Meckenheim (Rheinland)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Meckenheim
Meckenheim (Rheinland)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Meckenheim hervorgehoben
50.6333333333337.0166666666667180Koordinaten: 50° 38′ N, 7° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 34,84 km²
Einwohner: 23.628 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 678 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53340
Vorwahl: 02225
Kfz-Kennzeichen: SU
Gemeindeschlüssel: 05 3 82 032
Stadtgliederung: Kernstadt („Alt-Meckenheim“), „Neue Mitte“, Industriepark Kottenforst und die Stadtteile Altendorf, Ersdorf, Lüftelberg und Merl
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 22
53340 Meckenheim[2]
Webpräsenz: www.meckenheim.de
Bürgermeister: Bert Spilles (CDU)
Lage der Stadt Meckenheim im Rhein-Sieg-Kreis
Rheinland-Pfalz Bonn Köln Kreis Euskirchen Oberbergischer Kreis Rheinisch-Bergischer Kreis Rhein-Erft-Kreis Alfter Bad Honnef Bornheim (Rheinland) Eitorf Hennef (Sieg) Königswinter Lohmar Meckenheim (Rheinland) Much Neunkirchen-Seelscheid Niederkassel Rheinbach Ruppichteroth Sankt Augustin Siegburg Swisttal Troisdorf Wachtberg WindeckKarte
Über dieses Bild
Apfelernte in den Obstplantagen um Meckenheim
BKA-Standort Meckenheim in Merl
Panorama Neuer Markt Meckenheim

Meckenheim ist eine Stadt im Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Meckenheim liegt in der Voreifel vor dem Ahrgebirge am Südrand der Kölner Bucht, im linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises, etwa 20 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Bonn und unmittelbar an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz im Süden Nordrhein-Westfalens.

Im Nordosten der Stadt beginnt der Kottenforst, der sich bis nach Bonn erstreckt. Die Altstadt wird von der Swist durchquert. Oberhalb von Ersdorf befindet sich mit 386,1 m ü. NHN der höchste Punkt der Gemeinde. Der niedrigste Punkt mit 159,5 m ü. NHN befindet sich am Ufer der Swist an der Gemeindegrenze in den Berger Wiesen.

Ortsbeschreibung[Bearbeiten]

Im Volksmund trägt die Stadt die Beinamen „Apfelstadt“, „Baumschulstadt“, „Rosenstadt“, „Mecktown“ oder „das grüne Tor zu Ahr und Eifel“. Die Benennung beruht darauf, dass die Umgebung der Stadt von Baumschulen, Rosenfeldern und weitläufigen Obstplantagen geprägt ist. Vor allem der Apfelanbau ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Eine Straße in Alt-Meckenheim wird wegen der Häufung von Obstverkaufsläden als „Obstmeile“ beworben. Im Ort wird Zuckerrübensirup produziert. Die bekannteste Marke ist „Grafschafter Goldsaft“. Die dabei verarbeiteten Zuckerrüben werden in der Umgebung der Stadt geerntet.

Die Bezeichnung „Bonner Schlafstadt“ erhielt Meckenheim, weil in den 1970er und 1980er Jahren viele Bonner Bundesbedienstete ihren Wohnsitz im ländlich-ruhigen Meckenheim nahmen.

Bekannt ist Meckenheim durch einen Dienstsitz des Bundeskriminalamts, der 1981 von Bonn-Bad Godesberg in den Meckenheimer Ortsteil Merl verlegt wurde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt ist gegliedert in die Kernstadt mit etwa 15.600 Einwohnern, bestehend aus der Altstadt an der Swist und der östlich angrenzenden etwas höher gelegenen sogenannten „Neuen Mitte“, sowie die Stadtteile Altendorf, Ersdorf, Lüftelberg und Merl. Im Nordwesten der Stadt befindet sich ein großes Gewerbe- und Industriegebiet, der Industriepark Kottenforst.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Gebiet um Meckenheim wurden Besiedlungsspuren aus der Zeit um 4000 v. Chr. gefunden.

