Maxime Vachier-Lagrave

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VachierLagrave09.jpg
Maxime Vachier-Lagrave, 2009
Verband FrankreichFrankreich Frankreich
Geboren 21. Oktober 1990
Nogent-sur-Marne
Titel Internationaler Meister (2004)
Großmeister (2005)
Aktuelle Elo-Zahl 2758 (Dezember 2014)
Beste Elo-Zahl 2768 (Aug. und Sep. 2014)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Maxime Vachier-Lagrave (* 21. Oktober 1990 in Nogent-sur-Marne) ist ein französischer Schachgroßmeister.

Leben[Bearbeiten]

Vachier-Lagrave wurde 2004 zum Internationalen Meister ernannt. Die erforderlichen Normen erfüllte er im Februar 2003 bei einem GM-Turnier des Vereins NAO in Paris, im Februar 2004 bei einem Turnier in Évry und im Juli 2004 bei der Pariser Meisterschaft.[1] Die IM-Norm aus der Pariser Meisterschaft zählte gleichzeitig als GM-Norm, weitere GM-Normen erfüllte er im Dezember 2004 bei einem GM-Turnier seines damaligen Vereines NAO sowie im Februar 2005 bei einem Turnier in Évry[2], so dass Vachier-Lagrave bereits 2005 der Großmeistertitel verliehen wurde. Ihm gelangen zahlreiche Höchstplatzierungen bei internationalen Turnieren, zu seinen größten Erfolgen zählen Turniersiege in Paris 2004 (Int. Stadtmeisterschaft und das NAO International), Lausanne 2006 (Finalsieg über Wang Yue), Paks 2008 (vor Alexander Beliavsky), Paris 2008 (geteilt mit Alberto David) sowie in Biel 2009 (vor Wassyl Iwantschuk und Alexander Morosewitsch). Im selben Jahr wurde Vachier-Lagrave Juniorenweltmeister in Puerto Madryn. 2010 gewann er die Kronengruppe des 14. Univé Schaaktoernooi in Hoogeveen. Außerdem wurde er in Warschau Europameister im Blitzschach, nachdem er bei der zuvor in Moskau ausgetragenen Blitzschach-Weltmeisterschaft Platz 9 belegt hatte. 2013 gewann er zum zweiten Mal das Schachfestival in Biel, bei dem er sich im Stichkampf gegen Étienne Bacrot, Ding Liren und Alexander Moiseenko durchsetzen konnte.

Vachier-Lagrave nahm erstmals 2004 an der Meisterschaft Frankreichs teil, wo er als jüngster Spieler 4,5 aus elf Punkten erzielte. 2005 teilte er nach Joël Lautier Platz zwei mit Andrei Sokolov, 2006 wurde er geteilter Vierter, 2007 gewann er vor Vladislav Tkachiev, den er im Schnellschachstichkampf 3-1 schlug, den Meistertitel. 2008 verpasste er die Titelverteidigung, nachdem er im Schnellschachstichkampf (0,5-1,5) Étienne Bacrot unterlag. Beide Spieler dominierten zuvor die Meisterschaft mit 8,5 aus 11. Im Meisterschaftsjahr 2009 wurde Vachier-Lagrave erneut Zweiter und musste Vladislav Tkachiev den Vortritt lassen. 2011 konnte er in Caen mit sieben Punkten aus elf Partien erneut den Titel gewinnen.

Vachier-Lagrave nahm dreimal am Schach-Weltpokal teil. 2009 erreichte er durch Siege gegen Yu Shaoteng, Georg Meier und Yu Yangyi das Achtelfinale, in dem er dem späteren Sieger Boris Gelfand unterlag, 2011 scheiterte er nach einem Auftaktsieg gegen Ziaur Rahman bereits in der zweiten Runde an Bu Xiangzhi. Am erfolgreichsten war er 2013, als er durch Siege gegen Alexander Shabalov, Isan Reynaldo Ortiz Suárez, Leinier Domínguez, Boris Gelfand und Fabiano Caruana ins Halbfinale einzog, in dem er sich dem späteren Sieger Wladimir Kramnik geschlagen geben musste.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Vachier-Lagrave vertrat Frankreich bei den Schacholympiaden 2006 in Turin, 2008 in Dresden, 2010 in Chanty-Mansijsk, 2012 in Istanbul und 2014 in Tromsø.[3] 2007, 2011 und 2013 spielte er in der französischen Auswahl bei der Mannschaftseuropameisterschaft und erreichte als größten Erfolg 2013 den zweiten Platz mit der Mannschaft.[4]

Vereine[Bearbeiten]

In der französischen Mannschaftsmeisterschaft spielte Vachier-Lagrave erstmals in der Saison 2001/02 bei Clichy-Echecs-92 in der Nationale I, der damals höchsten Spielklasse. Von 2003 bis 2007 spielte er für den Paris Chess Club (bis 2006 NAO Paris), mit dem er 2004, 2005 und 2006 französischer Mannschaftsmeister wurde, von 2007 bis 2011 für Évry Grand Roque, mit denen er 2009 Meister wurde. Seit 2011 spielt er wieder für Clichy-Echecs-92, mit denen er 2012, 2013 und 2014 Meister wurde. Mit Clichy nahm er auch am European Club Cup 2013 teil und erreichte das zweitbeste Einzelergebnis am ersten Brett.[5] In der deutschen Schachbundesliga spielt er seit der Saison 2007/08 für den SV Mülheim-Nord, mit dem er auch am European Club Cup 2008 teilnahm[5]. In der britischen Four Nations Chess League spielte Vachier-Lagrave in den Saisons 2011/12 und 2013/14 (in der er den Wettbewerb gewann) für Guildford A&DC, in der russischen Mannschaftsmeisterschaft 2009 für Ekonomist-1 Saratow und 2013 für Universität Beloretschensk[6]. Am European Club Cup nahm Vachier-Lagrave außerdem 2010 mit SOCAR Baku und 2014 mit Obiettivo Risarcimento Padova teil.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IM-Antrag bei der FIDE (englisch)
  2. GM-Antrag bei der FIDE (englisch)
  3. Maxime Vachier-Lagraves Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  4. Maxime Vachier-Lagraves Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  5. a b c Maxime Vachier-Lagraves Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)
  6. Maxime Vachier-Lagraves Ergebnisse bei russischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)