Mecklenburg-Vorpommern

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Dieser Artikel beschreibt das Bundesland. Weitere Bedeutungen sind unter Mecklenburg-Vorpommern (Begriffsklärung) aufgeführt.
Land Mecklenburg-Vorpommern
Mekelnborg-Vörpommern (niederdeutsch)
Flagge Mecklenburg-Vorpommerns
Berlin Bremen Bremen Hamburg Niedersachsen Bayern Saarland Schleswig-Holstein Brandenburg Sachsen Thüringen Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Schweiz Bodensee Österreich Luxemburg Frankreich Belgien Tschechien Polen Niederlande Dänemark Bornholm (zu Dänemark) Stettiner Haff Helgoland (zu Schleswig Holstein) Nordsee OstseeKarte
Über dieses Bild
Flagge
Wappen Mecklenburg-Vorpommerns
Wappen
Wahlspruch: MV tut gut.[1]
Sprache: Deutsch, Niederdeutsch[2]
Landeshauptstadt: Schwerin
Fläche: 23.211,05 km²
Einwohnerzahl: 1,597 Mio. (31. Dezember 2013)[3]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote: 10,4 % (November 2014)[4]
Gründung: 3. Oktober 1990
Schulden: 11,738 Mrd. EUR (31. Dezember 2012)[5]
ISO 3166-2: DE-MV
Website: www.mecklenburg-vorpommern.eu
Politik
Regierungschef: Erwin Sellering (SPD)
Regierende Parteien: SPD und CDU
Sitzverteilung im Landesparlament: SPD 27
CDU 18
Linke 14
Grüne 7
NPD 5
Letzte Wahl: 4. September 2011
Nächste Wahl: planmäßig 2016
Bundesratsstimmgewicht: 3
Polen Königreich Dänemark Schleswig-Holstein Niedersachsen Brandenburg Müritz Stettiner Haff Ostsee Schwerin Hansestadt Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim
Die historischen Landesteile Mecklenburg und Vorpommern, getrennt durch die rot-weiße Linie. Dargestellt sind die neuen Landkreise seit der Kreisreform 2011. Größere Ansicht der Karte.
Das Schweriner Schloss ist ein Wahrzeichen Mecklenburg-Vorpommerns und Sitz des Landtags. Es ist eines von über 2000 Schlössern, Burgen und Gutshäusern im Land.

Mecklenburg-Vorpommern Zum Anhören bitte klicken! [ˈmeːklənbʊʁçˈfoːɐ̯pʰɔmɐn]a a (niederdeutsch Mekelnborg-Vörpommern, [ˈmɛːkəlbɔɐ̯ç ˈfœɐ̯pɔmɛɐ̯n], Abkürzung MV) ist ein Land im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland.

Es entstand 1945 als Zusammenschluss der Region Mecklenburg mit Vorpommern, dem nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil der ehemaligen preußischen Provinz Pommern. Nach der Aufteilung in drei Bezirke in der DDR im Jahr 1952 wurde es 1990 neu gegründet und im Zuge der Wiedervereinigung ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Es grenzt im Norden an die Ostsee, im Westen an Schleswig-Holstein und Niedersachsen, im Süden an Brandenburg sowie im Osten an die Republik Polen. Das Land gliedert sich in sechs Landkreise und zwei kreisfreie Städte. Die Landeshauptstadt ist Schwerin. Die größte Stadt unter den 84 Städten des Landes ist die Regiopole Rostock. Weitere Zentren sind Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund-Greifswald, Wismar und Güstrow. Die Metropolregionen von Hamburg und Berlin wirken in das Land hinein, ebenso die Öresundregion über die Ostsee und Stettin mit seinem grenzübergreifenden Ballungsraum.

Dominierende Industriezweige des Landes sind Schiff- und Yachtbau, Maschinenbau, Energietechnik, Lebensmittelindustrie, und Bereiche der Spitzentechnologie, vor allem Biotechnologie, Luft- und Raumfahrt und Informationstechnik. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern, die Landwirtschaft, Dienstleistungen und die Gesundheitswirtschaft tragen ebenfalls erheblich zur Wirtschaftsleistung bei. Mit den Universitäten Greifswald und Rostock befinden sich zwei der ältesten Hochschulen Europas im Land. Diese und die weiteren Wissenschafts- und Hochschulstandorte sind zunehmend Anziehungspunkte für Gründer (Startups) und etablierte Technologiefirmen.

Zu Mecklenburg-Vorpommern gehören drei der 14 deutschen Nationalparks und damit mehr als zu jedem anderen deutschen Bundesland. Die zwei größten deutschen Inseln Rügen und Usedom befinden sich in der Ostsee in Vorpommern. Mecklenburg-Vorpommern ist als Teil des norddeutschen Tieflands überwiegend flach, bedingt durch die letzte Eiszeit gibt es aber in vielen Landesteilen Hügelketten wie zum Beispiel die Mecklenburgische Schweiz und Seenlandschaften wie das Mecklenburger Seenland. Das Klima ist kontinental-warmgemäßigt und im Küstenbereich durch den maritimen Einfluss der Ostsee geprägt.

Name[Bearbeiten]

Denkmal für die Burg Mecklenburg

Der Name des Landes und seine Aussprache[Bearbeiten]

Offizielles Logo des Landes Mecklenburg-Vorpommern[6]

Das Wort Mecklenburg wird in der Umgangssprache der meisten Regionen wie [meːklənbʊɐç] oder Meeklenburch ausgesprochen.

Das „e“ wird lang gesprochen (dies ist als deutschlandweite korrekte Aussprache des „E“ zu verstehen; siehe: das CK im Norden) und das „g“ wie ein palatales „ch“. Die Veränderung des „G“ im Auslaut ist ein Überrest niederdeutscher Phonologie. In den Mecklenburgisch-Vorpommerschen Dialekten gebraucht man hingegen den alten sächsischen Namen Mękelborg.

Im Altsächsischen bedeutete mikil „groß“, im 10./11. Jahrhundert war das Wort Mikilinborg („große Burg“) gebräuchlich. Der Name bezieht sich auf die Burg Mecklenburg bei Wismar. Im Mittelalter wurde daraus dann mittelniederdeutsch Mekelenborch, später dann deutsch Mecklenburg.

Der Name Pommern ist slawischer Herkunft: po more„Land am Meer“.[7]

Als Abkürzung für den Namen des Landes sind umgangssprachlich MV und Meck-Pomm gebräuchlich.

Die Bewohner des Landes werden je nach Landesteil als Mecklenburger oder Vorpommern bzw. Pommern bezeichnet, die Bezeichnung als Mecklenburg-Vorpommern ist unüblich.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz und der Westen der preußischen Provinz Pommern, wie sie von 1815 bis 1934 Bestand hatten

Der Name Mecklenburg („Mikelenburg“) taucht erstmals in einer Urkunde auf, die Kaiser Otto III. auf der Mikelburg gezeichnet hat. Die Urkunde stammt aus dem Jahr 995. Im Altsächsischen bedeutete mikil „groß“, im 10./11. Jahrhundert war das Wort Mikilinborg („große Burg“) gebräuchlich. Der Name bezieht sich auf die Burg Mecklenburg. Im Mittelalter wurde daraus mittelniederdeutsch Mekelenborch, später dann Meklenburg und Mecklenburg.

Der Name Vorpommern entstand erst relativ spät (16./17. Jahrhundert) als Bezeichnung für die westlich der Oder liegenden Gebiete des Herzogtums Pommern. Der Name Pommern wiederum leitet sich von dem slawischen (kaschubischen) „po morje“ = am Meer ab (siehe auch Pommern). Dieser politisch-geographische Terminus ist in etwa ebenso alt wie der von Mecklenburg. Bereits 1046 wird der erste Pommernfürst Zemuzil erwähnt. Der Begriff Pommern wurde im weiteren Verlauf des Mittelalters zur tragenden Bezeichnung des Herrschaftsgebietes der Dynastie der Greifen.

Entstanden ist der Name „Mecklenburg-Vorpommern“ erstmals durch die Vereinigung des ehemaligen Landes Mecklenburg mit den westlich der Oder-Neiße-Linie gelegenen Gebieten (unter Ausgliederung von Stettin und Swinemünde) der früheren preußischen Provinz Pommern, auf Grund eines Befehls der Sowjetischen Militäradministration von Anfang Juli 1945. Anfangs kursierten verschiedene Bezeichnungen für das neue Verwaltungsgebilde, u. a. „Mecklenburg-Pommern“ und auch schon früh, unter Ignorierung der pommerschen Landesteile, einfach nur „Mecklenburg“. Letztere Bezeichnung wurde auf Anweisung der sowjetischen Besatzungsmacht ab 25. Februar 1947 verbindlich.

Erst mit der Neukonstituierung als Land in verändertem Gebietszuschnitt – Basis waren die drei DDR-Nordbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg – im Herbst 1990, erhielt das Land wieder die Bezeichnung „Mecklenburg-Vorpommern“.

Geschichte[Bearbeiten]

Länder der DDR bis 1952 (lila),
Bundesländer 1990 (rot)

Zur Geschichte der historischen Territorien bis 1945 – Siehe: Geschichte Mecklenburgs bzw. Geschichte Pommerns.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs am 9. Juli 1945 von der Sowjetischen Militäradministration aus dem ehemaligen Land Mecklenburg, dem bei Deutschland verbliebenen, also überwiegenden Teil Vorpommerns sowie dem ehemals hannoverschen Amt Neuhaus[8] gebildet. Schon im Jahre 1947 wurde der Landesteil Vorpommern aus dem Landesnamen entfernt und das Territorium bestand nunmehr als Land Mecklenburg bis 1952 fort.[9]

Bereits 1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und im Wesentlichen in die drei Bezirke Neubrandenburg (der Südosten), Rostock (die Küste) und Schwerin (der Südwesten) aufgeteilt.

Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 erfolgte die Neugründung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in etwa in jener territorialen Ausdehnung, die Mecklenburg bei der Auflösung 1952 gehabt hatte. Schleswig-Holstein und die Freie und Hansestadt Hamburg waren während des Aufbaus der neuen Verwaltungsstrukturen Partnerländer von Mecklenburg-Vorpommern.

Seit der politischen Wende wurden im gesamten Land auch weite Teile zahlreicher Städte im Rahmen der Städtebauförderung umfassend saniert, so wurden z. B. die Historischen Altstädte Stralsund und Wismar 2002 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Mecklenburg-Vorpommern sieht sich seit der Wende nicht nur mit einem tiefgreifenden Struktur-, sondern auch mit einem erheblichen Demografiewandel konfrontiert. Bereits 1994 reagierte die Landesregierung daher mit einer umfassenden Kreisreform, welcher im Jahr 2011 eine zweite folgte.

Mecklenburg-Vorpommern war 2007 Gastgeber des global bedeutenden G8-Gipfels der Industriestaaten, dieser fand in Heiligendamm nahe Rostock statt. Seit 1990 befindet sich der Wahlkreis der seit 2005 regierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, ihr Wahlkreisbüro ist in Stralsund. Der ehemalige Rostocker Pastor Joachim Gauck ist seit 2012 deutscher Bundespräsident und hält wie die Kanzlerin regelmäßig Veranstaltungen im Land ab.