Zur Zeit des Römischen Reiches entstand die Eifelwasserleitung, die Trinkwasser aus der Gegend um Nettersheim durch Meckenheim nach Köln führte. Nach den Feldzügen Cäsars gegen die Eburonen sind nachweislich etwa 20 Einzelsiedlungen, wie etwa Bauernhöfe, militärische Anlagen, Grabanlagen und die Überreste eines Matronenheiligtums verbürgt.

Um etwa 450 n. Chr. eroberten die Franken den Meckenheimer Siedlungsraum. Fränkische Ortsnamen enden häufig auf -heim bzw. auf -dorf.

Die erste urkundliche Erwähnung Meckenheims erfolgte 853. Dabei schenkte der Priester Herigar seinen Besitz in Meckenheim dem Stift St. Cassius in Bonn. Bei den Besitzungen handelte es sich um den Fronhof, der in der Nähe der Kirche St. Johannes der Täufer lag. Damit wurde das Cassiusstift zu Bonn eine der wichtigsten Gemeinwesen des Erzbistums Köln. Zweite wichtige Stütze der Stadt Meckenheim war das Kölner Mariengradstift, das in dieser Zeit Grund- und Gerichtsherr war und seit 1059 mit Niederhof und Burghof, sowie 21 Lehensträgern über 1000 Morgen Land verfügte.

Um 1300 umgab die Stadt eine Befestigungsanlage mit Stadtmauer, Doppelgraben, Wall und Hecke, in der sich zwei Tore befanden. Die Stadtmauer wurde 1832 abgerissen. Ab 1300 bis 1608 gab es im Ort eine Burg, auf der die Ritter von Meckenheim saßen. Aus dem Geschlecht stammte der Kupferstecher Israhel van Meckenem.

Die Stadtrechte wurden Meckenheim am 28. Juli 1636 vom Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern verliehen. Der Ort blieb weiterhin Zentrum der Agrarwirtschaft, was auch heute anhand der Obstplantagen erkennbar ist.

Am 28. März 1787 zerstörte ein folgenschwerer Brand die Stadt.

Zwischen 1794 und 1815 änderte sich die territoriale Zugehörigkeit der Stadt zweimal: Zunächst wurde das Rheinland von Frankreich annektiert, wodurch Meckenheim zum französischen Staat gehörte. Die Stadt verlor durch das französische Gemeindewesen ihre Stadtrechte (vgl. dazu Rheinbach). 1815 fiel das Rheinland und damit auch die Stadt Meckenheim an Preußen. Erst 1929 erhielt Meckenheim das Recht, den Titel „Landgemeinde Stadt Meckenheim“ wieder zu führen.

Am 4. September 1939 wurden Flugblätter über Meckenheim abgeworfen[3].

Eine weitere Katastrophe für den Ort waren die Bombenangriffe gegen Ende des Zweiten Weltkriegs am 2. und 5. März 1945[4]. Dabei wurden etwa 70 % der Häuser im Stadtkern zerstört und rund 250 Personen getötet. Meckenheim wie auch Rheinbach lagen an der Vormarschroute der 9. US-Panzerdivision. Diese erreichte am Nachmittag des 6. März 1945 Meckenheim; am nächsten Tag erreichte sie die Ludendorff-Brücke in Remagen und eroberte sie.

Einige Szenen des Films Die Brücke von Remagen spielen in Meckenheim.

Durch die Nähe zur Bundeshauptstadt Bonn stieg die Bevölkerungszahl stark an und blieb auch nach dem Umzug von Bundestag und Bundesregierung nach Berlin annähernd konstant.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Bei der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen wurden am 1. August 1969 die Nachbardörfer Altendorf, Ersdorf, Lüftelberg und Merl eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Datum Einwohner1
1969 8053
1979 15.615
1989 23.365
1999 26.177
Datum Einwohner
2003 25.469
2004 26.362
2005 26.215
2006 26.011
Datum Einwohner
2007 25.869
2008 25.673
2009 25.489
2010 25.457
Datum Einwohner
2011 25.504
2012 25.550
2013 25.646
1 (Stand jeweils zum 31.12. des Jahres)[6]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[7]
Wahlbeteiligung: 55,42 % (2009: 57,6 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,6
18,7
19,3
6,1
4,9
7,4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+6,4
-4,6
+5,2
-2,6
-3,4
-0,9

Stadtrat[Bearbeiten]

