Meersburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Meersburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Meersburg
Meersburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Meersburg hervorgehoben
47.6958333333339.2708333333333444Koordinaten: 47° 42′ N, 9° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Bodenseekreis
Gemeindeverwal-
tungsverband:
Meersburg
Höhe: 444 m ü. NHN
Fläche: 12,08 km²
Einwohner: 5376 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 445 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88709
Vorwahl: 07532
Kfz-Kennzeichen: FN
Gemeindeschlüssel: 08 4 35 036
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
88709 Meersburg
Webpräsenz: www.meersburg.de
Bürgermeister: Martin Brütsch (parteilos)
Lage der Stadt Meersburg im Bodenseekreis
Bodensee Österreich Schweiz Bayern Bermatingen Daisendorf Deggenhausertal Eriskirch Frickingen Friedrichshafen Hagnau am Bodensee Heiligenberg (Bodenseekreis) Immenstaad am Bodensee Kressbronn am Bodensee Langenargen Markdorf Meckenbeuren Meersburg Neukirch (Bodenseekreis) Oberteuringen Owingen Salem (Baden) Sipplingen Stetten (Bodenseekreis) Tettnang Überlingen Überlingen Uhldingen-Mühlhofen Landkreis Konstanz Landkreis Konstanz Landkreis Ravensburg Landkreis SigmaringenKarte
Über dieses Bild

Meersburg ist eine Kleinstadt im baden-württembergischen Bodenseekreis. Sie liegt zwischen Friedrichshafen und Überlingen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Schiffsanlegestelle, Unter- und Oberstadt von Meersburg

Meersburg liegt am nördlichen Ufer des Bodensees, am Übergang vom Obersee zum Überlinger See auf einer Höhe von 400 bis 500 Metern. Allein zwischen Unter- und Oberstadt besteht ein Höhenunterschied von 40 Metern.[2]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Meersburg gehören die nördlich gelegenen Ortschaften Riedetsweiler, Baitenhausen und Schiggendorf.

In Riedetsweiler wohnte Franz Anton Mesmer ab 1814. Von der Ortsmitte von Riedetsweiler erreicht man über einen Fußweg den Aussichtspunkt „Schüssel“ mit weiter Sicht auf den Obersee.

Am 1. Februar 1972 wurde die Gemeinde Baitenhausen in die Stadt Meersburg eingemeindet. Die Wallfahrtskirche Baitenhausen ist gleichzeitig Kirche von Baitenhausen.

Im ebenfalls 1972 eingemeindeten nordwestlich gelegenen Ortsteil Schiggendorf befindet sich die Alte Schmiede (Schiggendorf) am Rande des Ortes am Weg nach Gebhardsweiler und Unteruhldingen.[3] Dieses Fachwerkhaus wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats Mai 2005“ ernannt, wird privat bewohnt und ist nur von außen zu besichtigen.[4] Ferner sind 400 Meter südwestlich von Schiggendorf im waldigen aufsteigenden Gelände Wallreste der Burg Schiggendorf erkennbar.

Klima[Bearbeiten]

Monatsmittelwerte für Meersburg am Bodensee, 1961 bis 1990
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) -0,2 1,1 4,5 8,3 12,7 16,0 18,2 17,5 14,6 9,6 4,3 0,8 Ø 9
Niederschlag (mm) 57,4 52,0 56,2 77,5 97,9 116,0 110,7 103,5 80,9 58,7 71,8 59,3 Σ 941,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
57,4
52,0
56,2
77,5
97,9
116,0
110,7
103,5
80,9
58,7
71,8
59,3
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD Klimadaten Deutschland[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Plan von Meersburg

Die Burg Meersburg wurde erstmals 988 in einer Urkunde Ottos III. als Meresburg genannt und geht vielleicht auf eine bereits merowingische Befestigung am Fähr-Übergang der wichtigen Straßenverbindung von Oberschwaben über Konstanz nach Rätien zurück. Die Königsburg, zu der vermutlich bereits eine kleine Siedlung gehörte, war seit der Mitte des 11. Jahrhunderts in der Hand von königlichen Lehnsträgern, die sich nach ihr nannten, und ging dann in den Besitz der Bischöfe von Konstanz über, die es als Lehen an die Grafen von Rohrdorf ausgaben. Aus dieser Zeit stammen wohl auch die ältesten erhaltenen Teile des Baus. 1071 wurde Mersburg urkundlich erwähnt; 1113 der adelige Liopoldus de Merdespurch, 1142 Mercesburc.[6]

Fürstbischöfliche Zeit[Bearbeiten]

Meersburger Schiffsanlegestelle, rotes Gredhaus mit Staffelgiebel

Nach dem Aussterben der Grafen 1210 blieben Burg und Siedlung von 1211 bis 1802 im unmittelbaren Besitz des Bischofs. Der 1268 in Neapel hingerichtete letzte Stauferkönig Konradin hatte zuvor mehrere Jahre in der Burg Meersburg seines Onkels, des Bischofs von Konstanz, verbracht.

Die Siedlung entwickelte sich zunächst vor allem oberhalb der Burg, im Bereich der späteren Oberstadt, die 1233 Marktrecht, vor 1260 eine Mauer und 1299 unter dem Konstanzer Bischof Heinrich von Klingenberg das Stadtrecht nach Ulmer Vorbild erhielt. Im selben Jahr wurde die unterhalb der Burg gelegene Siedlung am Seeufer durch Aufschüttung erweitert, so dass Raum für einen großen Marktplatz und für die Erweiterung der Siedlung zur Unterstadt entstand.

Bei der Wahl eines neuen Bischofs wollten Domkapitel und Kaiser unterschiedliche Personen mit dem Amt betrauen. Während der „Bischofsfehde“ im Jahr 1334 wurde die Stadt vom Reichsheer des Kaisers Ludwig dem Bayer mit Feuergeschützen erfolglos belagert.[7]

Auseinandersetzungen der Bürgerschaft mit dem Stadtherren Bischof Heinrich IV. von Hewen um die freiere Ausgestaltung der Stadtverfassung durch „Stadtrechtskämpfe“ endeten 1458 mit der Rückkehr des Bischofs auf die Burg und der Niederlage der Bürger. Der Bürgermeister Simon Weinzürn wurde als Wortführer des Protestes entgegen der Zusicherung von Straffreiheit 1461 ohne richterliches Urteil im Bodensee ertränkt.[8] Ein Konstanzer Chronist schildert die Tötung Weinzürns so: „Hier musste er sich außerhalb des Schiffs auf ein (über den Bordrand gelegtes) Brett setzen, während der bischöfliche Vogt sich innerhalb setzte. An tiefer Stelle angelangt, stand der letztere dann auf und der letzte fiel mit dem Brett in den See und ertrank.“[9] Das Amt des Bürgermeisters von Meersburg wurde abgeschafft.[10] Simon Weinzürn war der erste Bewohner des heute Hotel Weinstube Löwen genannten Gebäudes am Marktplatz.[11]

1509 wurde das Alte Schloss ausgebaut und in der Unterstadt der Getreidespeicher („Gredhaus“) sowie der Hafen gebaut.[10]

Fürstbischöfliche Residenzstadt[Bearbeiten]

Meersburg im Bauzustand von 1750 im linken Deckengemälde der Wallfahrtskirche Baitenhausen

Im Jahr 1526 siedelte der bischöfliche Hof des Bischofs Hugo von Hohenlandenberg ins Alte Schloss von Meersburg über, weil sich Konstanz als Freie Reichsstadt 1519/1523 der Reformation angeschlossen hatte. Meersburg hingegen lag im Territorium des „Hochstifts Konstanz“, wo die Fürstbischöfe zugleich Landesherren waren und die weltliche Macht ausübten.[12] So fand am 10. Mai 1527 auch der Prozess gegen den evangelisch gesinnten Sernatinger Fühmessner (Pfarrer) Johann Hüglin in Meersburg statt, ebenso dessen anschließende Hinrichtung. Meersburg blieb weiterhin bischöfliche Residenz, als Konstanz wieder katholisch wurde. 1575 wurde das Amt des Bürgermeisters in Meersburg wieder eingeführt. Die Pestepidemien des 16. Jahrhunderts im Bodenseeraum erfassten in den Jahren 1529, 1575, 1588, 1595 und 1611/12 auch Meersburg.[13]

Im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 plünderten Schweden und Württemberger Meersburg (siehe Seekrieg auf dem Bodensee 1632–1648). Durch die Pest in den Jahren 1635/36 und 1646 schrumpfte die Meersburger Bevölkerung auf ein Sechstel. An diese Zeit erinnert der Fasnachtsbrauch des „Schnabelgiere“ sowie die „Gesellschaft der Hundertein Bürger“ (Gedenkstein an der Ostseite der Stadtkirche).[14]

Die Burg Meersburg war bis zur Fertigstellung des Neuen Schlosses 1750 ständiger Wohnsitz des Konstanzer Bischofs. Vor allem das 18. Jahrhundert prägte mit dem Bau aus Neuem Schloss (ab 1710–1712), Priesterseminar (1725/29–34) und Reit- oder Stallhof (um 1760) das barocke Panorama Meersburgs am Steilufer zum Bodensee („Seefassade auf dem Meersburger Höhenrücken“).[12]

Kardinal Franz Konrad von Rodt und sein Nachfolger (und Bruder) Maximilian Christoph von Rodt residierten bereits im Neuen Schloss. Meersburg blieb Residenz des Bischofs bis zur Aufhebung des Bistums 1803.

Thomas Warndorf weist darauf hin, dass die amtierenden Fürstbischöfe sich durch die Familiensitze ihrer Vorfahren, durch Sommersitze, durch die Konstanzer kirchlichen Einrichtungen, durch die weiteren Besitztümer im Hochstift Konstanz sowie durch finanzielle Engpässe nicht dauerhaft in Meersburg aufhielten.[15]

Badische Zeit[Bearbeiten]

Panorama von Meersburg um 1800

Nach Auflösung des Hochstiftes Konstanz und dem Übergang an Baden im Reichsdeputationshauptschluss 1803 war Meersburg nur noch bis 1807 Hauptstadt des Oberen Fürstentums am See, 1803 bis 1857 Hauptort des Amtsbezirks Meersburg und 1814 bis 1836 Sitz des Hofgerichts des badischen Seekreises (in der Burg).