Geographie[Bearbeiten]

Landesgebiet[Bearbeiten]

Geografisch gehört Mecklenburg-Vorpommern zu Norddeutschland. Das Land entstand im Juli 1945 aus dem ehemaligen Land Mecklenburg und dem westlichen Teil Pommerns und erneut 1990 nach der deutschen Wiedervereinigung aus den drei DDR-Bezirken Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern umfasst das Gebiet Mecklenburgs, welches etwa zwei Drittel der Landesfläche ausmacht, sowie den nach 1945 bei Deutschland verbliebenen Teilen der ehemals preußischen Provinz Pommern (Vorpommern), kleine Teile der Prignitz und dem nördlichsten Zipfel der Uckermark (ehemals brandenburgisch).

Relief und Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns: Geländehöhen (braun) jeweils auf dem Höhenpunkt, Höhen der Gewässerspiegel dunkelblau, Wasserscheiden kreuzende Gewässer lila. Weitere Karten des Landes

Landschaft[Bearbeiten]

Die Müritz (hier bei Röbel) ist ein Teil des Mecklenburger Seenlands

Küste und Wasserflächen[Bearbeiten]

Mecklenburg-Vorpommern hat insgesamt eine Küstenlänge von etwa 2000 km und damit die längste Küste aller deutschen Bundesländer. Den Großteil davon nimmt die Vorpommersche Bodden- und Haffküste ein, denn die Küste im östlicheren Landesteil ist besonders stark durch Lagunen und Meerengen gegliedert. Die Außenküste ist etwa 350 km lang.

Die beiden größten Inseln Mecklenburg-Vorpommerns, Rügen und Usedom, sind zugleich Deutschlands größte Inseln. Weitere größere Inseln sind Poel, Ummanz und Hiddensee.[10] Die wichtigste Halbinsel ist Fischland-Darß-Zingst.

Mit dem Nationalpark Jasmund, dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und dem Müritz-Nationalpark liegen insgesamt drei der 14 deutschen Nationalparks in Mecklenburg-Vorpommern, das somit über mehr dieser besonderen Schutzgebiete verfügt als jedes andere deutsche Bundesland.

Das Land MV wird durch Flüsse und Kanäle mit einer Gesamtlänge von mehr als 26.000 km durchkreuzt. Mit seinen über 2028 Seen mit einer Gesamtfläche von 738 km² besitzt Mecklenburg-Vorpommern eine einzigartige Seen- und Wasserlandschaft. Die Müritz ist der größte, vollständig auf deutschem Territorium liegende See in Deutschland und ist ein Teil des weitläufigen Mecklenburger Seenlands. Andere große Seen sind der Plauer See, der Schweriner See und der Schaalsee in Westmecklenburg, sowie der Malchiner See, Kummerower See und Tollensesee im östlichen Landesteil. Weitere seenreiche Gebiete sind die Feldberger und die Sternberger Seenlandschaft. Im Zuge der Hochwasserkrise 2011 wurde ein neues Katastrophenschutz-Vorwarnsystem eingerichtet, um besser in Krisensituationen reagieren zu können.

Land[Bearbeiten]

Die Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Norddeutschen Tiefland ist durch die Weichseleiszeit (Pleistozän) geprägt. Die Landschaftsformen südlich der Küstenlinie gliedern sich etwa von Nordost nach Südwest:[11]

  • Das nordöstliche Flachland umfasst etwa das Vorpommersche Festland. Es hat überwiegend lehmige Böden und liegt insgesamt weniger als 50 m über NHN. Die Spiegel der meisten Gewässer liegen sogar weniger als 10 m über dem Meer.
  • Der Baltische Landrücken mit der Mecklenburgischen Seenplatte zieht sich als Jungmoränenlandschaft von Nordwestmecklenburg bis in den Mecklenburger Südosten. Große Teile liegen deutlich mehr als 50 m, zahlreiche Hügelkuppen mehr als 100 m ü. NHN. Der Spiegel der Müritz liegt 62,1 m, der des Carwitzer Sees bei Feldberg nahe der Grenze zu Brandenburg gar 83,8 m über dem Meer.
  • Das südwestliche Vorland der Seenplatte, also das Gebiet südwestlich der Landeshauptstadt Schwerin, wird zum Elbetal hin entwässert, an dem Mecklenburg seit der Abtretung des Amtes Neuhaus nur noch einen kleinen Anteil hält.

Das Land ist flach bis hügelig. Von den höchsten Erhebungen gehören einige zum Baltischen Landrücken, so die Helpter Berge (179 m), die Ruhner Berge (176,6 m) und die Brohmer Berge (153,1 m). Andere liegen nahe der Küste wie der Piekberg auf Rügen (161 m), die Kühlung (129,7 m) nordwestlich von Rostock und der Golm (69,1 m) auf Usedom. Ausgeprägte Tallandschaften weisen die Flüsse Warnow, Recknitz und Tollense auf, sowie kürzere Abschnitte von Peene, Trebel und Großem Landgraben.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima wird in Mecklenburg-Vorpommern durch den Übergang vom maritimen Einfluss im Küstenbereich der Ostsee zu kontinentalgemäßigtem Klima im Binnenland geprägt. So nimmt die Niederschlagsneigung im Binnenland ab. Die Ostseeregion, vor allem die Inseln Rügen und Usedom, hat die deutschlandweit höchste Zahl an Sonnentagen.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Landkreise und kreisfreie Städte[Bearbeiten]

Seit der Kreisgebietsreform 2011 ist das Land in sechs Landkreise und zwei kreisfreie Städte gegliedert. Seitdem gehören fünf der Landkreise zu den flächengrößten Deutschlands.

Polen Königreich Dänemark Schleswig-Holstein Niedersachsen Brandenburg Müritz Stettiner Haff Ostsee Schwerin Hansestadt Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim
Landkreise, Kreisstädte und kreisfreie Städte Mecklenburg-Vorpommerns
Landkreis oder kreisfreie Stadt Landesteil Kreissitz Einwohner
31. Dezember 2013[12]
Fläche
km²
Einwohner
pro km²
Rostock Mecklenburg 203.431 181,26 1121
Schwerin Mecklenburg 91.583 130,52 702
Landkreis Ludwigslust-Parchim Mecklenburg Parchim 211.965 4.751,86 45
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Mecklenburg
(teils Vorpommern)
Neubrandenburg 262.412 5.470,03 48
Landkreis Nordwestmecklenburg Mecklenburg Wismar 155.265 2.118,45 73
Landkreis Rostock Mecklenburg Güstrow 210.555 3.422,23 62
Landkreis Vorpommern-Greifswald Vorpommern
(teils Mecklenburg)
Greifswald 238.185 3.929,48 61
Landkreis Vorpommern-Rügen Vorpommern
(teils Mecklenburg)
Stralsund 223.109 3.207,22 70

Städte, Ämter und Gemeinden[Bearbeiten]

Das Land Mecklenburg-Vorpommern besteht aus insgesamt 757 politisch selbständigen Städten und Gemeinden. Diese verteilen sich wie folgt: zwei kreisfreie Städte und 755 kreisangehörige Städte und Gemeinden. Von den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind 38 amtsfrei. Die 717 amtsangehörigen Städte und Gemeinden sind zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu 76 Ämtern zusammengeschlossen (Stand: 25. Mai 2014).

Der historische Marktplatz der Hanse- und Universitätsstadt Greifswald.

Größte Städte[Bearbeiten]

Die 25 größten Städte im Land lauten wie folgt:

Stadt/Gemeinde Landkreis Einwohner
am 31. Dezember 2013[13]
Rostock kreisfreie Stadt 203.431
Schwerin kreisfreie Stadt 91.583
Neubrandenburg Mecklenburgische Seenplatte 63.437
Stralsund Vorpommern-Rügen 57.301
Greifswald Vorpommern-Greifswald 56.445
Wismar Nordwestmecklenburg 42.219
Güstrow Rostock (Landkreis) 28.540
Waren (Müritz) Mecklenburgische Seenplatte 20.940
Neustrelitz Mecklenburgische Seenplatte 20.399
Parchim Ludwigslust-Parchim 17.129
Ribnitz-Damgarten Vorpommern-Rügen 15.104
Bergen auf Rügen Vorpommern-Rügen 13.564
Anklam Vorpommern-Greifswald 12.797
Wolgast Vorpommern-Greifswald 12.355
Ludwigslust Ludwigslust-Parchim 12.095
Demmin Mecklenburgische Seenplatte 11.393
Bad Doberan Rostock (Landkreis) 11.607
Hagenow Ludwigslust-Parchim 11.324
Grevesmühlen Nordwestmecklenburg 10.594
Pasewalk Vorpommern-Greifswald 10.470
Boizenburg/Elbe Ludwigslust-Parchim 10.254
Grimmen Vorpommern-Rügen 9969
Sassnitz Vorpommern-Rügen 9481
Ueckermünde Vorpommern-Greifswald 8846
Teterow Rostock (Landkreis) 8671

Politik[Bearbeiten]

Das Schweriner Schloss ist der Sitz des Landtags.
14
27
7
18
5
14 27 18 
Von 71 Sitzen entfallen auf:

Grundlage der mecklenburg-vorpommerschen Politik ist die Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 23. Mai 1993, die am 15. November 1994 in Kraft trat.

Ministerpräsidenten[Bearbeiten]

Die Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern (1945–1947) und des Landes Mecklenburg (1947–1952) waren Wilhelm Höcker (1945–1951, SPD/SED), Kurt Bürger (19. Juli bis 28. Juli 1951, SED) und Bernhard Quandt (1951–1952, SED).

Von 1952 bis zur Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 existierte Mecklenburg-Vorpommern nicht. Das Territorium bildete den Hauptteil der drei DDR-Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Von 1990 bis 1992 war Alfred Gomolka (CDU) erster Ministerpräsident des wiederhergestellten Landes. Er wurde vom CDU-Politiker Berndt Seite (1992–1998) abgelöst, welcher 1992 bis 1994 unter einer Koalition der CDU mit der FDP und ab 1994 in einer Großen Koalition regierte. Harald Ringstorff (SPD) hatte, unter einer Koalition der SPD zusammen mit der PDS, von 1998 bis 2008 die bisher längste Amtsperiode. Seit dem 6. Oktober 2008 ist Erwin Sellering (SPD) der Ministerpräsident des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern in einer Großen Koalition aus SPD und CDU. Nach seiner Wahl trat Sellering am 25. Oktober 2011 seine zweite Amtszeit an.

