Maximilian Emanuel von Washington

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Maximilian Emanuel Freiherr von Washington

Maximilian Emanuel Willibald Bernhard Johann Gebhard Freiherr von Washington (* 2. August 1829 in Notzing, Oberbayern; † 3. Juli 1903 in Graz) war ein bayrisch-österreichischer Landwirt und Politiker. Er war ein Verwandter des ersten US-amerikanischen Präsidenten George Washington. Die Familiengruft befindet sich im evangelischen Teil des St. Peter-Stadtfriedhof in Graz.

Biographie[Bearbeiten]

Er war der Sohn des Generals Jakob von Washington und seiner ersten Frau der Baronesse von Huttenbach. Sein Taufpate war König Maximilian I. von Bayern. Er wuchs in Bayern auf und zog später nach Österreich um. Dort trat er in die Dienste der Krone ein und diente im kaiserlichen Heer. Für seine Verdienste wurde ihm der Freiherrentitel verliehen und die Ehe mit der Tochter eines Großherzogs wurde möglich. Schloss Pöls, auf dem er mit seiner Familie lebte, wurde aus dem Vermögen seiner Gattin finanziert.[1]

Er wurde später zum kaiserlichen Kammerherrn und Rat ernannt und 1879 auf Lebenszeit zum Herrenhaus berufen. In Wien wurde er sehr einflussreich, er war Ministerialrat im Ackerbau-Ministerium und wurde in der zeitgenössischen Literatur als „eine der hervorragendsten Autoritäten Oesterreichs im Bereiche der Landwirthschaft und Züchter“ bezeichnet,[2]

Für seine Verdienste erhielt er mehrere Orden und Ehrentitel wie den Orden der Eisernen Krone II. Klasse (1866), den Oldenburgischen Haus- und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig, er war Mitglied des Johanniterordens. Der Ausbau von Schloss Pöls zum landwirtschaftlichen Mustergut trug ihm eine Reihe fachlicher Auszeichnungen, so auch Medaillen auf der Weltausstellung in Paris ein. Eine besondere Auszeichnung für Maximilian v. Washington war die Tatsache, dass Kaiser Franz Josef I. anlässlich seiner Krönung zum König von Ungarn (nach erfolgtem Ausgleich Österr.-Ungarn) auf einem Hengst aus dem Pölser Gestüt auf den Krönungshügel ritt (siehe entsprechende Gemälde und Fotografien).

Er ging am 15. August 1855 eine morganatische Ehe mit Friederike von Holstein-Gottorp, Herzogin von Oldenburg (* 8 Juni 1820 in Oldenburg; † 20. März 1891 in Pöls) ein, Tochter des Großherzogs Friedrich August I. von Oldenburg und Schwester der Königin Amalie von Griechenland. Sie benannten ihren Sohn George von Washington (* 31. Juli 1856; † 22. Dezember 1929) nach dem US-amerikanischen Präsidenten, der zweite Sohn hieß Stephan Ludwig Freiherr von Washington (* 17 Juni 1858 auf Schloss Pöls; † 10. September 1899 in Palermo).

Baron von Washington engagierte sich auch in seiner Wahlheimat Steiermark. Er wurde Vizepräsident und 1877 Präsident der steiermärkischen Landwirtschaftsgesellschaft und gab dem Kaiser Franz Joseph I. anlässlich seines Besuches im Juli 1883 in der Champagnerkellerei Brüder Kleinoscheg eine Führung.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Margarethe Pauly, Reinbold, Michael: Friederike von Washington, Herzogin von Oldenburg (1820-1891) und ihre Familie. Eine Spurensuche in der Steiermark. Oldenburger Forschungen Neue Folge/Band 25. Isensee-Verlag Oldenburg 2008. ISBN 978-3-89995-550-7. Seite 19.
  2. Zeitschrift des Landwirthschaftlichen Vereins in Bayern. Jahrgang 1868. Seite 450. Zeitschrift des ldw. Vereins in der Google-Buchsuche