Maximilian Levy

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Maximilian Levy Straßenradsport
Maximilian Levy
Maximilian Levy
zur Person
Geburtsdatum 26. Juni 1987
Nation Deutschland
zum Team
Aktuelles Team Team Erdgas.2012
Disziplin Bahn
Funktion Fahrer
Fahrertyp Sprinter
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
Bronze Olympiabronze Teamsprint 2008
Bronze Olympiabronze Teamsprint 2012
Silber Olympiasilber Keirin 2012
Weltmeisterschaften
Weltmeister Junioren-Weltmeister Teamsprint 2004, 2005, Zeitfahren 2004, 2005, Sprint 2005
Weltmeister Weltmeister Keirin 2009, Teamsprint 2010, Teamsprint 2011, Teamsprint 2013
Europameisterschaften
Europameister Europameister (Junioren) Sprint 2005, Zeitfahren 2005
Europameister Europameister (U23) Teamsprint 2006, Keirin 2009, Sprint 2006
Europameister Europameister Teamsprint 2010, 2013, Keirin 2013
Infobox zuletzt aktualisiert: März 2013

Maximilian Levy (* 26. Juni 1987 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Radrennfahrer und Spezialist für Kurzzeitdisziplinen im Bahnradsport. Er wurde bis jetzt vier Mal Weltmeister und gewann drei Medaillen bei Olympischen Spielen.

Maximilian Levy startet für den RSC Cottbus, wo er bis 2007 vom damaligen Bundestrainer Reneé Schmidt trainiert wurde. Bis 2009 fuhr er für das Team Brandenburg. Im Dezember 2009 unterschrieb Maximilian Levy (als erster Deutscher) einen Vertrag beim Cofidis-Bahnrad-Team.[1] Nachdem das Bahn-Team von Cofidis zum Ende des Jahres 2010 aufgelöst wurde, wechselte Levy zum Chemnitzer Team Erdgas.2012.[2]

Am Osterwochenende 2014 heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin, die ehemalige Radsportlerin Madeleine Sandig, mir der er eine Tochter hat. Die Familie wohnt in Cottbus.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Maximilian Levy ist seit seinem 10. Lebensjahr als Radsportler aktiv und platzierte sich schon früh bei Bahn- und Straßenrennen auf vorderen Plätzen. 2003 errang er erste Podiumsplätze bei deutschen Bahnmeisterschaften in der Jugendklasse. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2004 in Los Angeles gewann er Gold im Zeitfahren und Teamsprint sowie Bronze im Sprint. Im Jahr darauf gewann er Gold in allen drei Wettbewerben in Wien sowie im Sprint und im 1000-Meter-Zeitfahren bei den Junioren-Europameisterschaften. Bei der WM stellte er dabei einen neuen Europarekord auf. Hinzu kam ein Titel bei deutschen Juniorenmeisterschaften und die Wahl zum Deutschen Juniorsportler des Jahres 2005. Beim Weltcuprennen 2006 in Moskau blieb er als erster Europäer in der Qualifikation über 200 Meter fliegend unter der Marke von 10 Sekunden, ein Rekord, der allerdings von sechs weiteren Fahrern im Laufe des Tages nochmals verbessert wurde.[3]

Levys bisher größte Erfolge waren der Gewinn des Weltmeistertitels 2009 im Keirin und 2010 im Teamsprint gemeinsam mit René Enders und Robert Förstemann sowie die olympische Bronzemedaille im Teamsprint bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Bei den UEC-Bahn-Europameisterschaften 2010 stürzte er im Keirin-Finale und fiel für vier Monate mit einem Schlüsselbeinbruch aus, nachdem er kurz zuvor Europameister im Teamsprint geworden war.

Im Frühjahr 2011 errang Levy gemeinsam mit René Enders und Stefan Nimke bei den Weltmeisterschaften 2011 in Apeldoorn die Silbermedaille im Teamsprint. Nachdem dem französischen Team die Goldmedaille wegen Verstoßes gegen die Melde-Auflagen der WADA durch Grégory Baugé im Januar 2012 aberkannt wurde, weil dies offiziell als Dopingvergehen eingestuft wurde, ging die Goldmedaille an das deutsche Trio.[4]

Bei den Weltmeisterschaften 2012 in Melbourne gewann Levy im Keirin die Silbermedaille. Im Teamsprint wurde das deutsche Team aufgrund eines Wechselfehlers relegiert (=zurückgesetzt). Im selben Jahr errang er bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille im Keirin sowie gemeinsam mit Robert Förstemann und René Enders die Bronzemedaille im Teamsprint. Bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Minsk im Jahr darauf wurde er Weltmeister im Teamsprint, gemeinsam mit Enders und Stefan Bötticher.

