Medem (Fluss)
| Medem | ||
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Die Medem kurz vor der Schleuse |
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| Daten | ||
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| Lage | Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen, Deutschland | |
| Flusssystem | Elbe | |
| Abfluss über | Elbe → Nordsee | |
| Quelle | In Ihlienworth 53° 44′ 11″ N, 8° 55′ 10,3″ O53.7363888888898.91951388888890.5 |
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| Quellhöhe | 0,5 m ü. NHN | |
| Mündung | Bei Otterndorf in die Elbe53.8294444444448.89513888888890Koordinaten: 53° 49′ 46″ N, 8° 53′ 43″ O 53° 49′ 46″ N, 8° 53′ 43″ O53.8294444444448.89513888888890 |
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| Mündungshöhe | 0 m ü. NHN | |
| Höhenunterschied | 0,5 m | |
| Länge | 15,9 km | |
| Einzugsgebiet | 483 km² | |
| Abfluss | MQ |
4,7 m³/s |
| Rechte Nebenflüsse | Hadelner Kanal | |
| Linke Nebenflüsse | Emmelke, Wilster | |
| Schiffbar | 15,9 km | |
Die Medem ist ein 16 km langer Fluss in Niedersachsen, der bei der Stadt Otterndorf in die Elbe[1] mündet.
Die Medem ist auf der gesamten Länge für kleine Boote schiffbar. Der Flusslauf besitzt etwa 70 Mäander von der Mündung bis zum Stufenschöpfwerk in Ihlienworth. Sie führt von dort über Pedingworth und Neuenkirchen nach Otterndorf, wo sie zusammen mit dem Hadelner Kanal in einem gemeinsamen Außenpriel in die Elbe mündet. Um von der natürlichen Entwässerung durch die Gezeiten unabhängig zu sein, wurde 1928 das Schöpfwerk Otterndorf gebaut. Das Entwässerungsgebiet des Medemverbandes umfasst ca. 22.000 Hektar.
Eine Schleuse führt am Otterndorfer Seglerhafen in die Medem.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bedeutung
Gebildet hat sich die Medem aus einem Priel, der in der Vorzeit das Gebiet des heutigen Hadeln und Sietland entwässerte.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Entwässerung
Nach großer wirtschaftlicher Bedeutung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts für die Entwicklung und den Bestand der Stadt Otterndorf, die direkt am Fluss erbaut wurde, ist die Medem heute im Wesentlichen bedeutend für die Entwässerung des Landes Hadeln. Das Schöpfwerk Otterndorf in Otterndorf besitzt das größte Wasserrohr Europas zur Abführung der Wassermassen, die aus den binnenländischen Gebieten mit einem Höhenniveau unterhalb des Meeresspiegels abgepumpt werden müssen.
[Bearbeiten] Tourismus
Die heutige Bedeutung neben der Entwässerung erschließt sich zum größten Teil im touristischen Bereich. In den Sommermonaten werden auf zwei ehemaligen Hamburger Hafenbarkassen Rundfahrten auf der Medem angeboten. Mit der „MS Jens“ oder der „MS Onkel Heinz“ können verschieden lange Fahrten vom Anleger am Specken oder dem Anleger an der Schleuse in Otterndorf bis nach Neuenkirchen, Pedingworth oder Ihlienworth unternommen werden. Da die Ufer der Medem nicht befestigt sind, darf nur mit etwa sechs Kilometer pro Stunde gefahren werden. Diese Schleichfahrt dient zur Schonung der Uferböschung und lässt viel Zeit für die Beobachtung der Ufervegetation.
Im Sommer werden in Ihlienworth Bootsfahrten auf Ausflugskähnen angeboten, die aus dem Spreewald stammen. In diese wurden allerdings kleine Elektromotoren eingebaut, da das Staken (fortbewegen mit einem Rudel, einer über vier Meter langen Stange aus Esche) auf weichem Untergrund nur sehr schwer zu handhaben ist.
Auch als Angelrevier ist die Medem beliebt.
[Bearbeiten] Natur
Am Ufer können viele Tiere angetroffen werden. Wildenten, Kiebitze, Wasserhühner, Graureiher oder Kormorane zeigen nur geringe Scheu vor den langsam fahrenden Booten, der Eisvogel ist allerdings sehr scheu und wird nur selten gesichtet.
Die Medem wird auch als Angelrevier genutzt. Aale, Barsche, Hechten, Karpfen, Schleie oder Zandern können hier gefangen werden.
[Bearbeiten] Nebenflüsse, -kanäle und -wettern
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bei Flusskilometer 712,5, vgl. http://www.fgg-elbe.de/tl_fgg_neu/veroeffentlichungen.html?page=7&file=tl_files/Downloads/Dokumente/ARGE_09/Fachberichte/Fliessgw.pdf, abgelesen am 9. Mai 2009.