Das Alte Schloss wurde 1838 durch den Freiherr Joseph von Laßberg vom Land Baden erworben und so vor dem Abriss bewahrt. Er bewahrte dort seine berühmte Bibliothek mittelalterlicher Schriften auf, die nach seinem Tod zur fürstlichen Hofbibliothek Donaueschingen kam.[16] Von Laßberg und seine Frau Jenny von Droste zu Hülshoff beherbergten im Alten Schloss viele namhafte Gäste, darunter vor allem seine Schwägerin, die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die dort am 24. Mai 1848 nach längerem Aufenthalt starb, sowie Ludwig Uhland, Gustav Schwab und Justinus Kerner. Heute beherbergt die Burg ein Museum mit spätgotischen und barock stuckierten Innenräumen und einer im 20. Jahrhundert zusammengetragenen Einrichtung. Sie gilt als „älteste, vollständig erhaltene und bewohnte Burg Deutschlands“.

Das Fürstenhäusle, ein ehemaliges, um 1600 erbautes Rebhaus, gehörte Annette von Droste-Hülshoff von 1843 bis 1848, diente deren Verwandten bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Wohnsitz und wurde als Droste-Gedenkstätte Eigentum des Landes Baden-Württemberg. Es befindet sich wenige Schritte vom Obertor in den Weinbergen. Das Neue Schloss fiel bei der Säkularisation an Baden und wurde danach an den Badischen Staat verkauft. 1865-1937 beherbergte es die Taubstummenanstalt zuerst für Baden, ab 1874 für Südbaden.[17]

Teile der Stadtbefestigung wurden 1820 bis 1845 abgerissen. Der Hafen wurde 1851/1852 für Dampfschiffe ausgebaggert und mit Molen geschützt.[18]

Meersburg büßte nach der Säkularisation durch den Wegzug der Ämter (Hofgericht im Jahr 1836, Bezirksprobstei im Jahr 1842, Großherzoglich Badisches Bezirksamt im Jahr 1857) an Bedeutung ein. Die Bewohner lebten nun von Landwirtschaft, Weinbau, Handwerk und Gewerbe. Der Fremdenverkehr als Einnahmequelle kam Ende des 19. Jahrhunderts hinzu als Folge der Gründerzeit und der verkehrstechnischen Erschließung des Bodenseeraumes durch Bahn und Dampfschiffe. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nahm der Fremdenverkehr weiter zu. Ab 1919 entwickelte der Meersburger Bürgermeister Karl Moll ein Fremdenverkehrskonzept, das Meersburg zu einer neuen Infrastruktur verhalf und die Altstadt touristenfreundlich machte.[19]

Bereits 1870 war die Seepromenade ausgebaut worden, 1921 wurde die Altstadt elektrifiziert, 1926 das Seepumpwerk in Betrieb genommen, 1926/27 die Stadt kanalisiert und asphaltiert, 1929 Meersburg als Hafen für die Autofähre nach Konstanz provisorisch in Betrieb genommen und 1933/34 das Strandbad gebaut und eröffnet.[20] [21]

NS-Zeit[Bearbeiten]

Erst 1937 wurde das angeborene sowie das erkaufte „Bürgerrecht“, das zum Wählen berechtigte, abgeschafft. Auch in Meersburg wurde der Alltag durch nationalsozialistische Organisationen (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Hitlerjugend, Bund Deutscher Mädel, NS-Frauenschaft) beeinflusst und überwacht. Kriegsgefangene polnische Zwangsarbeiter waren bis 1941 im Reithof der Domäne untergebracht. Zeitzeugen berichten von einem Kriegsgefangenenlager in den Baracken im Sommertal, wo nach Kriegsende Flüchtlinge untergebracht wurden. In Meersburg herrschte während des Zweiten Weltkriegs immer Wohnungs- und Lebensmittelknappheit, weil eine Reichsfinanzschule eingerichtet wurde, die Rüstungsfabrik Kälte in der Hämmerlefabrik einzog sowie Zwangseinquartierungen für Wehrmacht, Kinderlandverschickung, Ausgebombte und Evakuierte vorgenommen wurden. Gegen Ende des Krieges versuchten mit dem Zurückweichen der deutschen Truppen Firmen, Wehrmachtsstellen und Behörden in Meersburg unterzukommen. Ab Mitte April 1945 wurde der Schiffsverkehr, am 26. April 1945 die Fähre zwischen Meersburg und Konstanz-Staad eingestellt. Meersburg wurde durch Panzersperren verbarrikadiert. Die am 29. April 1945 anrückenden Panzer der Franzosen wurden beschossen. Nur weil die Franzosen die Barrikaden über einen Waldweg (Gehautobel, Hirtlehöhe) umgehen konnten, blieb Meersburg vor der Zerstörung bewahrt.[22]

Meersburg im Land Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Von 1972 bis 1978 wurde Meersburg an eine Gemeinschaftskläranlage angeschlossen, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Umgehungsstraßen (Töbelestraße, B 31-Ortsumgehung) und Großparkplätze angelegt, die Altstadt unter Denkmalschutz gestellt und saniert, die Infrastruktur verbessert (Kindergarten, Schule, Seglerhafen, Therme) und die kulturelle Ausstrahlung verstärkt (Kulturamt, Knabenmusik, Städtische Galerie, Droste-Preis, internationale Konzerte).[20][23] Meersburg ist heute beliebtes Ausflugsziel.

Religion[Bearbeiten]

Katholische Stadtkirche in der Oberstadt mit Bodensee, von der Friedrichshöhe aus aufgenommen
Altar der Evangelischen Schlosskapelle im Neuen Schloss in Meersburg

Meersburg war seit 1551 nicht nur Verwaltungssitz des (weltlichen) Fürstbistums Konstanz, sondern bis zur Teilung in die Diözesen Freiburg und Rottenburg 1827 auch des geistlichen Bistums Konstanz. War Meersburg also auch nach der Reformation zunächst katholisch, so finden sich heute auch andere Konfessionen am Ort.

Meersburg ist Sitz des Dekanats Linzgau des römisch-katholischen Erzbistums Freiburg. Neben einer römisch-katholischen Gemeinde gibt es am Ort auch eine evangelische und eine neuapostolische Gemeinde, sowie die Zeugen Jehovas.

Die katholische Stadtkirche befindet sich am höchsten Punkt der Oberstadt. An der Stelle des Turms der katholischen Pfarrkirche befand sich früher ein Turm der Stadtbefestigung. Die Pfarrkirche selber wurde 1827 bis 1829 erbaut. Eine Steintafel rechts beim Eingang innerhalb der katholischen Pfarrkirche von Meersburg dokumentiert, dass folgende Fürstbischöfe und Landesherren des Hochstifts Konstanz nach Umbettung im Gruftgewölbe beigesetzt sind: Christoph Metzler von Andelberg († 11. September 1561), Kardinal Franz Conrad von Rodt (* 10. März 1706, † 16. Oktober 1775), Maximilian Christoph von Rodt (* 10. Dezember 1717, † 17. Januar 1800) sowie des Weiteren auch die sterblichen Überreste von Johann Georg von Hallwyl und Hugo von Hohenlandenberg.[24] [25]

Die barocke Schlosskapelle befindet sich (vom Schlossplatz aus gesehen) im linken Teil des Neuen Schlosses und ist nur vom Schlossplatz her durch eine Holzpforte zugänglich. Sie dient seit 1864 als evangelische Stadtpfarrkirche. Sie wurde unter Fürstbischof Damian Hugo Graf von Schönborn (Regierungszeit von 1740 bis 1743) errichtet. Der Altar ist von Joseph Anton Feuchtmayer, das Deckenfresko von Gottfried Bernhard Götz.[26] Interessant ist die „Fürstenloge“, von der der Fürstbischof den Gottesdienst verfolgen konnte, ohne das Neue Schloss zu verlassen. In der anfänglichen Planung war der Gebäudeteil als Pferdestall vorgesehen, wurde dann aber für den Bischof und den Hofstaat umgebaut. Der Pferdestall wurde weiter in östlicher Richtung mit dem Reithof gebaut. Feuchtmayer lieferte 1741 die Präsentationsentwürfe für Hochaltar und Ostwand, die von Damian Hugo Philipp von Schönborn-Buchheim und seinem Architekten Balthasar Neumann in 16 Punkten detailliert geändert wurden.[27] Die Architektur geht auf Balthasar Neumann zurück.[28]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

  • Ende der 1920er Jahre betrug die Bevölkerungszahl 1.866 Einwohner.[29]
  • Meersburg hatte im Dezember 1931 2.032 Einwohner.[30]
  • Meersburg blieb im Zweiten Weltkrieg unzerstört. Die Bevölkerungszahl wurde aber durch die 110 gefallenen und 53 vermissten Einwohner und durch den Zuzug von Flüchtlingen beeinflusst.[31]
  • In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verdoppelte sich die Zahl der Einwohner von 2.600 im Jahr 1950 auf 5.500 Einwohner im Jahr 2006.[20]

Politik[Bearbeiten]

Meersburg hat sich mit den Gemeinden Daisendorf, Hagnau, Stetten und Uhldingen-Mühlhofen zu einem Gemeindeverwaltungsverband zusammengeschlossen und ist Sitz dieses Verbandes.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach den Kommunalwahlen vom 13. Juni 2004, vom 7. Juni 2009 und vom 25. Mai 2014 ergaben sich folgende Sitzverteilungen[32][33][34]:

