MSV Duisburg

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MSV Duisburg
Vereinswappen des MSV Duisburg
Voller Name Meidericher Spielverein 02 e.V.
Duisburg (Hauptverein)
MSV Duisburg GmbH & Co. KGaA
(Spielbetrieb Profifußball)
Ort Duisburg, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 17. September 1902
Vereinsfarben Blau - Weiß
Stadion Schauinsland-Reisen-Arena
Plätze 31.502
Vorstand Ingo Wald (Vorstandsvorsitzender)
Udo Kirmse
Robert Philipps
Sebastian Runde
Uwe Weidemann
Trainer Gino Lettieri
Homepage www.msv-duisburg.de
Liga 3. Liga
Oberliga Niederrhein (II.)
2013/14 7. Platz
5. Platz (II.)
Heim
Auswärts

Der Meidericher Spielverein 02 e. V. Duisburg ist ein 1902 gegründeter Sportverein aus Duisburg. Er zählt heute etwa 6800 Mitglieder und umfasst neben der bekannten Fußballabteilung die Abteilungen Handball, Hockey, Leichtathletik, Tennis, Volleyball, Judo und Turnen.

Die Vereinsfarben des MSV Duisburg sind Blau-Weiß.[1] Wegen des gestreiften Trikots wird die Mannschaft auch „die Zebras“ genannt.

Name und Fusionen[Bearbeiten]

Historische Logos des MSV Duisburg

Der MSV Duisburg wurde am 2. Juni 1902 unter dem Namen Meidericher Spielverein von 1902 e. V. in der damaligen selbstständigen gleichnamigen Gemeinde Meiderich gegründet und am 17. September desselben Jahres in den Westdeutschen Fußballverband aufgenommen.

1905 schloss sich der Verein mit dem SC Viktoria Meiderich zum Meidericher SV zusammen. Drei Jahre später wurde der alte Name wieder übernommen.

Von 1919 bis 1923 waren die Meidericher Fußballer ebenso wie der örtliche Turnverein 1880 Teil des Großvereins Meidericher TuS 1880. Im Zuge des Konfliktes zwischen Turn- und Spielverbänden musste dieser Verein wieder aufgespalten werden. In der abgebrochenen Saison 1944/45 bildete der MSV eine Kriegsspielgemeinschaft mit der SpVg. Meiderich 06.

Am 9. Januar 1967 bekam der Verein den bereits zweieinhalb Jahre zuvor beschlossenen und bis heute gültigen Namen Meidericher Spielverein 02 e. V. Duisburg.

Sportliche Entwicklung[Bearbeiten]

Von der Gründung 1902 bis 1925[Bearbeiten]

Liga Saison Platz Tore,
Punkte
III. Bezirk, 3. Klasse 1902/03 5 11:13, 01-15
III. Bezirk, 3. Klasse 1903/04 2 17:17, 07-05
III. Bezirk, 3. Klasse 1904/05 1 56:14, 20-04
IV. Bezirk, 2. Klasse 1905/06 2 36:30, 15-13
III. Bezirk, 2. Klasse 1906/07 5 08:44, 00-16
III. Bezirk, 2. Klasse 1907/08 - Disqualifikation
III. Bezirk, B Klasse 1908/09 2 63:27, 22-06
III. Bezirk, B Klasse 1909/10 1 k. A.
III./IV. Bezirk, A Klasse 1910/11 4 62:40, 18-04
A. Klasse rhein. Nordkreis 1911/12 5 30:25, 10-14
A. Klasse rhein. Nordkreis 1912/13 3 53:26, 18-10
A. Klasse Ruhrkreis 1913/14 1 88:13, 36-00
Ruhrkreis Ruhrbezirk 1914/15 3 13:19, 07-09
Ruhrkreis Duisburg 1915/16 3 51:34, 22-10
Ruhrkreis Duisburg 1916/17 6 24:52, 18-20
Ruhrkreis Duisburg 1918/19 7 19:27, 10-18
Kreisliga rhein. Nordkreis 1919/20 2 49:22, 28-12
Kreisliga Duisburg 1920/21 4 23:26, 20-16
Kreisliga Duisburg 1921/22 1 k. A.
Gauliga Niederrhein 1922/23 2 45:17, 23-07
Gauliga Niederrhein 1923/24 4 73:35, 39-21
Gauliga Niederrhein 1924/25 3 46:21, 19-11

Nachdem der damalige Meidericher SV den Spielbetrieb aufgenommen hatte, begann der Verein in der 3. Klasse, auch C-Klasse genannt (seinerzeit die unterste Liga). Gespielt wurde auf dem Sportplatz, der im Schatten zur Zeche Westende lag. Im dritten Jahr konnte der Verein seinen ersten Aufstieg in die B-Klasse feiern, in der er in der ersten Saison den 2. Platz erreichte. Die folgende Saison endete desaströs: Ohne einen Punkt zu erzielen erfolgte der Abstieg in die C-Klasse. Dank zahlreicher Förderer hatte sich der MSV in Duisburg schon früh als Fußballverein etabliert, so konnte er nach dem zwischenzeitlichen Wiederaufstieg in die B-Klasse um den Aufstieg in die A-Klasse kämpfen, doch nach einer 1:3-Niederlage im entscheidenden Spiel gegen den Turn Club Essen mussten die Aufstiegsträume begraben werden.

Doch schon ein Jahr später, im Jahr 1910, konnte der langersehnte Aufstieg in die A-Klasse gefeiert werden, in der die erste Saison als 4., hinter dem Lokalrivalen VfvB Ruhrort, abgeschlossen werden konnte. Für die nächste Saison hatte sich der Verein den Aufstieg in die höchste Spielklasse, die sogenannte „Zehnerliga“, zum Ziel gesetzt, da er einen starken Nachwuchs besaß. Dieses Unterfangen gelang jedoch nicht, da das entscheidende Spiel gegen den VfvB Ruhrort nur 1:1 endete. Dafür konnte in der Saison 1912/13 der Gewinn des Dr.-Haßlacher-Pokals gefeiert werden. Die Saison 1913/14 ist die bis dahin erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. Die erste Mannschaft gewann alle 12 Spiele und hatte am Ende ein Torverhältnis von 88:13 Toren, wodurch der Aufstieg in die Zehnerliga geschafft wurde.

Von nun an konnte sich der Meidericher SV mit den traditionsreichen Mannschaften Essener TB, Duisburger SV oder Preußen Duisburg messen, doch aufgrund des Krieges geriet der Fußball erst einmal in den Hintergrund. Um sich auf die erste Saison in der Kreisliga Ruhrkreis vorzubereiten, testete man gegen starke Gegner, wie den Bonner FV (4:0), TB Essen (5:4) oder den Duisburger SpV (2:3), doch das Highlight war der 19:2-Sieg gegen den TC Gelsenkirchen, der noch ein Jahr zuvor in der Zehnerliga spielte. Obwohl ein Großteil der Mitglieder des MSV den Kriegsdienst versah, wurden die Zebras 1915 Ruhrmeister und qualifizierten sich somit für den Kriegspokal des Westdeutschen Fußballverbandes, den man nach einem 5:0-Sieg im Finale über den FC Eppenhausen gewinnen konnte.

