Meet Me in St. Louis (1944)
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Meet Me in St. Louis (auch: Heimweh nach St. Louis, Die große Liebe nebenan, Die törichten Jungfrauen) |
| Originaltitel | Meet Me in St. Louis |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1944 |
| Länge | 113 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK o. A. |
| Stab | |
| Regie | Vincente Minnelli |
| Drehbuch | Irving Brecher Fred F. Finklehoffe |
| Produktion | Arthur Freed |
| Musik | George E. Stoll |
| Kamera | George J. Folsey |
| Schnitt | Albert Akst |
| Besetzung | |
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Meet Me in St. Louis ist ein US-amerikanisches Filmmusical des Filmstudios MGM aus dem Jahre 1944, das im deutschen Sprachraum auch unter den Titeln Heimweh nach St. Louis, Die große Liebe nebenan oder Die törichten Jungfrauen bekannt ist.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Der Film spielt zu den Jahreszeiten Sommer, Herbst, Winter und Frühling 1903/1904 in St. Louis, wo die Familie Smith mit fünf Kindern lebt. Die beiden ältesten Töchter Rose und Esther sind beide verliebt. Rose wartet auf Nachricht ihres Liebsten, der nach New York gegangen ist und Esther ist frisch verliebt in den neuen Nachbar John Truett. Der Liebling der Familie ist jedoch die jüngste Tochter Tootie, die für ihre fünf Jahre mit viel Phantasie ausgestattet ist und an Halloween in Tränen aufgelöst nach Haus kommt. Sie behauptet, der Nachbar John Truett habe sie geschlagen. Esther rennt daraufhin zu ihrem Liebsten und rächt ihre kleine Schwester. Als sie wieder zurückkommt, muss sie erfahren, dass Tootie geflunkert hat, um eine Dummheit zu verbergen, die sie in der Nacht begangen hat. Esther schämt sich furchtbar und entschuldigt sich bei John Truett. So kommen die beiden sich näher. Als Vater Smith, ein wenig erfolgreicher Anwalt, unerwartet verkündet, er sei in der Kanzlei aufgestiegen, und die Familie müsse nach New York umziehen, stößt er auf breite Ablehnung der Familie. Erst auf dem lang ersehnten Ball am Weihnachtsabend klären sich die Liebesverhältnisse der beiden älteren Schwestern und in der Nacht beschließt auch der Vater, mit seiner Familie in St. Louis zu bleiben. Das Happy End findet auf der Weltausstellung in St. Louis von 1904 statt.
Hintergrund [Bearbeiten]
Der Film basiert auf Kurzgeschichten, die Sally Benson wöchentlich im New Yorker Magazin The New Yorker herausgebracht hatte und sich großer Popularität erfreuten. Die Geschichten sind voller Lokalpatriotismus; geschrieben von einer Autorin, die aus der Provinz in die Metropole ging und den hochnäsigen Großstädtern zeigen wollte, wie wunderbar es dort ist. Die Geschichte ist eigentlich kurz erzählt. Die Familie von Mr. Smith jammert über die Provinzialität ihrer Heimatstadt – aber als dieser beschließt, sie nach New York zu bringen, möchte niemand mehr die Heimatstadt verlassen.
Judy Garland war bei den Dreharbeiten schon 22 Jahre alt, musste aber wieder einmal einen Teenager spielen. Sie wollte die Rolle erst übernehmen, nachdem sie den Regisseur Vincente Minnelli kennenlernte, der sie überzeugte. Nach den Dreharbeiten wurden sie ein Paar und heirateten.
Zum großen Erfolg des Films trugen die Songs des Films bei: der Titelsong Meet Me in St. Louis (der von der ganzen Familie gesungen wird und von Kerry Mills und Andrew B. Sterling stammt), Trolley Song, The Boy Next Door oder Have Yourself a Merry Little Christmas gehören bis heute zu Klassikern der großen Zeit der MGM-Musicals und fanden später ihren Weg auch ins Konzertrepertoire von Judy Garland.
Kritiken [Bearbeiten]
- "Ein sehr gemütvolles, unterhaltsames Musical mit ausgezeichneter Choreografie, guten Songs und prominenter Besetzung." - „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997
Auszeichnungen [Bearbeiten]
Der Film erhielt vier Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Bestes Drehbuch“, „Beste Kamera“, „Beste Musik“ und „Bester Song“ (Trolley Song). Margaret O'Brien erhielt den Juvenile Award, den damaligen Oscar für Kinderdarsteller. Im Jahr 1994 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen.
DVD-Veröffentlichung [Bearbeiten]
- Meet Me in St. Louis. Warner Home Video 2004
Literatur [Bearbeiten]
- Sally Benson: Meet Me in St. Louis. Random House, New York 1942, 290 S. (bislang keine deutsche Übertragung)
- Sally Benson: Meet Me in St. Louis. (Limited Edition.) Virginia Pub., St. Louis 2004, ISBN 1-891442-26-0
Weblinks [Bearbeiten]
- Meet Me in St. Louis in der Internet Movie Database (englisch)
Ein Häuschen im Himmel | Der Tolpatsch und die Schöne | Heimweh nach St. Louis | Urlaub für die Liebe | Broadway Melodie 1950 | Yolanda und der Dieb | Der unbekannte Geliebte | Der Pirat | Madame Bovary und ihre Liebhaber | Vater der Braut | Ein Geschenk des Himmels | Ein Amerikaner in Paris | Stadt der Illusionen | War es die große Liebe? | Vorhang auf! | Villa mit 100 PS | Brigadoon | Die Verlorenen | Kismet | Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft | Anders als die anderen | Warum hab’ ich ja gesagt? | Gigi | Was weiß Mama von Liebe? | Verdammt sind sie alle | Das Erbe des Blutes | Anruf genügt – komme ins Haus | Die vier apokalyptischen Reiter | Zwei Wochen in einer anderen Stadt | Vater ist nicht verheiratet | Goodbye Charlie | … die alles begehren | Einst kommt der Tag... | Nina