Meckenheim (Rheinland)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Rhein-Sieg-Kreis | |
| Höhe: | 180 m ü. NN | |
| Fläche: | 34,84 km² | |
| Einwohner: |
24.248 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 696 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53340 | |
| Vorwahl: | 02225 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SU | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 82 032 | |
| LOCODE: | DE MEC | |
| NUTS: | DEA2C | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt („Alt-Meckenheim“), „Neue Mitte“, Industriepark Kottenforst und die Stadtteile Altendorf, Ersdorf, Lüftelberg und Merl | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Bahnhofstraße 22 53333 Meckenheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bert Spilles (CDU) | |
| Lage der Stadt Meckenheim im Rhein-Sieg-Kreis | ||
Meckenheim ist eine Stadt im Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Meckenheim liegt in der Voreifel vor dem Ahrgebirge am Südrand der Kölner Bucht, im linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises, etwa 20 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Bonn und unmittelbar an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz im Süden Nordrhein-Westfalens.
Im Nordosten der Stadt beginnt der Kottenforst, der sich bis nach Bonn erstreckt. Die Altstadt wird von der Swist durchquert. Oberhalb von Ersdorf befindet sich mit 380 Metern ü. NN der höchste Punkt der Gemeinde.
Ortsbeschreibung [Bearbeiten]
Im Volksmund trägt die Stadt die Beinamen „Apfelstadt“, „Baumschulstadt“, „Rosenstadt“, „Mecktown“ oder „das grüne Tor zu Ahr und Eifel“. Die Benennung beruht darauf, dass die Umgebung der Stadt von Baumschulen, Rosenfeldern und weitläufigen Obstplantagen geprägt ist. Vor allem der Apfelanbau ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Eine Straße in Alt-Meckenheim wird wegen der Häufung von Obstverkaufsläden als „Obstmeile“ beworben. Im Ort wird Zuckerrübensirup produziert. Die bekannteste Marke ist „Grafschafter Goldsaft“. Die dabei verarbeiteten Zuckerrüben werden in der Umgebung der Stadt geerntet.
Die Bezeichnung „Bonner Schlafstadt“ erhielt Meckenheim, weil in den 1970er und 1980er Jahren viele Bonner Bundesbedienstete ihren Wohnsitz im ländlich-ruhigen Meckenheim nahmen.
Bekannt ist Meckenheim durch einen Dienstsitz des Bundeskriminalamts, der 1981 von Bonn-Bad Godesberg in den Meckenheimer Ortsteil Merl verlegt wurde.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
- Alfter
- Bonn
- Grafschaft, bereits im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler gelegen
- Rheinbach
- Wachtberg
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt ist gegliedert in die Kernstadt mit etwa 15.600 Einwohnern, bestehend aus der Altstadt an der Swist und der östlich angrenzenden etwas höher gelegenen sogenannten „Neuen Mitte“, sowie die Stadtteile Altendorf, Ersdorf, Lüftelberg und Merl. Im Nordwesten der Stadt befindet sich ein großes Gewerbe- und Industriegebiet, der Industriepark Kottenforst.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
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Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Silber (weiß) ein schwarzes Kreuz, belegt mit einem blauen Reichsapfel mit goldenem (gelbem) Kreuz und ebensolchen Beschlägen.“
Das Kreuz weist auf den alten Landesherrn, den Erzbischof von Köln hin, der Meckenheim 1636 die Stadtrechte verlieh. Die Deutung des Reichsapfels ist nicht eindeutig, möglicherweise erinnert er an das Erbtruchsessenamt der Wittelsbacher oder an Fürstin Richeza, die – als Erbin des Lothringer Pfalzgrafen – Meckenheim an den Erzbischof Anno von Köln übergab.
Geschichte [Bearbeiten]
Im Gebiet um Meckenheim wurden Besiedlungsspuren aus der Zeit um 4000 v. Chr. gefunden.
Zur Zeit des Römischen Reiches entstand die Eifelwasserleitung, die Trinkwasser aus der Gegend um Nettersheim durch Meckenheim nach Köln führte. Nach den Feldzügen Cäsars gegen die Eburonen sind nachweislich etwa 20 Einzelsiedlungen, wie etwa Bauernhöfe, militärische Anlagen, Grabanlagen und die Überreste eines Matronenheiligtums verbürgt.