Landesregierung[Bearbeiten]

Die Regierungsgeschäfte in Mecklenburg-Vorpommern sind auf den Ministerpräsidenten und acht Minister verteilt. Dem Kabinett der Landesregierung gehören an:

Amt Name Partei
Ministerpräsident Erwin Sellering SPD
Stellvertretender Ministerpräsident Lorenz Caffier CDU
Inneres und Sport Lorenz Caffier CDU
Justiz Uta-Maria Kuder CDU
Finanzen Heike Polzin SPD
Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe CDU
Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Till Backhaus SPD
Bildung, Wissenschaft und Kultur Mathias Brodkorb SPD
Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Christian Pegel SPD
Arbeit, Gleichstellung und Soziales Birgit Hesse SPD

Anders als in vielen anderen deutschen Ländern mittlerweile üblich, verzichtet die Landesregierung auf einen Europaminister. Dieses Amt wird in Personalunion vom Ministerpräsidenten übernommen. Dieser vertritt das Land auch in der Europaministerkonferenz. Die Koordinierung der Europapolitik verantwortet die Staatskanzlei. In Brüssel wurde ein Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union eingerichtet, welches der Staatskanzlei unterstellt ist.

Landtag[Bearbeiten]

Siehe: Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

Kreistage[Bearbeiten]

Siehe: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

Wappen und Flaggen[Bearbeiten]

Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Landesflagge Mecklenburg-Vorpommerns Landesdienstflagge Mecklenburg-Vorpommerns
Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Landesflagge Landesdienstflagge
(nur für behördliche Benutzung)
(Inoffizielle) Flagge Mecklenburgs Mecklenburger Bulle (Inoffizielle) Flagge Vorpommerns Pommerscher Greif
Landesflagge Mecklenburgs
(für nichtstaatliche Benutzung)
Stierkopf vom
Wappen Mecklenburgs
Landesflagge Vorpommerns
(für nichtstaatliche Benutzung)
Greif
für Vorpommern

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Industriesektor haben die maritime Industrie, der Maschinenbau, die Energiewirtschaft und die Lebensmittelindustrie einen großen Anteil. Die Landwirtschaft ist in der Fläche sehr präsent. Darüber hinaus spielen der Tourismus, der Gesundheitssektor, die Immobilienwirtschaft, Dienstleistungsbetriebe und die Hochtechnologie eine zunehmend große Rolle für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Zukunftsbranchen[Bearbeiten]

Als Zukunftsbranchen Mecklenburg-Vorpommerns gelten wissensbasierte Felder der Spitzentechnologie, vor allem Biotechnologie, Life Sciences und Medizintechnik,[14] Energie- und Umwelttechnik,[15] Luft- und Raumfahrttechnik[16] und Informationstechnik[17] (kurz IT). Unternehmen aus diesen Bereichen siedeln sich zunehmend um die Städte Rostock und Greifswald mit ihren leistungsstarken Universitäten, sowie um die Hochschulstandorte Stralsund, Wismar, Schwerin und Neubrandenburg und ihre Technologiezentren[18] an. Die Zentren wie auch mehrere Initiativen befördern vor allem innovative Unternehmensgründungen (StartUps), z. B. TechnoStartup MV,[19] IT-Lagune Vorpommern,[20] IT-Initiative MV,[21] BioCon Valley,[22] Kreative MV[23] oder der Entrepreneurs Club Rostock.[24]

Um die beiden traditionsreichen Universitäten des Landes, die Universität Rostock (gegr. 1419) und die Universität Greifswald (gegr. 1456), haben sich zudem bereits zahlreiche Forschungsinstitute angesiedelt (siehe Forschung). Die Wissenschaftsstandorte des Landes tragen erheblich zur kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung und zur globalen Profilstärkung bei.

Industriesektor[Bearbeiten]

Maritime Wirtschaft[Bearbeiten]

Größere Unternehmen im maritimen Wirtschaftsbereich sind zum Beispiel die weltweit agierende Deutsche Seereederei, Scandlines, die Mecklenburger Metallguss (MMG) und die Weiße Flotte. Das Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises hat seinen Deutschlandsitz im Rostocker Stadthafen und beschäftigt über 6000 Arbeitnehmer.[25]

Entlang der Ostseeküste gibt es mehrere Werften, zum Beispiel in Wismar und Rostock-Warnemünde (Nordic Yards), in Wolgast (Peene-Werft) und in Stralsund (Volkswerft). In Rostock produziert Liebherr u. a. maritime Kräne und Anlagen.[26]

Zudem gibt es mittelständische Schiffbauer wie die HanseYachts AG in Greifswald (einer der drei größten Yachtbauer der Welt[27]), Vilm Yachts in Lauterbach, Yachtbau Oelke in Marlow, die Werft Rammin und die Schiffswerft Barth GmbH in Barth, Bootsbau Schubert in Plate, MoLe Bootsbau in Plau, die Wieker Boote GmbH in Wiek und die REAN GmbH in Sassnitz.[28]

Der maritime Sektor in MV bot im Jahr 2004 28.000 Arbeitsplätze.

Luft- und Raumfahrt[Bearbeiten]

Mecklenburg und Vorpommern haben eine bedeutende Geschichte im Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie. Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 konnte sich die Branche im Land erneut entwickeln.[16] So haben sich seitdem im Großraum Rostock und am Flughafen Rostock-Laage Spitzenbetriebe der Luft- und Raumfahrt angesiedelt, dazu gehören u. a. mehrere Airbus-Zulieferer mit insgesamt rund tausend Mitarbeitern,[29] wie die RST Rostock-System-Technik GmbH. Auch Edag, die luratec AG, Assystem, Ferchau Engineering und Diehl Aerospace sind am Standort Rostock.[30] Im November 2007 wurde das Warnemünder Zentrum für Luft- und Raumfahrt eröffnet.[31] Weiterhin gibt es in Pasewalk im Großraum Stettin das Kompetenzzentrum für Flugzeugentwicklung und Flugzeugbau,[32] in dessen Umfeld sich der Leichtflugzeug-Konstrukteur REMOS AG angesiedelt hat.[33] Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterhält in Neustrelitz Einrichtungen des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums sowie des Instituts für Kommunikation und Navigation. Die Neustrelitzer Forscher sind maßgeblich an der Entwicklung der europäischen Satellitennavigation Galileo beteiligt.[34]

Zu DDR-Zeiten wurden spätestens ab 1961 praktisch alle Unternehmen der Branche enteignet und z. B. auf landwirtschaftliche Produktion umgerüstet oder vollständig liquidiert. In der Vorkriegszeit wurden jedoch zahlreiche Erfindungen und Unternehmen in der Region geboren. Der Anklamer Otto Lilienthal war der bedeutendste deutsche Flugpionier und brachte mit dem Normalsegelapparat 1894 das erste Serienflugzeug der Welt auf den Markt. Die 1913 von Berlin nach Schwerin umgezogene Fokker Aeroplanbau GmbH hatte ihren Sitz direkt am Schweriner See in der Bornhövedstraße, die Flugzeugbaufirma wurde u. a. für ihre Dreidecker mit dem „Roten Baron“ weltberühmt.

Replika der Heinkel He 178 im Flughafen Rostock-Laage. Das erste Düsenflugzeug der Welt erlebte seinen Erstflug am 27. August 1939 über Rostock-Marienehe.

In Rostock-Warnemünde entstand mit den Ernst Heinkel Flugzeugwerken im Jahr 1922 einer der größten Flugzeugbauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Heinkel He 178 war das weltweit erste Düsenflugzeug[35] und hatte ihren Jungfernflug am 27. August 1939 in Rostock-Marienehe. Seit 1921 gab es in Warnemünde zudem die Arado Flugzeugwerke. Ebenfalls zunächst in Warnemünde und ab 1934 in Ribnitz war der Walther-Bachmann-Flugzeugbau ansässig. Für die Aufrüstungspolitik ab 1933 wurden die meisten Firmen enteignet bzw. mussten auf Militärfertigung umstellen. Von 1933 bis 1945 wurden die Norddeutschen Dornier-Werke in Wismar mit späterer Außenstelle in Neustadt-Glewe gänzlich auf Kriegsproduktion eingestellt.

Ebenfalls der militärischen Aufrüstung verpflichtet wurde 1936 die Heeresversuchsanstalt Peenemünde im Westen der Insel Usedom eingerichtet, 1938 kam das Werk West der Luftwaffe hinzu. In den Anlagen wurde die erste funktionsfähige Großrakete Aggregat 4 (A4, Propagandaname „V2“) unter Leitung von Wernher von Braun und Walter Dornberger entwickelt und getestet. Die Rakete war mit ihrem ersten erfolgreichen Flug am 3. Oktober 1942 das erste von Menschen gebaute Objekt, das in den Grenzbereich zum Weltraum eindrang. Damit gilt Peenemünde, trotz der unmenschlichen Umstände der Raketenfertigung mit tausenden Toten in Mittelbau-Dora, als Wiege der Raumfahrt. Auch die weltweit erste Anlage für industrielles Fernsehen wurde dort zur Übertragung der Raketenstarts eingerichtet. Zeitgleich wurden auf der Halbinsel Zingst Großraketen erprobt. Viele der V2-Ingenieure von Peenemünde wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ranghohe Entwickler bei der US-Raumfahrtbehörde NASA, so wirkte neben Technikdirektor Wernher von Braun u. a. Arthur Rudolph am Apollo-Programm zu den ersten Mondlandungen mit. Andere Beteiligte wie Helmut Gröttrup wechselten während des Wettlaufs ins All zum sowjetischen Raumfahrtprogramm.[36]

Energiesektor[Bearbeiten]

Mecklenburg-Vorpommern ist im Bereich der Erneuerbaren Energien unter den Spitzenreitern in Deutschland, sowohl was die Stromproduktion als auch die Fertigung von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen angeht.[37] In einem durchschnittlichen Windjahr können bereits ca. 46 % des Strombedarfs im Bundesland durch Windenergie gedeckt werden. In Mecklenburg-Vorpommern gab es Ende 2011 1.385 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 1.627 Megawatt.[38] Vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns sind zudem mehrere Offshore-Windparks in Planung, der Offshore-Windpark Baltic 1 befindet sich bereits in Betrieb. In Rostock befindet sich mit der Nordex SE ein Hersteller von Windenergieanlagen. Dezentrale Biogasanlagen und Photovoltaikanlagen spielen ebenfalls eine große Rolle bei der umweltverträglichen Energiegewinnung. In Greifswald und Wismar gibt es Solarmodul-Fabriken. Die als im Vergleich zur Offshore-Windenergie als deutlich effizienter geltenden Strömungs- und Gezeitenkraftwerke werden ebenfalls erprobt,[39] im Landesinneren kommen Geothermiekraftwerke zum Einsatz.

In der Nähe von Greifswald landet die von einem russisch-deutschen-niederländischen Konsortium geplante Nord Stream Pipeline aus dem russischen Wyborg an, mit der Deutschland und Westeuropa mit russischem Gas versorgt werden. Derzeit ist eine Röhre in Betrieb, eine weitere wird errichtet. Größere Kraftwerke in Mecklenburg-Vorpommern sind die Kraftwerke Rostock und Schwerin-Süd. Der ehemals größte Stromerzeuger auf dem Landesgebiet war das Kernkraftwerk Lubmin, das heute stillgelegt ist. Zwei Projekte für ebenfalls in Lubmin geplante Kraftwerke, ein Kohlekraftwerk sowie ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk, wurden eingestellt.

