Andreas Kilb: „Wolfsauge: Max von Sydow wird achtzig“, FAZ, 9. April 2009, mit Bilderstrecke
- ↑ „Schauspieler Max von Sydow wird 80“, Kleine Zeitung, 9. April 2009
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sydow, Max von |
| ALTERNATIVNAMEN | Sydow, Carl Adolf von |
| KURZBESCHREIBUNG | Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 10. April 1929 |
| GEBURTSORT | Lund, Schweden |