Nach dem Krieg hatte der MSV das Ziel, in die Gauliga aufzusteigen, doch in den Folgejahren, in denen auch die Jugendabteilung der Meidericher gegründet wurde, belegte man hintere Plätze. Um aufzusteigen, holte man Karl Lebzelter als ersten Trainer an die Westender Straße. Dank einer neuen Ligaeinteilung konnte der Meidericher SV 1922/23 am Spielbetrieb der Gauliga Niederrhein teilnehmen, der 16 Mannschaften angehörten, so dass die erste Saison über zwei Jahre ausgespielt wurde.

Die Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Liga Saison Platz Tore,
Punkte
Bezirksklasse Niederrhein 1925/26 4 107:46, 37-230
Bezirksklasse Niederrhein 1926/27 2 50:34, 22-06
Bezirksklasse Niederrhein 1927/28 2 48:26, 20-08
Bezirksklasse Niederrhein 1928/29 1 48:22, 22-06
Bezirksliga Niederrhein 1929/30 3 42:26, 21-11
Bezirksklasse Niederrhein 1930/31 1 65:19, 29-03
Bezirksklasse Niederrhein 1931/32 1 73:22, 38-06
Bezirksklasse Niederrhein 1932/33 2 31:23, 22-14
Bezirksklasse Gruppe 3 1933/34 3 65:24, 32-12
Bezirksklasse Gruppe 4 1934/35 4 65:34, 27-27
Bezirksklasse Gruppe 4 1935/36 7 31:47, 24-28
Bezirksklasse Gruppe 5 1936/37 8 33:38, 17-27
Bezirksklasse Gruppe 3 1937/38 8 25:30, 13-23
Bezirksklasse Gruppe 3 1938/39 9 33:48, 18-22

Ab der Saison 1925/26 spielten die Meidericher in der Bezirksklasse Niederrhein, wo sie das erste Jahr als 4. beendeten. In der Folgesaison spielte die Mannschaft um den Gruppensieg, doch das Entscheidungsspiel, das 15.000 Zuschauer sahen, ging gegen den Duisburger FV 08 mit 2:3 verloren, und so blieb nur die Vizemeisterschaft. Als die Zebras in der Spielzeit 1927/28 wieder nur Vizemeister wurden, erhielten sie den Beinamen „ewiger Zweiter“, doch im Jahr darauf wurde der MSV Gruppensieger und qualifizierte sich für die Endrunde um die Niederrheinmeisterschaft, Gegner war die SpVgg. Oberhausen. Nachdem Hin- und Rückspiel keinen Sieger ergaben (6:1 und 0:1), musste ein Entscheidungsspiel ausgetragen werden, doch dieses endete 0:0 nach Verlängerung, so dass noch ein zweites Entscheidungsspiel stattfinden musste. Dank eines 3:2-Sieges wurde der Meidericher SV Niederrheinmeister und durfte an der Westdeutschen Meisterschaft teilnehmen.

Nach fünf Siegen in den sechs Spielen der Vor- und Endrunde schaffte der Verein den Sprung ins Endspiel um die Westdeutsche Meisterschaft, das allerdings mit 1:2 gegen den FC Schalke 04 verloren ging. Dennoch qualifizierte sich die Mannschaft für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, doch man scheiterte schon in der ersten Runde am Hamburger SV mit 2:3. Die Leistungen sorgten dafür, dass die Zebras als Titelkandidat in die Saison 1929/30 gingen, am Ende wurde man aber nur Dritter. Dafür wurde man ein Jahr später erneut Niederrheinmeister (5:1 und 5:5 gegen die SpVgg. Sterkrade) und nahm wieder an der Westdeutschen Meisterschaft teil. Hier scheiterte der Meidericher Spielverein allerdings in der Endrunde an Fortuna Düsseldorf, Alemannia Aachen und am VfB Bielefeld 03. Dennoch spielte man mit den SF BW Barmen den dritten westdeutschen Vertreter in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft aus. Durch einen 4:2-Sieg schaffte der MSV den Sprung in die Endrunde, doch auch in diesem Jahr war schon in der ersten Runde Schluss, man unterlag dem TSV 1860 München mit 1:4. Im Folgejahr wurden die Meidericher schon wieder Niederrheinmeister, diesmal wurde der Duisburger FV 08 in drei Spielen bezwungen. In der Endrunde um die Westdeutsche Meisterschaft scheiterte die Mannschaft im Halbfinale am FC Schalke 04. Nach der verpatzten westdeutschen Meisterschaft schaffte der Meidericher SV noch einmal den 2. Platz in der Bezirksliga Niederrhein, doch nach einer neuen Ligaeinteilung im Jahr 1933 mussten die Zebras in der Bezirksliga antreten. Wie viele andere erfolgreiche Vereine durfte der MSV nicht in der höchsten Spielklasse, der Gauliga, teilnehmen, weshalb die Stimmung schlecht war. Ein Großteil der Leistungsträger verließ die Westender Straße, weil sie nicht in solch niedrigen Klassen spielen wollten; in einer derart niedrigen Klasse spielte der MSV seit über zehn Jahren nicht mehr. So kam es, dass die Meidericher nun gegen den Abstieg kämpfen mussten, was ihnen bis 1939 erfolgreich gelang, jenem Jahr, in dem der Spielbetrieb kriegsbedingt eingestellt werden musste. Schon in den Vorjahren konnte man schon nicht mehr von einem geregelten Spielbetrieb reden, da viele Spieler Wehrdienst leisten mussten.

Nachkriegszeit und Oberliga (1945 bis 1963)[Bearbeiten]

Liga Saison Platz Tore,
Punkte
Stadtmeisterschaft 1945/46 2 25:09, 06-02
Bezirksliga Niederrhein 1946/47 2 50:31, 25-19
Landesliga Niederrhein 1947/48 2 41:17, 29-11
Landesliga Niederrhein 1948/49 3 59:20, 32-12
2. Liga West 1949/50 4 61:33, 37-23
2. Liga West 1950/51 1 96:37, 48-12
Oberliga West 1951/52 8 57:55, 29-31
Oberliga West 1952/53 4 63:51, 36-24
Oberliga West 1953/54 11 46:55, 27-33
Oberliga West 1954/55 15 40:61, 26-34
2. Liga West 1955/56 2 71:28, 43-17
Oberliga West 1956/57 7 62:42, 32-28
Oberliga West 1957/58 4 56:37, 36-24
Oberliga West 1958/59 8 44:44, 30-30
Oberliga West 1959/60 8 35:45, 28-32
Oberliga West 1960/61 11 47:48, 26-34
Oberliga West 1961/62 5 50:37, 35-25
Oberliga West 1962/63 3 47:43, 38-22

Bei den ersten Spielen der direkten Nachkriegszeit handelt es sich nur um Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus Duisburg. Die Briten erlaubten dann 1946, dass in zwei Gruppen eine Stadtmeisterschaft ausgespielt werden durfte, die sich der Meidericher Spielverein sicherte, aufgrund der Situation in der Stadt wurde diese aber nicht gefeiert. Nach der ersten offiziellen Saison nach dem Krieg erreichte der MSV nur den 5. Platz in der Bezirksliga Niederrhein, weshalb er sich nicht für die neugegründete Oberliga des Westdeutschen Fußballverbandes (WFV) qualifizierte. Die beiden folgenden Saisons, 1947/48 und 1948/49, spielten die Meidericher in der Landesliga des WFV, ehe man in der neu eingeführten 2. Liga West antreten konnte. In der ersten Saison konnte gleich der 4. Platz erreicht werden, wodurch man in Meiderich anfing, von der Oberliga, damals die höchste Spielklasse, zu träumen. Schon im Jahr darauf herrschte in dem Duisburger Stadtteil Volksfeststimmung, der MSV stieg mit einem Torverhältnis von 96:37 Toren und einem Vorsprung von neun Punkten bei 48:12 Punkten in die Oberliga auf.