2004 2009 2013
CDU 38,14 % –2,84 % 8 Sitze –1 34,83 % –3,31 % 8 Sitze ±0 33,92 % -0,89 % 7 Sitze -1
UMBO1 17,51 % –0,50 % 3 Sitze ±0 17,32 % –0,19 % 3 Sitze ±0 16,47 % -0,85 % 3 Sitze ±0
FWV 15,37 % +0,17 % 3 Sitze ±0 17,67 % +2,30 % 4 Sitze +1 20,15 % +2,48 % 4 Sitze ±0
SPD 12,28 % –2,68 % 2 Sitze –1 9,74 % –2,55 % 2 Sitze ±0 11,66 % +1,92 % 2 Sitze ±0
Umweltgruppe 6,75 % +6,75 % 1 Sitz  +1 8,72 % +1,97 % 2 Sitze +1 8,28 % -0,44 % 2 Sitze ±0
Die Grünen 6,64 % +0,11 % 1 Sitz  ±0 7,11 % +0,47 % 1 Sitz ±0 7,04 % -0,07 % 1 Sitz  ±0
FDP 3,31 % +3,31 % 0 Sitze ±0 4,61 % +1,30 % 1 Sitz +1 2,47 % -2,14 % 0 Sitze -1

1Unabhängige Meersburger Bürgerliste

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1452–1458: Simon Weinzürn[35]
  • 1919–1936: Karl Moll
  • 1936-1937: Kommissarischer Bürgermeister Max Bürkle
  • 1937–1945: Fritz Vogt
    • 1939-1942: Stellvertreter Kurt Krauth
    • 1942-1943: Stellvertreter Max Bürkle
    • 1943-1945: Stellvertreter Kurt Krauth
    • Ende April 1945: Stellvertreter Karl Obser[36]
  • 1945–1946: Bruno Helmle
  • 1946–1948: Otto Ehinger
  • 1948–1958: Hans Netscher
  • 1958–1968: Franz Gern
  • 1969–1980: Horst Eickmeyer
  • 1981–1997: Rudolf Landwehr (CDU)
  • 1997–2005: Heinz Tausendfreund (CDU)
  • 2005–2009: Sabine Becker (CDU)
  • seit 2009: Martin Brütsch (parteilos)

Karl Moll modernisierte die Infrastruktur von Meersburg (Elektrizität, Wasserversorgung, Entwässerung und Straßenbau) und machte Meersburg zur Touristenstadt. Friedrich Vogt war ab 1939 zur Wehrmacht eingezogen worden.[37]

Im zweiten Wahlgang der Bürgermeisterwahl am 28. November 2004 wurde Sabine Becker mit absoluter Mehrheit (56 %) zur Bürgermeisterin gewählt. Sie war die erste Bürgermeisterin im Bodenseekreis und ab dem 1. Februar 2005 bis 2009 im Amt. Nachdem Sabine Becker im Herbst 2008 zur Oberbürgermeisterin von Überlingen gewählt worden war, musste in Meersburg nach knapp vier Jahren ein neuer Bürgermeister gewählt werden.

Im zweiten Wahlgang der Bürgermeisterwahl am 1. Februar 2009 wurde mit relativer Mehrheit und 35,36 Prozent Martin Brütsch (parteilos) gewählt.[38]

Wappen[Bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In Gold über blauem Wellenschildfuß eine rote Burg mit Zinnenturm, beiderseitigem Pultdach und offenem Tor. Das Wappen ist ein sogenanntes sprechendes Wappen, das die Namensbestandteile „Meer“ und „Burg“ darstellt.

Partner- und Patenschaften[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften bestehen mit

Außerdem hat Meersburg die Patenschaft für den Versorger Meersburg (Schiffs-Nr. A 1418) der Bundesmarine und den Lufthansajet Meersburg (Nr. D-ACHB) übernommen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Uferpromenade

Meersburg hat Bedeutung als Weinbau- und Tourismusort. Der sonnige Hang ist durch seine Ausrichtung nach Süden und durch das milde Bodenseeklima für den Weinbau geradezu prädestiniert. Es gibt 20 Kleinbrenner (Stand: Dezember 2011).[40]

Tourismus[Bearbeiten]

Durch die günstige Erreichbarkeit per Schiff und Pkw und durch die besonders idyllische Lage zieht Meersburg mit seinen teilweise überregional bekannten Restaurants und Weinstuben in der Urlaubssaison ungefähr eine Million Tagesausflügler an. Den 250.000 Übernachtungsgästen pro Saison stehen zahlreiche Hotels, Pensionen, Gasthöfe, Ferienwohnungen und Privatzimmer zur Verfügung. Meersburg besitzt das Prädikat „Erholungsort“.[20]

Meersburg gehört zum alemannischen Sprachraum.

Weinbau[Bearbeiten]

Weinberg in Meersburg, vom Alten Schloss aus gesehen.
Weinberg, Meersburg, der Bodensee und die Alpen

Die Weinhänge Richtung Unteruhldingen und Hagnau sind vom Schiff und von der Fähre aus gut zu sehen. Dazu kommen Reblagen nördlich der Bundesstraße 33. Die Weinanbaufläche in den Gemarkungen Meersburg und Stetten umfasst ca. 120 Hektar und liefert etwa 1 Million Liter Wein.[41] Die begrenzte Anbaufläche teilt sich auf mehrere Winzer auf. Die Betriebe werden sowohl genossenschaftlich (57 Hektar von der Stadt Meersburg gepachtet),[42] als Stiftung (Konstanz), staatlich (Staatsweingut Meersburg), in markgräflicher und fürstlicher Tradition als auch rein privatwirtschaftlich (Ergeten, Daisendorf, Riedetsweiler) geführt. Ein privater Winzer in Meersburg-Stetten am Höhenweg von Meersburg nach Hagnau wurde sogar vom renommierten Weinführer Gault Millau 2007 mit sehr guten drei Trauben ausgezeichnet.[43]

Der Anbau in den Meersburger Lagen in 444 bis 500 Meter Höhe ist nur durch die Besonderheiten des Seeklimas möglich. Der Bodensee speichert die Wärme der Sonne, wirkt damit mildernd auf das Klima und sorgt für einen langen, milden Herbst. Hinzu sorgt die häufige Föhnwetterlage und die Reflexion der Sonne vom See auf die Uferhänge für gutes Weinbauklima.[44]

Wichtige Rebsorten sind Müller-Thurgau und Spätburgunder, aus dem in Meersburg Rotwein (durch Vergärung von Saft, Fleisch und Haut der Beeren) sowie der goldgelbe bis bernsteinfarbene Weißherbst (Vergärung des Safts ohne Fleisch und Haut der Beeren) ausgebaut wird. Weitere Rebsorten sind Grauer Burgunder, der in der lieblichen Ausbaustufe Ruländer und in der trocken Grauburgunder genannt wird. Rebsorten, die ein besonderes Bukett ergeben, sind der Traminer, Bacchus, Kerner und Sauvignon Blanc. Eine weitere wichtige Rebsorte ist auch der Weißburgunder.[44]

Die bekannten Meersburger Einzel-Weinlagen befinden sich teilweise an extremen Steilhängen,[45] und heißen von West nach Ost: Chorherrnhalde, Fohrenberg, Rieschen, Jungfernstieg, Sängerhalde, Bengel, Haltnau, Lerchenberg. Allgemein gehört Meersburg zu der Großlage Sonnenufer.[46] Weinbau in Meersburg ist seit 1324 urkundlich belegt. Die besonderen Weinlagen waren bis zur Säkularisation im Besitz der Fürstbischöfe von Konstanz.[47]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Fähre zwischen Konstanz-Staad und Meersburg, Unter- und Oberstadt von Meersburg
Wassermühle im Fachwerkstil, heute Wohnhaus an der Treppe zum Alten Schloss

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Die Sommertalschule ist eine Grund- und Hauptschule mit 24 Lehrern und 335 Schülern in 15 Klassen.[48]

Das Droste-Hülshoff-Gymnasium ist ein staatliches Aufbaugymnasium mit angeschlossenem Internat. Im Gymnasium arbeiten 52 Lehrer; es wird von 629 Schülern in 18 Klassen besucht.[49]

Die 1984 gegründete Jugendkunstschule Bodenseekreis mit Hauptsitz in Meersburg bereitet in einem einjährigen Vorstudium auf die weiterführende Kunstausbildung an Hochschulen vor.[50]

Die Jugendmusikschule Meersburg bildet Kinder in mehreren Stufen ab dem Alter von 1 1/2 bis 3 Jahren bis zum Instrumentalunterricht aus.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

In Meersburg gibt es ein Freibad, eine Sporthalle, eine Tennisanlage mit fünf Plätzen, einen Skatepark, eine Minigolfanlage sowie zwei Fußballplätze. Seit 2003 gibt es die "Meersburg Therme" mit Thermal-, Erlebnis- sowie Eltern-Kind-Bereich, Saunawelt und Wellnessangeboten.[51] Zum 1. Juli 2014 übernimmt die Bäderbetriebsgesellschaft "monte mare" die Betriebsführung der "Meersburg Therme".[52]

Sport[Bearbeiten]

Meersburg verfügt über einen großen Sportverein. Der TuS Meersburg umfasst unter anderem die Sportdisziplinen Fußball, Turnen,Volleyball und Leichtathletik. Die Fußballabteilung spielt in der so genannten Sommertalarena, wo gegen Ende 2007 ein neuer Rasenplatz für ungefähr 120.000 Euro fertiggestellt wurde. Die Turner und Volleyballer sind heimisch in der Sommertalhalle, die zu einer der modernsten im ganzen Bodenseekreis gehört. Im Jahr 2004 war Meersburg der Veranstaltungsort des Ride to the Lake Urban Freeride Events.

Kultur[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Knabenmusik, Stadtkapelle und Fanfarenzug vertreten Meersburg musikalisch.

Die Knabenmusik Meersburg wurde 1953 gegründet. Ihr gehören männliche Jugendliche bis 18 Jahre aus Meersburg und Umgebung an. Äußerlich fällt sie durch ihre barocke rot-weiße Tracht mit schwarzen dreieckigen Hüten auf. Ihr Repertoire hat sich seit der Gründung von volkstümlicher badischer Musik zum internationalen Repertoire sinfonischer Blasmusik entwickelt. Die Knabenkapelle tritt sowohl in Meersburg im Neuen Schloss als auch national und international auf Konzertreisen auf. Gründer war 1953 Hermann Schroer. Weitere Leiter waren Toni Haile (1957-1979), Werner Asmacher (1979-2001) Szabolcs Galanthey (2001–2012) geleitet.[53] Seit Dezember 2012 leitet Rainer Kropf das Orchester.[54]

Literatur[Bearbeiten]

Die Stadt Meersburg vergibt in unregelmäßigen Abständen den Droste-Preis an Schriftstellerinnen zum Gedenken an Annette von Droste-Hülshoff.[55]

Museen[Bearbeiten]

Die Meersburg
Das Haus der Annette von Droste Hülshoff in Meersburg (Fürstenhäusle), das heute ein Droste-Museum beherbergt, aber nie dauerhaft von ihr bewohnt wurde

Die Museen befinden sich in der Oberstadt von Meersburg.