Die 38 Sitze im Stadtrat verteilen sich wie folgt:

  • CDU 17 Sitze (+2)
  • Bürger für Meckenheim (BfM) 7 Sitze (-2)
  • SPD 7 Sitze (+1)
  • UWG 2 Sitze (–2)
  • FDP 2 Sitze (-1)
  • GRÜNE 3 Sitze (±0)

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Von 1999 bis 27. November 2007 war Yvonne Kempen (CDU) Bürgermeisterin von Meckenheim. Nach Auseinandersetzungen mit den Stadtrat, dem Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, dem Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Köln, der Nachbarstadt Rheinbach u. a., z. T. mit ungewöhnlichen politischen und juristischen Mitteln, kam es auf Beschluss des Stadtrates zum Abwahlverfahren gegen die Bürgermeisterin nach § 66 der Gemeindeordnung NRW, dem dritten derartigen Verfahren in Nordrhein-Westfalen.[8] Die Abstimmung der Bürger fand am 25. November 2007 mit einer Wahlbeteiligung von 60,7 % statt. Das Ergebnis: für die Abwahl 68,5 %, gegen die Abwahl 31,5 %. Nach der Abwahl Kempens gab es in Meckenheim am 2. März 2008 Neuwahlen. Bürgermeister ist seitdem Bert Spilles (CDU); er wurde im Rahmen der Wahl im Januar 2014 im Amt bestätigt.[9] Yvonne Kempen starb nach schwerer Krankheit am 11. April 2011.[10]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber (weiß) ein schwarzes Kreuz, belegt mit einem blauen Reichsapfel mit goldenem (gelbem) Kreuz und ebensolchen Beschlägen.“

Das Kreuz weist auf den alten Landesherrn, den Erzbischof von Köln hin, der Meckenheim 1636 die Stadtrechte verlieh. Die Deutung des Reichsapfels ist nicht eindeutig, möglicherweise erinnert er an das Erbtruchsessenamt der Wittelsbacher oder an Fürstin Richeza, die – als Erbin des Lothringer Pfalzgrafen – Meckenheim an den Erzbischof Anno von Köln übergab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Jakobus, Ersdorf
Evangelische Friedenskirche Meckenheim

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

Katholische Gemeinden[Bearbeiten]

Die Pfarrgemeinden St. Johannes, St. Michael, St. Petrus und St. Jakobus bilden mit St. Martin Rheinbach-Wormersdorf die Pfarreiengemeinschaft Meckenheim im Dekanat Meckenheim-Rheinbach (Erzbistum Köln).

Evangelische Gemeinde[Bearbeiten]

Die evangelische Glaubensgemeinschaft ist in den Gemeindebezirken Alt-Meckenheim (mit der Christuskirche [1960]), Merl (mit der Arche [1977]) und Neue Mitte (mit der Friedenskirche [1989]) organisiert. In den Ortschaften, Wormersdorf und Lüftelberg wird jeweils einmal im Monat Gottesdienst in den katholischen Kirchen gefeiert.

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten]

Die jüdische Gemeinde in Meckenheim war seit 1869 Filialgemeinde der Synagogengemeinde des Kreises Rheinbach.

Neuapostolische Gemeinde[Bearbeiten]

Die 1958 gegründete neuapostolische Gemeinde, die 1976 im Meckenheimer Süden ein eigenes Gotteshaus errichtet hatte, wurde Ende 2008 mit der Gemeinde Bonn-Duisdorf zur neuen Gemeinde Bonn-Nordwest zusammengeschlossen.[11]

Islamische Gemeinde[Bearbeiten]

Die islamische Gemeinde verfügt über die Moschee Masjid Ar-Rahman in Trägerschaft des Arabischen Kulturvereins gegenüber dem Meckenheimer Bahnhof.[12]

Zeugen Jehovas[Bearbeiten]

Die Zeugen Jehovas betreiben in Meckenheim einen Kongresssaal, in dem regelmäßig überregionale Treffen der Religionsgemeinschaft stattfinden.