Das erste Jahr in der Oberliga begann vielversprechend, obwohl Erfolgstrainer Willi Multhaup die Zebras verließ. Es gelangen Siege gegen Schalke 04, den 1. FC Köln und Borussia Dortmund, Hamborn 07 konnte man vor 25.000 Zuschauern ein 1:1 abringen. Am Ende der Hinserie stand der MSV mit 18:12 Punkten auf Platz 4, zwei Punkte hinter Herbstmeister Schalke. Die Rückrunde verlief nicht so erfolgreich. Nachdem nach der 3:6-Niederlage gegen Horst Emscher der Sprung an die Tabellenspitze verpasst wurde, brach das Team ein und landete am Ende nur auf Platz 8. Die zweite Saison verlief ebenfalls sehr zufriedenstellend, die Zebras wurden am Ende 4. und konnten Siege über die Spitzenmannschaften wie den 1. FC Köln oder Rot-Weiss Essen vorweisen. Auch die Zuschauerzahlen waren gut, da man als einziger Duisburger Vertreter im Wedaustadion spielen durfte, und so kamen bis zu 25.000 Zuschauer. Das nächste Jahr war weniger erfolgreich. Der MSV verzichtete auf Neuzugänge zu Beginn der Saison und versuchte, den Nachwuchs zu fördern, doch die Hinrunde verlief enttäuschend. Erst am neunten Spieltag gelang der erste Sieg und dementsprechend stand man lange auf dem letzten Platz, am Ende wurde man 11. und konnte den Abstieg vorerst verhindern. Nur ein Jahr später stieg der Meidericher SV dann doch ab.

Der sofortige Wiederaufstieg gelang, als Zweiter stieg man hinter dem VfL Bochum auf und spielte so ab der Saison 1956/57 wieder in der Oberliga. Trotz einer vielversprechenden Vorbereitung verlief der Start nicht erfolgreich, und der MSV stand nur im Tabellenkeller, doch nach zwei Kantersiegen gegen Schwarz-Weiß Essen (7:1) und Borussia Mönchengladbach (8:1) gelang es den Zebras, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Da man in der Rückrunde durch zu viele Unentschieden zu viele Punkte verlor, landeten die Zebras am Ende auf Platz 7. Die Saison bestritt man unter dem berühmten Trainer Helmut Kronsbein, nicht zuletzt dank Siegen über RW Essen (4:0) und Schalke 04 (4:1) stand man zu Hinrundenende auf Platz 3, durch eine ebenfalls erfolgreiche Rückrunde wurde man schließlich 4. Die nächste Saison verlief zunächst sehr zufriedenstellend, und der MSV stand am Ende der Hinserie, in der man kein Heimspiel verlor, auf dem 3. Tabellenplatz. Die Rückrunde war das genaue Gegenteil, sie verlief unterirdisch, und so stürzten die Duisburger auf Platz 8. Die finanzielle Situation zwang die Verantwortlichen zu sparen, so auch im Bereich der Neuzugänge, so dass in der Saison 1959/60 vermehrt auf die Jugend gesetzt wurde. Dementsprechend schwach verlief die Hinrunde, und man schnitt diese als Drittletzter ab, dank einer Leistungssteigerung und zwei Punkten, die im Nachhinein am Grünen Tisch gewonnen wurden (Schalke 04 setzte im Hinspiel einen nicht spielberechtigten Spieler ein), wurde man Achter und schaffte den Klassenerhalt.

Die folgende Saison, in der man mit zehn Spielern aus der eigenen Jugend startete, verlief auch eher mittelmäßig. Der Saisonstart verlief noch sehr positiv und man stand sogar auf Platz 2, doch dann folgte der Absturz, und der MSV schaffte erst am letzten Spieltag durch einen 3:0-Sieg über Borussia Dortmund den Klassenerhalt, am Ende stand man so auf Platz 11. Zu Beginn der Saison 1961/1962 sorgte in Meiderich die Einführung der eingleisigen Bundesliga für Gesprächsstoff, und so rückte die Rückkehr von Trainer Multhaupt in den Hintergrund, mit dem erfolgreichere Zeiten angestrebt wurden. Nach der Hinserie sah es nicht so aus, als ob der Meidericher SV die Erwartungen erfüllen konnte, denn man wurde nur Neunter, doch eine Leistungssteigerung in der Rückrunde brachte am Ende Platz 5.

Das Ziel für die folgende Saison war klar: „Qualifikation zur Bundesliga“. Der Start in diese wichtige Spielzeit verlief schlecht, es gab 3:5 Punkte aus den ersten vier Spielen. Nach einer Siegesserie schaffte der MSV Kontakt zur Tabellenspitze und hatte als Siebter nur zwei Punkte Rückstand auf Platz 1. Nach einer langen Winterpause, bedingt durch einen strengen Winter drei Monate lang, kamen die Zebras gut aus den Startlöchern und konnten u.a. den Wuppertaler SV und den 1. FC Köln schlagen, doch auf der Zielgeraden schienen die Kräfte zu schwinden. Es folgten zwei entscheidende Spiele gegen Hamborn 07 und Viktoria Köln. Im Spiel gegen Hamborn gelang Dieter Danzberg in der 84. Minute der Siegtreffer. Fünf Tage später erzielte er das 2:1 in der 90. Minute. Einen Tag nach dem Triumph, am 6. Mai 1963, folgte die schriftliche Bestätigung, der MSV wurde in die Bundesliga aufgenommen, und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Das letzte Spiel gegen Preußen Münster wurde daher bedeutungslos, dennoch sicherte man sich mit einem 2:1-Sieg noch den dritten Tabellenplatz.

Bundesliga – die 1960er Jahre[Bearbeiten]

Liga Saison Platz Tore,
Punkte
Bundesliga 1963/64 2 60:36, 39-21
Bundesliga 1964/65 7 46:48, 32-28
Bundesliga 1965/66 8 70:48, 36-32
Bundesliga 1966/67 11 40:42, 33-35
Bundesliga 1967/68 7 69:58, 36-32
Bundesliga 1968/69 12 33:37, 32-36
Bundesliga 1969/70 15 35:48, 29-39

Am 24. August 1963 war es endlich soweit, der erste Spieltag der Bundesliga wurde angepfiffen. Der MSV absolvierte ihn mit Helmut Rahn und Trainer Rudi Gutendorf in Karlsruhe, wo der Karlsruher SC mit 4:1 geschlagen wurde. Den Zebras gelang es, sich zum Ende der Hinrunde in der Spitzengruppe festzusetzen. Durch eine starke Rückrunde schob sich der Meidericher SV noch auf den 2. Platz vor und wurde überraschend Vizemeister hinter dem 1. FC Köln. Die Saison 1964/65 verlief nicht so erfolgreich, in der Hinrunde befand sich der MSV in der Abstiegszone und konnte sich erst in der Rückrunde unter dem neuen Trainer Hermann Eppenhoff im Mittelfeld festsetzen, am Ende hatte man mit 32:28 Punkten Platz 7 sicher. Die folgende Spielzeit war mit 70 Toren die torreichste Bundesligasaison in der Vereinsgeschichte, in der noch ein weiterer Rekord aufgestellt wurde. Das 9:0 bei Tasmania Berlin war der höchste Auswärtssieg einer Bundesligamannschaft aller Zeiten. Trotz der 70 Tore stand man am Ende nur auf Platz 8, das Erreichen des Pokalfinales machte die Saison dennoch erfolgreich.

