Megatron

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Arrows A10B mit Megatron-Schriftzug, 2008 beim Goodwood Festival of Speed

Megatron war die Bezeichnung eines aufgeladenen Ottomotors mit 4 Zylindern und 1,5 Liter Hubraum, der in den Jahren 1987 und 1988 in der Formel 1 eingesetzt wurde. Es handelte sich dabei um eine Weiterentwicklung des bis 1986 von BMW eingesetzten BMW M10.

BMW war von 1982 an werksseitig als Motorenlieferant in der Formel 1 engagiert, gab jedoch 1986 seinen Rückzug zum Saisonende bekannt. Jackie Oliver, Teamchef des britischen Arrows-Teams, das für 1987 noch keinen Motorenvertrag hatte, überzeugte daraufhin den Hauptsponsor seines Rennstalls, die US-amerikanische Versicherungsgesellschaft United States Fidelity & Guaranty (USF&G), die Vorjahresmotoren von BMW aufzukaufen und sie in Eigenregie und unter dem Namen seiner Tochterfirma Megatron Inc. weiterentwickeln zu lassen. Den Service übernahm Heini Mader Racing Components, dessen Gründer Heini Mader Mechaniker des früheren Formel-1-Piloten Joseph Siffert gewesen war.

Neben Arrows fuhr 1987 auch das Ligier-Team mit Megatron-Aggregaten. Das Formel-1-Projekt wurde nach Bekanntgabe der Wiedereinführung von Saugmotoren durch die FIA und dem damit verbundenen gleichzeitigen Verbot der Turbotriebwerke ab 1989 beendet.

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