Das Zeppelin-Museum Meersburg an der Treppe zum Alten Schloss und das Zeppelin Museum in Friedrichshafen ergänzen sich. Die Meersburger Museumsstücke des Zeppelinmuseums wurden und werden in Privatinitiative zusammengestellt. Besonders werden Originalbauteile, Uniformen, Inventar und Modelle gezeigt. Insgesamt umfasst die Sammlung 15000 Exponate.[56]

Im Burgmuseum (Alte Burg Meersburg) am Schlossplatz gibt es diverse Ausstellungsstücke aus dem Mittelalter zu sehen. Unter anderem sind auch das Arbeitszimmer und das Schlaf- und Sterbezimmer von Annette von Droste-Hülshoff zu besichtigen. Davon abgesehen ist auch ein Großteil der Burg begehbar, so kann man beispielsweise auch den Rittersaal, den Königssaal, die Waffenkammer, die Folterkammer und den Dagobertsturm besichtigen.

Im Neuen Schloss - es wurde 2011 umfangreich renoviert - können die Fürstbischöflichen Gemächer im 2. Stockwerk besichtigt werden. Sie wurden in der Art barocker Audienz- und Privaträume nachträglich möbliert. In weiteren Räumen werden wechselnde Ausstellungen gezeigt, im Spiegelsaal Konzerte gegeben. Außerdem ist es möglich, Räume für Veranstaltungen anzumieten. Das Café besitzt einen Außenbereich auf der großen Terrasse in herrlicher Lage über dem Bodensee.

Das Bildteppichkunst-Atelier am Schlossplatz von Edith Müller-Ortloff und Nachfolge.

Das Weinbaumuseum in der Vorburggasse wurde in den 1950er Jahren vom Staatsweingut eingerichtet. Es befindet sich im Neubau von 1680 des Heilig-Geist-Spitals in der Vorburggasse. Im Untergeschoss befand sich der Torkel. Im Obergeschoss dieses Hauses starb 1815 der Arzt und Heiler Franz Anton Mesmer. Im Weinbaumuseum ist der Heilig-Geist-Torkel von 1607 ausgestellt, ferner ein Fass mit 50.000 l Fassungsvermögen, das „Türkenfass“. Weiter werden eine Flaschensammlung, geschnitzte Fassböden und Küferwerkzeuge gezeigt.[57]

In der 1. Etage von Omas Kaufhaus am Marktplatz befindet sich ein Miniatur-Verkehrsmuseum mit Blechschiffen, Spielzeugeisenbahnen aus Blech und Papiermodellen von Gebäuden.

Im Stadtmuseum in der Kirchstraße sind Dokumentationen zu Franz Anton Mesmer, Hans Dieter (Bild der Meersburger Tracht), Fritz Mauthner (Schriftwechsel, Totenmaske und Fotos vom Glaserhäusle) und Karl Moll (Trachten, Fremdenverkehr) zu sehen.

Die Bibelgalerie ist eine Erlebnisausstellung zur Welt der Bibel.

Das Droste-Museum im Fürstenhäusle: liegt mitten in einem Rebberg oberhalb der Oberstadt und erinnert an Annette von Droste-Hülshoff, deren Eigentum es war.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Die Internationalen Schlosskonzerte werden mit wechselnde Werken und Solisten von März bis Dezember im Spiegelsaal des Neuen Schlosses aufgeführt.
  • Alljährlich im Mai werden die Droste-Literaturtage veranstaltet.
  • Das Seenachtsfest lässt die Stadtkulisse durch Feuerwerk und Beleuchtung in anderem Licht erscheinen.
  • Das Meersburger Jazz-Festival findet jährlich an einem Wochenende im Reithof statt.
  • Beim Bodensee-Weinfest im September auf dem Schlossplatz und in der Vorburggasse haben die Besucher die Gelegenheit, die Weine der Winzer aus Meersburg und Umgebung (Kippenhausen, Immenstaad, Hagnau, Daisendorf, Bermatingen, Konstanz, Überlingen) zu vergleichen. Der Bürgermeister, die badische Weinkönigin, die Knabenmusik Meersburg und die Trachtengruppe Meersburg präsentieren sich zum Auftakt.

Meersburger Brauchtum[Bearbeiten]

Bräuche der schwäbisch-alemannischen Fasnet[Bearbeiten]

Darstellung auf dem Schnabelgiere-Brunnen von 1964

Die Meersburger Fasnacht wurde im 14. und 15. Jahrhundert in Urkunden erwähnt. Zwischen der Großen Konstanzer Narrengesellschaft Niederburg e. V. von 1884 und der Narrenzunft Schnabelgiere Meersburg e. V. besteht ein freundschaftlicher Austausch.[58] Bei der Seegfrörne von 1963 wurde er mit einem Pokal besiegelt, der am 3. März 1963 von den Konstanzern über den zugefrorenen See nach Meersburg getragen wurde. Bei der nächsten Seegfrörne wird er wieder nach Konstanz gebracht.[59]

Der Narrenruf ist „Ho Narro!“. Besondere Veranstaltungen sind:

  • Narrebomm setzen: Am Sonntag vor Fastnachtssonntag wird ein etwa 30 Meter langer Nadelbaum (Narrenbaum) zunächst durch die Stadt gezogen und schließlich von Zimmerleuten durch Hebelkraft auf dem Marktplatz beim Rathaus aufgerichtet. Mutige Kinder versuchen den glatten Stamm zu erklimmen bis zu einem hoch oben hängenden grünen Kranz. Von diesem Kranz reißen sie einige der dort befestigten Lebensmittel ab, werfen sie in die Menge und behalten einige für sich. Dieser Brauch ist auf die 1920er Jahre zurückzuführen.[60]
  • Katzemusik: Am frühen Morgen des Schmotzge Dunschtig zieht eine Schar Jugendlicher durch die Stadt und weckt die Bewohner durch dumpfe rhythmische Klopf-Geräusche, die durch das Aneinanderschlagen von Topfdeckeln und anderen Blechutensilien erzeugt werden. Dieser Brauch und der Hemdglonkerumzug wurden 1900 eingeführt.[61]
Pestarzt Dr. Schnabel in Rom
  • Schnabelgiere-Umzug: Am Nachmittag des Schmotzge Dunschtig zieht der Schnabelgiere, eine als weißer Vogel mit rotem Schnabel verkleidete Person, durch die Stadt und teilt an die ihn umringenden Kinder Esswaren aus einem umgeschnallten Weidenkorb aus. Der Korb wird entlang der Route fortlaufend mit neuen Gaben bestückt. Die Kinder müssen „Schnabel-, Schnabel-, Giere“ rufen. Sie werden, falls sie zu leise rufen oder sich vordrängen, von zwei als Domino schwarz gekleideten und maskierten Helfern mit luftgefüllten Saublotern (Schweineblasen) an Stöcken geschlagen. Ab 1936 erhielt der Schnabelgiere nach einer Idee von Karl Moll/Willy Seilnacht ein weißes Gewand, in den Zeiten davor war er dunkel gekleidet. In der Winzergasse unterhalb der katholischen Stadtkirche befindet sich seit dem 2. Februar 1964 mit dem Schnabelgiere-Brunnen des Meersburger Künstlers Berti Brandes mit Schnabelgiere, Korb, Domino und Kindern eine würdigende Darstellung.[62] [63] Eine ähnlich gekleidete Figur wurde von Paul Fürst (Kunsthändler) als Pestdoktor in seiner Schutzkleidung dokumentiert.[64]
  • Hemmedglonker-Umzug: Am Abend des Schmotzge Dunschtig führt ein Umzug von Meersburgern im weißen langen Nachthemd mit Fackeln durch die Stadt. Dieser Brauch wurde im Jahr 1900 vom damaligen Schüler und späteren Bürgermeister Karl Moll aus Konstanz mitgebracht. Zwei übergroße Hemdglonkerpuppen (Mädle fünf Meter groß und Bue sieben Meter hoch) werden mitgetragen. Zum Abschluss wird am Schnabelgiere-Brunnen in der Winzergasse vom Hemdglonkerkönig, einem Meersburger Abiturienten, gekennzeichnet durch Mollkopf (Moll als Schwellkopf), eine humorige Glonkerrede in alemannisch über die Begebenheiten des vergangenen Jahres in Meersburg gehalten.[65]
  • Hänsele-Treiben: Beim Fasnet-Treiben (Fastnacht) sind diese Gestalten mit Ganzkörper-Anzügen aus schuppenförmigen Stoffstücken verkleidet und vermummt. Sie bewegen sich hüpfend und johlend in Gruppen. Das Kostüm stammt aus der Zeit um 1790 und wurde nach Zeiten des Verbietens und Vergessens dieser Vermummung 1951 wieder eingeführt. Zu den Hänsele gehört das Karbatschen-Schnellen, das Lärmerzeugen durch das Schwingen mit einem drei bis vier Meter langen Seil an einem Holzstiel, und die Holzpritsche zum geräuschvollen „Schlagen“ auf die Schulter.[66]

Vereine[Bearbeiten]

Gedenkstein bei der Pfarrkirche in Meersburg für den Gründer der Gesellschaft der 101 Bürger

Die Gesellschaft der 101 Bürger ist eine Bürgergesellschaft aus der Tradition der St.-Anna-Bruderschaft, hat einhundert Mitglieder aus Meersburg und kümmert sich um soziale und kulturhistorische Belange. Die Stiftung hat eine Stubenordnung und geht auf den Arzt Caspar Miller zurück. Die Namen aller Gesellen werden seit 1605 jährlich in einem Mitgliedsbuch festgeschrieben. Der Oberpfleger wird für vier Jahre gewählt und kehrt danach wieder in den Kreis der Gesellen zurück. Die Gesellen sind zum Frieden untereinander verpflichtet. Die Hunderteiner treffen sich am Buß- und Bettag in der Pfarrkirche, am 27. Dezember (Johannes) und am Neujahrsabend im Rathaussaal sowie zu Begräbnissen von Mitgliedern.[67]