Um etwa 450 n. Chr. eroberten die Franken den Meckenheimer Siedlungsraum. Fränkische Ortsnamen enden häufig auf -heim bzw. auf -dorf.
Die erste urkundliche Erwähnung Meckenheims erfolgte 853. Dabei schenkte der Priester Herigar seinen Besitz in Meckenheim dem Stift St. Cassius in Bonn. Bei den Besitzungen handelte es sich um den Fronhof, der in der Nähe der Kirche St. Johannes der Täufer lag. Damit wurde das Cassiusstift zu Bonn eine der wichtigsten Gemeinwesen des Erzbistums Köln. Zweite wichtige Stütze der Stadt Meckenheim war das Kölner Mariengradstift, das in dieser Zeit Grund- und Gerichtsherr war und seit 1059 mit Niederhof und Burghof, sowie 21 Lehensträgern über 1000 Morgen Land verfügte.
Um 1300 umgab die Stadt eine Befestigungsanlage mit Stadtmauer, Doppelgraben, Wall und Hecke, in der sich zwei Tore befanden. Die Stadtmauer wurde 1832 abgerissen. Ab 1300 bis 1608 gab es im Ort eine Burg, auf der die Ritter von Meckenheim saßen. Aus dem Geschlecht stammte der Kupferstecher Israhel van Meckenem.
Die Stadtrechte wurden Meckenheim am 28. Juli 1636 vom Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern verliehen. Der Ort blieb weiterhin Zentrum der Agrarwirtschaft, was auch heute anhand der Obstplantagen erkennbar ist.
Am 28. März 1787 zerstörte ein folgenschwerer Brand die Stadt.
Zwischen 1794 und 1815 änderte sich die territoriale Zugehörigkeit der Stadt zweimal: Zunächst wurde das Rheinland von Frankreich annektiert, wodurch Meckenheim zum französischen Staat gehörte. Die Stadt verlor durch das französische Gemeindewesen ihre Stadtrechte (vgl. dazu Rheinbach). 1815 fiel das Rheinland und damit auch die Stadt Meckenheim an Preußen. Erst 1929 erhielt Meckenheim das Recht, den Titel „Landgemeinde Stadt Meckenheim“ wieder zu führen.
Am 4. September 1939 wurden Flugblätter über Meckenheim abgeworfen[3].
Eine weitere Katastrophe für den Ort waren die Bombenangriffe gegen Ende des Zweiten Weltkriegs am 2. und 5. März 1945[4]. Dabei wurden etwa 70 % der Häuser im Stadtkern zerstört und rund 250 Personen getötet. Meckenheim wie auch Rheinbach lagen an der Vormarschroute der 9. US-Panzerdivision. Diese erreichte am Nachmittag des 6. März 1945 Meckenheim[5]; am nächsten Tag erreichte sie die Ludendorff-Brücke in Remagen und eroberte sie.
Einige Szenen des Films Die Brücke von Remagen spielen in Meckenheim.
Bei der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen wurden am 1. August 1969 die Nachbardörfer Altendorf, Ersdorf, Lüftelberg und Merl eingemeindet.[6] Durch die Nähe zur Bundeshauptstadt Bonn stieg die Bevölkerungszahl stark an und blieb auch nach dem Umzug von Bundestag und Bundesregierung nach Berlin annähernd konstant.
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Die 40 Sitze im Stadtrat verteilen sich wie folgt:
- CDU 15 Sitze (–4)
- Bürger für Meckenheim (BfM) 9 Sitze (+9)
- SPD 6 Sitze (–4)
- UWG 4 Sitze (–1)
- FDP 3 Sitze (±0)
- GRÜNE 3 Sitze (+0)
(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)
Bürgermeister [Bearbeiten]
Von 1999 bis 27. November 2007 war Yvonne Kempen (CDU) Bürgermeisterin von Meckenheim. Nach Auseinandersetzungen mit den Stadtrat, dem Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, dem Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Köln, der Nachbarstadt Rheinbach u. a., z. T. mit ungewöhnlichen politischen und juristischen Mitteln, kam es auf Beschluss des Stadtrates zum Abwahlverfahren gegen die Bürgermeisterin nach § 66 der Gemeindeordnung NRW, dem dritten derartigen Verfahren in Nordrhein-Westfalen.[8] Die Abstimmung der Bürger fand am 25. November 2007 mit einer Wahlbeteiligung von 60,7 % statt. Das Ergebnis: für die Abwahl 68,5 %, gegen die Abwahl 31,5 %. Nach der Abwahl Kempens gab es in Meckenheim am 2. März 2008 Neuwahlen. Bürgermeister ist seitdem Bert Spilles (CDU). Yvonne Kempen starb nach schwerer Krankheit am 11. April 2011.[9]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Religionsgemeinschaften [Bearbeiten]
Katholische Gemeinden [Bearbeiten]
Die Pfarrgemeinden St. Johannes, St. Michael, St. Petrus und St. Jakobus bilden mit St. Martin Rheinbach-Wormersdorf den Seelsorgebereich Meckenheim im Dekanat Meckenheim-Rheinbach (Erzbistum Köln).
