Medienanthropologie

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Die Medienanthropologie ist ein sehr junges und daher noch nicht ganz eindeutig zu definierendes, interdisziplinäres Forschungsgebiet, das von einigen seiner Vertreter in die Nähe der Medienpädagogik bzw. anderer Medienwissenschaften gerückt, von anderen hingegen als neues Teilgebiet der Kulturanthropologie verstanden wird.

Die Medienanthropologie setzt sich zur Aufgabe, die Veränderungen des Menschen und des Menschenbilds in unserer in noch immer wachsendem Maße durch Massenmedien geprägten Gesellschaft zu reflektieren und mit kritischen Fragen zu begleiten. Dabei wird der Begriff Medium mit einer weiten historischen Perspektive verfolgt: von der Höhlenmalerei über Tafelbilder und Bücher bis zu den audiovisuellen Verbreitungs- und Speichergeräten in Form von Fernseher, Radio und Computer. Gegenstand der Medienanthropologie ist somit auch die gesellschaftliche Funktion von Medien und deren kulturelle Bedeutung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Uhl: Medien, Gehirn, Evolution. Mensch und Medienkultur verstehen; eine transdisziplinäre Medienanthropologie. Transcript, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-8376-1255-4 (zugl. Habilitationsschrift, Universität Siegen).

Weblinks[Bearbeiten]