Die Trachtengruppe Meersburg pflegt die Meersburger Trachten mit ihren filigranen goldenen Hauben und präsentiert sie bei Festen. Die Trachtengruppe wurde 1927 vom damaligen Bürgermeister Karl Moll nach dem Vorbild 150-jähriger Trachten alteingesessener Meersburger Familien gegründet.[68]

Die Narrenzunft Schnabelgiere Meersburg e. V. bildete sich 1950 und wurde 1952 als Verein eingetragen. Sie entstand aus dem Zusammenschluss des Narrenvereins aus dem 19. Jahrhundert und der Vereinigung der Hemdglonker von 1922.[69] Ihre Mitglieder gestalten den Ablauf der Meersburger Fasnet.[70]

Auch der Fanfarenzug Meersburg e. V. wahrt die Tradition der alemannischen Fasnet. Der Museumsverein Meersburg e. V. dokumentiert Meersburgs Vergangenheit.[71]

Filme vor der Kulisse von Meersburg[Bearbeiten]

Im Jahr 1953 wurde der Kult-Heimatfilm Briefträger Müller (1953) mit Heinz Rühmann teilweise in Meersburg gedreht. Die historische Oberstadt im Erhaltungszustand von 1953 wurde als Kulisse verwendet.

Im Jahr 1956 wurde Die Fischerin vom Bodensee (1956) mit Marianne Hold und Gerhard Riedmann in Meersburg gedreht. In Die Fischerin vom Bodensee sind die Trachtenhauben sowie die historischen Gebäude Meersburgs im Erhaltungszustand des Jahres 1956 dokumentiert.

Im Jahr 1973 wurde der Kult-Musikfilm Alter Kahn und junge Liebe, in dem Roy Black heimatliche und besinnliche Lieder singt, vor den Kulissen des Marktplatzes in Meersburg, des Obertors, der Häfen der Unterstadt sowie vor der Kulisse des Rheins gedreht.

Gemälde von Meersburg[Bearbeiten]

Waldemar Flaig: Mondnacht in Meersburg, 1931

Gemälde von Meersburg gibt es nicht nur in der Gemäldegalerie des Neuen Schlosses, sondern auch in auswärtigen Museen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

Blick von der Terrasse des neuen Schlosses zu Burg und Unterstadt
  • Terrasse des Neuen Schlosses: Blick auf Burg, Unterstadt und den Bodensee.
  • Känzele, gelegen zwischen Priesterseminar (heute Droste-Hülshoff-Gymnasium) und Reithof (heute Staatsweingut): Oberhalb der Reblage Rieschen bietet sich eine beeindruckende Sicht auf Hafen und See.
  • Rieschentreppe, die mit 171 Stufen direkt von der Schiffsanlegestelle hinauf in die Oberstadt führt: Auf halber Höhe inmitten des Weinhanges Rieschen findet sich eine Aussichtsplattform mit Sitzbänken, ebenso am oberen Treppenende (am so genannten Glatten Stein), mit Blick auf Hafen und Unterstadt.
  • Seepromenade in der Unterstadt: See, Schiffsbetrieb, Fische, Wasservögel und bei guter Fernsicht das Panorama der Alpen.
  • Wetterkreuz sowie Ehrenmal im Verlauf des Höhenwegs Meersburg–Hagnau: Ausblicke auf See und Schweizer Ufer.
  • Friedrichshöhe im Verlauf der Von-Laßberg-Straße: Wasserturm mit Panoramablick auf Stadt, See und Alpen.
  • Hirtle oberhalb des Sommertals: Panorama in Richtung des östlichen Bodensees, der Schweiz und der Alpen sowie Konstanz mit dem Fährverkehr Meersburg-Konstanz.

Stadtbefestigung[Bearbeiten]

Obertor in Meersburg mit Häusern auf der Stadtmauer
Unterstadttor in Meersburg

Die mittelalterliche Stadtbefestigung schützte Burg, Ober- und Unterstadt.[75] Gegen feindliche Übergriffe bestand die Kombination aus Burg, Burggraben und Stadtmauern.

Die Unterstadt zwischen See und Oberstadt mit Altem Schloss war befestigt im Westen durch das Vordere Seetor (Unterstadttor oder Kugelwehrtor) und im Osten durch das Hintere Seetor, das 1852 abgebrochen wurde.[76]. In der Unterstadt sind von der westlichen Stadtmauer die Außenmauer des heutigen Hotels Schiff (ehemaliger Domkapitelshof) und von der östlichen Stadtmauer die Außenmauer des Gredhauses erhalten.

In der Oberstadt verlief die äußere Stadtbefestigung im Westen ansteigend an der Rückseite der Häuser der Winzergasse (früher Kirchgasse) zum Turm der katholischen Stadtkirche. Sie ging dann nördlich weiter vom Kirchturm zum abgerissenen Zwingtor an der Kirchstraße, dem Pfarrhofturm (Mauerreste und Wehrturm „Am Stadtgraben“) und zum Obertor. Das Obertor wurde um 1300 erbaut. Das Brückenhaus des Obertors wurde 1838 abgerissen.[77] Die Häuser zu beiden Seiten des Obertors sind direkt auf die Stadtmauer gebaut. Im Osten war die Stadt begrenzt durch die Rückseite des ehemaligen Krankenhauses (früher Schussenrieder Klosterhof, dann Niederlassung der Post), die Rückseite der Häuser an der „Vorburggasse“ und den Gewölbekeller des heutigen Staatsweinguts Meersburg. Der Gewölbekeller wurde um 1720 in der Vertiefung des Stadtgrabens in der Regierungszeit von Fürstbischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg angelegt.[78] Der Zugang von der Unterstadt über die Steigstraße zur Oberstadt wurde durch das im 19. Jahrhundert entfernte Steigtor kontrolliert.

Innerhalb der Oberstadt verlief die Befestigungsanlage der Vorburg. Sie war durch die rückwärtigen Mauern an der ehemaligen Hofapotheke, der Häuser an der Höllgasse, des Rathauses (mit Tordurchlass Falbentor), der Häuser der Vorburggasse sowie durch den Tordurchlass Wolfenbogen im Osten geschützt.[79]

Im innersten Bereich befindet sich die Verteidigungsstellung des Alten Schlosses. Es gab einen Fluchtweg aus der Burg, dessen Einstieg noch in der Burg zu sehen ist.

Im Mittelalter wurde im Neuweiher bei Daisendorf Wasser gesammelt, um von dort den Stadtgraben von Meersburg mit Wasser zu füllen oder zu fluten.[80] Das Wasser aus dem Neuweiher fließt heute durch den Haselbach in den Siechenweiher[81] am nordöstlichen Stadtrand von Meersburg und von dort in den Bodensee. Die Wasserläufe in der Meersburger Altstadt wurden Mitte des 20. Jahrhunderts überdeckelt und münden in den Bodensee.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Neue Schloss mit Seeblick
Bärenbrünnle auf halber Höhe der Steigstraße
Blick auf die Altstadt, links die Stadtpfarrkirche

Die Burg Meersburg (Altes Schloss) mit dem Dagobertsturm war lange Sitz der Konstanzer Fürstbischöfe und später auch Wohnort von Annette von Droste-Hülshoff (siehe insbesondere deren Gedicht „Am Turme“).

Vom See her ergibt sich eine einzigartige Sicht auf Meersburg. Neben dem Alten Schloss sind auch die Gebäude zu sehen, die unter den Konstanzer Fürstbischöfen (u. a. Johann Franz Schenk von Stauffenberg) als Barockensemble in der Oberstadt gebaut wurden: das rote Neue Schloss (1712–1762), der gelbe Reit- und Stallhof (1751–1760) und das rote ehemalige Priesterseminar (1725–1735).

Das Gebäude des ehemaligen Reithofs des Fürstbischofs beherbergte Stallungen und Kutschenremisen und wurde später von der Weinbaudomäne bzw. dem Staatsweingut und dann von der Volksschule bzw. dem Aufbaugymnasium genutzt.

Das Gebäude des Priesterseminars, das oberhalb der Reblage Rieschen und über dem Hafen thront, wurde immer für Ausbildungszwecke genutzt: von 1735 bis 1825 zur Ausbildung katholischer Priester, dann als katholisches Lehrerseminar, als katholische Aufbaurealschule „Meerstern“ (1925–1936), staatliche Aufbaurealschule (1936-1937), Reichsfinanzschule (1937–1944), Luftwaffen-Reserve-Lazarett (März-Mai 1945), Pädagogium für angehende Volksschullehrer (1946–1953) und als Aufbaugymnasium (seit 1952).[82] Die Schule heißt heute Droste-Hülshoff-Gymnasium. Durch diese Zweckbestimmungen war die im Priesterseminar gelegene Barockkapelle mit Deckenfresken für die Öffentlichkeit nie zugänglich.[83]

Die Fachwerkhäuser in der Oberstadt in der Steigstraße, der Winzergasse und Kirchstraße bilden ein romantisches Ensemble. Das Fachwerk war um 1920 noch mit Putz bedeckt.[84] Die Laubengänge der „Fülle“ waren um 1900 noch zugemauert.[85] Die Handelsstraße von Konstanz nach Ravensburg verlief über die Steigstraße.[86]

Charakteristisch für Meersburg sind die öffentlichen Brunnen in der Unter- und Oberstadt und an der Steigstraße mit wassergebender Brunnensäule und runden Auffangbecken. Heute ist das Wasser nicht mehr zum Trinken oder Tränken geeignet.

Über der Oberstadt liegt inmitten von Reben das durch Fürstbischof Jakob Fugger (Bischof) erbaute Fürstenhäusle, das der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff gehört hat und heute ein Droste-Museum enthält.