Evangelische Gemeinde [Bearbeiten]
Die evangelische Glaubensgemeinschaft ist in den Gemeindebezirken Alt-Meckenheim (mit der Christuskirche [1960]), Merl (mit der Arche [1977]) und Neue Mitte (mit der Friedenskirche [1989]) organisiert. In den Ortschaften, Wormersdorf und Lüftelberg wird jeweils einmal im Monat Gottesdienst in den katholischen Kirchen gefeiert.
Jüdische Gemeinde [Bearbeiten]
Die jüdische Gemeinde in Meckenheim war seit 1869 Filialgemeinde der Synagogengemeinde des Kreises Rheinbach.
Neuapostolische Gemeinde [Bearbeiten]
Die 1958 gegründete neuapostolische Gemeinde, die 1976 im Meckenheimer Süden ein eigenes Gotteshaus errichtet hatte, wurde Ende 2008 mit der Gemeinde Bonn-Duisdorf zur neuen Gemeinde Bonn-Nordwest zusammengeschlossen.[10]
Islamische Gemeinde [Bearbeiten]
Die islamische Gemeinde verfügt über die Moschee Masjid Ar-Rahman in Trägerschaft des Arabischen Kulturvereins gegenüber dem Meckenheimer Bahnhof.[11]
Geschützte Bau- und Kulturdenkmale [Bearbeiten]
- Der Bahnhof Kottenforst ist ein 1879/80 erbauter Bahnhof an der Strecke Bonn–Euskirchen
- Die Burg Lüftelberg ist eine 1280 erstmals erwähnte Wasserburg
- Jüdischer Friedhof (Meckenheim)
- „Merler Dom“, denkmalgeschützte Kapelle von 1900 in Merl, am Ort einer früheren Kapelle aus dem 16. Jahrhundert
- St. Jakobus der Ältere, Ersdorf (erbaut 1877 am Ort einer 1869 abgebrannten Kirche aus dem 11. Jahrhundert)
- St. Johannes der Täufer, Meckenheim (Turm um 1300; Kirchenschiff von 1890, erweitert 1974) mit 39 m hohem Turm
- St. Petrus, Lüftelberg (erbaut etwa 11.–13. Jahrhundert)
Mottojahre 2001–2011 [Bearbeiten]
Die Meckenheimer Mottojahre, die von 2001 bis 2011 (nicht jedoch 2006) durchgeführt wurden, gingen auf eine Idee der früheren Bürgermeisterin Yvonne Kempen zurück.[12]
Infrastruktur und Wirtschaft [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Schienenverkehr [Bearbeiten]
Der Bahnhof Meckenheim (Bz Köln) und die Haltepunkte Meckenheim Industriepark und Kottenforst (Bedarfshalt nur am Wochenende) liegen an der Voreifelbahn (Bonn-Euskirchen-Bad Münstereifel), auf der im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die RegionalBahn 23 verkehrt.
Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die für die Voreifelbahn Diesel-Triebwagen der DB Baureihe 644 in Ein- bis Zweifachtraktion für Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h einsetzt.
Busverkehr [Bearbeiten]
Buslinien der RVK (Regionalverkehr Köln) verbinden Meckenheim sternförmig mit Bonn, Bad Godesberg, verschiedenen Ortschaften der Gemeinden Wachtberg und Grafschaft sowie im Schülerverkehr auch mit Rheinbach. Lüftelberg wird von der Buslinie Bonn-Witterschlick-Rheinbach berührt. Die Verknüpfung der Linien in Meckenheim erfolgt uneinheitlich an den Haltestellen Meckenheim Bahnhof und Le-Mee-Platz. Der VRM (Verkehrsverbund Rhein-Mosel) verbindet Meckenheim mit Bad Neuenahr und Ahrweiler sowie Ersdorf und Altendorf mit Altenahr. In verkehrsschwachen Zeiten verkehren in beiden Verbünden Anruf-Sammeltaxis bzw.Taxibusse.