Geschützte Bau- und Kulturdenkmale[Bearbeiten]

Mottojahre 2001–2011[Bearbeiten]

Die Meckenheimer Mottojahre, die von 2001 bis 2011 (nicht jedoch 2006) durchgeführt wurden, gingen auf eine Idee der früheren Bürgermeisterin Yvonne Kempen zurück.[13]

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Meckenheim

Der Bahnhof Meckenheim (Bz Köln) und die Haltepunkte Meckenheim Industriepark und Kottenforst (Bedarfshalt nur am Wochenende) liegen an der Voreifelbahn (Bonn-Euskirchen-Bad Münstereifel), auf der im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die S-Bahn 23 (kurz S 23) verkehrt.

Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von DB Regio, das für die Voreifelbahn LINT der Baureihe LINT 54 und LINT 81 mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 140 km/h einsetzt.

Busverkehr[Bearbeiten]

Buslinien der RVK (Regionalverkehr Köln) verbinden Meckenheim sternförmig mit Bonn, Bad Godesberg, verschiedenen Ortschaften der Gemeinden Wachtberg und Grafschaft sowie im Schülerverkehr auch mit Rheinbach. Lüftelberg wird von der Buslinie Bonn-Witterschlick-Rheinbach berührt. Die Verknüpfung der Linien in Meckenheim erfolgt uneinheitlich an den Haltestellen Meckenheim Bahnhof und Le-Mee-Platz. Der VRM (Verkehrsverbund Rhein-Mosel) verbindet Meckenheim mit Bad Neuenahr und Ahrweiler sowie Ersdorf und Altendorf mit Altenahr. In verkehrsschwachen Zeiten verkehren in beiden Verbünden Anruf-Sammeltaxis bzw. Taxibusse.

Für den Öffentlichen Personennahverkehr (Bahn und Bus) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und Tarifraum überschreitend der NRW-Tarif.

Straßen[Bearbeiten]

Verkehrskreisel mit der „Meckenheimer Rose“

Das Stadtgebiet berühren die Bundesautobahnen 61 und 565, die im Meckenheimer Kreuz miteinander verknüpft sind. Die A 565 hat im Stadtgebiet die Abfahrten Meckenheim Nord und Meckenheim-Merl und ferner die Abfahrt Grafschaft unweit des Stadtteils Altendorf. Nächstgelegene Abfahrt an der A 61 aus Richtung Norden ist Rheinbach.

In Meckenheim sind 16.316 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon 14.242 Pkw [14].

Radwege[Bearbeiten]

Die Stadt ist an mehrere Radwanderwege angeschlossen:

Ansässige Unternehmen und Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Edelobstbrennerei Brauweiler in Altendorf
  • Bundeskriminalamt: Dienstsitz in Merl
  • BWI Informationstechnik GmbH in Merl: Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr; realisiert das IT-Projekt „Herkules
  • EUBOS GmbH: Hersteller von Kosmetikartikeln (Seife, Hautcremes etc.)
  • Die Gebr. Frank GmbH handelt mit Bau- und Industriemaschinen und ist das älteste Unternehmen Meckenheims (gegründet 1855).
  • Die Grafschafter Krautfabrik produziert jährlich unter anderem 12.500 Tonnen Zuckerrübensirup, den überregional bekannten „Grafschafter Goldsaft“.
  • Die Fleischhof Rasting GmbH (Tochterunternehmen der EDEKA Rhein-Ruhr) beliefert im Einzugsgebiet der Edeka Rhein-Ruhr die Edeka-Märkte mit Fleisch- und Wurstwaren.
  • Rungis Express handelt mit Frischware für die Gastronomie.
  • TeeGschwendner (Zentrale in Meckenheim): größtes Franchise-Unternehmen für Tee in Deutschland.

Medien[Bearbeiten]

  • Bonner General-Anzeiger (Ausgabe Vorgebirge) – Führende Tageszeitung mit Lokalteil für das Gebiet Meckenheim und Rheinbach. (Auflage 15.178 Exemplare)
  • Meckenheimer Stadtzeitung (Lokalausgabe von Blick aktuell) – Heimatzeitung für die Stadt Meckenheim und Umgebung, erscheint in einer Auflage von 11.000 Exemplaren
  • Blickpunkt Meckenheim (Schaufenster) – Heimatzeitung für die Stadt Meckenheim (beinhaltet das früher als Publikation in der Meckenheimer Stadtzeitung erschienene Amtsblatt der Stadt Meckenheim). Wird in der Ausgabe Meckenheim unter anderem auch in Rheinbach und Swisttal mit einer Auflage von 36.000 Exemplaren verteilt.
  • Wir am Kottenforst – Zeitung für die Städte Meckenheim und Rheinbach.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Hallenbad
  • Mosaik-Kulturhaus (ehemals Jugendfreizeitstätte)
  • Jungholzhalle
  • Katholische öffentliche Bücherei
  • Katholisches Familienbildungswerk
  • Kongresssaal der Zeugen Jehovas