Die Hinserie der Saison 1966/67 war sehr enttäuschend, nach Platz 18 zur Winterpause ging in Meiderich die Abstiegsangst um. Daher wurde der 7. Januar 1967 als Neuanfang gesehen, der Tag, an dem die Umbenennung in „MSV Duisburg“ erfolgte. Nur durch einen Kraftakt in der Rückrunde schaffte der MSV noch als 11. den Klassenerhalt. Der Abwärtstrend konnte in der folgenden Saison gestoppt werden, nach 34 Spielen war man 7. und erzielte 69 Tore, darunter sieben Tore aus dem höchsten Heimsieg der Vereinsgeschichte (7:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern). Gekennzeichnet war das Jahr allerdings von finanziellen Problemen, ein Grund hierfür waren die schlechten Zuschauerzahlen. In der Spielzeit 1968/69 musste der MSV weiter mit mittlerweile 1,4 Millionen Mark Schulden kämpfen, daher war das Saisonziel ein Mittelfeldplatz. Die Hinrunde übertraf die Erwartungen um ein vielfaches, zwischenzeitlich stand der MSV auf Platz 4, nach 17 Spieltagen stand man auf Platz 7. Am Saisonende waren die Zebras nur 12., ein Grund waren die zu vielen Unentschieden, mit 16 Unentschieden in der Saison stellte man einen neuen Bundesligarekord auf. Auch 1969/70 drückten den MSV viele Schulden, wobei man hoffte, dass man durch die Aufstiege von Rot-Weiß Oberhausen und Rot-Weiss Essen viele Zuschauereinnahmen bekäme. Die finanzielle Situation hatte zur Folge, dass man zu den Abstiegskandidaten gehörte, daher war der 10. Platz zur Winterpause sehr zufriedenstellend. Am Ende schaffte man als 15. mit vier Punkten Vorsprung den Klassenerhalt.

MSV „Dietzburg“ (1970 bis 1982)[Bearbeiten]

Liga Saison Platz Tore,
Punkte
Bundesliga 1970/71 7 43:47, 35-33
Bundesliga 1971/72 14 36:51, 27-41
Bundesliga 1972/73 10 53:54, 33-35
Bundesliga 1973/74 15 42:56, 29-39
Bundesliga 1974/75 14 59:77, 30-38
Bundesliga 1975/76 10 55:62, 33-35
Bundesliga 1976/77 9 60:51, 34-34
Bundesliga 1977/78 6 62:59, 37-31
Bundesliga 1978/79 13 43:56, 30-38
Bundesliga 1979/80 14 43:57, 29-39
Bundesliga 1980/81 12 45:58, 29-39
Bundesliga 1981/82 18 40:77, 19-49
Bernard Dietz spielte zwölf Jahre für den MSV „Dietzburg“

Nachdem die Zebras in der Saison 1969/70 beinahe abgestiegen waren, wurde in der folgenden Saison das Gesicht der Mannschaft stark verändert, und man setzte auf das bewährte Konzept, auf die eigene Jugend zu setzen. Ein Spieler aus dieser eigenen Jugend war der junge Bernard „Ennatz“ Dietz, der für mehr als ein Jahrzehnt den Kopf der Mannschaft bilden sollte (er gab dem Verein den Beinamen MSV Dietzburg). Das Konzept ging auf, und am Schluss stand Platz sieben zu Buche – und das trotz einer etwas holprigen Hinrunde, die man als Elfter beendete. 1971/72 wollte man die Form der Vorsaison bestätigen, wenn nicht sogar steigern, doch eine Sturmflaute beendete diese Hoffnungen. Am Ende stand nur Platz 14, obwohl man die Spitzenteams wie den FC Bayern München (3:0) schlagen konnte. Mit sieben amtierenden A-Jugend-Meistern aus der eigenen Jugend startete der MSV in die Spielzeit 1972/73. Nach Platz sechs zum Abschluss der Hinserie träumte man in Meiderich vom UEFA-Pokal, da die Mannschaft zum Saisonende aber einbrach, rutschten die Duisburger vom vierten Platz auf den zehnten. In der nächsten Spielzeit kämpften die Zebras um den Klassenerhalt und standen lange Zeit auf dem letzten Tabellenplatz, doch ein Schlussspurt mit 9:1 Punkten aus den letzten fünf Spielen machte das Unmögliche noch möglich.

Überraschend standen die Zebras am zweiten Spieltag der Spielzeit 1974/75 auf Platz eins, das erste Mal nach elf Jahren, doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer. Zur Winterpause stand der Verein im Mittelfeld, nach 34 Spieltagen war der MSV 14. Einzig positiv war das Erreichen des Pokalfinales 1975, welches der MSV Duisburg jedoch mit 0:1 gegen Eintracht Frankfurt verlor. Während die Zebras in der nächsten Spielzeit im UEFA-Cup für Furore sorgten, spiegelte sich dieser Trend in der Bundesliga nicht wider. Zwischenzeitlich standen die Zebras auf dem letzten Platz, schafften zur Winterpause noch den Sprung auf Platz neun. Die Meidericher hielten sich im Mittelfeld und wurden schließlich Zehnter. Unter dem neuen Trainer Otto Knefler erhoffte sich der MSV einen UEFA-Cup-Platz, was angesichts Platz drei nach 20 Spielen nicht unmöglich schien, doch eine Negativserie in der Schlussphase bedeutete den Sturz auf Platz neun. In der nächsten Saison schaffte der MSV Duisburg als Sechster die ersehnte Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Am 5. November 1977 fand das legendärste Spiel der Vereinsgeschichte statt. Bernard Dietz erzielte beim 6:3-Sieg über den FC Bayern München vier Tore als Verteidiger.

In der Saison 1978/79 waren den Zebras die Strapazen der Teilnahme an drei Wettbewerben (Bundesliga, DFB-Pokal und UEFA-Cup) anzumerken. Während die Mannschaft das UEFA-Cup-Halbfinale erreichte, kämpfte sie in der Bundesliga gegen den Abstieg (Platz 16 zur Winterpause), mit Platz 13 konnte dieser verhindert werden. Auch die nächsten drei Spielzeiten waren vom Abstiegskampf gezeichnet. Gründe hierfür waren die finanzielle Krise und der Verlust vieler Leistungsträger. In den Spielzeiten 1979/80 und 1980/81 schaffte der MSV noch den Klassenerhalt (Platz 14 bzw. Platz zwölf), doch nach 19 Jahren Erstklassigkeit mussten die Zebras 1982 den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten. Zunächst hatte man einen Mittelfeldplatz inne, nach der höchsten Niederlage der Bundesligageschichte des MSV (0:7 gegen den Hamburger SV) rutschte der MSV immer tiefer und stieg letztendlich mit 19:49 Punkten und als 18. ab.