Tourismus[Bearbeiten]

Karte der Übernachtungszahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2008
Der Strandkorb gilt als Symbol des Tourismus in Mecklenburg und Vorpommern, vor allem an der Ostseeküste (hier Ahlbeck auf Usedom)

Die Inseln Usedom, Rügen und Hiddensee im Landesteil Vorpommern sind Schwerpunkte des Tourismus in Deutschland, ebenso wie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die mecklenburgischen Seebäder wie z. B. Heiligendamm, Graal-Müritz oder Kühlungsborn mit ihrer Bäderarchitektur. Zudem sind die historischen Hansestädte Stralsund, Greifswald, Rostock (mit Warnemünde) und Wismar mit ihren bedeutenden Altstädten sowie die mecklenburgischen Residenzstädte Güstrow, Ludwigslust und Schwerin mit ihren Schlössern, und Hauptorte des Seenlandes wie Neustrelitz, Malchow, Mirow, Röbel und Waren (Müritz) wichtige Anziehungspunkte. Die historischen Altstädte von Stralsund und Wismar sind seit 2002 UNESCO-Welterbe. Daneben gibt es zahlreiche weitere sehenswerte historische Stadtkerne mit backsteingotischen Kirchen, Bürgerhäusern, Wehranlagen und Stadttoren. Durch das Land führen mehrere Ferienstraßen.

Für Naturliebhaber, Angler und Wassersportler sind im Landesinneren das Mecklenburger Seenland und der dortige Müritz-Nationalpark bedeutend. Entlang der Küste locken unter anderem der Nationalpark Jasmund mit der berühmten Kreideküste vor Rügen und der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit seinen Lagunen. Des Weiteren gibt es unzählige verschiedene Landschafts- und Naturschutzgebiete.

In Mecklenburg und Vorpommern gibt es mehr als zweitausend Gutshäuser, Schlösser und Burgen (z. B. Jagdschloss Granitz, Schloss Basedow, Schloss Bothmer, Burg Stargard), die u. a. für kulturelle Veranstaltungen oder als Hotels genutzt werden. Daneben gibt es im ländlichen Raum viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie historische Dorfkerne, Kirchen, Klöster, Windmühlen, Zeugnisse der Slawenbesiedlung, Denkmäler und Aussichtspunkte.

Rostocks Stadtteil Warnemünde ist mit seinem Cruise Port mit über 350.000 Passagierbewegungen pro Jahr (Stand: Februar 2011) der größte Kreuzfahrthafen in Deutschland und liegt somit vor den jahrelangen Spitzenreitern Kiel und Hamburg. Zudem wurden im Jahr 2013 gut 1,9 Mio. Fährpassagiere befördert.[40] Die jeden Sommer in Warnemünde stattfindende Warnemünder Woche und die Hanse Sail ziehen jährlich über eine Million Touristen nach Rostock. Daneben hat sich die Müritz Sail in Waren (Müritz) als Veranstaltung auf dem Binnengewässer etabliert.

Auch außerhalb der Sommersaison ist der Tourismus in MV von großer Bedeutung, das Geschäft in der Nebensaison und im Winter wächst beständig. An kühlen Tagen werden häufig Innenangebote wie die zahlreichen Museen, Theater, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitbäder wahrgenommen. In den Wintermonaten sind Besuche der traditionellen Weihnachtsmärkte (vor allem in Rostock, Schwerin, Stralsund, Neubrandenburg und in den Seebädern) sowie Silvester- und Wellness-Arrangements populär.

Im Jahr 2012 hatte Mecklenburg-Vorpommern das größte Wachstum an internationalen Übernachtungsgästen in Deutschland.[41]

Kennzahlen der Wirtschaft[Bearbeiten]

Entwicklung BIP 1995–2008
Arbeitsmarkt 2000–2009

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner beträgt in Mecklenburg-Vorpommern 78,3 % des durchschnittlichen Wertes innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten (EU-27: 100; Deutschland: 115,2) (2005).[42] Im Jahr 2009 konnte ein Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 35,2 Milliarden Euro erwirtschaftet werden.

Seit dem Jahr 2006 nahm das Land Mecklenburg-Vorpommern keine neuen Schulden mehr auf und konnte in den Jahren 2007, 2008 und 2011 zusammen rund 440 Mio. Euro tilgen.[43][44][45]

Die Arbeitslosenquote im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern sank in den letzten Jahren infolge des allgemeinen Wirtschaftswachstums und lag im Oktober 2009 mit 11,8 % erstmals seit 1991 bei unter 12 %[46] (vgl. im September 2004 noch ca. 20 %). Sie sank bis 2014 stetig weiter, innerhalb des Bundeslandes gibt es aber weiterhin starke regionale Unterschiede hinsichtlich der Quote der Arbeitslosen. Diese Unterschiede zeigen sich insbesondere zwischen den westlichen Landkreisen Ludwigslust-Parchim (8 %), Rostock (7,9 %) und Nordwestmecklenburg (8,6 %) einerseits und den östlichen Landkreisen Vorpommern-Greifswald (12,4 %), Mecklenburgische Seenplatte (12,3 %) und Vorpommern-Rügen (11,1 %) andererseits (Stand: August 2014).[47]

Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind (Arbeitsortangaben)[48]:

Stadt sozialvers.
Beschäftigte
30. Juni 2012
Veränderung
seit
30. Juni 2007
Pendlersaldo
30. Juni 2012
Arbeitsplatzdichte1
Rostock 80.934 +8,10 % +10.245 620
Schwerin 47.197 −1,14 % +14.471 826
Neubrandenburg 32.323 −4,13 % +8.972 770
Greifswald 24.163 +9,28 % +5.047 628
Stralsund 23.023 −0,54 % +4.647 653
Wismar 15.713 −6,44 % +1.615 590
Güstrow 12.000 +4,22 % +2.323 679
Waren (Müritz) 9.798 +9,61 % +2.233 757
Neustrelitz 8.488 +9,71 % +1.690 676
Parchim 8.462 −6,97 % +2.587 783
1 Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im Alter zwischen 18 und 64; Zahlen zum 9. Mai 2011 gemäß Zensus 2011.[49]

Weiteres[Bearbeiten]

Geburtsstätte des Kaufhauses
Karstadt-Stammhaus, 1871 in Wismar gegründet

Historisch entstanden in Mecklenburg und Vorpommern die Mutterhäuser der ersten großen Kaufhausketten wie Karstadt (gegründet 1871 in Wismar), Kaufhof (gegründet 1879 in Stralsund) und Wertheim (gegründet 1875 in Stralsund).

Kreativwirtschaft

Die Kultur- und Kreativwirtschaft nimmt heute in Mecklenburg-Vorpommern einen zunehmenden Stellenwert ein, also die unternehmerische Kulturschöpfung z. B. durch Filmschaffende und andere Künstler (u. a. zu sehen auf dem Filmkunstfest), Festivals und Konzerte und weitere Veranstaltungen, Theater (z. B. Störtebeker-Festspiele), Mode und Design (z. B. Baltic Fashion Week auf Usedom).

Immobilienwirtschaft

Der Immobilienmarkt in Mecklenburg-Vorpommern hat lokal eine große Bedeutung. Es gibt eine hohe Nachfrage in landschaftlich reizvollen Lagen wie an den Küsten und in Seengebieten, sowie in den historischen Altstädten und Dörfern.[50] Insgesamt gab es im Land 2013 erstmals seit 1990 mehr Zuzüge als Fortzüge.[51] Orte mit guter Infrastruktur verzeichnen häufiger Zuwanderung, insbesondere in den Randgebieten der Metropolregionen Hamburg, Berlin und Stettin,[52] sowie in der Regiopolregion um Rostock.[53][54] Auch die zahlreichen Schlösser und Herrenhäuser des Landes stehen seit einigen Jahren im Fokus der Regional- und Immobilienentwicklung.[55]

Lebensmittelindustrie

Die Verarbeitung von Lebensmitteln ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land. Beispiele aus der Lebensmittelindustrie sind die Kartoffelveredelung durch Pfanni in Stavenhagen, das Nestlé-Werk in Schwerin und die Tiefkühlproduktion der Oetker-Gruppe in Wittenburg. Auch die Trolli-Süßwaren aus Hagenow und die Grabower Süsswaren sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Landesmarketing

Seit 2004 wirbt die Landesregierung mit dem Motto „MV tut gut.“ für Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschaftsstandort und Lebensumfeld. Beim Passieren der Landesgrenzen mit dem Auto wird für Mecklenburg-Vorpommern als „Land zum Leben“ geworben.[56] Ziel der Landesmarketingkampagne ist es, die Stärken und Potenziale Mecklenburg-Vorpommerns bekannter zu machen und mit den starken Kernbereichen Gesundheit, Ernährung, Tourismus, Kultur, Wissenschaft, Technologie und Bildung zu verknüpfen.[57]

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Durch die südwestliche Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns verläuft die Berlin-Hamburger Bahn. Daneben existieren Verbindungen von dieser Strecke über Schwerin und Bad Kleinen nach Wismar und Rostock–Stralsund–Rügen. Weitere Hauptstrecken verlaufen von Berlin über Neustrelitz nach Rostock/Neubrandenburg–Stralsund–Rügen und von Berlin über Pasewalk–Anklam–Greifswald nach Stralsund. Hinzu kommen verschiedene Nebenstrecken und die Bäderbahnen an der Ostseeküste.

In den letzten Jahren wurden aufgrund der dünnen Besiedelung, der Sparmaßnahmen des Landes und der stetig wachsenden Zahl an PKW eine erhebliche Zahl an Schienenstrecken und an Schieneninfrastruktur (vor allem viele Nebenbahnen und kleinere Bahnhöfe sowie Nebengleise) stillgelegt und meist abgebaut. Auch an größeren Bahnhöfen wurden und werden im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen Gleise zurückgebaut und der Betrieb stark vereinfacht. Erhebliche Personaleinsparungen wurden durch Automatisierung (u. a. von Bahnübergängen) durchgeführt. Es gibt mittlerweile Streckenabschnitte von über 20 km Länge ohne Zwischenhalt (z. B. beim RE 5), da dort nur noch langlaufende Regional-Express-Linien (RE) verkehren. Auf den verbliebenen Nebenstrecken wird der Schienenpersonennahverkehr mittlerweile vielfach von der Deutsche-Bahn-Tochter UBB und verschiedenen privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen wie der OLA bzw. seit Dezember 2013 wieder von der Deutschen Bahn (DB-Regio) und der ODEG durchgeführt.

Straße[Bearbeiten]

Autobahnkreuz Wismar als Verbindung von A 14 und A 20

Mecklenburg-Vorpommern wird durch die Bundesautobahn 20 von Lübeck über Wismar, Rostock und Neubrandenburg zum Dreieck Uckermark, die Bundesautobahn 24 von Hamburg nach Berlin mit Anschluss über die A 14 nach Wismar sowie die A 19 von Berlin nach Rostock und im äußersten Südosten von der A 11 erschlossen. Hinzu kommen verschiedene Bundesstraßen.

