Meganekko

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Meganekko (jap. メガネっ娘) ist eine Komposition in der japanischen Sprache um ein eine Brille tragendes Mädchen zu bezeichnen. Die Komposition setzt sich dabei aus den Worten megane und ko zusammen. Megane (メガネ, auch めがね oder 眼鏡) ist dabei das japanische Wort für Brille und ko () die Bezeichnung für eine unverheiratete Frau, bzw. ein Mädchen.

Ebenso ist Meganekko aber auch die Bezeichnung eines bestimmten Charakterarchetyp in Werken der japanischen Populärkultur.

Charakterarchetyp Meganekko[Bearbeiten]

Die Brille als Ausdruck von Introversion und Unbeholfenheit.

In Werken der japanischen Populärkultur besitzen eine Brille tragende Mädchen meist eine besondere Rolle, wobei die Funktionalität der Brille oft zu vernachlässigen ist und sie ein kennzeichnendes Accessoire ist. Ihr Charakter ist durch ein introvertiertes und intelligentes Verhalten geprägt. Sie repräsentieren also mehr oder weniger das Klischee des belesenen Bücherwurms. Dadurch sind sie insbesondere bei einem gewissen Teil des japanischen Publikums beliebt und werden bewusst in Werke eingebaut um jene Zielgruppen anzusprechen auf die sie ein gewisses Moe-Potential haben.

Innerhalb des Spektrums der Meganekkos finden sich zwei wesentliche Randausprägungen (Stereotype). Diese spiegeln sich zumeist direkt in der Gestaltung der Brille wider.

Recht unbeholfene Mädchen, die besonders niedlich und schüchtern wirken sollen, tragen Modelle, die eine rundliche Form besitzen und deren Gläser im Verhältnis ziemlich groß sind. Der Brillenrahmen ist hingegen nur sehr schwach ausgeprägt und wird beim Zeichnen teilweise sogar weggelassen. Ein typischer Vertreter ist beispielsweise Mimi Usa aus Kodomo no Jikan. Sie ist im Vergleich zu ihren Mitschülerinnen zwar sehr intelligent und besonders weit entwickelt, aber dennoch insbesondere in sexuellen Angelegenheiten sehr naiv und unerfahren.

Der Gegenpol zu diesem Typus sind Mädchen, die als streng, eine Vorbildrolle innehabend und oft mit Hintergedanken belegt charakterisiert werden. Ihre äußere Erscheinung ist durch eine eher eckige, schmal geformte Brille geprägt, die zudem über einen kräftigen Rahmen verfügt. Beispiele hierfür wären Mai Minakami aus Nichijou oder auch Nodoka Manabe aus K-On!, die beide die Rolle der Klassensprecherin übernehmen und entsprechend zielstrebig sind.

Ebenso gibt es zahlreiche Mischformen. So ist z. B. die Brille von Yuki Nagato aus Die Melancholie der Haruhi Suzumiya eher eine Mischung dieser beiden Typen. Dennoch ist sie ein stark introvertierter Bücherwurm, hinter dem mehr steckt als ein stilles Mädchen und die die Brille überhaupt nicht nötig hätte.

Männliches Äquivalent[Bearbeiten]

Jungen und männliche Charaktere, die eine Brille tragen, werden hingegen schlicht als megane oder ausführlicher als megane otoko oder megane danshi (メガネ 男子) bezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]