Maximilian Daublebsky von Sterneck

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Maximilian Daublebsky von Sterneck, Lithographie von Josef Kriehuber, 1866
Porträtbüste im Heeresgeschichtlichen Museum, 1895.

Maximilian Daublebsky Freiherr von Sterneck zu Ehrenstein (* 14. Februar 1829 in Klagenfurt; † 5. Dezember 1897 in Wien) war Admiral und Kommandant der österreichisch-ungarischen Marine. [1] [2]

Familie[Bearbeiten]

Die Adelsfamilie stammt ursprünglich aus Böhmen, wo sie lange den Bürgermeister von Budweis stellte. Im Jahr 1620 wurde ihnen mit dem Beinamen „von Sterneck“ auch die österreichische Adelswürde verliehen. Im Jahr 1792 erhielt Jacob von Sterneck den Titel Freiherr. Dessen Sohn Josef ließ sich in Kärnten nieder, wo er ab dem Jahr 1821 auch den Landständen angehörte und u. a. Landeshauptmann von Kärnten wurde. Er erwarb das Schloss Krastowitz bei Klagenfurt, auf dem sein Sohn Maximilian geboren wurde.

Leben[Bearbeiten]

Maximilian Daublebsky von Sterneck war der Vater von Maximilian Daublebsky von Eichhain und verheiratet mit Baronin Amalie Spiegelfeld. Er wurde Offizier in der kaiserlich-königlichen Marine und im Jahr 1859 Korvettenkapitän. Im Jahr 1864 erfolgte seine Beförderung zum Fregattenkapitän. Durch Konteradmiral Wilhelm von Tegetthoff wurde er zum Kapitän auf dessen Flaggschiff SMS Erzherzog Ferdinand Max ernannt.

In der Seeschlacht von Lissa gelang es ihm 1866, durch einen Rammstoß das feindliche, durch einen Treffer manövrierunfähige, italienische Flaggschiff Re d’Italia zu versenken und an der Seite von Tegetthoff als Sieger hervorzugehen. Für diese Tat erhielt er den Militär-Maria-Theresien-Orden.

Im Jahr 1869 wurde Maximilian Daublebsky von Sterneck zum Militärhafenkommandant von Pola (heute Pula) ernannt. 1872 wurde er zum Konteradmiral, 1883 zum Vizeadmiral befördert und zum Marinekommandanten ernannt. Im Jahr 1888 erreichte er mit dem Dienstgrad Admiral den Höhepunkt seiner militärischen Karriere.

Er führte gemeinsam mit Johann Nepomuk Graf Wilczek 1872 eine Begleitfahrt ins Nördliche Eismeer durch, um für die Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition von Karl Weyprecht, dem Kommandanten, und Julius Payer ein Proviantdepot bei den Barents-Inseln anzulegen. Dafür hatte er den kleinen Segler Isbjörn gechartert. Nach Trennung von dem Expeditionsschiff Tegetthoff segelten Sterneck und Wilczek durch die Karasee in die Mündung der Petschora ein. Die Flußfahrt endete am 15. Oktober 1872, anschließend wurde die Reise mit dem Post-Dampfschiff über Perm, Kasan und Nischni Nowgorod nach Moskau fortgesetzt.

Als Maximilian Daublebsky von Sterneck im Jahr 1897 starb, wurde sein Leichnam in der auf seinen Wunsch in der 1891–1898 für das Seearsenal erbauten katholischen Garnisonskirche Madonna del Mare (dt. Unserer Lieben Frau vom Meere/kroat. Gospe od Mora) in S. Policarpo, einem Stadtteil Polas, bestattet, während sein Herz in die Familiengruft des Schlosses Krastowitz überführt wurde.

Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich von Pöck Marinekommandant
1883–1897
Hermann von Spaun

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Antonio Schmidt-Brentano: Die österreichischen Admirale. Band II 1885–1914, Bibliotheksverlag, Osnabrück 1997, S.249.
  2. Antonio Schmidt-Brentano: Die K.K bzw. K.u.K Generalität 1816–1918. Österreichisches Staatsarchiv, Wien 2007, S. 33 (PDF).

Weblinks[Bearbeiten]


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