Bus[Bearbeiten]

Im Land gibt es sowohl kommunale Verkehrsgesellschaften mit eigenen Bussen wie die MVVG, als auch private Betreiber. Das Liniennetz ist in den Oberzentren und Mittelzentren gut ausgebaut, in kleineren Orten fahren die Busse meist weniger Haltestellen an und insgesamt seltener. Neben den Nahverkehrsbetrieben gibt es auch Reisebusanbieter, und seit der Öffnung des Marktes 2013 auch mehrere Fernbuslinien. Dazu gehören die Verbindung schnurstracks der VVG zwischen Greifswald und Neubrandenburg, sowie mehrere Linien zwischen Berlin, Hamburg, Schwerin, Rostock und den Urlaubsorten von Anbietern wie der UBB und MeinFernbus, die in viele Großstädte Deutschlands führen.[58]

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Wichtige Seehäfen sind in Rostock, Wismar, Stralsund, Sassnitz und Greifswald angesiedelt. Von Rostock-Überseehafen und von Mukran bei Sassnitz aus fahren Fähren nach Dänemark, Finnland, Schweden, Polen und ins Baltikum.

In vielen Küstenorten gibt es Segel- und Sportboot-Marinas. Die wichtigsten Sportboothäfen befinden sich neben den größeren Städten in Niendorf, Darß, Prerow, Born, Glowe, Neuhof, Lauterbach/Putbus, Kröslin, Karlshagen, Mönkebude und Ueckermünde. Die vielen Seen im Hinterland sind über die Warnow, die Recknitz, die Peene und verschiedene Kanäle für die Schifffahrt miteinander und mit der Ostsee verbunden. Gerade im Mecklenburger Seenland gibt es eine Vielzahl von Sportboothäfen.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Flughäfen und Landeplätze in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern befindet sich ein größerer Regionalflughafen, mehrere mittlere Flughäfen, auf denen auch Flugzeuge bis zur Größe von Airbus A320 landen können, sowie zahlreiche kleinere Flugplätze und Landebahnen. Der mit Abstand größte und passagierreichste Flughafen ist der Flughafen Rostock-Laage.

Regionalflughäfen sind der Flughafen Heringsdorf auf Usedom, der Flughafen Neubrandenburg, der Ostseeflughafen Stralsund Barth und der Flughafen Schwerin-Parchim. Sie sind aus ehemaligen Luftwaffenstützpunkten der NVA und der Luftstreitkräfte der Sowjetunion entstanden. Der Schwerin-Parchimer Flughafen wird im Jahr 2014 zu einem Logistik-Drehkreuz ausgebaut.[59]

Weiterhin gibt es zahlreiche kleinere Flugplätze, zum Beispiel den Flugplatz Rügen bei Bergen, Flugplatz Anklam, Müritz Airpark bei Röbel, Flugplatz Wismar, Flugplatz Peenemünde auf Usedom, Flugplatz Rerik, Flugplatz Pasewalk, Flugplatz Tutow, Flugplatz Waren/Vielist, Flugplatz Purkshof bei Rostock, Flugplatz Schmoldow bei Greifswald, Flugplatz Pinnow bei Schwerin, Flugplatz Güstrow oder den Flugplatz Neustadt-Glewe, auf denen vorrangig die Sportfliegerei betrieben wird. Diese wird durch den Luftsportverband MV koordiniert.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Schule[Bearbeiten]

Bildung in MV, 2000-2009

Mecklenburg und Vorpommern haben einige der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum auf ihrem Gebiet. Die älteste unter ihnen ist die Domschule Güstrow, die 1236 als Stiftsschule zur Ausbildung des Kleriker-Nachwuchses gegründet wurde, und 1552 als Lateinschule, später als Gymnasium neu gegründet wurde. Auch das Lilienthal-Gymnasium Anklam (1535), die Große Stadtschule Wismar (1541), das Fridericianum Schwerin (1553), das Jahn-Gymnasium Greifswald (1561), das Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasium (1564), die Große Stadtschule Rostock (1580), die Niels-Stensen-Schule Schwerin (1735), das Gymnasium Carolinum Neustrelitz (1795) und das Pädagogium Putbus (1836) können auf eine außergewöhnlich lange Historie verweisen. Das Marienstiftsgymnasium im heute polnischen Stettin wurde 1543 etabliert, musste jedoch während des Zweiten Weltkriegs evakuiert werden. Das humanistische Gymnasium Stralsund wurde 1560 gegründet, wurde nach der Einnahme Stralsunds durch die Rote Armee am 1. Mai 1945 aber nicht wieder eröffnet.

Ab 1990 wurde das DDR-Schulwesen mit der seit 1946 bestehenden Einheitsschule abgelöst und die Schulbildung im Land mehrfach reformiert. Nachdem Anfang der 1990er Jahre das dreigliedrige Schulsystem Bayerns als Vorbild für die Umstrukturierung des Schulsystems diente, wurden in den letzten Jahren einige Veränderungen vorgenommen. Im Sekundarbereich wurde das ehemals dreigliedrige Schulsystem (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) reformiert, indem Haupt- und Realschulen zur Schulform Regionale Schule zusammengelegt wurden. Dies hatte zum einen das Ziel Kosten zu sparen, indem besonders im ländlichen Raum nun neben dem Gymnasium nur noch eine einzige, statt der vorher zwei verschiedenen Schulform angeboten werden muss. Zum anderen wurden im Rahmen der Reform auch die Kernfächer (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gestärkt sowie durch den Unterricht auf Hauptschul- und Realschulniveau in einem Haus die Wechselmöglichkeit für Schüler und die Attraktivität der Schulform für Lehrerneueinstellungen gestärkt.

Um eine spätere Schullaufbahnentscheidung und ein längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen, wechseln Schüler nach der Grundschule (Klasse 1–4) gemeinsam an eine Regionalschule. Nach der sechsten Klasse kann dann ein Wechsel auf ein Gymnasium und der Erwerb des Abiturs erfolgen oder an der Regionalschule die Berufsreife oder die mittlere Reife erlangt werden. Es existieren darüber hinaus auch einige wenige Gesamtschulen.

Von generellen strukturellen Reformen unberührt blieb das klassische Gymnasium, an dem jedoch ebenfalls die Hauptfächer gestärkt wurden und teilweise bis zum Abitur im Klassenverband (statt getrennt in Grund- und Leistungskursen) unterrichtet werden. Seit 2008 ist das Abitur nach zwölf Jahren, welches in der DDR und danach bis 2001 bereits die Regel war, wieder an allen Gymnasien eingeführt worden.

Darüber hinaus wurde und wird generell die Erhöhung der Selbstständigkeit und die Entscheidungsautonomie der einzelnen Schule kontinuierlich mit Modellversuchen und Reformen anvisiert. Dazu gehört das Modell Selbstständige Schule. Das Modell der Europaschule fördert die interkulturelle Zusammenarbeit, ein Beispiel dafür ist das Deutsch-Polnische Gymnasium Löcknitz.

Neben den staatlichen Schulen gibt es auch mehrere Schulen in privater Trägerschaft. Dazu gehört der Betrieb durch private gemeinnützige Träger, die zum Teil auch konfessionell gebunden sind, wie beispielsweise die katholische Bernostiftung. Das Internatsgymnasium Schloss Torgelow bei Waren im Mecklenburger Seenland gehört zu den angesehensten Schulen Deutschlands.[60]

Die Schülerzahlen sind insgesamt seit dem Jahr 2000 zurückgegangen. Im Jahre 2009 kamen in Mecklenburg-Vorpommern auf 100 Einwohner etwa acht Schüler. In den städtischen Zentren wie Rostock, Schwerin, Greifswald, Stralsund, Wismar, Neubrandenburg und weiteren attraktiven Orten nimmt die Zahl der Schüler in den letzten Jahren wiederum stetig zu, was eine Folge steigender Geburtenraten und Zuzüge ist.

Hochschulen[Bearbeiten]

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Universitäten und mehrere weitere Hochschulen.

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (gegründet 1456) und die Universität Rostock (gegründet 1419) sind die beiden ältesten Universitäten in Nordeuropa und gehören zu den ältesten Hochschulen der Welt.

Weitere staatliche Hochschulen sind die Hochschule für Musik und Theater Rostock, die Hochschule Neubrandenburg, die praxisorientierte Fachhochschule Stralsund und die Hochschule Wismar, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow sowie einen Campus der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Schwerin.

Die private Fachhochschule des Mittelstands (ehemals Baltic College) mit Standorten in Schwerin und Rostock bietet Studiengänge im Wirtschaftsingenieur-, Marketing-, Management-, Gesundheits- und Tourismusbereich an. Die private höhere Berufsfachschule DesignSchule Schwerin hat Ausbildungen und Bachelor-Studiengänge in den Bereichen Game-, Grafik- und Modedesign im Angebot.[61] An der da!-Designakademie in Rostock werden zudem verschiedene grafisch orientierte Studiengänge angeboten.[62]

Gerade die beiden Universitätsstädte Rostock und Greifswald profitieren von den teilweise sprunghaft angestiegenen Studentenzahlen. Studienanfänger wirbt das Land mit dem Slogan „Studieren mit Meerwert“,[63] und die Universität Greifswald unter anderem mit „Studieren, wo andere Urlaub machen“.[64]

Forschung[Bearbeiten]

Es gibt zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im Land, die sich hauptsächlich in und um Greifswald und Rostock konzentrieren und sich vorwiegend mit Medizin, Biologie, Physik, Raumfahrt, Tiergesundheit und Agrarwissenschaften beschäftigen. Zu den bekanntesten Instituten zählen das Max-Planck-Institut für demografische Forschung und das Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere in Rostock, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit Zweigstellen in Neustrelitz. Mit dem Friedrich-Loeffler-Institut befindet sich auf der zu Greifswald gehörenden Insel Riems ein nationales Forschungsinstitut. Zu den bekannten Forschungsergebnissen gehören zum Beispiel die Erfindung des Wasserskalpells, auch bekannt als Helix-Hydro-Jet, oder die erste künstliche Leber für Kinder.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mecklenburg-Vorpommern: Bevölkerung 1939–2002

In Mecklenburg-Vorpommern leben heute rund 1,6 Millionen Menschen (Stand: 2013).[65] Die Bevölkerung setzt sich aus Mecklenburgern und Pommern und zum kleinen Teil aus Brandenburgern zusammen. Hinzu kamen viele Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg, überwiegend aus dem östlichen Pommern und Ostpreußen, sowie Zugezogene aus den anderen Regionen Deutschlands und ihre Nachkommen, geschichtlich bedingt hauptsächlich aus dem Gebiet der ehemaligen DDR, sowie nach der Wiedervereinigung russlanddeutsche Aussiedler bzw. Spätaussiedler. Der Anteil an Bürgern ausländischer Herkunft beträgt 2,1 Prozent, die größte Gruppe kommt aus Polen (15,8 Prozent), gefolgt von Russland (9,3 Prozent), der Ukraine (6,7 Prozent) und Vietnam.[66]