2. Bundes- und Oberliga (1982 bis 1991)[Bearbeiten]

Liga Saison Platz Tore,
Punkte
2. Bundesliga 1982/83 11 55:57, 37-39
2. Bundesliga 1983/84 3 69:41, 50-26
2. Bundesliga 1984/85 13 56:63, 35-41
2. Bundesliga 1985/86 20 34:86, 15-61
Oberliga Nordrhein 1986/87 2 70:34, 48-20
Oberliga Nordrhein 1987/88 1 73:27, 52-16
Oberliga Nordrhein 1988/89 1 97:36, 60-12
2. Bundesliga 1989/90 10 50:58, 37-39
2. Bundesliga 1990/91 2 70:34, 53-23

Nach dem Abstieg sprach in Duisburg niemand über einen sofortigen Wiederaufstieg, die namhaften Abgänge und das fehlende Geld machten den Zebras schwer zu schaffen. Der schlechte Start hatte zur Folge, dass man in arger Abstiegsnot steckte. Dank des Trainerwechsels zu Luis Zacarias konnte der Abstieg noch einmal verhindert werden (Platz elf). Für die nächste Saison wurde der Aufstieg anvisiert. Durch einen Schlussspurt erreichte man noch den dritten Platz, scheiterte aber in der Relegation an Eintracht Frankfurt (0:5 und 1:1). In der nächsten Saison 1984/85 kämpfte man erneut gegen den Abstieg, welcher erst am letzten Spieltag durch einen 3:1-Sieg über den SV Darmstadt 98 abgewendet werden konnte. Nebenbei hatte der Verein so hohe Schulden, dass eine Auflösung des Vereins immer näher rückte. Im Jahr 1986 stürzte der MSV dann in die Oberliga. Vier Trainer konnten den Abstieg in die dritte Liga nicht verhindern und so stieg man mit nur 15 Punkten aus 38 Spielen bei 18 Punkten Rückstand zum rettenden Ufer ab.

Von nun an mussten die Zebras gegen Mannschaften aus Rhede, Baesweiler oder Lindlar antreten. Ziel war der Wiederaufstieg, und lange Zeit sah es auch nach diesem aus, doch dann stoppten der Bonner SC und der BVL Remscheid den MSV auf der Zielgerade, und so wurde man nur Zweiter. Dafür durfte man um die Deutsche Amateurmeisterschaft spielen, die man durch ein 4:1 über die Amateure des FC Bayern München gewinnen konnte. Auch im zweiten Versuch klappte der Aufstieg nicht. Zwar erreichte die Mannschaft um Ewald Lienen und Thomas Strunz als Tabellenführer die Aufstiegsrunde, doch sie scheiterte dort an Hertha BSC. Nach drei Jahren schaffte der MSV in der Saison 1988/89 wieder den Sprung in den Profifußball. Der MSV war souveräner Tabellenführer mit nur zwei Niederlagen und holte mit 97:36 Toren 60:12 Punkte. Da man die Aufstiegsrunde als erster abschloss, erreichte man das Saisonziel.

Nach der Rückkehr in den Profifußball hatte sich der MSV Duisburg das Ziel gesetzt, nach zwei Jahren Zweitligafußball wieder in die Bundesliga aufzusteigen. Dies gelang den Zebras schließlich auch. Die Saison 1989/90 beendete man als Zehnter, nachdem man noch zur Winterpause Siebter war. Am 16. Juni 1991 stiegen die Meidericher nach zehn Jahren Abstinenz wieder in die Bundesliga auf. Von Beginn an setzte sich der MSV in der Tabellenspitze fest, verlor diese erst am 24. Spieltag, dennoch änderte diese Tatsache nichts daran, dass der MSV Duisburg als Zweiter in die Bundesliga aufstieg.

Auf- und Abstiege (1991 bis 2013)[Bearbeiten]

Liga Saison Platz Tore,
Punkte
Bundesliga 1991/92 19 43:55, 30-46
2. Bundesliga 1992/93 2 65:40, 60-32
Bundesliga 1993/94 9 41:52, 36-32
Bundesliga 1994/95 17 31:64, 20-48
2. Bundesliga 1995/96 3 55:37, 0560
Bundesliga 1996/97 9 44:49, 0450
Bundesliga 1997/98 8 43:44, 0440
Bundesliga 1998/99 8 48:45, 0490
Bundesliga 1999/00 18 37:71, 0220
2. Bundesliga 2000/01 11 46:40, 0450
2. Bundesliga 2001/02 11 56:57, 0430
2. Bundesliga 2002/03 8 42:47, 0460
2. Bundesliga 2003/04 7 52:46, 0480
2. Bundesliga 2004/05 2 50:37, 0620
Bundesliga 2005/06 18 34:63, 0270
2. Bundesliga 2006/07 3 66:40, 0600
Bundesliga 2007/08 18 36:55, 0290
2. Bundesliga 2008/09 6 56:36, 0550
2. Bundesliga 2009/10 6 51:46, 0500
2. Bundesliga 2010/11 8 53:38, 0520
2. Bundesliga 2011/12 10 42:47, 0390
2. Bundesliga 2012/13 11 37:49, 0430
Seit der Saison 1995/96 gilt die Drei-Punkte-Regel.

Die erste Bundesligasaison seit neun Jahren begann verheißungsvoll, nach 13 Spieltagen standen die Meidericher auf Platz 2 und das Thema Abstieg sollte ein Fremdwort bleiben. Nachdem der MSV bundesweit nur Lob für seine tollen Leistungen bekam (die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Eine Mannschaft wie den MSV Duisburg hat die Bundesliga lange nicht mehr gesehen“), gab es mannschaftlich immer mehr Querelen, und die Mannschaft geriet noch in arge Abstiegsnöte. Durch die 0:1-Niederlage am letzten Spieltag gegen Borussia Dortmund musste der MSV als 19. in die 2. Liga absteigen. Für den MSV Duisburg hieß es 1992/93, den direkten Wiederaufstieg anzupeilen. Die Spielzeit verlief sehr holprig, und man pendelte immer zwischen Spitzengruppe und Mittelfeld, doch am Ende stieg der MSV als Zweiter in die Bundesliga auf, in der man 1993/94 für Furore sorgte. Von Beginn an war rund um die Wedau eine Aufbruchstimmung zu verspüren, die die Mannschaft auch in der Bundesliga umsetzte, einer der Höhepunkte war das 5:1 beim deutschen Meister Werder Bremen. Am 22. Spieltag war der Höhepunkt erreicht: nach einem 1:0 im Rückspiel gegen Werder Bremen war der MSV Tabellenführer, dazu der erste mit einem negativen Torverhältnis. Doch eine Niederlage gegen Bayern München brach den Zebras das Genick und sie stürzten auf Platz neun zurück. Die nächste Saison endete dagegen in Trauer, der MSV stieg zum dritten Mal aus der Bundesliga ab. Zur Winterpause standen die Meidericher mit gerade einmal sieben Punkten am Tabellenende, auch der neue Trainer Hans Bongartz (er löste Ewald Lienen ab) konnte den Abstieg nicht verhindern.

