Medlingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Medlingen
Medlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Medlingen hervorgehoben
48.57444444444410.326388888889447Koordinaten: 48° 34′ N, 10° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gundelfingen an der Donau
Höhe: 447 m ü. NHN
Fläche: 17,07 km²
Einwohner: 1001 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89441
Vorwahl: 09073
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 153
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bergstr. 1
89441 Medlingen
Webpräsenz: http://www.medlingen.com
Bürgermeister: Stefan Taglang (UWV)
Lage der Gemeinde Medlingen im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Donau-Ries Landkreis Günzburg Aislingen Bachhagel Bächingen an der Brenz Binswangen Bissingen (Bayern) Blindheim Buttenwiesen Dillingen an der Donau Finningen Glött Gundelfingen an der Donau Haunsheim Höchstädt an der Donau Holzheim (bei Dillingen an der Donau) Laugna Lauingen (Donau) Lutzingen Medlingen Mödingen Schwenningen (Donau) Syrgenstein Villenbach Wertingen Wittislingen Ziertheim Zöschingen ZusamaltheimKarte
Über dieses Bild

Medlingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Medlingen liegt im Donautal am Rande der Schwäbischen Alb, direkt an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Medlingen liegt etwa in der Mitte der Kreisstädte Ulm, Dillingen an der Donau, Günzburg und Heidenheim an der Brenz.

Ortsteile[Bearbeiten]

Die Gemeinde Medlingen besteht aus den beiden Ortschaften Obermedlingen und Untermedlingen sowie den Aussiedlerhöfen Viehhof und Bächinger Mühle.

1978 wurde im Rahmen der kommunalen Gebietsreform Medlingen der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau zugesprochen. Neben Medlingen und Gundelfingen gehören dazu die Orte Haunsheim und Bächingen. Die zugehörigen Gemeinden besitzen weiterhin Selbständigkeit (eigener Bürgermeister). Zur Verwaltungsgemeinschaft (VG) gehören etwa 11.500 Einwohner. Der erste Bürgermeister der Stadt Gundelfingen ist gleichzeitig Leiter der VG.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Namens Maedlingen geht auf das Jahr 1217 zurück, wobei nicht sicher ist, ob Obermedlingen oder Untermedlingen gemeint war. Der Name bedeutet zu den Leuten eines Madilo. Obermedlingen wurde erstmals 1260 genannt, und die beiden Dörfer werden erstmals 1317 durch den Zusatz der Kirchenpatronin St. Radegund Maedlingen unterschieden. Untermedlingen ist danach auch als Radgund-, Radgen-, Rad- und Ratenmaedlingen oder Nidermedlingen bekannt, bevor 1399 erstmals der Name Untermedlingen fällt.

Im Allgemeinen ist die Geschichte beider Ortsteile eng mit der des Obermedlinger Klosters verbunden.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

In den Jahren 1973 und 1974 sprachen sich die Bürger von Obermedlingen und Untermedlingen in zwei geheimen Abstimmungen für einen Zusammenschluss der beiden Gemeinden aus. Der gemeinsame Name Medlingen wurde von einer großen Mehrheit befürwortet. Der endgültige Zusammenschluss zur Einheitsgemeinde Medlingen erfolgte mit Wirkung vom 1. Januar 1975.[2]

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 8 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

  • Unabhängige Wählervereinigung: 3 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Untermedlingen: 2 Sitze
  • Bürgerliste: 3 Sitze

Bürgermeister ist seit 2002 Stefan Taglang (UWV). Am 16. März 2014 wurde er mit 96,08 % der Stimmen wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter blauem Schildhaupt, darin ein rechts springender silberner Hund mit einer goldenen Fackel im Maul, im Zinnenschnitt schräg geteilt von Gold und Rot, oben schräg nebeneinander drei schwarze Hirschspuren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • ehemaliges Kloster und Stiftskirche in Obermedlingen mit einem herausragenden – das Orts- und Landschaftsbild prägenden – Kirchturm.
  • Lorettokapelle in Obermedlingen, mit prächtigem Rokokoaltar, 1758 geweiht
  • Filialkirche St. Radegundis in Untermedlingen, barocker Bau, 1762 geweiht

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Die mehrere hundert Jahre alte, markante Bächinger Linde (tatsächlich aber eine Bergulme) auf halber Strecke zwischen Obermedlingen und Bächingen wurde 2003 als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Von Medlingen ist die Autobahn A 7 (ca. 10 min über die B 492) und die A 8 (ca. 15 min über die B 16) ohne Umwege schnell erreichbar. Die B 16 ist ca. 2 km entfernt. Medlingen liegt unweit entfernt von den Kreisstädten Ulm (ca. 30 min), Heidenheim (ca. 15 min), Günzburg (ca. 15 min) und Dillingen (ca. 15 min).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Gerüst- und Holzbau Kurt Mayer
  • Raumausstattung Hartmann
  • Metallverarbeitung Langer
  • Spenglerei Kleiber
  • Friseursalon Stadler
  • Top-Haus-Riß
  • FZ Werbung & Beschriftungen

Bildung[Bearbeiten]

  • Kindergarten

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Medlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 769.
  3. Hyacinth Holland: Holland, Benedikt von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 12, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 748.