Der Bevölkerungsgipfel von über 2,1 Millionen 1945/46 – trotz kriegsbedingter Verluste – ist auf den starken Zustrom von Heimatvertriebenen zurückzuführen, die in der SBZ/DDR offiziell „Umsiedler“ hießen. Der erhebliche Bevölkerungsverlust nach 1989 ist eine Folge der Westabwanderung und eines Einbruchs bei den Geburtenzahlen. Diese Trends haben sich in den 2010er Jahren verlangsamt bzw. wurden gestoppt, es wandern wieder mehr Leute zu und es werden mehr Kinder geboren. Zum Jahr 2008 etwa hatte das Land deutschlandweit den höchsten Geburtenanstieg, die Geburtenrate legte von 1,36 auf 1,41 zu.[67] Die Anstiege werden u. a. auf die gute Kita-Versorgung, gesteigerte Anstrengungen in der Bildungspolitik, die bessere Arbeitsmarktlage und die allgemein verbesserte Lebensqualität im Land zurückgeführt.[68] Insgesamt zeichnet sich ab, dass der periphere ländliche Raum mit schlechter Infrastruktur schwächer besiedelt wird, während die städtischen Zentren sowie landschaftlich und infrastrukturell attraktive Orte wieder Einwohner gewinnen. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 erstmals seit 1990 mehr Zuzüge ins Land als Fortzüge.[51]

Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte und am ländlichsten geprägte deutsche Bundesland. Die Mehrzahl der Bevölkerung wohnt entlang der Ostseeküste, während besonders der Süden des Landes dünn besiedelt ist. Die ehemaligen Landkreise Müritz und Mecklenburg-Strelitz waren die Landkreise mit der geringsten Bevölkerungsdichte in Deutschland. Die Hansestadt Rostock ist mit etwa 203.000 Einwohnern die einzige Großstadt im Land und gilt als Regiopole. Rostock ist ebenfalls das größte der vier Oberzentren des Landes, gefolgt von Stralsund und Greifswald (zusammengerechnet 114.000 Einwohner), der Landeshauptstadt Schwerin (rund 92.000 Einwohner) und der Stadt Neubrandenburg (rund 64.000 Einwohner). Alle anderen Städte haben weniger als 50.000 Einwohner, die bedeutendsten Städte dieser Gruppe sind die Hansestadt Wismar und Güstrow. Die polnische Hafenstadt Stettin wirkt heute als ein Wachstumsmotor für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, vor allem im Bereich ihrer Metropolregion.

Religion[Bearbeiten]

Evangelische Kirche St. Marien in Stralsund

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist konfessionslos. 17,3 Prozent der Bevölkerung von Mecklenburg-Vorpommern bekennen sich zur evangelischen Kirche und 3,3 Prozent zur katholischen Kirche (laut Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland, Stand: 2011).[69]

Evangelische Landeskirche[Bearbeiten]

Die evangelischen Kirchgemeinden im Bundesland gehören zum „Kirchenkreis Mecklenburg“ oder zum „Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis“ innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (kurz: „Nordkirche“). Vor der Fusion zur Nordkirche im Jahr 2012 war Schwerin Bischofssitz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs (ELLM) und Greifswald war Bischofssitz der Pommerschen Evangelischen Kirche, die mit der Reform als jeweils ein Kirchenkreis in der neuen Struktur aufgingen. In Mecklenburg gibt es etwa 193.000 Mitglieder (Stand: 2010)[69] und in Vorpommern etwa 94.000 Mitglieder (Stand: 2010).

Weitere Kirchen[Bearbeiten]

Katholische Kirche Maria Rosenkranzkönigin in Demmin

Die römisch-katholische Kirche spielt seit der Reformation in Mecklenburg-Vorpommern eine zahlenmäßig geringe Rolle. Sie ist gegenwärtig territorial zweigeteilt: Mecklenburgs 46.000 Katholiken (Stand: 2004) gehören zum Erzbistum Hamburg, während die 13.000 (Stand: 2004) Katholiken in Vorpommern dem Erzbistum Berlin angehören.

Neben der schon genannten norddeutschen Landeskirche besteht in Mecklenburg-Vorpommern auch eine Gemeinde der Evangelisch-reformierten Kirche, die als Landeskirche ebenfalls der Evangelischen Kirche in Deutschland angeschlossen ist. Darüber hinaus bestehen Gemeinden der altkonfessionell verfassten Selbständigen Evangelisch-Lutherische Kirche und der evangelischen Freikirchen wie den Baptisten, freien evangelischen Gemeinden, Methodisten, Mennoniten oder den Siebenten-Tags-Adventisten.

Daneben gibt es mehrere kleinere christliche Kirchen wie die Neuapostolische Kirche oder die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).[70]

Judentum[Bearbeiten]

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es je eine jüdische Gemeinde in der Landeshauptstadt Schwerin (inklusive Wismar) sowie in Rostock. Beide Gemeinden sind im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern organisiert, welcher Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland ist.

Über historische Synagogen informiert die Liste der Synagogen in Mecklenburg-Vorpommern.

Kultur[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Heutige Verbreitung des Ostniederdeutschen

In weiten Teilen des Landes wird bis heute neben Hochdeutsch von der älteren Generation auch Niederdeutsch mindestens verstanden und oft auch gesprochen. Die Jüngeren beherrschen es aber praktisch nicht mehr. Heute bemüht man sich, mit vielfältigen Schulprojekten und Vereinsarbeit nachwachsenden Generationen die aussterbende Sprache ihrer Heimat nahezubringen. Nachhaltige Erfolge brachte das jedoch bisher nicht.

Der sogenannte mecklenburgisch-vorpommersche Sprachraum gehört zum Ostniederdeutschen und entspricht in etwa den heutigen Grenzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dabei gibt es keine eindeutig festzumachenden Grenzen zwischen mecklenburgischem und vorpommerschem Niederdeutsch, sondern die dialektalen Unterschiede drücken sich, geographisch betrachtet, in einem West-Ost-Kontinuum aus. Es kommen also keine Isoglossenbündel vor.

Bedeutende niederdeutsche Schriftsteller sind unter anderem Fritz Reuter, John Brinckman und Rudolf Tarnow.

Theater und Museen[Bearbeiten]

Die größten mit öffentlichen Mitteln geförderten Theater des Landes sind das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, das Volkstheater Rostock, das Theater Vorpommern mit Spielstätten in Greifswald, Stralsund und Putbus und die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz mit Spielstätten in Neubrandenburg und Neustrelitz. Alle vier Theater bieten sowohl Schauspiel als auch Musiktheater und Orchestermusik.

Weitere wichtige Theater sind das Ernst-Barlach-Theater in Güstrow, das Mecklenburgische Landestheater Parchim, die Vorpommersche Landesbühne Anklam und das Theater Wismar. Zudem gibt es viele saisonale Theater und Freilichtbühnen an der Ostseeküste und in Künstlerdörfern und Kurorten. Die Störtebeker-Festspiele finden seit 1993 in Ralswiek auf der Insel Rügen statt. Sie sind Deutschlands erfolgreichstes Freilichttheater. Auch die Vineta-Festspiele auf Usedom und das Piraten-Open-Air in Grevesmühlen sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Theater Besucher
2010/2011[71]
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin 168.177
Vorpommersche Theater- und Sinfonieorchester GmbH Greifswald/Stralsund 147.990
Theater und Orchester GmbH Neustrelitz/Neubrandenburg 93.634
Volkstheater Rostock 111.174
Vorpommersche Landesbühne Anklam 65.947
Mecklenburgisches Landestheater Parchim 15.904

Bemerkenswerte Museen in MV sind zum Beispiel das Staatliche Museum Schwerin, das Pommersche Landesmuseum in Greifswald und das Phantechnikum in Wismar. Das Deutsche Meeresmuseum mit dem Ozeaneum in Stralsund ist das meistbesuchte Museum in Norddeutschland.

Weiterhin sind das Deutsche Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten, das Rostocker Kloster zum Heiligen Kreuz und die Kunsthalle Rostock von überregionaler Bedeutung. Das älteste Museum Mecklenburg-Vorpommerns ist das Stralsunder Kulturhistorische Museum, das kleinste das Bildhauermuseum Prof. Wandschneider in Plau am See. Auch die Freilichtmuseen im Land sind beliebte Besuchsziele, z. B. in Groß Raden, Klockenhagen und Schwerin-Mueß, die Slawendörfer Passentin und Neustrelitz, das Steinzeitdorf Kussow sowie das Torgelower Ukranenland.

Zu besichtigen sind auch viele der mehr als 2000 Schlösser, Burgen und Gutshäuser im Land – einige von ihnen werden als Museen geführt, z. B. die Burgen in Burg Stargard, Penzlin, Plau und Neustadt-Glewe, oder auch das Jagdschloss Granitz auf Rügen.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Alle zwei Jahre findet der MV-Tag als offizielles Landesfest statt, im Juni 2016 in der mecklenburgischen Residenzstadt Güstrow. An wechselnden Orten findet auch das alljährliche Erntedankfest des Landes statt, jeweils am ersten Oktoberwochenende mit dem Höhepunkt der Festlichkeiten am Sonntag. Viele Gemeinden feiern ein eigenes Erntedankfest zur selben Zeit.

Die jährlich im Sommer stattfindenden „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“ sind ein Festival für klassische Musik. Die Festspielorte sind über das ganze Bundesland verteilt, häufig in Gutshäusern, Schlössern und auch in Parks. An der Ostseeküste und an den Seen gibt es kleinere Festspiel-Reihen, die mit Musik und Theater das kulturelle Angebot in den Urlaubsorten ergänzen, so z. B. der Schönberger Musiksommer und das Usedomer Musikfestival. Sie sind wie die Festspiele Teil der Veranstaltungsreihe „Musikland MV“.[72]

Jährliches Fusion Festival in Lärz

Eine Veranstaltung für junge Kunst ist das Fusion Festival auf dem Flugplatz Lärz südlich der Müritz. Es findet seit 1997 jährlich statt und ist ein Schaufenster für alternative Musik, Kunst und Theater.