Für den Öffentlichen Personennahverkehr (Bahn und Bus) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und Tarifraum überschreitend der NRW-Tarif.
Straßen [Bearbeiten]
Das Stadtgebiet berühren die Bundesautobahnen 61 und 565, die im Meckenheimer Kreuz miteinander verknüpft sind. Die A 565 hat im Stadtgebiet die Abfahrten Meckenheim Nord und Meckenheim-Merl und ferner die Abfahrt Grafschaft unweit des Stadtteils Altendorf. Nächstgelegene Abfahrt an der A 61 aus Richtung Norden ist Rheinbach.
In Meckenheim sind 16.098 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon 14.033 Pkw [13].
Radwege [Bearbeiten]
Die Stadt ist an mehrere Radwanderwege angeschlossen:
- Die 524 km lange Wasserburgen-Route verbindet mehr als 130 Burgen am Rand der Eifel und in der Kölner Bucht.
- Die 1.045 km lange D-Route 4 (Mittelland-Route) führt von Aachen über Bonn, Siegen, Erfurt, Jena und Chemnitz nach Zittau.
- Die 733 km lange D-Route 7 (Pilgerroute) führt von Aachen über Köln, Düsseldorf, Duisburg, Münster, Osnabrück, Bremen und Hamburg nach Flensburg.
Ansässige Unternehmen und Einrichtungen [Bearbeiten]
- Edelobstbrennerei Brauweiler in Altendorf
- Bundeskriminalamt: Dienstsitz in Merl
- BWI Informationstechnik GmbH in Merl: Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr; realisiert das IT-Projekt „Herkules“
- EUBOS GmbH: Hersteller von Kosmetikartikeln (Seife, Hautcremes etc.)
- Die Gebr. Frank GmbH handelt mit Bau- und Industriemaschinen und ist das älteste Unternehmen Meckenheims (gegründet 1855).
- Die Grafschafter Krautfabrik produziert jährlich unter anderem 12.500 Tonnen Zuckerrübensirup, den überregional bekannten „Grafschafter Goldsaft“.
- Die Fleischhof Rasting GmbH (Tochterunternehmen der EDEKA Rhein-Ruhr) beliefert im Einzugsgebiet der Edeka Rhein-Ruhr die Edeka-Märkte mit Fleisch- und Wurstwaren.
- Rungis Express handelt mit Frischware für die Gastronomie.
- TeeGschwendner (Zentrale in Meckenheim): größtes Franchise-Unternehmen für Tee in Deutschland.
Medien [Bearbeiten]
- Bonner General-Anzeiger (Ausgabe Vorgebirge) – Führende Tageszeitung mit Lokalteil für das Gebiet Meckenheim und Rheinbach. (Auflage 15.178 Exemplare)
- Meckenheimer Stadtzeitung (Lokalausgabe von Blick aktuell) – Heimatzeitung für die Stadt Meckenheim und Umgebung, erscheint in einer Auflage von 11.000 Exemplaren
- Blickpunkt Meckenheim (Schaufenster) – Heimatzeitung für die Stadt Meckenheim (beinhaltet das früher als Publikation in der Meckenheimer Stadtzeitung erschienene Amtsblatt der Stadt Meckenheim). Wird in der Ausgabe Meckenheim unter anderem auch in Rheinbach und Swisttal mit einer Auflage von 36.000 Exemplaren verteilt.
- Wir am Kottenforst – Zeitung für die Städte Meckenheim und Rheinbach.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
- Hallenbad
- Jugendfreizeitstätte
- Jungholzhalle
- Katholische öffentliche Bücherei
- Katholisches Familienbildungswerk
- Kongresssaal der Zeugen Jehovas
Bildung [Bearbeiten]
In Meckenheim gibt es drei katholische, eine evangelische und eine Gemeinschaftsgrundschule. Die drei weiterführenden Schulen – Konrad-Adenauer-Gymnasium, Theodor-Heuss-Realschule und Geschwister-Scholl-Hauptschule – befinden sich im Schul- und Sportzentrum Königsberger Straße. Das Katholische Familienbildungswerk verfügt über Räumlichkeiten am Kirchplatz und bietet Kurse in den Stadtteilen an. Der Volkshochschulzweckverband Meckenheim-Rheinbach-Swisttal mit Wachtberg führt in Meckenheim in jedem Semester Weiterbildungsveranstaltungen und Vorträge im Schulzentrum durch.
