Mazarine Pingeot

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Mazarine Pingeot vor dem Louvre (2006)

Mazarine Marie Pingeot (* 18. Dezember 1974 in Avignon, Vaucluse) ist eine französische Journalistin und Schriftstellerin. Sie ist die nichteheliche Tochter des ehemaligen französischen Staatspräsidenten François Mitterrand mit Anne Pingeot, seiner langjährigen Freundin.

Leben[Bearbeiten]

Mazarine Pingeots Existenz war eines der am besten gehüteten Staatsgeheimnisse Frankreichs. François Mitterrand erkannte seine uneheliche Tochter offiziell erst im Jahre 1984 an. Er lebte von seiner Ehefrau Danielle getrennt und war in höchstem Maße bestrebt, seine Beziehung zu seiner „Zweitfrau“ und zur unehelichen Tochter zu verschleiern. Er kümmerte sich um seine Tochter und besuchte sie häufig. Diese Besuche glichen jedoch oft Nacht-und-Nebel-Aktionen, wobei selbst der französische Geheimdienst Hilfestellung leistete.

Erst zwei Jahre vor dem Tod des französischen Präsidenten im Jahr 1996 wurden Mitterrands Vaterschaft und deren teilweise bizarre Umstände der Öffentlichkeit bekannt. Es existieren einige wenige Fotos, die Mitterrand mit der damals noch kleinen Tochter im Arm zeigen.

Am 16. Juli 2005 berichtete die Zeitung „France Soir“, dass Mazarine Pingeot einen Sohn bekommen hat, der den Namen Ascot erhalten hat. Er soll, einem Interview zufolge, im südfranzösischen Ort Gordes aufgezogen werden, in dem Pingeot selbst in ihrer Kindheit viel Zeit mit ihrer Mutter und mit Mitterrand verbrachte.

Näheres beschreibt Pingeot in ihrem 2005 erschienenen autobiografischen Buch Bouche Cousue (sinngemäß: „Redeverbot“). Nach eigenen Angaben ist die Schwangerschaft für sie das „auslösende Element“ gewesen, ihr Leben zu erzählen. Im Januar 2006 entschied sich Pingeot den Namen ihres Vaters anzunehmen, und sich Mazarine Pingeot-Mitterrand zu nennen.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Romane
Essays und Erzählungen

Weblinks[Bearbeiten]