Bildung[Bearbeiten]

In Meckenheim gibt es drei katholische, eine evangelische und eine Gemeinschaftsgrundschule. Die drei weiterführenden Schulen – Konrad-Adenauer-Gymnasium, Theodor-Heuss-Realschule und Geschwister-Scholl-Hauptschule – befinden sich im Schul- und Sportzentrum Königsberger Straße. Das Katholische Familienbildungswerk verfügt über Räumlichkeiten am Kirchplatz und bietet Kurse in den Stadtteilen an. Der Volkshochschulzweckverband Meckenheim-Rheinbach-Swisttal mit Wachtberg führt in Meckenheim in jedem Semester Weiterbildungsveranstaltungen und Vorträge im Schulzentrum durch.

Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Feuerwehr besteht aus einer Freiwilligen Feuerwehr in den Stadtteilen Meckenheim, Merl, Lüftelberg und Altendorf-Ersdorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1952, 16. Dezember: Josef Kreuser „wegen seiner hervorragenden Verdienste um den Wiederaufbau der Stadt und wegen der vorbildlichen Förderung des Wohles ihrer Bewohner“[15] (Bürgermeister von Meckenheim).
  • 1981, 7. März: Peter Koll (1911-1991), seit 1956 Bürgermeister von Ersdorf bis zur Eingemeindung 1969, dann Mitglied im Meckenheimer Stadtrat und Ortsvorsteher von Ersdorf bis 1984.[16]
  • 2005, 21. November: Albert Graen (langjähriges Mitglied im Meckenheimer Stadtrat, stellv. Bürgermeister).
  • 2011, 15. April: Erika Meyer zu Drewer „als Würdigung ihrer langjährigen und herausragenden Verdienste zum Wohle der Stadt Meckenheim“ (u. a. Mitglied im Meckenheimer Stadtrat 1975 bis 2007, Ortsvorsteherin von Merl von 1984 bis 2004).[17]

In Meckenheim geborene Personen[Bearbeiten]

Bekannte Persönlichkeiten mit Wohnsitz in Meckenheim[Bearbeiten]