Feuerwehr [Bearbeiten]
Die Feuerwehr besteht aus einer Freiwilligen Feuerwehr in den Stadtteilen Meckenheim, Merl, Lüftelberg und Altendorf-Ersdorf.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Josef Kreuser (am 16. Dezember 1952 ernannt)
- Peter Koll (Ersdorf) (am 7. März 1981 ernannt)
- Albert Graen (am 21. November 2005 ernannt)
- Erika Meyer zu Drewer (am 15. April 2011 ernannt)
In Meckenheim geborene Personen [Bearbeiten]
- Israhel van Meckenem der Ältere (15. Jahrhundert), Kupferstecher
- Israhel van Meckenem der Jüngere (um 1440–1503), Kupferstecher
- Adam Schall von Bell (1592-1666), Jesuit, Missionar in China, Wissenschaftler und Berater des chinesischen Kaisers Shunzhi, geboren in Lüftelberg
- Mathias Joseph Scheeben (1835−1888), katholischer Theologe
- Wilhelm Busch (1867−1923), Politiker (Zentrum), geboren in Ersdorf
- Carl von Jordans (1884–1950), Politiker und Privatgelehrter, geboren in Lüftelberg
- Theo Jung (1892–1986), Gründer der Esperanto-Zeitschrift Heroldo de Esperanto
- Norbert Röttgen (* 1965) Politiker (CDU), 2009-2012 Bundesminister
Bekannte Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Ulf Böge (* 22. Januar 1942 in Eberswalde), 1999 bis 2007 Präsident des Bundeskartellamtes
- Christian Buse (* 19. November 1959 in Marburg), deutscher Schauspieler (u.a. „Marienhof“), Schulzeit in Meckenheim von 1966 bis 1978
- Karl Carstens (* 14. Dezember 1914 in Bremen; † 30. Mai 1992 in Meckenheim), 1976 bis 1979 Präsident des Deutschen Bundestages, 1979 bis 1984 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland
- Abdallah Frangi (* 15. November 1943 in Be'er Scheva), 1993 bis 2005 Generaldelegierter Palästinas in Deutschland mit Wohnsitz in Meckenheim, heute Leiter der außenpolitischen Abteilung in der Fatah
- Matthias Jaeger (* 22. November 1937 in Leipzig), Arzt und Generalstabsarzt a. D.
- Christian Knees (* 5. März 1981 in Bonn), deutscher Profi-Radrennfahrer
- Horst Köhler (* 22. Februar 1943 in Skierbieszów, Polen), 2004 bis 2010 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (Wohnsitz in Meckenheim 1977–1981 sowie 1983–1998)
- David Kopp (* 5. Januar 1979 in Bonn), deutscher Profi-Radrennfahrer
- Inge Latz (*14. Juni 1929 in Aachen, † 4. April 1994 in München), Komponistin und engagierte Kabarettistin der Frauenbewegung (Wohnsitz in Meckenheim in den 1980er Jahren)
- Tim Lobinger (* 3. September 1972 in Rheinbach), mehrfacher deutscher Stabhochsprung-Meister
- Jürgen Macheleidt (* 5. Januar 1941), Zahnarzt und ehemaliger Inspizient Zahnmedizin der Bundeswehr
- Klaus Olshausen (* 25. April 1945 in Eisenberg in Thüringen), Generalleutnant a. D., 2000 bis 2006 Deutscher Militärischer Vertreter im Military Committee der NATO bei der WEU und EU in Brüssel, wohnt in Meckenheim
- Egon Ramms (* 1948), General a. D. des Heeres der Bundeswehr
- Hermann Rink (* 1935 in Landau in der Pfalz), Strahlenbiologe und Studentenhistoriker
- Jürgen Stark (* 31. Mai 1948 in Gau-Odernheim), Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank (Wohnsitz in Meckenheim 1981–2001)
- Gloria von Thurn und Taxis (* 23. Februar 1960 in Degerloch), Unternehmerin, lebte ab 1970 in Adendorf und besuchte bis 1973 das Konrad-Adenauer-Gymnasium in Meckenheim
- Jürgen Weigt (* 14. November 1957 in Ochtendung), Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
- Heinrich Welsch (* 29. Mai 1848 in Arzdorf; † 7. Juni 1935 in Köln), Lehrer in Köln, engagiert für benachteiligte Arbeiterkinder, Vorbild für das Karnevalslied En d'r Kayjass Nummer Null: „Un mir woren beim Lehrer Welsch in de Klass'“, ging in Meckenheim zur Schule
Sonstiges [Bearbeiten]
Wegen ihrer Herkunft aus Meckenheim führte die Familie des Bocholter Kupferstechers Israhel van Meckenem ihren niederdeutschen Namen (übertragen ins Neuhochdeutsche also von Meckenheim).
