Meh’ Geld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Meh’ Geld
Originaltitel Mo' Money
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Peter MacDonald
Drehbuch Damon Wayans
Produktion Michael I. Rachmil
Musik Jay Gruska
Kamera Don Burgess
Schnitt Hubert C. de la Bouillerie
Besetzung

Meh’ Geld (Mo' Money) ist eine US-amerikanische Action-Komödie aus dem Jahr 1992. Der Film ist auch unter dem Titel Mo' Money - Meh’ Geld bekannt.

Handlung[Bearbeiten]

Ted Forest, Bote der Dynasty Club wird auf der Straße umgebracht und sein Datenband wird geklaut. Der mit dem Fall beauftragte Lt. Raymond Walsh erkennt schnell, dass es sich um einen Raubüberfall handelte. Nebenbei muss er sich noch um die Kinder seines verstorbenen Ex-Partners kümmern, denn Johnny und Seymour Stewart sind zwei Kleingauner, die sich mit allerlei Trickbetrügereien über Wasser halten. Als Johnny auf der Flucht von der Polizei verhaftet wird, darf er trotz der Verstöße gegen die Bewährungsauflagen wieder auf freien Fuss. Er will auch den Rat Walshs nutzen, endlich sein Geld mit ehrlicher Arbeit zu verdienen. Doch diese gestaltet sich schwieriger als gedacht. Er lernt allerdings die schöne Amber kennen, verliebt sich in sie und folgt ihr in ihre Firma, dem Kreditkartenunternehmen Dynasty Club. Er bewirbt sich dort um einen Job, damit er Amber näher sein kann. Nach wenigen Tagen hat er die Anstellung und lernt sowohl seinen Boss Chris Fields, auch den Sicherheitschef Keith Heading kennen. Diese versuchen die nächsten 26 Tage über 30 Mio. US-Dollar mit Hilfe zurückgeschickter Kreditkarten Verstorbener zu ergaunern.

Doch davon weiß Johnny noch nichts, der Amber versucht näher zu kommen. Obwohl er verkraften muss, dass diese mit dem arroganten Tom Dilton liiert ist, bemüht er sich ihr zu imponieren und Tommy lächerlich zu machen. Dadurch trennt sie sich von Tom. Johnny selbst kann sich aber nichts leisten, sodass er selbt eine Kreditkarte auf Arbeit klaut, einen teuren Ring und neue Kleidung kauft. Nachdem Chris von Walsh befragt und nervös wurde, ließ Heading ihn auf dem U-Bahn-Steig überfallen und niederstechen. Da Heading Johnny auch noch filmte, wie er die Kreditkarte stahl, erpresst er ihn, für ihn zu arbeiten. Nun muss Johnny teure Luxusgegenstände mit den Kreditkarten Verstorbener kaufen. Zumindest kann er derweil die Zeit mit Amber genießen, die sich allerdings schnell wundert, woher er soviel Geld hat.

Inzwischen wurde Seymour festgenommen, da er mit eine der gestohlenen Kreditkarten Johnnys etwas kaufen wollte. Er wird verhört und gesteht, dass Keith Heading dahinter steckt. Dadurch wird er als Lockvogel auf Heading angesetzt, der Seymour allerdings schnell durchschaut und als Geisel nimmt. Mit seinen Leuten suchen sie das Büro auf, wo Amber und Johnny bereits nach Beweisen für den Kreditkartenbetrug suchen. Es kommt zum Schussduell, bei dem Keiths Männer sterben und Keith selbst mit Seymour als Geisel flüchten kann. Johnny verfolgt ihn bis zu einem Bauplatz. Da Seymour unterwegs flüchten konnte, kämpfen beide dort alleine gegeneinander. Keith schießt seine Waffe leer und trifft Johnny. Bei dem anschließenden Faustkampf landen beide auf einem Förderband, wo es Johnny schafft, Keith eine Kette um den Hals zu legen. Als beide am Ende des Bandes herunterfallen, erhängt sich Keith.

Kritiken[Bearbeiten]

In der New York Times meinte Janet Maslin, dass Wayans so wirke, „als würde er dort weitermachen, wo Eddie Murphy längst aufgehört hätte.“ Er nutze auch eifrig alle „komischen stereotypen Figuren“ des Films. Sie lobte insgesamt beide Wayans und meinte, dass das relativ gute Drehbuch eine schwungvollere Regie gebraucht hätte.[1]

Michael Wilmington von der Los Angeles Times meinte, dass der Film einen „vielversprechenden Start“ hätte und die „Chemie zwischen den Wayans-Brüdern“ einfach stimmen würde. Aber alles in allem sei der Film „wenig lustig“ und „glanzlos.“[2]

Für Hal Hinson von der Washington Post ist der Film an seinen Ansprüchen gleichzeitig Actionfilm, Romanze und Komödie sein zu wollen, gescheitert. Das liegt vor allen Dingen an dem Regisseur, der es einfach nicht schaffe, mit diesen drei Elementen umgehen zu können. Außerdem sah er die einzige Komik des Films darin, wenn Wayans gerade mal nicht etwas machen würde.[3]

Für das Lexikon des Internationalen Films war der Film eine "unbekömmliche, halbherzige Mischung aus Love-Story, Komödie und unnötig brutalem Action-Thriller."[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Michael Lamone Bivins, Ronald De Voe, Jimmy Jam und Terry Lewis gewannen im Jahr 1993 für den Song The Best Things in Life Are Free den Film and Television Music Award der American Society of Composers, Authors and Publishers.

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Film startete am 24. Juli 1992 in den US-Kinos und konnte etwas mehr als 40 Mio. US-Dollar wieder einspielen.[5] In Deutschland startete er am 12. November 1992 und wurde von 482.715 Kinobesuchern gesehen.[6] Der Film ist seit dem 8. Juni 1993 als deutschsprachige VHS und seit dem 9. Juli 2002 als deutschsprachige DVD erhältlich.

Des Öfteren lief im Fernsehen eine um sechs Minuten gekürzte Fassung, die ab 12 Jahren freigegeben ist.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Janet Maslin: Mo' Money (1992) auf nytimes.com vom 25. Juli 1992 (englisch), abgerufen am 28. Mai 2012
  2. Michael Wilmington: MOVIE REVIEW: 'Mo' Money' Overdoses on Blood, Guts auf latimes.com vom 27. Juli 1992 (englisch), abgerufen am 28. Mai 2012
  3. Hal Hinson: ‘Mo’ Money’ (R) auf washingtonpost.com vom 25. Juli 1992 (englisch), abgerufen am 28. Mai 2012
  4. Meh’ Geld im Lexikon des Internationalen Films
  5. Mo' Money (1992) auf boxofficemojo.com (englisch), abgerufen am 28. Mai 2012
  6. Top 100 Deutschland 1992 auf insidekino.de, abgerufen am 28. Mai 2012