Mayen
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Mayen-Koblenz | |
| Höhe: | 230 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,04 km² | |
| Einwohner: | 19 150 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 330 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56727 | |
| Vorwahl: | 02651 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MYK (bis 1973 MY) | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 37 068 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathaus Rosengasse 56727 Mayen |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeisterin: | Veronika Fischer (CDU) | |
| Lage der Stadt Mayen im Landkreis Mayen-Koblenz | ||
Mayen ist eine Stadt im rheinland-pfälzischen Landkreis Mayen-Koblenz in der Vulkaneifel und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Vordereifel. Bis 1973 war Mayen Kreisstadt des Landkreises Mayen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Lage
Westlich sowie nördlich und südwestlich von Mayen erhebt sich in einer Geländestufe die Eifel. Östlich öffnet sich die Landschaft zum flach auslaufenden Koblenz-Neuwieder-Becken, das wiederum in den Nordteil Pellenz und den Südteil Maifeld unterteilbar ist, die landläufig noch zur Eifel gerechnet werden. Daher kommt die Bezeichnung „Mayen, das Tor zur Eifel“.
Das kleine Flüsschen Nette (Mittelrhein) durchfließt die Stadt von der Eifel kommend in Richtung Weißenthurm am Rhein.
[Bearbeiten] Klima
Der Jahresniederschlag beträgt 596 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 20% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 1,6 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 1% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zu Mayen zählen die Stadtteile Alzheim (1.372 Einwohner), Hausen (1.700 Einwohner), Kürrenberg (1.200 Einwohner), Nitztal (170 Einwohner) und Betzing (90 Einwohner).
[Bearbeiten] Geschichte
Bereits in der römischen Zeit war Mayen ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Hier waren von dem Ende des 3. Jahrhunderts bis ins Mittelalter Töpfereien angesiedelt, deren Produkte in ganz Mitteleuropa verbreitet wurden. Eine noch ältere - vorgeschichtliche - Nutzung erfuhren die Steinbrüche im Umfeld, deren Basalt in Mayen zu Mühlsteinen und deren Tuff zu Sarkophagen weiterverarbeitet wurden. Diese Sarkophage fanden sich mit bedeutenden gläsernen Beigaben auf dem Gräberfeld (heute im Museum auf der Genovevaburg).
Der Name Mayen leitet sich wahrscheinlich aus dem Namen Megina her, der 847 erstmals urkundlich den Ort in der Ebene beziehungsweise auf dem Feld (keltisch magos) bezeichnet. Im 8. Jahrhundert ist die Sage der Genoveva angesiedelt, die Mayen als Regierungssitz des Pfalzgrafen Siegfried nennt. Mayen wurde erstmals urkundlich erwähnt 1041 und erhielt 1291 neben Bernkastel, Welschbillig, Montabaur und Saarburg die Stadtrechte durch Rudolf I. von Habsburg verliehen. Namentlich ist Mayen möglicherweise verwandt mit dem süd-östlich liegenden Maifeld, da Mayen im Mittelalter auch als Hauptstadt des Meiengaus bezeichnet wurde.
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die zu Kurtrier gehörige Stadt besetzt und stark zerstört. Im Spätherbst 1794 besetzten französische Revolutionstruppen erneut das linke Rheinufer. Auf dem Wiener Kongress 1814/15 erhielt dann Preußen das gesamte links- und rechtsrheinische Gebiet. Mayen wurde Kreissitz. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt, insbesondere bei den Luftangriffen vom 12. Dezember 1944 und vom 2. Januar 1945, zu ca. 90 Prozent zerstört und erst nach besonderer Abstimmung wurde der Wiederaufbau beschlossen.
Seit 1947 ist die Stadt Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Bis 1973 war Mayen Kreishauptstadt des Landkreises Mayen (Kfz-Kennzeichen MY). Die Kreisverwaltung wurde dann nach Koblenz verlegt und der Kreis umbenannt in Landkreis Mayen-Koblenz mit dem neuen KFZ-Kennzeichen MYK. Für kurze Zeit wurde das Kennzeichen KO für den gesamten Landkreis vergeben, welches jedoch auf heftigen Widerstand in der Bevölkerung stieß und somit in MYK umgewandelt wurde. Koblenz behielt das Kennzeichen KO.