Für das nächste Jahr wurde ein erneuter Wiederaufstieg anvisiert. Mit einer Serie von 16 Spielen ohne Niederlage wurde der MSV zunächst seiner Favoritenrolle gerecht, doch es folgte eine Serie aus acht Spielen ohne Sieg und der Aufstiegstraum drohte zu platzen. Friedhelm Funkel schaffte nach der Entlassung Hannes Bongartz’ mit der Mannschaft nach einer Zitterpartie noch den Aufstieg, und es folgten erfolgreichere Jahre im Oberhaus. Für den MSV Duisburg waren die Jahre von 1997 bis 1999 sehr erfolgreiche Jahre. Drei Jahre in Folge erreichten die Zebras einen einstelligen Tabellenplatz (einmal Neunter und zweimal Achter), 1998 erreichte der Verein zum dritten Mal das Pokalfinale, und auch international war der MSV vertreten. Allerdings scheiterte man im Europapokal der Pokalsieger schon in der ersten Runde am KRC Genk. Die Spielzeit 1999/2000 verlief dagegen alles andere als erfolgreich. Erst am 13. Spieltag konnte der MSV das erste Spiel gewinnen, jedoch war der Club nicht mehr zu retten und stieg mit nur 22 Punkten als Tabellenletzter ab.

Der MSV startete nicht erfolgreich in die neue Saison, doch nach zehn Spielen ohne Niederlage standen die Zebras plötzlich ganz oben und träumten vom erneuten Aufstieg, der durch eine schlechte Rückrunde als Elfter misslang. In der Saison 2001/02 sollte mit dem neuen Trainer Pierre Littbarski der Aufstieg geschafft werden, nach einer durchwachsenen Saison wurde man erneut Elfter. Auch in den Spielzeiten 2002/03 und 2003/04 landeten die Zebras nur im Mittelfeld, mittlerweile unter dem Trainer Norbert Meier. Diesem baute Präsident Walter Hellmich, der zeitgleich die MSV-Arena (seit 2010: Schauinsland-Reisen-Arena) bauen ließ, in dieser Zeit eine konkurrenzfähige Mannschaft für die Saison 2004/05 auf, indem er der Konkurrenz Leistungsträger wie Ivica Grlic (Alemannia Aachen) und Georg Koch (Energie Cottbus) abwarb. Nach anfänglichen Schwierigkeiten starteten die Meidericher eine Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage, und durch das 1:0 am 17. Spieltag gegen den 1. FC Köln wurde der MSV Herbstmeister. Zum Saisonende hin schienen die Zebras zu schwächeln. Doch dann besiegte der MSV Wacker Burghausen nach einem 1:3-Pausenrückstand am 31. Spieltag noch mit 4:3 und konnte eine Woche später durch das 1:0 bei Eintracht Frankfurt den Aufstieg feiern, 10.000 Fans feierten bis tief in die Nacht die Rückkehr ins Oberhaus.

Doch das Gastspiel in der Bundesliga dauerte nur ein Jahr. Die gesamte Saison über stand der MSV im Tabellenkeller und stieg mit nur 27 Punkten ab. So spielten die Zebras 2006/07 wieder in der 2. Bundesliga, wo sie den Bundesligaaufstieg anpeilten. Am letzten Spieltag sicherte sich der MSV den dritten Platz und somit den direkten Wiederaufstieg. Die Saison 2007/08 begann der MSV mit einem Auswärtssieg bei Borussia Dortmund (1:3). Das erste Heimspiel dagegen verloren die „Zebras“ gegen den VfL Wolfsburg (1:3). Ab dem achten Spieltag standen sie auf einem Abstiegsplatz, welchen sie auch bis zum Saisonende nicht mehr verlassen konnten. Am 33. Spieltag wurde der erneute Abstieg durch eine Niederlage gegen den FC Bayern (2:3) besiegelt. Das fünfte Mal beim siebten Abstieg verließ der Verein die Liga als Tabellenletzter.

In den darauf folgenden Zweitligajahren landete man im oberen Mittelfeld und hatte mit dem Aufstieg am Ende wenig zu tun. Mit den Trainern Rudi Bommer und Peter Neururer wurde in den ersten beiden Jahren der Wiederaufstieg angepeilt, mit jeweils dem 6. Platz am Saisonende wurde dieses Ziel aber weit verfehlt. Vor der Saison 2010/11 gab es einen größeren Umbruch beim MSV. Neben einer großen Kaderveränderung musste der Etat verkleinert werden. Sportlich wie finanziell sah man sich nicht in der Lage, das Ziel Aufstieg anzugehen. Der bereits ein halbes Jahr zuvor geholte Trainer Milan Šašić musste nun mit einem Kader aus überwiegend Talenten in die Saison gehen. Ein Dreijahresplan von Trainer und Sportdirektor Bruno Hübner sah vor, den MSV von Grund auf finanziell zu sichern und nach und nach eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzubauen mit dem Ziel Bundesligaaufstieg 2013. Im ersten Jahr stand als Ziel jedoch erst einmal der Klassenerhalt. Dieser wurde mit dem 8. Platz souverän erreicht, nebenbei bot die Mannschaft dem Duisburger Publikum attraktiven Fußball. Noch dazu führte Šašić die Zebras nach 13 Jahren wieder ins DFB-Pokalfinale nach Berlin, wo man jedoch dem FC Schalke 04 mit 0:5 unterlag. Kurz darauf verkündete Sportdirektor Hübner seinen Wechsel zum Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt.

Im November 2012 spitzte sich die finanzielle Lage des Vereins dramatisch zu, sodass sogar von Insolvenz und dem "Ende des Profifußballs in Duisburg" die Rede war.[2] Die Insolvenz konnte jedoch noch durch Zuwendungen der Stadiongesellschafter abgewendet werden.[3]

Abstieg in die 3. Liga (2013)[Bearbeiten]

Liga Saison Platz Tore,
Punkte
3. Liga 2013/14 7 43:43, 0520
Aufruf zu einem Protestmarsch der MSV-Fans am 4. Juni 2013

Wegen des fehlenden Nachweises der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit verweigerte der Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes dem MSV am 29. Mai 2013 die Lizenz für die Zweitligasaison 2013/14.[4] Am 13. Juni trennte sich der Verein von seinem Geschäftsführer Roland Kentsch,[5] am selben Tage wurden auch Veränderungen im Aufsichtsrat bekannt gegeben.[6] Am Nachmittag nahm die Mannschaft vor 3000 Zuschauern den Trainingsbetrieb auf.[7] Am 19. Juni bestätigte das Ständige Schiedsgericht den Lizenzentzug.[8] Aus den Fanprotesten, die sich gegen den Lizenzentzug und die Vereinsführung richteten, entstand das Aktionsbündnis „Streifen zeigen“.[9] Es veranstaltete Demonstrationen und initiierte eine fünf Kilometer lange Menschenkette von der Duisburger Innenstadt zum Stadion, das „Band der Solidarität“, mit mehreren tausend Teilnehmern. Die Fanlager bislang miteinander rivalisierender Vereine schlossen sich unter dem Motto „Getrennt in den Farben, vereint in der Sache“ zu Solidaritätsaktionen zusammen.[10] Am 1. Juli berichteten Medien, dass die für den Lizenzerhalt für die 3. Liga eingereichten Unterlagen unvollständig und fehlerhaft seien.[11] Trainer Runjaic gab am gleichen Tag seinen Rücktritt bekannt.[12]

Nachdem der Verein die Spielberechtigung für die 3. Liga erhielt, übernahm Karsten Baumann Runjaic' Nachfolge. Mit einer neu zusammengestellten Mannschaft schaffte es Baumann den MSV in der oberen Tabellenregion zu etablieren. Jedoch konnte der MSV nicht wie erhofft um den Aufstieg zurück in die 2. Liga mitspielen. Schlussendlich beendete Duisburg die Saison auf Platz 7. Bereits vor Saisonende wurde bekannt, dass Baumann jedoch zur Saison 2014/2015 keinen neuen Vertrag erhalten wird. Nachfolger von Baumann wurde Gino Lettieri, der zuvor als Co-Trainer für Arminia Bielefeld tätig war, jedoch auch schon als Cheftrainer des SV Wehen Wiesbaden in der 3. Liga aktiv war. Lettieri erhielt in Duisburg einen Vertrag bis Sommer 2015.

