Mehdi Jomaâ

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Mehdi Jomaâ (2014)

Mehdi Jomaâ oder Dschum'a (arabisch ‏مهدي جمعة‎, DMG Mahdī Ǧumʿa; * 21. März 1962 in Mahdia) ist ein tunesischer Ingenieur, Politiker und amtierender Ministerpräsident Tunesiens.

Leben[Bearbeiten]

Mehdi Jomaâ war bis zum 13. März 2013, als er zum Industrieminister unter Ministerpräsident Hamadi Dschebali ernannt wurde, in der Privatwirtschaft tätig. Zuletzt war er Direktor der Luftfahrtabteilung von Hutchinson, einem Unternehmen, das zum französischen Konzern Total gehört. Während seiner Amtszeit als Minister blieb er unauffällig. Lediglich seine Pläne, Fracking in Tunesien zu fördern, stießen auf gewissen Widerstand.[1]

Am 15. Dezember 2013 einigte sich der Nationale Dialog zwischen Regierung und Opposition, der nach der Ermordung des linken Parlamentsabgeordneten Mohamed Brahmi zusammentrat, auf Mehdi Jomaâ für die Ernennung zum Übergangs-Ministerpräsidenten. Für den Ruf Tunesiens, die Republikanische Partei und die linke Volksfront, welche die Abstimmung boykottierten, gilt Jomaâ – obwohl er parteipolitisch unabhängig ist – als Mann der islamistischen Ennahda.[1]

Am 9. Januar 2014 trat Jomaâ sein Amt als Ministerpräsident an.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ohne Parteibuch, ohne Begeisterung. Abgerufen am 15. Dezember 2013.
  2. http://orf.at/stories/2211548/