  • Heinrich Welsch (1848–1935), Lehrer in Köln, engagiert für benachteiligte Arbeiterkinder, Vorbild für das Karnevalslied En d'r Kayjass Nummer Null: „Un mir woren beim Lehrer Welsch in de Klass'“, ging in Meckenheim zur Schule.
  • Karl Carstens (1914–1992), 1976 bis 1979 Präsident des Deutschen Bundestages, 1979 bis 1984 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
  • Rudolf Arendt (* 1923), Konteradmiral a. D. , Chef des Führungsstabes der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung (1980 bis 1983).
  • Helmut Kampe (* 1925), Vizeadmiral a. D., Chef des Führungsstabes der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung (1977 bis 1980).
  • Inge Latz (1929–1994), Komponistin und engagierte Kabarettistin der Frauenbewegung (Wohnsitz in Meckenheim in den 1980er Jahren).
  • Hermann Rink (* 1935), Strahlenbiologe und Studentenhistoriker.
  • Matthias Jaeger (* 1937), Arzt und Generalstabsarzt a. D., Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes (1989 bis 1993).
  • Hartmut Bagger (* 1938), Generalinspekteur der Bundeswehr (1996 bis 1999), wohnt seit 1992 in Meckenheim.
  • Hans Frank (* 1939), Vizeadmiral a. D., Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Inspekteur der Zentralen Militärischen Dienststellen der Bundeswehr (1994 bis 1999), Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (1999 bis 2004).
  • Jürgen Macheleidt (* 1941), Zahnarzt und ehemaliger Inspizient Zahnmedizin der Bundeswehr.
  • Ulf Böge (* 1942), 1999 bis 2007 Präsident des Bundeskartellamtes.
  • Horst Köhler (* 1943), 2004 bis 2010 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (Wohnsitz in Meckenheim 1977–1981 sowie 1983–1998).
  • Abdallah Frangi (* 1943), 1993 bis 2005 Generaldelegierter Palästinas in Deutschland mit Wohnsitz in Meckenheim, seit 2009 persönlicher Berater von Präsident Mahmud Abbas in Gaza und Ramallah, seit Juli 2014 vereidigter Gouverneur von Gaza.
  • Klaus Olshausen (* 1945), Generalleutnant a. D., Militärischer Repräsentant Deutschlands im NATO-Militärausschuss bei der WEU und EU (2000 bis 2006), wohnt in Meckenheim.
  • Jürgen Kratzmann (* 1946 ), Flottillenadmiral a. D. und Journalist.
  • Egon Ramms (* 1948), General a. D. , Oberbefehlshaber des Allied Joint Force Command der NATO in Brunssum (2007 bis 2010).
  • Wolfgang Nolting (* 1948), Vizeadmiral a. D. , Inspekteur der Marine (2006 bis 2010).
  • Jürgen Stark (* 1948), Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank (Wohnsitz in Meckenheim 1981–2001).
  • Manfred Nielson (* 1955 ),  Vizeadmiral und seit 2012 Inspekteur der Streitkräftebasis.
  • Markus Krause-Traudes (* 1957), Flottillenadmiral, seit Juli 2013 stellvertretender Chef des Stabes Unterstützung des Multinationalen Kommandos Operative Führung .
  • Jürgen Weigt (* 1957), Generalmajor und  Kommandeur des Zentrum Innere Führung.
  • Christian Buse (* 1959), deutscher Schauspieler, Schulzeit in Meckenheim von 1966 bis 1978.
  • Roland Beuge (* 1966), Deutscher Moderator, wohnt seit 2013 in Meckenheim.[18]
  • Tim Lobinger (* 1972), mehrfacher deutscher Stabhochsprung-Meister.
  • David Kopp (* 1979), deutscher Profi-Radrennfahrer.
  • Christian Knees (* 1981), deutscher Profi-Radrennfahrer.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Straße, an der das BKA eine Außenstelle hat, war nach Paul Dickopf benannt. Auf Antrag des BKA[19], das sich auf neueste Forschungsergebnisse der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg[20] zu Dickopfs Vergangenheit berief, beschloss der Hauptausschuss des Rates der Stadt Meckenheim am 21. September 2011 die Umbenennung in Gerhard-Boeden-Straße zum 25. Juni 2012.[21]