Das Glaserhäusle am Glaserhäusleweg 7, westlich beim Sommertal in Meersburg, liegt am Waldrand über den Rebhängen. Das Häusle aus dem 18. Jahrhundert wurde bereits von Annette von Droste-Hülshoff als „Schenke am See“ beschrieben und im Jahr 1909 vom Philosophen Fritz Mauthner (1849–1923) und der Schriftstellerin Harriet Straub (1872–1945) gekauft. Sie haben ein gemeinsames Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof. Wilhelm Restle (1884–1980) war seit 1923 Stadtpfarrer von Meersburg und trug in der schwierigen Zeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur Erhaltung des Glaserhäusles bei. Auch er hat ein Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof.[87] Das Glaserhäusle wurde zum „Denkmal des Monats August 2004“ ernannt, wird privat genutzt, ist nicht zu besichtigen und nur mit einer neutralen Denkmalschutzplakette des Landes Baden-Württemberg versehen. Vom Fußpfad zwischen dem Haus und dem Rebhang ergibt sich eine ungehinderte Sicht auf Ober- und Überlinger See.

Prägend für die Stadtsilhouette ist auch der Turm der katholischen Stadtpfarrkirche Mariä Heimsuchung. Der Turm war ursprünglich als Wehrturm errichtet und Teil der Stadtbefestigung, und wurde später zum Kirchturm umfunktioniert.[88]

Kunstwerke im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

Lenk-Plastik am Hafen

Das Droste-Denkmal, die Büste der Dichterin aus Bronze, wurde 1898 von Emil Stadelhofer geschaffen, vom Gießer von Miller in München hergestellt und steht nach mehrmaligem Standortwechsel und nachdem sie im Zweiten Weltkrieg vom Einschmelzen („Metallspende“) bedroht war am Eingang des alten Schlosses.[89]

Die Magische Säule auf der Hafenmole wurde von Peter Lenk geschaffen und setzt damit die Reihe seiner Kunstwerke an den Schiffsanlegestellen des Bodensees fort: nach der Imperia-Figur an der Hafeneinfahrt Konstanz, dem Bodenseereiter bei der Anlegestelle in Überlingen, 2007 die Magische Säule an der Hafeneinfahrt in Meersburg. In diesem filigranen Werk werden Begebenheiten und Persönlichkeiten mit Bezug zur Meersburger Stadtgeschichte dargestellt. An einem hohen Pfahl sind der Meersburger Amor des Fürstbischofs aus dem 13. Jahrhundert, Freiherr Joseph von Laßberg, Wendelgart von Halten (Haltnau-Sage), Franz Anton Mesmer und Johann Joseph Gassner (Exorzist) dargestellt. Am oberen Ende des Pfahles schwebt, symbolisch als angreifende Möwe dargestellt, Annette von Droste-Hülshoff. Das Denkmal ist derartig transparent, dass die Sicht auf die Stadtkulisse nicht gestört wird.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Meersburg: Kriegsgräberstätte Lerchenberg

Auf dem städtischen Friedhof Meersburg, der 1682 nördlich vor den Toren der Stadt angelegt wurde, sind die Gräber der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, ihres Neffen Carl Caspar von Droste zu Hülshoff, des Germanisten und Burgherrn Joseph von Laßberg, der Schriftstellerin Amalie Hassenpflug, der Museumskuratorin Helene Freifrau von Bothmer, des Heilers Franz Anton Mesmer, des Philosophen Fritz Mauthner, der Schriftstellerin Hedwig Mauthner, des Malers Hans Dieter und des Zinnschmieds Karl Raichle erhalten.

In der Aussegnungshalle des Friedhofs befindet sich seitlich eine 3 Meter hohe Plastik in Form eines Bronzesegels von Peter Recker, mit der an die Toten der Kriege 1870-1871, 1914-1918 und 1939-1945 gedacht wird und die Lebenden gemahnt werden. Die gefallenen und vermissten Meersburger Bürger des Zweiten Weltkrieges sind auf der Segel-Fläche namentlich aufgeführt. Die Namen stehen ohne großen Abstand neben- und übereinander und sind zu Gunsten der Gesamtwirkung als Mahnmal und Kunstwerk nur bei näherem Hinschauen entzifferbar. Außerdem befinden sich auf dem Meersburger Friedhof acht Soldaten-Einzelgräber.[90] [91]

In der Ortsmitte von Schiggendorf befindet sich ein Gedenkstein an die Gefallenen der beiden Weltkriege.[92]

Die kleine vergitterte Kapelle „Zum Frieden“ am Wegesrand des Spazierweges „Am Rosenhag“ beherbergt seit Weihnachten 1978 eine Kopie der Stalingradmadonna in Form eines Gobelins durch die russische Künstlerin Elena Kikopule. Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert unter Fürstbischof Franz Johann von Praßberg gebaut und wegen Straßenbaus hierher, vor die Einmündung in die Töbelestraße, umgesetzt.[93] [94]

Der Meersburger Marktplatz

Im äußersten Südosten des Meersburger Gebietes und am südlichen Rand von Stetten liegt die Kriegsgräber- und Gedenkstätte Meersburg-Lerchenberg („Ehrenmal“). Sie ist auch über den Höhenweg, einen Fußweg von Meersburg nach Hagnau oberhalb der Weinberge, zu erreichen. Bei den Beigesetzten handelt es sich um schwer verwundete gefangene deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs, die in der Schweiz verstarben, als sie mit den schwerverwundeten französischen und englischen Soldaten über Schweizer Gebiet ausgetauscht werden sollten. [95]

Spaziergänge und Wanderwege[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bekannte Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Nach Geburtsjahr geordnet

Bekannte Bürger der Stadt[Bearbeiten]

Büste von Annette von Droste-Hülshoff am Alten Schloss in Meersburg
  • Franz Anton Mesmer (1734–1815). Nachdem seine zunächst europaweites Aufsehen erregende Lehre vom tierischen Magnetismus auf immer stärkere Ablehnung stieß, zog er sich Anfang des 19. Jahrhunderts aus Paris nach Meersburg zurück, wo er 1815 starb. Sein Lebenswerk ist im Stadtmuseum dokumentiert. Seine Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof in Meersburg beim Hochkreuz, in 10 Meter Entfernung von der westlichen Friedhofsmauer. Der Mesmerismus gilt heute als Vorläufer der Hypnose.
  • Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) lebte von 1841 bis zu ihrem Tod am 24. Mai 1848 während ihrer Besuche am Bodensee bei ihrer Schwester Jenny von Droste zu Hülshoff und ihrem Schwager Joseph von Laßberg. Arbeits- und Sterbezimmer sind bis heute auf Burg Meersburg erhalten und können besichtigt werden. Auf dem alten Friedhof befindet sich ihre Grabstätte, durch Gitter begrenzt, an der nordwestlichen Friedhofsmauer gegenüber der alten Friedhofskapelle. Ihre Freundin Amalie Hassenpflug lebte ebenfalls einige Jahre in Meersburg und liegt im Grab nebenan begraben.
  • Carl Caspar von Droste zu Hülshoff (1843-1922), Neffe der Dichterin, Gutsbesitzer und ab 1915 Eigentümer des Fürstenhäusle, verbrachte seine letzten Lebensjahre in Meersburg, wo er starb. Seine Witwe, Marie Freifrau von Bothmer (Adelsgeschlecht), begründete das Droste-Museum.
  • Karl Raichle (1889–1965), international ausgezeichneter Zinnschmied und Metallkünstler, gründete 1933 die Meersburger Zinnschmiede im Lehrenweg. Sein Grab befindet sich auf dem Meersburger Friedhof an der östlichen Friedhofsmauer.
  • Hans Günther Lehmann (1899–1976), Maler in Meersburg mit Bildern vom Bodensee und von seinen Reisen.[97]
  • Erich Geiseler (1901–1983), Maler in Meersburg nach dem Zweiten Weltkrieg, malte Bilder vom Bodensee und von Hamburg.[98]
  • Helene Freifrau von Bothmer (1908-1996), Erbin des Fürstenhäusle, Stifterin des Meersburger Droste-Preises und ehemaliges US-model, richtete nach dem Zweiten Weltkrieg das Droste-Museum neu ein, verkaufte es an das Land Baden-Württemberg und wirkte als Kuratorin dort von 1947-1977.
  • Toni Haile (1916-1985), Musiker und Leiter der Knabenmusik Meersburg von 1957-1979. Sein Grab befindet sich auf dem Meersburger Friedhof beim Hochkreuz.
  • Karl-Heinz Gottmann (1919-2007), Mediziner und buddhistischer Ordensoberer
  • Monika Taubitz (* 1937), Lyrikerin und Verfasserin von Prosa
  • Ralf Zacherl kochte einst bei Stefan Marquard im Gasthaus Drei Stuben
  • Ingo Lenßen, Fernsehanwalt
  • Christian Pampel, Volleyball-Nationalspieler
  • Stefan Waggershausen, Musiker

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Meersburg hat zehnmal die Ehrenbürgerwürde verliehen:[99] [100]