Weitere überregional bedeutende Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern sind:

Musikfestivals
Film
Theater
Volksfeste und Kulturfeste
  • Kulturpark-Feste: Im Kulturpark Neubrandenburg finden regelmäßig Volksfeste statt, die eine Anziehungskraft über die Landesgrenzen hinaus haben, etwa das Pfingstfest und das Mecklenburger Oktoberfest.
  • Martensmann: Die Tradition der November-Reise des Martensmannes von Lübeck nach Schwerin zum Martinstag besteht seit 1520. Sie führt über Schönberg und wird in Rehna und Schwerin als Volksfest bzw. Martensmarkt begangen.
  • Nordischer Klang: Das größte Festival für nordeuropäische Kultur außerhalb Skandinaviens. Es findet jährlich im Mai in Greifswald statt.
  • polenmARkT: Das bedeutendste Festival für polnische Kultur außerhalb Polens. Es findet an meist zehn Tagen im November in Greifswald und umliegenden Orten statt.
  • Schwedenfest: Jedes Jahr im Spätsommer wird bei dieser Veranstaltung in Wismar der langen Zugehörigkeit zur schwedischen Krone gedacht, die nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 begann.
  • Wallensteintage: Seit 1825 begangenes Volksfest in Stralsund, bei dem jedes Jahr im Juli der Abwehr der Belagerung der Stadt durch Wallenstein im Jahr 1628 gedacht wird. Es ist das größte historische Volksfest Norddeutschlands.
  • Weihnachtsmärkte: Der traditionelle Rostocker Weihnachtsmarkt gilt als größter Norddeutschlands, auch die Weihnachtsmärkte von Stralsund, Wismar, Schwerin, Neubrandenburg (Weberglockenmarkt) und in den Seebädern an der Küste sind überregional bekannt. Doch auch in kleineren Orten und Dörfern finden sich Märkte, z. B. an Gutshäusern, in der Scheune Bollewick und am Kloster Zarrentin.[73]

Sportveranstaltungen werden im Abschnitt Sport behandelt.

Feiertage[Bearbeiten]

Neben den bundesweit gültigen Feiertagen Neujahr, Karfreitag, Ostern, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Tag der Deutschen Einheit und Weihnachten ist in Mecklenburg-Vorpommern der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag. Seit dem Jahr 2002 ist der 8. Mai im Land Mecklenburg-Vorpommern staatlicher Gedenktag als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges.

Münzen[Bearbeiten]

Seit 2006 erscheinen jährlich 2-Euro-Gedenkmünzen mit einem Motiv des Landes, welches den Präsidenten des Bundesrates stellt. 2007 war dies Mecklenburg-Vorpommern, somit wurden rund 30 Millionen 2-Euro-Münzen mit dem Schweriner Schloss als Motiv geprägt, die als offizielles Zahlungsmittel im Umlauf sind.

Medien[Bearbeiten]

Die Medienlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern deckt alle wesentlichen Gebiete von Medienformen ab. Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV) ist das rechtsgültige Organ gemäß dem Landesrundfunkgesetz, welches zur Entwicklung von Funk und Fernsehen beiträgt und die Aktivitäten privater und offener Medienstationen überwacht, sowie Rundfunklizenzen ausschreibt. Seit 2007 wird ein Medienkompetenzpreis verliehen, durch den bedeutende Leistungen von engagierten Bürgern und Kindern gewürdigt werden.

Printmedien/Zeitungen[Bearbeiten]

Die auflagenstärksten regionalen Tageszeitungen sind die Ostsee-Zeitung, die Schweriner Volkszeitung mit ihrer Rostocker Lokalausgabe, die Norddeutschen Neuesten Nachrichten, und der Nordkurier. Keine der Zeitungen besitzt eine eigene Vollredaktion.[74] Daneben gibt es verschiedene regionale Anzeigenblätter wie den Blitz.

Radio[Bearbeiten]

Radio steht zum analogen und digitalen Empfang zur Verfügung. Es gibt auch diverse Offene Kanäle, auch bekannt als Bürgerfunk oder Bürgerrundfunk.

Auswahl öffentlich-rechtlicher Radiosender und deren Empfangsmöglichkeiten:

Antenne MV, Funkhaus in Plate bei Schwerin

Private Radiosender:

Offene Radiosender:

Internetradio[Bearbeiten]

Zu den Webradios aus Mecklenburg-Vorpommern zählen in alphabetischer Reihenfolge: Ostseemelodie aus Schwerin, Radio Hagenow, Radio MSP aus Neustrelitz, Radio Nordland aus Leopoldshagen und Webradio Powerplay aus Rostock. Daneben verfügen die meisten terrestrisch verbreiteten Radiostationen über Streams, welche auf den jeweiligen Internetpräsenzen übertragen und empfangen werden können.

Fernsehen[Bearbeiten]

Es können alle öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender über Kabel und Satellit empfangen werden. Einige öffentlich-rechtliche Sender werden zudem terrestrisch über DVB-T ausgestrahlt. Das NDR Fernsehen ist der überregionale TV-Sender des Norddeutschen Rundfunks, der neben Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen auch Mecklenburg-Vorpommern mit regionalen Informationen versorgt. Das Landesprogramm des NDR Fernsehens ist das Nordmagazin. Im September 2012 ging mit MV1 das erste landesweite Privatfernsehen auf Sendung.

Es gibt einzelne Fernsehsender, die lokal oder regional auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt senden können. Das lokale Angebot wird von privaten und offenen TV-Stationen betrieben. Folgende lokale, offene und private TV-Sender können derzeit über Kabel und teilweise über Internet im Stream als Internet TV empfangen werden.

Studio von tv.rostock in der Südstadt

Film[Bearbeiten]

Mecklenburg-Vorpommern ist ein beliebtes Panorama für deutsche und internationale Filmproduktionen. Die Filmland M-V gGmbH ist der Ansprechpartner und zugleich Koordinator für die Filmbranche. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert durch die Verleihung des Medienkompetenzpreises beim FiSH u. a. junge Filmproduktionen. Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist das wichtigste Filmfest des Landes und ist eines der größten Publikumsfestivals Deutschlands.

Bekannte Schauspieler aus Mecklenburg-Vorpommern sind u. a. Nadja Uhl (gebürtige Stralsunderin), Matthias Schweighöfer (Anklamer), Charly Hübner (Neustrelitzer), Katrin Sass (Schwerinerin), David C. Bunners (Neubrandenburger), Tim Wilde (Stralsunder), Jule Böwe (Rostockerin), Devid Striesow (Rüganer), Hinnerk Schönemann (Rostocker) und Anne-Catrin Märzke (Parchimerin).

MV als Filmkulisse

Die Fernsehserien Ein Bayer auf Rügen und Hallo Robbie! machten das Land und die Insel Rügen in ganz Deutschland bekannt. Die Insel Usedom diente dem Loriot-Film Pappa ante Portas als Kulisse. Der Kinofilm Das weiße Band von 2009 spielt zum Teil in MV. Im Sat.1-Fernsehfilm Die Grenze von 2010 spaltet sich Mecklenburg-Vorpommern, inzwischen von radikalen Linken regiert, von der Bundesrepublik Deutschland ab und existiert als „Demokratische Sozialistische Republik Mecklenburg-Vorpommern“ als unabhängiger Staat weiter. Auch die Filme Die Gustloff und Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen spielen zum Teil an Standorten in Mecklenburg und Vorpommern. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Krimi-Filme und -Reihen, die Schauplätze in Mecklenburg-Vorpommern verwenden, u. a. der Polizeiruf 110 aus Rostock und SOKO Wismar.

Sport[Bearbeiten]

DKB-Arena (Ostseestadion) in Rostock

Ballsportarten[Bearbeiten]

Fußball

Der F.C. Hansa Rostock spielt in der Saison 2014/15 in der 3. Liga im Profifußball. In der Saison 2014/15 spielt zudem die TSG Neustrelitz in der Regionalliga („4. Liga“). Der Landesfußballverband MV richtet alljährlich den MV-Pokal aus, der Sieger nimmt am DFB-Pokal teil. Im Beachsoccer (Strandfußball) sind die Rostocker Robben erfolgreich.

Volleyball

Die Volleyballmannschaft des Schweriner SC ist in der 1. Frauen-Bundesliga vertreten, der 1. VC Stralsund und der Schweriner SC II in der Zweiten Frauen-Bundesliga Nord. Der jährliche Usedom-Beachcup ist einer der weltweit größten Wettkämpfe im Beachvolleyball.

Handball

Der HC Empor Rostock spielt in der 2. Handball-Bundesliga, der HSV Insel Usedom, der Stralsunder HV und SV Mecklenburg Schwerin spielen in der 3. Liga Nord.

Hockey

Die Eishockeymannschaft Rostock Piranhas spielt seit der Saison 2010/2011 in der Eishockey-Oberliga Nord (3. Liga).

Im Hallenhockey ist das jährliche Höcker-Turnier in Güstrow von bundesweiter Bedeutung.

Basketball

Im Basketball spielen die Rostock Seawolves in der Saison 2014/15 in der 2. Bundesliga, der ProB.

Radball

Der Demminer Radballverein spielte von der Saison 2008/2009 bis 2014 in der 2. Radball-Bundesliga.

Wasserballsport

Das Team UWR 071 Rostock spielt seit der Saison 2013/14 in der 1. Bundesliga Nord im Unterwasserrugby.

Golf

Golf erfreut sich zunehmender Beliebtheit, vor allem durch die Schaffung neuer Plätze auch für Anfänger. Der Golfverband Mecklenburg-Vorpommern[75] hatte 2011 rund 13.500 Mitglieder, darunter fast die Hälfte aus anderen Bundesländern[76]. Bedeutende Turniere finden z. B. auf dem WINSTONopen in Vorbeck bei Schwerin statt.

Wassersport[Bearbeiten]

Segeln

An der Ostseeküste und auf den zahlreichen kleineren Gewässern wird Segelsport betrieben. Auf den meisten größeren Gewässern werden Regatten abgehalten. Große jährliche Sportereignisse um den Segelsport sind die Hanse Sail und die Warnemünder Woche in Rostock. In Stralsund findet jeden Sommer das Hafenfest statt, in Wismar gibt es die Hafentage und in Sassnitz auf Rügen Sail Sassnitz. In Ueckermünde wird jährlich die Haff Sail ausgerichtet. Im Binnenland ist die Müritz Sail in Waren populär. Der Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock-Warnemünde betreut die meisten örtlichen Segelvereine.[77]

Surfen

Der Surfsport ist sowohl an der Außenküste von Mecklenburg-Vorpommern beliebt, als auch an den ruhigeren Buchten und Binnenseen, vor allem in Form von Windsurfen und Kitesurfen. 52 Surfspots sind mittlerweile im Land etabliert,[78] zudem zahlreiche Surfschulen.[79]

Kanusport

Der Paddelsport ist im ganzen Land populär – Kanu-, Kajak- und Drachenbootvereine sind überall präsent. Auch die Trendsportart Stehpaddeln erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der Landeskanuverband MV hat seinen Sitz in Neubrandenburg.[80]

Schwimmen

Beim Stralsunder Sundschwimmen wird alljährlich von über tausend Schwimmern der Strelasund durchschwommen. Das Müritzschwimmen ist ein Wettbewerb, der seit 1969 ausgetragen wird. Der Schwimmverband MV ist in Rostock angesiedelt und betreut neben den Schwimmern auch die Wasserspringer und Wasserballer.[81]

Weitere Sportarten[Bearbeiten]

Motorsport

Im Motorsport sind jährlich wiederkehrende Höhepunkte das Internationale Bergringrennen auf dem Teterower Bergring zu Pfingsten, mit dem abendlichen Speedwayrennen um den Auerhahn-Pokal in der Bergring-Arena – sowie das internationale Speedwayrennen um den Pfingstpokal in Güstrow im Stadion an der Plauer Chaussee vor bis zu 10.000 Zuschauern. Die jährlichen Stockcar-Rennen im „Hexenkessel“ von Grimmen erfreuen sich großer Beliebtheit bei Startern und Zuschauern.

