Maxim Vengerov

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Vengerov im Jahr 1995, fotografiert von Erling Mandelmann

Maxim Vengerov (ursprünglich russisch Максим Александрович Венгеров/Maxim Alexandrowitsch Wengerow, wiss. Transliteration Maksim Aleksandrovič Vengerov; * 15. August 1974 in Nowosibirsk) ist ein in Deutschland lebender russischer Geiger, Musikpädagoge und seit 2006 Träger des Saarländischen Verdienstordens.

Werdegang[Bearbeiten]

Maxim Vengerov

Maxim Vengerov wurde zunächst von Galina Turtschaninowa unterrichtet und war einer der Eleven, die in den frühen 1990er-Jahren dem legendären Geigenlehrer Zakhar Bron aus dem Ostblock an die Musikhochschule Lübeck folgten, doch war Vengerov einer der wenigen, die dauerhaften Erfolg hatten.

Zur künstlerischen Weiterentwicklung trug die Zusammenarbeit mit renommierten Dirigenten wie Mstislaw Rostropowitsch und Daniel Barenboim bei. Überdies studierte Vengerov Dirigieren bei Vag Papian. Er debütierte mit dem Concertgebouw-Orchester und dem BBC Philharmonic Orchestra. Bis 2000 besaß er einen Exklusivvertrag bei Teldec Classics, seit Mai 2000 ist er bei EMI Classics.

Anfang 2007 erlitt er eine Verletzung am rechten Arm,[1] weshalb er als Solist lange Zeit pausieren musste und nur als Dirigent auftrat. Im September 2010 konzertierte er wieder als Geiger.[2]

Spielkultur[Bearbeiten]

Vengerov wird neben technischer Brillanz ein besonders nuancenreiches und von überbordender Fantasie beflügeltes Spiel nachgerühmt.

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten]

Anlässlich einer Begegnung mit dem Cembalisten Trevor Pinnock bei den Salzburger Festspielen 1992 erlernte Vengerov das Spiel auf der Barockvioline, die er seitdem für das barocke Repertoire, aber auch für Werke der Klassik spielt. 1997 wurde er UNICEF-Botschafter des Saarlandes. Von 2000 bis 2005 hatte Vengerov eine Professur für Violine an der Musikhochschule des Saarlandes inne und seit 2005 an der Royal Academy of Music in London.

Instrumente[Bearbeiten]

Violinen:

Violen:

  • März bis Mai 2002: eine Guarneri, Leihgabe der „Royal Academy of Music London“
  • Mai bis Dezember 2002: „Archinto“-Stradivari von 1696, Leihgabe der „Royal Academy of Music London“

Bögen:

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1984: Gewinner des „Junior Wieniawski Competition in Poland“
  • 1990: 1. Preis beim Internationalen Carl-Flesch-Wettbewerb
  • 1994: Junger Künstler des Jahres und (span.) „Ritmo-Künstler“ des Jahres der Zeitschrift „Grammophone“
  • 1995: Gramophone Awards für die Einspielung der Violinkonzerte von Prokofiev und Shostakovich in den Kategorien „Best Record of the year“ und „Best Concerto Recording“
  • 1996: zwei Grammy-Nominierungen – für das „Klassikalbum des Jahres“ und als „Bester Instrumentalsolist mit Orchester“ für Schostakowitschs Violinkonzert Nr.1 und Prokofjew. Dieses Album wurde bei „Grammophone „Schallplatte des Jahres“.
  • 1997: Edison-Preis in der Kategorie „Beste Konzerteinspielung“ für Schostakowitsch Nre. 2 und Profkofiev
  • 2003: Echo Klassik 2003 als „Instrumentalist des Jahres“ in der Kategorie „Violine“, für das Solo-Recital mit Bach, Schtschedrin und Ysaye
  • 2004: Preis der Deutschen Schallplattenkritik für ein Album mit populärem französischen Konzertrepertoire
  • 2004: Grammy in der Kategorie „Best Instrumental Soloist (with Orchestra)“ für die Britten/Walton-Einspielung
  • 2006: Saarländischer Verdienstorden

Einspielungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maxim Vengerov Fan Website: In Depth Bio
  2. The Moscow News: Maxim Vengerov