  • 1875: Johannes Flink (1811–1900), Oberlehrer, Wirtschafts-, Bibliotheksleiter, Verwalter des Seminarfonds des Lehrerseminars Meersburg. Er wirkte mit im Armenrat der Stadt, beriet Annette von Droste-Hülshoff beim Kauf des Fürstenhäusle und war gesetzlicher Vertreter der Familie von Laßberg. Er erhielt das Ritterkreuz II. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen.
  • 1915: Franz Sales Meyer (1849–1927), Professor an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe, Maler und Dichter. Seine jährlichen Urlaubsaufenthalte in der Stadt machten ihn zum Berater bei der Umgestaltung der Meersburger Stadtbereiche. Die Gestaltung des Fabrikgeländes der Weberei Erlanger zur Grünfläche „Burganlage“ wurde durch seine Ideen geprägt.[101]
  • 1919: Fritz Mauthner (1849–1923), Privatgelehrter, Schriftsteller und Philosoph. Er wohnte seit 1909 im Glaserhäusle. Seine Forschungsschwerpunkte waren Sprachkritik und Religionsphilosophie. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde ihm postum die Ehrenbürgerwürde aberkannt. Unter demokratischen Verhältnissen, im Jahr 1949, wurde ihm die Ehrenbürgerwürde sofort wieder zuerkannt. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Meersburger Friedhof an der Ost-West-Achse, vom Hochkreuz aus gesehen. Die Grabinschrift lautet „vom Menschsein erlöst“.
  • 1935: Hermann Schwer (1877–1936), Fabrikant. Für die Mitarbeiter seines Villinger Werkes erbaute er ein Erholungsheim in Meersburg. Er war Mäzen beim Bau der Uferpromenade und des Strandbades. Er half mit, Meersburg für den Fremdenverkehr attraktiv zu machen.
  • 1946: Fritz Zimmermann (1873–1959), Chefarzt des Meersburger Krankenhauses. Er übernahm wie ein „Menschenfreund“ in den Jahren 1918-1950 die chirurgische und ärztliche Versorgung der Meersburger Bevölkerung.
  • 1956: Hans Dieter (1881–1968), Maler. Er gehört zu den süddeutschen Landschaftsmalern des 20. Jahrhunderts. Er wählte auch den Bodensee als Motiv und hatte ein Atelier in Meersburg. Wegen seiner naturverbundenen lichtdurchfluteten Werke wurde er Malerpoet genannt. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Meersburger Friedhof neben der Ost-West-Achse, vom Hochkreuz aus gesehen.
  • 1961: Georg Seyfried (1889–1963), Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister, Mesner. Er war Mitglied der Bürgergesellschaft der 101er, ehrenamtlich in mehreren Gremien tätig, ein Meersburger, der sich um das Gemeinwohl von Meersburg verdient machte.
  • 1966: Wilhelm Restle (1884–1980), Stadtpfarrer. Er war Droste- und Heimatforscher und setzte sich für die Bedürftigen ein. Während der Zeit des Nationalsozialismus half er den politisch Verfolgten. Er hat ein Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof.
  • 1981: Wilhelm Schuh (1901–1994), Pfarrer. Er war angesehen wegen seiner menschlichen Art und erwarb sich große Verdienste um den Erhalt der Kapelle unterhalb der alten Burg (Unterstadtkapelle). Er wurde 1968 Ehrenbürger von St. Blasien und 1970 durch Paul VI. zum „päpstlichen Kaplan“ ernannt.
  • 2000: Kurt Kränkel (1929–2007), langjähriger Gemeinderat, Kreisrat und stellvertretender Bürgermeister. Er war Mitglied der Gesellschaft der 101 Bürger und engagierte sich ehrenamtlich in zahlreichen Vereinen für die Stadt, ihr Ansehen und ihre Bürger.

Wissenswertes[Bearbeiten]

20-D-Mark-Banknote mit historischen Gebäude von Meersburg

Auf der letzten Serie der D-Mark-Banknoten fand sich auf der 20-D-Mark-Banknote, links neben dem Porträt der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, eine Collage verschiedener historischer Bauwerke von Meersburg. Dort sind das alte Schloss, das Altstadt-Obertor und der Blick vom Hafen auf die Strasse mit Zollhaus zu sehen.[102]

Literatur[Bearbeiten]

(nach Erscheinungsjahr geordnet)