Der MSV im DFB-Pokal[Bearbeiten]

Den DFB-Pokal, an dem die Zebras mit einer Ausnahme 1987/88 seit 1963 immer teilnahmen, konnte der MSV Duisburg nie gewinnen, obwohl er viermal ins Endspiel einzog. Er hält damit einen unrühmlichen Rekord, denn keine andere Mannschaft blieb im Finale so oft sieglos, ohne den Wettbewerb selbst jemals zu gewinnen.

Das erste Endspiel erreichten die Zebras 1966, wo sie in Frankfurt am Main auf den FC Bayern München trafen. Auf dem Weg nach Frankfurt hatte der MSV immer Heimrecht und konnte im eigenen Stadion den VfB Stuttgart (2:0), den FC Schalke 04 (6:0), den Karlsruher SC (1:0) und den 1. FC Kaiserslautern (4:3) schlagen. Im Endspiel selbst ging der MSV nach 28 Minuten durch Rüdiger Mielke mit 1:0 in Führung, den Doppelschlag der Münchener konnte Hartmut Heidemann noch per Foulelfmeter ausgleichen, ehe die Bayern kurz vor Schluss mit zwei weiteren Toren das Endspiel mit 4:2 für sich entscheiden konnten.

Am 21. Juni 1975 absolvierten die Zebras ihr zweites Endspiel, diesmal gegen Eintracht Frankfurt. Der MSV war ein gleichwertiger Gegner, doch die Mannen um Trainer Willibert Kremer versäumten es, aus ihren vielen Chancen ein Tor zu erzielen, so reichte den Frankfurtern ein 1:0 zum Pokalerfolg; das goldene Tor schoss Karl-Heinz Körbel in der 57. Minute. Auf dem Weg zum Pokalfinale in Hannover besiegte der MSV u.a. den 1. FC Nürnberg (3:0), den FC Bayern München (3:2), Werder Bremen (2:0) und Borussia Dortmund (2:1).

Zum dritten Mal standen die Zebras 1998 in einem Pokalfinale. Bis dorthin war es eine schwere Angelegenheit für die Meidericher, den Einzug ins Finale perfekt zu machen. Die Stationen waren Essen (2:1), Bochum (1:0), Frankfurt (1:0), Jena (2:1) und Trier. Dort wurde die Eintracht in einem dramatischen Halbfinale mit 11:10 nach Elfmeterschießen geschlagen, erst Torwart Thomas Gill konnte den entscheidenden Elfmeter verwandeln. Im Vorfeld des Männerfinales besiegte im Frauenfinale der FCR Duisburg den FSV Frankfurt mit 6:2, der MSV wollte dem Vorbild der Frauen folgen und auch sein Finale gewinnen. Es sah lange Zeit gut aus, die Zebras führten schon früh durch ein Tor von Bachirou Salou, der nach einem schweren Foul des Ex-Duisburgers Michael Tarnat ausgewechselt werden musste, mit 1:0, doch eine Minute vor Schluss erzielte Mario Basler das 2:1 für die Münchener Bayern.

Die vierte Teilnahme am DFB-Pokal-Finale gelang den Duisburgern in der Saison 2010/11. Nach Siegen beim VfB Lübeck (2:0), beim Halleschen FC (3:0), beim 1. FC Köln (2:1), sowie zuhause gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:0) und Energie Cottbus (2:1) standen sie als erster Finalteilnehmer im DFB-Pokalfinale 2010/2011 fest. Im Finale unterlag man dem FC Schalke 04 mit 0:5 und musste damit zugleich die höchste Endspielniederlage in der Geschichte des DFB-Pokals hinnehmen. Ebenso deutlich musste sich lediglich der 1. FC Kaiserslautern im Pokalendspiel 1972 geschlagen geben.

Zweimal schafften es die Zebras ins Halbfinale. 1978 scheiterten sie an Fortuna Düsseldorf und 1991 am 1. FC Köln. Bereits neunmal schieden die Meidericher in der ersten Pokalrunde aus. Die höchsten Siege gelangen gegen den TuS Rosenberg (11:1, 1977/78), Wacker 04 Berlin (9:0, 1980/81) und den MTV Fürth (10:2, 1975/76). Die höchsten Niederlagen waren 1969 ein 1:6 gegen den 1. FC Köln, 1982 0:5 gegen den Hamburger SV im Achtelfinale 2009 eine 0:5-Niederlage beim FC Augsburg, sowie 2011 ebenfalls 0:5 gegen den FC Schalke 04 im Finale.

Der MSV Duisburg in den internationalen Wettbewerben[Bearbeiten]

In den 70er, 80er und 90er Jahren spielte der MSV Duisburg mehrmals im internationalen Wettbewerb, die meisten Spiele absolvierten die Zebras im Intertoto-Cup und im UI-Cup, der MSV war aber auch im UEFA-Pokal und im Europapokal der Pokalsieger vertreten.

Der MSV kann 14 Teilnahmen am Intertoto-Cup vorweisen, der während der Sommerpause stattfand. Das erste der insgesamt 76 Spiele wurde 1970 ausgetragen. Bei den 14 Auftritten gelang es den Zebras insgesamt dreimal, den Intertoto-Cup zu gewinnen (1974, 1977 und 1978), was dem MSV eine Geldprämie einbrachte; sonst war der Wettbewerb wertlos. Den höchsten Sieg erzielten die Meidericher 1978 gegen NEC Nijmegen mit 6:0, das 1:7 gegen den PSV Eindhoven 1973 war die höchste Niederlage.

Zweimal nahm der MSV auch am Nachfolgewettbewerb teil, dem UI-Cup. In diesem Wettbewerb spielte der MSV um einen UEFA-Pokal-Startplatz und nicht um eine Geldprämie. 1997/98 waren die Zebras nah dran, doch in den Endspielen setzte sich die AJ Auxerre durch (0:0 und 0:2). Zwei Jahre später schied der MSV Duisburg im Halbfinale aus, diesmal hieß der Gegner Montpellier Hérault SC (1:1 und 0:3).

Ebenfalls zweimal erreichte der MSV den UEFA-Pokal. 1975/76 scheiterten die Zebras knapp an Levski Sofia (3:2 und 1:2), nachdem bereits der zyprische Teilnehmer Paralimni Famagusta in der ersten Runde mit 7:1 und 3:2 geschlagen wurde. In der Spielzeit 1978/79 schied der MSV Duisburg erst im Halbfinale aus, Gegner war Borussia Mönchengladbach. Auf dem Weg ins Halbfinale konnten die Mannschaften aus Posen (5:0 und 5:2), Jena (0:0 und 3:0 nach Verlängerung), Straßburg (0:0 und 4:0) und Budapest (3:2 und 1:2) ausgeschaltet werden. Nach einem 2:2 im Hinspiel und einer 1:4-Niederlage im Rückspiel waren die Fohlen aus Mönchengladbach die Endstation für den MSV.