Wegen ihrer Herkunft aus Meckenheim führte die Familie des Bocholter Kupferstechers Israhel van Meckenem ihren niederdeutschen Namen (übertragen ins Neuhochdeutsche also von Meckenheim).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Stadtverwaltung - allgemeine Infos. Verwaltungsanschrift. Abgerufen am 8. Dezember 2014.
  3.  Hubert Spilles: Die Bombardierung Meckenheims im Zweiten Weltkrieg. Meckenheim 2005, S. 21.
  4.  Hubert Spilles: Die Bombardierung Meckenheims im Zweiten Weltkrieg. Meckenheim 2005, S. 69.
  5.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 83.
  6. Meckenheim, Statistischer Steckbrief
  7. Ratswahl 2014. Stadt Meckenheim. 25. Mai 2014, abgerufen am 7. Juli 2014.
  8. Bürgermeisterin darf vorerst im Amt bleiben. In: Kölner Stadtanzeiger. 18. Oktober 2007, abgerufen am 2. November 2014.
  9. Wahl des/der Bürgermeisters/in - Gesamtergebnis. Stadt Meckenheim, 26. Januar 2014, abgerufen am 2. November 2014.
  10. Werner Meyer: Bewegender Abschied von Yvonne Kempen. In: General-Anzeiger (Bonn). 20. April 2011, abgerufen am 2. November 2014.
  11. Chronik der Neuapostolischen Gemeinde Bonn-Nordwest
  12. MoscheeSuche Informationsdienst
  13. Die Zeit der Mottojahre ist vorerst vorbei in: General-Anzeiger Bonn vom 25. Februar 2012
  14. Mobilität in Nordrhein-Westfalen. Daten und Fakten 2011. Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, 2011, S. 62, abgerufen am 21. Januar 2014 (PDF; 7,37 MB).
  15.  Ulrich von Hehl und Manfred Schaefer: Meckenheim wie es war. Hrsg. Stadt Meckenheim, Meckenheim 1985. S. 118.
  16.  Ottmar Prothmann: Chronik von Altendorf und Ersdorf. Hrsg. vom Ortsausschuss Altendorf-Ersdorf, Meckenheim 2005. S. 819.
  17. Stadt Meckenheim verleiht höchste Auszeichnung - Erika Meyer zu Drewer erhält die Ehrenbürgerrechte (Version vom 4. Mai 2011 im Internet Archive)
  18. Trödelkönig Roland Beuge will von Meckenheim aus neu starten, General-Anzeiger Bonn, 29. November 2013
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTanjev Schultz: BKA distanziert sich von seinen braunen Wurzeln. Süddeutsche Zeitung, 25. Juni 2012, abgerufen am 22. Mai 2013.
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBKA: Straße nach Boeden benennen. Martin-Luther-Universität, 16. September 2011, abgerufen am 1. November 2014.
  21. Umbenennung der Paul-Dickopf-Straße. Stadt Meckenheim, 18. Mai 2012, abgerufen am 1. November 2014.

Literatur[Bearbeiten]

  • Amtsdirektor Schoßier: Die Stadt Meckenheim (Heimatbuch), ihre rheinische Geschichte und ihr deutsches Schicksal, Meckenheim 1954
  • Wilhelm Piepers u. Klaus Flink: Studien und Quellen zur Geschichte der Stadt Meckenheim, Band 1, Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH, Meckenheim 1977
  • Jürgen Gerlach: Meckenheim-Merl, Planung für eine neue Stadt, Bericht 1962-1977, Band 2, Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH, Meckenheim 1977
  • W. Piepers, W-D. Penning, H. Doepgen, H. Herzog, U. Milder: Studien zur Geschichte und Kunstgeschichte Lüftelbergs, Band 3, Meckenheim 1979
  • Jürgen Gerlach: Meckenheim-Merl, Planung für eine neue Stadt, Bericht 1962-1982, Band 2a, Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH, Meckenheim 1983
  • Wilhelm Schmeka : Meckenheim-Merl, Analyse der Erschließungskosten 1966-1982, Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH , Meckenheim 1983
  • Ulrich von Hehl und Manfred Schaefer: Meckenheim wie es war, Meckenheim 1985
  • Dr. Felix Raabe und Johannes Vennebusch: Matthias Joseph Scheeben, Festschrift zum 150. Geburtstag des großen kath. Theologen, Meckenheim 1985
  • A. Tewes, Pfr.: 1890-1990 St. Johannes der Täufer Meckenheim, Kath. Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer, Meckenheim 1990
  • Hubert Spilles: Die Bombardierung Meckenheims im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Meckenheim 1995
  • Hubert Spilles: Chronik des Meckenheimer Karnevals, Meckenheim 1999
  • Dr. Peter Thrams: Geschichte der Stadt Meckenheim, Rheinlandia Verlag Siegburg 2002, ISBN 3-935005-40-7
  • Hubert Spilles: Meckenheim. Alte Bilder erzählen, Sutton Verlag Erfurt 2001, ISBN 3-89702-380-6
  • Hubert Spilles: Die Bombardierung Meckenheims im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Meckenheim 2005
  • M. Knoth und H.Ludwig: Theodor-Heuss-Realschule Meckenheim 1988, anbei: Festschrift zur Einweihung des neuen Schulgebäudes, Meckenheim 1988
  • Paul Heusgen: Die Pfarreien der Dekanate Meckenheim und Rheinbach, Bachem-Verlag Köln 1926
  • Ottmar Prothmann: Chronik von Altendorf und Ersdorf, hrsg. vom Ortsausschuss Altendorf-Ersdorf, Meckenheim 2005, ISBN 3-00-017109-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Meckenheim (Rheinland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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