Am 7. November 1970 wurden die vier Gemeinden Alzheim, Hausen bei Mayen, Kürrenberg und Nitztal eingemeindet. Die Gemeinde Alzheim war am 7. Juni 1969 aus den beiden Gemeinden Allenz und Berresheim gegründet worden. Die Gemeinde Nitztal war am 1. Januar 1967 aus den Ortsteilen Sankt Johann-Nitz der Gemeinde Sankt Johann und Kürrenberg-Nitz der Gemeinde Kürrenberg gegründet worden.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister und Ortsvorsteher
Oberbürgermeisterin ist seit der Amtsübergabe am 23. November 2008, die frühere Beigeordnete und Bürgermeisterin Veronika Fischer. Die Bezeichnung Bürgermeister/in wird somit seit dem 23. November 2008 in Mayen nicht mehr genutzt oder vergeben.
Die Ortsvorsteher wurden am 1. Juni 2008 bestimmt. Es sind dies Lothar Geisen (Alzheim), Franz-Josef Weber (Hausen), Siegmar Stenner (Kürrenberg) und Stefan Wagner (Nitztal).
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
- Joigny, Frankreich
- Godalming, England, Vereinigtes Königreich
- Uherské Hradiště, Tschechien
- Cyabingo, Ruanda
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Handel
Innenstadt: Fußgängerzone mit überwiegend ortsansässigem Einzelhandel. Gewerbegebiet : Überregionale Handelsketten und ortsansässiger Einzelhandel.
[Bearbeiten] Industrie
Mayen verfügt über Betriebe der Basaltlava-, Schiefer- und Kartonindustrie (Kartonfabrik WEIG), des Maschinenbaus und der Aluminium- und Kunststoffverarbeitung.
[Bearbeiten] Verkehr
- Straßenverkehr
Mayen liegt nahe der A 61 (Köln–Ludwigshafen) und der A 48 (Trier–Koblenz). Ferner führen die Bundesstraßen B 256, B 258 und B 262 durch das Stadtgebiet.
- Bahnverkehr
Eisenbahnanbindungen gibt es über die KBS 478 (Pellenz-Eifel-Bahn–Eifelquerbahn) nach Andernach zur KBS 470 (Köln - Koblenz) und nach Kaiseresch. Vom 1. Mai bis 31. Oktober mit Anschluss an die Vulkan-Eifel-Bahn nach Gerolstein.
- Busverkehr
Buslinien verkehren von/nach Koblenz/Neuwied/Maria Laach und Andernach, aber auch in die Eifel. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel an.
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
In Mayen befinden sich die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (FHöV) und die Zentrale Verwaltungsschule (ZVS) des Landes Rheinland-Pfalz. Das Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. sowie das Megina-Gymnasium Mayen (MGM), die Albert-Schweitzer-Realschule, zwei Hauptschulen (Hinter Burg, St. Veit), die berufsbildende Carl-Burger-Schule (u. a. Wirtschaftsgymnasium, Berufsoberschule I Wirtschaft/Sozialwesen, Duale Berufsoberschule und Fachschulen für Altenpflege sowie für Heilerziehungspflege), mehrere Grundschulen, 2 Förderschulen, das Fachzentrum für Bienen und Imkerei des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel und die Fachschule für Steintechnik und Bearbeitung. In der General-Delius-Kaserne in Mayen - Kürrenberg ist im Zentrum Operative Information die Abteilung Lehre der Bundeswehr beheimatet. Es handelt sich dabei um die Truppenschule für Operative Information. Hier lernen die Soldaten den Umgang mit Medien und Psychologische Operationsführung.