  • Fr. Xav. Conr. Staiger: Meersburg am Bodensee, ehemalige fürstbischöfliche konstanzische Residenz-Stadt, dann die Stadt Markdorf, ferner die Ortschaften Baitenhausen, Daisendorf, Hagnau, Immenstaad, Ittendorf, Kippenhausen, Stetten und die Pfarreien Berkheim, Hepbach und Kluftern sowie die Schlösser Helmsdorf, Herrschberg und Kirchberg. Nach Akten, Chroniken und Archival-Urkunden. Verlag von J. Stadler, Constanz 1861.
  • Karl Stadelhofer: Notizen über das Zufrieren des Bodensees im Jahr 1880. (Vitrine im hagnaumuseum. Karl Stadelhofer war Bürger in Meersburg).
  • Idylle Bodensee. Meersburg. Verlag Robert Gessler KG, Friedrichshafen 1976. (Fotografien von Meersburg in Schwarz-Weiß aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts).
  • Diethard Nowak: Eine Führung durch das mittelalterliche Meersburg. Meersburg 1984.
  • Inge Renken: Von Hülshoff bis Meersburg. Stationen im Leben der Annette von Droste-Hülshoff. 3. Auflage. Wiesmoor 1985.
  • Festmagazin 1000 Jahre Meersburg. Frank Siegfried Verlag Konstanz, 1988.
  • Schnell Kunstführer: Meersburg am Bodensee. Verlag Schnell & Steiner, München 1988, Nummer 1709.
  • Steven Roger Fischer: Meersburg im Mittelalter – Aus der Geschichte einer Bodenseestadt und ihrer nächsten Umgebung. List & Francke, 1988.
  • Hermann Reidel und Wolf Deiseroth: Stadt Meersburg. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Ortskernatlas Baden-Württemberg 4.2, Stuttgart 1988. ISBN 3-89021-009-0.
  • Verschönerungsverein 1872 Meersburg e. V.: Wanderkarte rund um die Stadt Meersburg und die Gemeinde Daisendorf. Maßstab 1:15833. Meersburg 1999.
  • Franz Schwarzbauer: Meersburg – Spaziergänge durch die Geschichte einer alten Stadt. Verlag Robert Gessler, 1999.
  • Michael Wenger: Neues Schloss Meersburg mit Fürstenhäusle (Führer Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg). Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2001, ISBN 3-422-03068-9.
  • Brigitte Rieger-Benkel: Aus einer vergessenen Zeit – Meersburg in den Ortsprotokollen von 1851 bis 1913. Museumsverein Meersburg, 2004.
  • Margret Meier und Peter Schmidt: Meersburger Fastnacht im Wandel der Zeit ab 1360. Bodensee Medienzentrum, Tettnang 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Meersburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Verschönerungsverein 1872 Meersburg e. V.: Wanderkarte rund um die Stadt Meersburg und die Gemeinde Daisendorf. September 1999, Beschreibung von Meersburg
  3. Joachim Faitsch, Volker Caesar: Fünf vor Zwölf für die ehemalige Schiggendorfer Schmiede, Meersburg-Schiggendorf, Gebhardsweiler Straße 18. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 33. Jg. 2004, Heft 2, S. 114–120 (PDF)
  4. Ehemalige Schmiede in Meersburg-Schiggendorf
  5. Deutscher Wetterdienst
  6. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII. Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, S. 583
  7. Albert am Zehnthoff: Bodensee. Hallwag Verlag, Bern/Stuttgart 1978, ISBN 3-444-10233-X, S. 71.
  8. Albert am Zehnthoff: Bodensee. Hallwag Verlag, Bern/Stuttgart 1978, ISBN 3-444-10233-X, S. 72.
  9. Köpfe der Stadt auf der Internetseite von Meersburg, Stand 13. September 2008
  10. a b Meersburg Tourismus (Hrsg.): Meersburger Infos und Termine. August 2008, Stadtchronik, S. 10.
  11. Bürgermeister Simon Weinzürn wohnte im heute Hotel Weinstube Löwen genannten Gebäude am Marktplatz in Meersburg
  12. a b Infotafel im Neuen Schloss von Meersburg
  13. Vgl: Karl Heinz Burmeister. Der Bodensee im 16. Jahrhundert. Montfort, Vierteljahreszeitschrift für Geschichte und Gegenwart Vorarlbergs. Jahrgang 2005, Heft 3. Seite 243. pdf
  14. Stadtchronik auf der Internetseite von Meersburg, Stand 13. September 2008
  15. Thomas Warndorf: Meersburg zwischen 1526 und 1802: Eine bischöfliche Residenz? In: Festmagazin 1000 Jahre Meersburg. Frank Siegfried Verlag Konstanz, 1988. S. 16-19.
  16. Albert am Zehnthoff: Bodensee. Hallwag Verlag, Bern/Stuttgart 1978, ISBN 3-444-10233-X, S. 73.
  17. Arnulf Moser: „Ein friedlicher Hort sozialer Fürsorge. Die Taubstummenanstalt in Meersburg (1865-1937)“. In: Leben am See. Das Jahrbuch des Bodenseekreises, Band XXVII, Verlag Senn, Tettnang 2011, S. 97-103.
  18. Die Häfen in Meersburg. Tag des offenen Denkmals 2010. In: Mitteilungsblatt Meersburg. 9. September 2010, S. 4–5.
  19. Brigitte Gramm: Kann man denn vom Müßiggang leben? Wie Meersburg eine Fremdenverkehrsstadt wurde. In: Festmagazin 1000 Jahre Meersburg. Frank Siegfried Verlag Konstanz, 1988. S. 28-30.
  20. a b c d Meersburg Tourismus (Hrsg.): Meersburger Infos und Termine. August 2008, Stadtchronik, S. 11.
  21. Daten zur Stadtgeschichte. In: Festmagazin 1000 Jahre Meersburg. Frank Siegfried Verlag Konstanz, 1988. S. 4.
  22. Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburg unterm Hakenkreuz 1933-1945. Robert Gessler Friedrichshafen, Meersburg 2011, ISBN 978-3-86136-164-0, S. 11, 63-100, 132, 316-324, 331-368, 432-438.
  23. Horst Eickmeyer: Meine 12 Meersburger Jahre. In: Festmagazin 1000 Jahre Meersburg. Frank Siegfried Verlag Konstanz, 1988. S. 60.
  24. Eine Steintafel rechts beim Eingang innerhalb der katholischen Pfarrkirche von Meersburg dokumentiert die im Gruftgewölbe beigesetzten Bischöfe.
  25. Joseph Bergmann: „Die Reichsgrafen von und zu Hohenembs in Vorarlberg“, Band 11 von Denkschriften / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse, 1861
  26. Idylle Bodensee. Meersburg. Verlag Robert Gessler KG, Friedrichshafen 1976. (Fotografien von Meersburg in schwarz-weiß aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts).
  27. Dokumentiert im Feuchtmayer Museum in Mimmenhausen.
  28. Quelle: Denkmaltafel am Kapelleneingang
  29. Brigitte Gramm: Kann man denn vom Müßiggang leben? Wie Meersburg eine Fremdenverkehrsstadt wurde. In: Festmagazin 1000 Jahre Meersburg. Frank Siegfried Verlag Konstanz, 1988. S. 28-30.
  30. Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburg unterm Hakenkreuz 1933-1945. Robert Gessler Friedrichshafen, Meersburg 2011, ISBN 978-3-86136-164-0, S. 10.
  31. Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburg unterm Hakenkreuz 1933-1945. Robert Gessler Friedrichshafen, Meersburg 2011, ISBN 978-3-86136-164-0, S. 408.
  32. [1] Wahlergebnisse auf den Seiten der Stadt Meersburg
  33. [2] Vorläufige amtliche Wahlergebnisse beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg
  34. [3]Wahlergebnisse 2014
  35. Simon Weinzürn, Bürgermeister von Meersburg
  36. Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburg unterm Hakenkreuz 1933-1945. Robert Gessler Friedrichshafen, Meersburg 2011, ISBN 978-3-86136-164-0, S. 62.
  37. Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburg unterm Hakenkreuz 1933-1945. Robert Gessler Friedrichshafen, Meersburg 2011, ISBN 978-3-86136-164-0, S. 56–62.
  38. Internetseite der Stadt Meersburg Aufruf 17. Mai 2009
  39. Fanfarenzug Meersburg e. V.: Fanfarenzug Meersburg vom 14. – 17.06. bei Mittelalterfest in San Gimignano. In: Mitteilungsblatt Meersburg, Hagnau, Stetten, Daisendorf vom 18. Juli 2013, S. 16-17.
  40. Südkurier-Grafik: Orlowski/ Quelle: Hauptzollamt Ulm: Zahl der Kleinbrenner. In: Hanspeter Walter (hpw): Das alte Monopol läuft aus. In: Südkurier vom 17. Dezember 2011
  41. Anbaufläche, wie auf der Informationstafel bei der Weinlage Jungfernstieg beschrieben, am „Meersburger Panorama- und Weinkundeweg“
  42. Sylvia Herr: Gelungene Balance zwischen Tradition und Innovation. In: Badisches Weinmagazin. Frühjahr 2009, S. 28–31.
  43. BodenseeWein e. V. (Hrsg.): Der Bodensee-Weinführer. ca 2008, S. 15 sowie Aktuelle Informationen vom Bodensee. Ausgabe nordwestliche Uferregion, Juli/August 2008, S. 55–56.
  44. a b Klauspeter Hack: Der „Seewein“. In: Meersburger Infos und Termine, August 2008, S. 18.
  45. Infotafel am Hofgut des Markgrafen von Baden in Birnau
  46. Weinlagen, wie auf der Informationstafel bei der Weinlage Jungfernstieg beschrieben, am „Meersburger Panorama- und Weinkundeweg“
  47. Staatsweingut Meersburg (Hrsg.): Staatsweingut Meersburg. Broschüre von ca. 2008, S. 5.
  48. Daten zur Sommertalschule vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
  49. Daten zum Droste-Hülshoff-Gymnasium vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
  50. Internetseite der Jugendkunstschule Bodenseekreis
  51. Katy Cuko: Wettbewerb der Wellnesstempel. Die Angebote der Thermen im Überblick. In: Südkurier vom 6. November 2010.
  52. http://www.monte-mare.de/de/presse_meersburg_therme_q_a-3826.html
  53. Geschichte der Meersburger Knabenmusik
  54. knabenmusik.meersburg.de
  55. Helga M. Novak erhält den Droste-Preis der Stadt Meersburg 2012
  56. Zeppelin Museum (Hrsg.): Zeppelin Museum. Prospekt sowie Internetseite Zeppelin Museum in Meersburg
  57. Weinbaumuseum Meersburg (Höhepunkte der Weinkultur - Deutsches Weininstitut)
  58. Große Konstanzer Narrengesellschaft Niederburg e. V. von 1884
  59. Margret Meier und Peter Schmidt: Meersburger Fasnacht im Wandel der Zeit ab 1360. Narrenzunft Schnabelgiere Meersburg e. V., Bodensee Medienzentrum, Tettnang 2013. S. 165-166, 189
  60. Margret Meier und Peter Schmidt: Meersburger Fasnacht im Wandel der Zeit ab 1360. Narrenzunft Schnabelgiere Meersburg e. V., Bodensee Medienzentrum, Tettnang 2013. S. 42-46
  61. Margret Meier und Peter Schmidt: Meersburger Fasnacht im Wandel der Zeit ab 1360. Narrenzunft Schnabelgiere Meersburg e. V., Bodensee Medienzentrum, Tettnang 2013. S. 53
  62. Margret Meier und Peter Schmidt: Meersburger Fasnacht im Wandel der Zeit ab 1360. Narrenzunft Schnabelgiere Meersburg e. V., Bodensee Medienzentrum, Tettnang 2013. S. 28-35, 168-169
  63. narrenbrunnen.com: Schnabelgierebrunnen Meersburg, Zugriff am 2. April 2011
  64. Siehe Wikimedia: Paul Fürst, Bild Pestarzt Dr. Schnabel in Rom
  65. Margret Meier und Peter Schmidt: Meersburger Fasnacht im Wandel der Zeit ab 1360. Narrenzunft Schnabelgiere Meersburg e. V., Bodensee Medienzentrum, Tettnang 2013. S. 47-50
  66. Margret Meier und Peter Schmidt: Meersburger Fasnacht im Wandel der Zeit ab 1360. Narrenzunft Schnabelgiere Meersburg e. V., Bodensee Medienzentrum, Tettnang 2013. S. 36-38, 57-59
  67. Maximilian Geiger: Die „Hunderteiner“. Über 500 Jahre praktizierte Demokratie. In: Festmagazin 1000 Jahre Meersburg. Frank Siegfried Verlag Konstanz, 1988. S. 20
  68. Dokumentation zu den Trachten im Stadtmuseum Meersburg
  69. Margret Meier und Peter Schmidt: Meersburger Fasnacht im Wandel der Zeit ab 1360. Narrenzunft Schnabelgiere Meersburg e. V., Bodensee Medienzentrum, Tettnang 2013. S. 149-152
  70. Die Narrenzunft Schnabelgiere e. V., Meersburg veröffentlicht den jährlichen Narrenfahrplan der Veranstaltungen
  71. Internetseite Museumsverein Meersburg
  72. Werksverzeichnis Hermann Stenner
  73. Ingrid von der Dollen, Rainer Zimmermann, Gerhard Finckh: Die Sammlung Joseph Hierling. Expressiver Realismus. S. 263, Bild und Bildbeschreibung Nummer 251. In: Schweinfurter Museumsschriften 166/2009. Hrsg: Erich Schneider, ISBN 978-3-936042-49-8.
  74. Lebenslauf Wolf Röhricht
  75. Gertraud Gaßner und Rainald Schwarz-Gaßner: RadReiseBuch Rund um den Bodensee. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München 1990, ISBN 3-426-04635-0, S. 211.
  76. Bild von Hans Dieter „Alte Meersburg“ von 1950 und erklärender Text in der Städtischen Galerie Meersburg
  77. Informationstafel am Obertor
  78. Staatsweingut Meersburg (Hrsg.): Broschüre über das Staatsweingut, ca. 2008, S. 14.
  79. Hermann Reidel und Wolf Deiseroth: Stadt Meersburg. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Ortskernatlas Baden-Württemberg 4.2, Stuttgart 1988. ISBN 3-89021-009-0. S. 12-17, 23-24, 28, 32-36
  80. Beschreibung des Neuweihers in www.seenprogramm.de
  81. Beschreibung des Siechenweihers in www.seenprogramm.de
  82. Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburg unterm Hakenkreuz 1933-1945. Robert Gessler Friedrichshafen, Meersburg 2011, ISBN 978-3-86136-164-0, S. 215–252.
  83. Quelle: Internetseite des Droste-Hülshoff-Gymnasiums
  84. Siehe Bild in der Städtischen Galerie Meersburg von Waldemar Flaig: Die „Fülle“ in Meersburg 1920
  85. Fotodokumente von der Zeit um 1900 im Aufgang zum Meersburger Rathaus, 2. Stock
  86. Kreisarchiv Bodenseekreis (Hrsg.): Spurensuche. „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 14. September 2008. S. 16.
  87. Stadtmuseum Meersburg. Prospekt, Meersburg, ca. 2000
  88. Vgl. die Informationen zum Turm
  89. Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburg unterm Hakenkreuz 1933-1945. Robert Gessler Friedrichshafen, Meersburg 2011, ISBN 978-3-86136-164-0, S. 288.
  90. Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburg unterm Hakenkreuz 1933-1945. Robert Gessler Friedrichshafen, Meersburg 2011, ISBN 978-3-86136-164-0, S. 419–421.
  91. Gefallenendenkmäler: Meersburg, Aussegnungshalle des Friedhofs
  92. Gefallenendenkmäler: Meersburg-Schiggendorf Gedenkstein in der Ortsmitte
  93. Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburg unterm Hakenkreuz 1933-1945. Robert Gessler Friedrichshafen, Meersburg 2011, ISBN 978-3-86136-164-0, S. 418-419.
  94. Onlineprojekt Gefallenendenkmale: Kopie der Stalingradmadonna in Meersburg, aufgerufen am 20. Dezember 2012
  95. Quelle: Gemeinsame Infotafel Stadt Meersburg/Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge am Eingang zur Gedenkstätte.
  96. Offizielle Website des Fürstenhäusles Meersburg
  97. Liste der verauktionierten Bilder von Hans Günter Lehmann
  98. Liste der verauktionierten Bilder von Erich Geiseler
  99. Ehrenbürger der Stadt Meersburg mit Biographie
  100. Thomas Warndorf: Acht Ehrenbürger und ihre großen Leistungen. In: Festmagazin 1000 Jahre Meersburg. Frank Siegfried Verlag Konstanz, 1988. S. 26-27
  101. Dankesbrief zur Ernennung
  102.  Deutsche Bundesbank (Hrsg.): Von der Baumwolle zum Geldschein. Eine neue Banknotenserie entsteht. 2. Auflage. Verlag Fritz Knapp GmbH, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-611-00222-4, S. 126.