Maximilien de Hénin-Liétard

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Maximilien de Hénin-Liétard

Maximilien de Hénin-Liétard (* 1542; † 21. Dezember 1578 in Antwerpen), Graf von Boussu und Herr von Beuvry

Leben[Bearbeiten]

Maximilien war ein Sohn von Jean V. de Hénin aus einem hennegauischen Adelsgeschlecht aus dem Haus Hénin und Anne von Burgund, Tochter von Adolf von Burgund.

Nach dem Tod seines Onkels Maximilian von Burgund im Jahr 1558 erbte er dessen Besitztümer musst er diese jedoch wegen Schulden verkaufen.

Maximilien wurde am 17. Juni 1567 vom spanischen König Philipp II. als Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht eingesetzt. Er übernahm damit das Amt von Wilhelm I. von Oranien-Nassau der bei der Ankunft von Fernando Álvarez de Toledo, Herzog von Alba seine Entlassung beantragt hatte.

Er wurde am 11. Oktober 1573 bei der Schlacht auf der Zuiderzee von den Geusen geschlagen und gefangen genommen. Bis zur Genter Pazifikation blieb er in Gefangenschaft und trat danach in Diensten von Wilhelm I. von Oranien-Nassau.

Im September 1577 wurde er durch die Generalstaaten zum Statthalter von Gelderland ernannt. Nach seinem Tod 1578 wurde er in der Grabkapelle der Familie in Boussu beigesetzt.

Familie[Bearbeiten]

Er heiratete um 1568 die Witwe seines Bruders Charles († 1566), Charlotte de Werchin (1542–1571), Tochter von Pierre de Werchin und Helena de Vergy. Sie hatten einen Sohn:

  • Pierre († 1598)
∞ 1584 mit Marguerite de Croÿ-Arschot (1568–1614), Tochter von Philippe III. de Croÿ
Vorgänger Amt Nachfolger
Jean V. de Hénin Graf von Boussu
1562–1578
Pierre II. de Hénin
Wilhelm I. von Oranien-Nassau Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht
1567–1573
Philipp von Noircarmes
Gilles de Berlaymont Statthalter von Gelderland
1577–1578
Johann VI. von Nassau-Dietz