[Bearbeiten] Sonstige Einrichtungen
- Mayen verfügt über ein Krankenhaus und ist Sitz der Rettungsleitstelle für den Landkreis Mayen, die Stadt Koblenz sowie die Landkreise Cochem-Zell und Bad Neuenahr/Ahrweiler und ist Sitz der Kreissparkasse Mayen
- Mayen ist Garnisonsstadt. In der nahe gelegenen General-Delius-Kaserne findet sich das Zentrum Operative Information, Zentrums- und Kommandostelle für die kleinste Truppengattung der Bundeswehr. Mayener Soldaten sind in nahezu allen Auslandseinsätzen der Bundeswehr präsent, regelmäßig finden verbündete Militärdelegationen den Weg in die Eifel.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Genovevaburg aus dem 13. Jahrhundert - darin das Eifelmuseum mit dem Deutschen Schieferbergwerk,
- Pfarrkirche St. Clemens mit verdrehtem Turm (Wahrzeichen der Stadt, 1945 wiedererrichtet),
- Pfarrkirche Herz-Jesu (1911/12 erbaut),
- St.Veit-Kirche, erbaut 1954 von Dominikus Böhm
- Ochsenbrunnen
- Lapideapark des Mayener Bildhauersymposiums im Grubenfeld
- Nicht weit entfernt im Nettetal: Schloss Bürresheim.
- St. Richards Kirche, erbaut 1562
[Bearbeiten] Freizeit
- Deutsches Schieferbergwerk, ein Erlebnisbergwerk und Museum
- Vulkaninfostation des Vulkanparks.
- Schwimm- und Erlebnisbad mit der längsten am Hang verlegten Rutschbahn der Welt (Guinness-Buch-Eintrag)
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Lukasmarkt: Jahrmarkt im Oktober mit einer Woche Fahrgeschäften sowie zwei Tage Vieh- und Krammarkt.
- Burgfestspiele: Mehrere Wochen im späten Frühjahr finden im Innenhof der Genovevaburg jährlich unterschiedliche Theateraufführungen in eigener Intendanz statt
- Internationaler Trödelmarkt Anfang Mai
- Stein- und Burgfest mit Handwerker- und Bauernmarkt am 2. September-Wochenende
- Mayener Buch- und Kulturwoche : Anfang November findet in jedem Jahr die Buch-und Kulturwoche mit Autorenlesungen statt
[Bearbeiten] Sport
- Die Fußballabteilung des TuS Mayen spielt in der Oberliga Südwest.
- Der älteste Fußballverein der Stadt ist der SV Rheinland Mayen. Dieser Verein hatte in den vierziger und fünfziger Jahren auch eine Boxabteilung. Hier lernte der Schauspieler Mario Adorf das Boxen.
- Der Tennisverein TuS Mayen 1886/1914 e.V. bot bereits 1910 die Möglichkeit, in Mayen Tennis zu spielen. Dominic Meffert, (Jg. 1980) rangiert derzeit um Platz 200 der ATP-Weltrangliste, ist wohl das bekannteste Talent des Vereins. 1978 wurde der zweite Tennisverein der Stadt, der TC am Kleeblatt Mayen e.V., gegründet.
- Die Basketballmannschaft von TUS Mayen spielt in der Landesliga.
- Mit dem AC Mayen sitzt in Mayen einer der bedeutendsten Motorsportvereine im ADAC Gau Mittelrhein. Dieser richtet fast alle Großveranstaltungen auf dem Nürburgring im Namen des ADAC aus (Formel-1-Weltmeisterschaft – Großer Preis von Europa (1995–1996 sowie 1999–2007); zuvor Großer Preis von Deutschland (1951–1976 mit Ausnahme 1959 und 1970), ADAC 1000 km-Rennen, 24h-Rennen u. a.) Gegründet wurde der Verein im Jahre 1927.
- Die DLRG Mayen e.V. bildet ihre Mitglieder im Gartenbad Mayen aus. Außerdem führt die DLRG Mayen in der Umgebung von Mayen Wasserrettungsdienst an Seen und Schwimmbädern durch.
- Der 1894 gegründete Fußballverein TuS Hausen, des Mayener Stadtteils Hausen spielt in der Kreisliga A. Vorsitzender ist seit 1994 der Schiedsrichter und ehemalige Spieler Werner Grosse.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- siehe unter Liste der Persönlichkeiten der Stadt Mayen
[Bearbeiten] Literatur
- Ludwig Brink und Joseph Hilger: Geschichte von Mayen. Schreder, Mayen 1910. Online-Ausgabe dilibri Rheinland-Pfalz
- Hans Schüller / Franz-Josef Heyen (Hrsg.): Geschichte von Mayen. Geschichts- und Altertumsverein, Mayen 1991.
[Bearbeiten] Weblinks
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