Mbalax

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Youssou N'Dour mit Tama-Trommler

Mbalax (sprich: umm bah-laak oder mballach) ist eine in Westafrika, vor allen in Senegal, Gambia populäre Musikrichtung.

Mbalax mischt viele verschiedene regionale Einflüsse mit schnellem Rhythm and Blues und Latino-Musik wie Soca. Instrumental bestimmen oft schnelle Läufe der Talking Drum und eine helle, funk-ähnliche Rhythmusgitarre die Musik.

Die Texte im Mbalax nehmen oft einen religiösen Bezug auf Akteure des westafrikanischen Sufismus, der im Senegal mit den drei Orden Tidschaniyya, Muridiyya und Qadiriyya verbreitet ist. In ihrer Balladenform erinnern sie an Lobgesänge von Griots. Die Sprache ist Wolof.

Vor der Mbalax-Mode war der senegalesische Popmusik-Geschmack bis in die 1970er auch stark lateinamerikanisch geprägt. Seit den 1990ern tritt neben den Mbalax die originäre Hip-Hop-Kultur der Metropole Dakar, die Senerap genannt wird.

Vertreter des Mbalax [Bearbeiten]

Der bekannteste Mbalax-Autor und -Interpret ist Youssou N’Dour. Weitere Vertreter des Mbalax sind:

Literatur [Bearbeiten]

  • Cornelia Panzacchi: Mbalax Mi. Musikszene Senegal. Peter Hammer, Wuppertal 1996, ISBN 3872947176
  • Anja Brunner: Die Anfänge des Mbalax. Zur Entstehung einer senegalesischen Popularmusik. Institut für Musikwissenschaft, Wien 2010, ISBN 3950286616