Oldtimerrallyes finden im ganzen Land statt, bundesweit populär ist u. a. die Kaiser Classic Tour über die Insel Usedom.[82] Der Landes-Motorsport-Fachverband MV (LMFV) mit Sitz in Rostock koordiniert vor allem die Aktivitäten in den Bereichen Motorrad- und Kartsport.[83]

Kampfsport

Zu den populärsten Kampfsportarten in MV zählen Boxen und Kickboxen, Judo, Jiu Jitsu und Karate. Die Karateunion Mecklenburg-Vorpommern etwa zählt 37 Mitgliedsvereine.[84] Einige bekannte Boxweltmeister kommen aus dem Land, dazu gehören Sebastian Sylvester und Jürgen Brähmer. Bekannt sind auch die Boxtrainer Fritz Sdunek (1947–2014) und Michael Timm.

Reiten

Der Reitsport spielt in Mecklenburg-Vorpommern eine große Rolle und hat eine lange Tradition. Das Landgestüt Redefin ist für seine Hengstzüchtungen und die dortigen Paraden und Ausbildungen weltbekannt. Die Ostseerennbahn in Bad Doberan ist die älteste auf dem europäischen Festland.

Radsport

Der Radsport ist in allen Altersgruppen populär. In Rostock gibt es eine Radrennbahn von 250 Metern Länge.[85] Die Mecklenburger Seen-Runde mit Start- und Zielpunkt in Neubrandenburg wurde 2014 erstmals unter großer Beteiligung veranstaltet und soll in den Folgejahren als europäisches Radrennen etabliert werden.[86]

Läufe

Der Rügenbrückenlauf mit Marathon führt die Teilnehmer alljährlich über die Rügenbrücke. Weitere populäre Marathonstrecken führen durch Rostock, um die Müritz, um den Tollensesee[87], über Usedom, den Darß und am Stettiner Haff entlang.[88]

Luftsport

Luftsport ist vor allem außerhalb der Wintermonate populär, z. B. Kunstflug, Ultraleichtfliegen, Paragleiten und Drachensport. Neben den größeren Flugplätzen gibt es zahlreiche kleine Fliegerhorste und Segelfluggelände, bei denen Übungsstunden absolviert werden können. Der Luftsportverband MV organisiert u. a. die jährliche Flugrallye und die Deutsche Meisterschaft im Motorflug.[89]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Mecklenburg-Vorpommern – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mecklenburg-Vorpommern

Literatur[Bearbeiten]

Um eine vollständige Übersicht landeskundlicher Literatur bemüht sich die Landesbibliographie MV.

Weblinks[Bearbeiten]

Weiterführende Informationen in den
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Wiktionary Wörterbucheinträge
Wikisource Quellen und Volltexte
Wikinews Nachrichten
Wikivoyage Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesportal Mecklenburg-Vorpommern, Landessignet und Slogan „MV tut gut.“, abgerufen am 22. Januar 2013
  2. Nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen
  3. Bevölkerung – Mecklenburg-Vorpommern. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 25. Juni 2014, abgerufen am 26. Juni 2014.
  4. Arbeitslosenquoten im November 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 27. November 2014.
  5. Destatis: Schulden der öffentlichen Haushalte am 31. Dezember 2012
  6. Landesportal Mecklenburg-Vorpommern, Landessignet „MV tut gut.“, abgerufen am 22. Januar 2013
  7. Der Name Pommern (po more) ist slawischer Herkunft und bedeutet so viel wie „Land am Meer“. (Pommersches Landesmuseum)
  8. Wolfgang Benz: Potsdam 1945: Besatzungsherrschaft und Neuaufbau im Vier-Zonen-Deutschland, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1986, (dtv Reihe Deutsche Geschichte der neuesten Zeit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart; Bd. 4522), S. 270. ISBN 3-423-04522-1.
  9. Chronik Mecklenburg-Vorpommerns auf dem M.-V.-Landesportal
  10. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 2009, S.25
  11. Naturräumliche Gliederung: Landschaftszonen und Großlandschaften, IKZM-D Lernen, (PDF – 2,7 MB), 10/2002, abgerufen am 22. Januar 2013
  12. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011)
  13. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011)
  14. Investorenportal MV Bio- und Medizintechnik
  15. Branchen und Wachstumsfelder, Landesportal MV, abgerufen am 10. November 2014
  16. a b Förderkreis Luft- und Raumfahrt Mecklenburg-Vorpommern
  17. IT-Beauftragter des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  18. Technologie- und Kompetenzzentren in Mecklenburg-Vorpommern Investorenportal Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 14. Januar 2014
  19. TechnoStartup MV - Partner für technologieorientierte Gründungen in Mecklenburg-Vorpommern
  20. IT-Lagune Vorpommern e.V.
  21. IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern
  22. BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern
  23. AG Kreative MV
  24. Entrepreneurs Club Rostock – Gründungslandschaft Mecklenburg-Vorpommern / Startup Map
  25. Die 100 größten Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns 2012, NordLB, abgerufen am 22. Februar 2014
  26. Liebherr in Rostock
  27. hansegroup.com
  28. Liste von Bootsbauern in MV, abgerufen am 22. Februar 2014
  29. Wachstumsbranche Luft- und Raumfahrt-Zulieferindustrie, Wirtschaftsministerium MV, abgerufen am 12. November 2014
  30. Unternehmen der Luftfahrt und Raumfahrt im Raum Rostock, Rostock Business, abgerufen am 10. November 2014
  31. Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt in Warnemünde eröffnet, airliners.de, 16. November 2007, abgerufen am 12. November 2014
  32. Kompetenzzentrum für Flugzeugentwicklung und Flugzeugbau Pasewalk
  33. Remos AG Leichtflugzeuge Pasewalk
  34. DLR: Standort Neustrelitz
  35. Heinkel He 178, fliegerweb.com, abgerufen am 10. November 2014
  36. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei Paperback, 2012, ISBN 9783866741676, S. 12
  37. Bundesländer-Vergleichsstudie Erneuerbare Energien 2014, abgerufen am 29. November 2014
  38. Status der Windenergienutzung in Deutschland (Stand: 31. Dezember 2011) (PDF; 2,4 MB). DEWI GmbH, abgerufen am 8. Juni 2012
  39. Gezeitenkraftwerke als günstige Alternative zu Windparks, ingenieur.de, 26. März 2014, abgerufen am 11. November 2014
  40. Leichtes Umschlagwachstum in Rostock und Kiel. In: Schiff & Hafen, Heft 3/2014, S. 68–70
  41. Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus MV – „Von Januar bis September 2012 begrüßte der Nordosten mit knapp 280.000 ausländischen Gästen 13,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum – damit ist MV in diesem Jahr Primus in Deutschland. Mit rund 372.000 Übernachtungen allein in den Sommermonaten Juli und August registrierte das Statistische Amt zudem die bisher erfolgreichste Hauptsaison im internationalen Tourismus.“
  42. Eurostat News Release 23/2007: Regional GDP per inhabitant in the EU 27 ([1])
  43. Statistisches Bundesamt: Schulden der öffentlichen Haushalte 2006, Pressemitteilung vom 21. Februar 2007. ([2])
  44. Ostsee-Zeitung, 2. Februar 2010: Mecklenburg-Vorpommern mit Überschuss im Krisenjahr
  45. Webseite des Finanzministeriums von Mecklenburg-Vorpommern (aufgerufen am 13. Mai 2012)
  46. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Abruf Oktober 2009
  47. Interaktive Karte mit grafischer Darstellung der Arbeitslosenquoten nach Landkreis
  48. Statistik der Bundesagentur für Arbeit
  49. Zensusdatenbank
  50. Immobilien-Kompass, Capital, abgerufen am 3. November 2014
  51. a b Trend umgekehrt: MV wird Zuwanderer-Land, NDR, 6. Februar 2014, abgerufen am 4. November 2014
  52. Eine Stadt bekämpft den Wandel, Nordkurier, Printausgabe: Blickpunkt, Seite 2, 4. November 2014
  53. Rostock wächst weiter, Rostock Heute, abgerufen am 4. November 2014
  54. Rostock: Zahlen und Fakten, rostock.de, abgerufen am 4. November 2014
  55. Schloss-Immobilien in MV im Investguide
  56. Land zum Leben: MV stellt neue Schilder auf, Ostsee-Zeitung, 9. Juli 2014
  57. MV tut gut.
  58. meinFernbus: Ziele ab/nach Rostock
  59. Parchim International Airport
  60. Deutsche Internate mit Spitzen-Renommee, Die Welt World's Luxury Guide, 7. Oktober 2012, abgerufen am 6. November 2014
  61. Designschule Schwerin
  62. DA-Designakademie Rostock
  63. Studieren mit Meerwert – Studieren in MV.
  64. http://www.dental.uni-greifswald.de/fachschaft/?s=52
  65. http://www.statistik-portal.de/Statistik-Portal/de_zs01_mv.asp
  66. Statistik MV, Ausländerquote in Mecklenburg-Vorpommern beträgt 2,1 Prozent, abgerufen am 8. September 2014
  67. Geburten: Mecklenburg-Vorpommern legt am meisten zu, bild.de, 28. Januar 2010, abgerufen am 4. November 2014
  68. Familie und Gesundheit, Landesportal Mecklenburg-Vorpommern
  69. a b Evangelische Kirche in Deutschland: Kirchenmitgliederzahlen am 31. Dezember 2010. EKD, 2011, (PDF; 0,45 MB)
  70. http://www.mecklenburg-vorpommern.eu/cms2/Landesportal_prod/Landesportal/content/de/Land_und_Regierung/Unser_Land/Kirchen_und_Konfessionen/index.jsp
  71. Statistisches Jahrbuch 2013
  72. Musikland Mecklenburg-Vorpommern
  73. Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern, NDR, abgerufen am 24. November 2014
  74. Günter Herkel: Einfalt statt Vielfalt. In: M – Menschen Machen Medien, Ausgabe 8/9 2009, S. 15–16.
  75. Golfverband MV
  76. golfen-mv.de Entwicklung der Mitgliederzahlen im Deutschen Golfverband, 27. Januar 2012, abgerufen am 14. Januar 2014
  77. Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
  78. Surfspot.de – Surfspots in Mecklenburg-Vorpommern
  79. Surfmap-MV.de – Surfschulen in Mecklenburg-Vorpommern
  80. Landeskanuverband Mecklenburg-Vorpommern
  81. Schwimm-Verband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  82. Kaiser Classic Tour – Oldtimer-Rallye auf Usedom
  83. Landes-Motorsport-Fachverband e.V. Mecklenburg-Vorpommern
  84. Karateunion Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  85. Radsportverband Mecklenburg-Vorpommern
  86. Mecklenburger Seen-Runde
  87. Tollenseseelauf
  88. Haffmarathon
  89. Luftsportverband Mecklenburg-Vorpommern

53.61206212.700195Koordinaten: 53° 37′ N, 12° 42′ O