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 4. Juli 2012. (Hilfe dazu)
- ↑ Homepage der Stadt Meckenheim
- ↑ Hubert Spilles: Die Bombardierung Meckenheims im Zweiten Weltkrieg. Meckenheim 2005, S. 21.
- ↑ Hubert Spilles: Die Bombardierung Meckenheims im Zweiten Weltkrieg. Meckenheim 2005, S. 69.
- ↑ Seite 35
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
- ↑ http://www.wahlergebnisse.nrw.de/kommunalwahlen/2009/Gem_raete/c382032kw0900.html
- ↑ Kölner Stadtanzeiger vom 19. Oktober 2007
- ↑ http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=878150 General-Anzeiger Bonn, 20. April 2011
- ↑ Chronik der Neuapostolischen Gemeinde Bonn-Nordwest
- ↑ MoscheeSuche Informationsdienst
- ↑ Die Zeit der Mottojahre ist vorerst vorbei in: General-Anzeiger Bonn vom 25. Februar 2012
- ↑ Ministerium f. Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr: Mobilität in NRW. Daten und Fakten 2010
Literatur [Bearbeiten]
- Amtsdirektor Schoßier: Die Stadt Meckenheim (Heimatbuch), ihre rheinische Geschichte und ihr deutsches Schicksal, Meckenheim 1954
- Wilhelm Piepers u. Klaus Flink: Studien und Quellen zur Geschichte der Stadt Meckenheim, Band 1, Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH, Meckenheim 1977
- Jürgen Gerlach: Meckenheim-Merl, Planung für eine neue Stadt, Bericht 1962-1977, Band 2, Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH, Meckenheim 1977
- W. Piepers, W-D. Penning, H. Doepgen, H. Herzog, U. Milder: Studien zur Geschichte und Kunstgeschichte Lüftelbergs, Band 3, Meckenheim 1979
- Jürgen Gerlach: Meckenheim-Merl, Planung für eine neue Stadt, Bericht 1962-1982, Band 2a, Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH, Meckenheim 1983
- Wilhelm Schmeka : Meckenheim-Merl, Analyse der Erschließungskosten 1966-1982, Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH , Meckenheim 1983
- Ulrich von Hehl und Manfred Schaefer: Meckenheim wie es war, Meckenheim 1985
- Dr. Felix Raabe und Johannes Vennebusch: Matthias Joseph Scheeben, Festschrift zum 150. Geburtstag des großen kath. Theologen, Meckenheim 1985
- A. Tewes, Pfr.: 1890-1990 St. Johannes der Täufer Meckenheim, Kath. Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer, Meckenheim 1990
- Hubert Spilles: Die Bombardierung Meckenheims im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Meckenheim 1995
- Hubert Spilles: Chronik des Meckenheimer Karnevals, Meckenheim 1999
- Dr. Peter Thrams: Geschichte der Stadt Meckenheim, Rheinlandia Verlag Siegburg 2002, ISBN 3-935005-40-7
- Hubert Spilles: Meckenheim. Alte Bilder erzählen, Sutton Verlag Erfurt 2001, ISBN 3-89702-380-6
- Hubert Spilles: Die Bombardierung Meckenheims im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Meckenheim 2005
- M. Knoth und H.Ludwig: Theodor-Heuss-Realschule Meckenheim 1988, anbei: Festschrift zur Einweihung des neuen Schulgebäudes, Meckenheim 1988
- Paul Heusgen: Die Pfarreien der Dekanate Meckenheim und Rheinbach, Bachem-Verlag Köln 1926
- Ottmar Prothmann: Chronik von Altendorf und Ersdorf, hrsg. vom Ortsausschuss Altendorf-Ersdorf, Meckenheim 2005, ISBN 3-00-017109-6
Weblinks [Bearbeiten]
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