Ehrungen[Bearbeiten]

Nach den Olympischen Spielen 2012 wurde Levy das Silberne Lorbeerblatt verliehen.[5]
2013 wurde er zum Sportler des Jahres von Brandenburg gewählt.[6]

Erfolge[Bearbeiten]

Levy beim Training mit Bundestrainer mit Detlef Uibel
2004
Gold Weltmeisterschaft (Junioren) Zeitfahren
Gold Weltmeisterschaft (Junioren) Teamsprint (mit Robert Förstemann und Benjamin Wittmann)
Bronze Weltmeisterschaft (Junioren) Sprint
Deutscher Meister Deutscher Meister (Junioren) Sprint
Silber Deutsche Meisterschaft (Junioren) Zeitfahren
2005
Gold Weltmeisterschaft (Junioren) Zeitfahren
Gold Weltmeisterschaft (Junioren) Sprint
Gold Weltmeisterschaft (Junioren) Teamsprint (mit René Enders und Benjamin Wittmann)
1. Bahnrad-Weltcup (Manchester) Keirin
3. Bahnrad-Weltcup (Manchester) Teamsprint
Europameister Europameister (Junioren) Zeitfahren
Europameister Europameister (Junioren) Sprint
Deutscher Meister Deutscher Meister Zeitfahren (Junioren)
Silber Deutsche Meisterschaft (Junioren) Teamsprint (mit Florian Karger und Johann Kassner)
2006
Europameister Europameister (U23) Teamsprint (mit René Enders und Michael Seidenbecher)
Europameister Europameister Sprint (U23)
Silber Europameisterschaft (U23) Keirin
Bronze Europameisterschaft (U23) Zeitfahren
Silber Deutsche Meisterschaft Zeitfahren
2007
Bronze Weltmeisterschaft Teamsprint (mit Robert Förstemann und Stefan Nimke)
Bronze Europameisterschaft (U23) Zeitfahren
2008
Bronze Olympische Spiele Teamsprint (mit René Enders und Stefan Nimke)
Deutscher Meister Deutscher Meister Keirin
Bronze Deutsche Meisterschaft Teamsprint (mit Paul Kanzler und Rico Plohmann)
2009
Maximilian Levy (vorne) auf dem Podium bei der Bahn-WM 2011 in Apeldoorn
Gold Weltmeisterschaft Keirin
Deutscher Meister Deutscher Meister Keirin
Europameister Europameister (U23) Keirin
3. Bahnrad-Weltcup 2008/2009 (Peking) Teamsprint (mit Mathias Stumpf und Sebastian Döhrer)
2010
Gold Weltmeisterschaft Teamsprint (mit Robert Förstemann und Stefan Nimke)
Bronze Weltmeisterschaft Keirin
Europameister Europameister Teamsprint
Silber Deutsche Meisterschaft Sprint
Bronze Deutsche Meisterschaft Teamsprint (mit Erik Balzer und Eric Engler)
2011
Gold Weltmeisterschaft Teamsprint (mit Stefan Nimke und René Enders)
Silber Europameisterschaft Sprint
Deutscher Meister Deutscher Meister Teamsprint (mit Carsten Bergemann und Robert Förstemann) und im Keirin
Silber Bahnrad-Weltcup 2010/2011 (Manchester) Teamsprint (mit Stefan Nimke und René Enders)
1. International Keirin (Manchester)
2012
Silber Weltmeisterschaft Keirin
1. Bahnrad-Weltcup 2011/2012 (Astana) Teamsprint (mit Joachim Eilers und Robert Förstemann)
2. Bahnrad-Weltcup 2011/2012 (Astana) Sprint
1. Bahnrad-Weltcup 2011/2012 (Cali) Keirin
1. Bahnrad-Weltcup 2011/2012 (Cali) Teamsprint (mit René Enders und Stefan Nimke) mit neuem Weltrekord (42,914 Sekunden)
Bronze Olympische Spiele Teamsprint (mit René Enders und Robert Förstemann)
Silber Olympische Spiele Keirin
2013
Gold Weltmeisterschaft Teamsprint (mit Stefan Bötticher und René Enders)
Silber Weltmeisterschaft Keirin
Europameister Europameister Keirin
Europameister Europameister Teamsprint (mit Robert Förstemann und René Enders)
Deutscher Meister Deutscher Meister 1000-Meter-Zeitfahren

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maximilian Levy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cyclingnews.com
  2. Cottbuser Levy wechselt zu Chemnitzer Team auf moz.de
  3. [www.maximilian-levy.de/download.php?datei=081228150351.pdf] Schon 1984 hatte Lutz Heßlich in einem Sprintlauf bei den Wettkämpfen der Freundschaft, der Gegenveranstaltung der Olympia-boykottierenden Ostblockländer, eine Zeit von 9,98 s (handgestoppt) erreicht, der Rekord wurde allerdings nicht offiziell anerkannt.
  4. Baugé und französische Sprinter müssen WM-Gold abgeben auf radsport-news.com v. 6. Januar 2012
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVerleihung des Silbernen Lorbeerblattes. Der Bundespräsident, 7. November 2012, abgerufen am 14. Dezember 2013.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSportler des Jahres: Große Ehre für Maximilian Levy. Lausitzer Rundschau, 14. Dezember 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013.