Eintrittskarte der UI-Cup Saison 1997/98 vs. AJ Auxerre

1998/99 nahmen die Zebras am Europapokal der Pokalsieger teil, obwohl sie nur Vizepokalsieger waren. Da der FC Bayern München als Vizemeister für die Champions League qualifiziert war, rückte der MSV als Vertreter nach. Der MSV scheiterte kläglich in der ersten Runde am KRC Genk. Das Hinspiel endete noch 1:1 unentschieden, durch die 0:5-Schlappe in Brüssel, wohin das Heimspiel des KRC Genk verlegt wurde, schieden die Zebras jedoch aus. Der MSV Duisburg war der letzte deutsche Vertreter in diesem Wettbewerb, der in diesem Jahr zum letzten Mal ausgetragen wurde.

Siege und Niederlagen in der Bundesliga[Bearbeiten]

  • höchster Heimsieg: 6. April 1968, 7:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern
  • höchster Auswärtssieg: 26. März 1966, 9:0 bei Tasmania Berlin. Dies ist der höchste Auswärtssieg, der je in der Bundesliga erzielt wurde.
  • höchste Heimniederlage: 10. April 1994, 1:7 gegen den 1. FC Kaiserslautern
  • höchste Auswärtsniederlage: 26. September 1981, 0:7 beim Hamburger SV

Weitere Statistik[Bearbeiten]

(Stand: nach der Saison 2012/13)

Erfolge[Bearbeiten]

Nationale Erfolge[Bearbeiten]

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Amateure[Bearbeiten]

Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Aktueller Kader 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Nat. Name Geburtstag Im Verein seit Vertrag bis
Torhüter
01 DeutscherDeutscher Michael Ratajczak 16. Apr. 1982 2013 2015
22 DeutscherDeutscher Maurice Schumacher 14. Mär. 1994 2013 2016
30 DeutscherDeutscher Marcel Lenz 03. Mai  1991 2010 2017
Abwehr
02 DeutscherDeutscher Matthias Kühne 27. Sep. 1987 2013 2016
04 DeutscherDeutscher Christopher Schorch 30. Jan. 1989 2014 2015
05 BosnierBosnier Branimir Bajić 19. Okt. 1979 2010 2015
07 DeutscherDeutscher Sascha Dum 03. Juli 1986 2013 2015
14 DeutscherDeutscher Tim Albutat 27. Sep. 1987 2014 2016
15 DeutscherDeutscher Erik Wille 28. Mär. 1993 2014 2016
18 DeutscherDeutscher Barkin Cömert 02. Juni 1994 2004 2016
25 DeutscherDeutscher Thomas Meißner 26. Mär. 1991 2014 2016
27 DeutscherDeutscher Babacar M’Bengue 29. Okt. 1991 2012 2015
Mittelfeld
06 TürkeTürke Tanju Öztürk 26. Juli 1989 2006 2015
08 DeutscherDeutscher Deniz Ayçiçek 05. Juni 1990 2013 2015
09 DeutscherDeutscher Pierre De Wit 26. Sep. 1987 2013 2016
11 DeutscherDeutscher Michael Gardawski 25. Sep. 1990 2013 2015
17 DeutscherDeutscher Kevin Wolze 09. Mär. 1990 2011 2015
20 DeutscherDeutscher Dennis Grote 09. Aug. 1986 2014 2016
21 DeutscherDeutscher Erdoğan Yeşilyurt 06. Nov. 1993 2013 2015
23 DeutscherDeutscher Fabian Schnellhardt 12. Jan. 1994 2014 2017
28 DeutscherDeutscher Steffen Bohl 28. Dez. 1983 2014 2016
Sturm
10 NigerianerNigerianer Kingsley Onuegbu 05. Mär. 1986 2013 2015
13 BosnierBosnier Zlatko Janjić 07. Mai  1986 2014 2017
16 DeutscherDeutscher Gökan Lekesiz 25. Jan. 1991 2013 2015

Das aktuelle Trainer-/Funktionsteam[Bearbeiten]

Nat. Name Geburtstag Funktion Im Verein seit Vertrag bis
ItalienItalien DeutschlandDeutschland Gino Lettieri 23. Dez. 1966 Chef-Trainer 2014 2015
DeutschlandDeutschland Daniel Felgenhauer 10. Mai  1976 Co-Trainer 2014 2015
DeutschlandDeutschland Sven Beuckert 12. Dez. 1973 Torwart-Trainer 20031 -
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina DeutschlandDeutschland Ivica Grlić 06. Aug. 1975 Sportdirektor 20041 2016
DeutschlandDeutschland Dieter Mertens 24. Feb. 1950 Chefscout 1990 -
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina KroatienKroatien Mario Baric 10. Nov. 1984 Analyst 2009 -
DeutschlandDeutschland Michael Meier 13. Juni 1958 Teammanager 1994 -
DeutschlandDeutschland Dr. Christian Schoepp (BG Unfallklinik Duisburg) 04. Dez. 1971 Teamarzt 2012 -
DeutschlandDeutschland Dr. Falk Ullerich (BG Unfallklinik Duisburg) 05. Nov. 1979 Teamarzt 2012 -
DeutschlandDeutschland Andreas Bühren (VITA Sport) 03. Mär. 1980 Physiotherapeut 2011 -
DeutschlandDeutschland Marius Koc (VITA Sport) 05. Sep. 1987 Physiotherapeut 2013 -
DeutschlandDeutschland Manni Piwonski 27. Juni 1942 Zeugwart 1991 -
DeutschlandDeutschland Peter Lindner 18. Sep. 1951 Zeugwart 1989 -
DeutschlandDeutschland Michael Knötig 01. Dez. 1986 Zeugwart 2013 -
1 als Spieler

Wechsel zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Dennis Grote Preußen Münster Sommer 2014
DeutschlandDeutschland Thomas Meißner Borussia Dortmund II
DeutschlandDeutschland Fabian Schnellhardt 1. FC Köln
DeutschlandDeutschland Barkin Cömert MSV Duisburg II
DeutschlandDeutschland Gökan Lekesiz MSV Duisburg II
DeutschlandDeutschland Erik Wille Eintracht Frankfurt II
DeutschlandDeutschland Tim Albutat1 SC Freiburg
DeutschlandDeutschland Steffen Bohl Energie Cottbus
DeutschlandDeutschland Christopher Schorch VfL Bochum II
DeutschlandDeutschland Zlatko Janjić FC Erzgebirge Aue
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland GhanaGhana Phil Ofosu-Ayeh VfR Aalen Sommer 2014
DeutschlandDeutschland Markus Bollmann (Unbekannt)
KanadaKanada Nikolas Ledgerwood Energie Cottbus
GriechenlandGriechenland Athanasios Tsourakis (Unbekannt)
DeutschlandDeutschland Tobias Feisthammel (Unbekannt)
Burkina FasoBurkina Faso Patrick Zoundi 1. FC Saarbrücken
DeutschlandDeutschland Christian Eichner (Unbekannt)
DeutschlandDeutschland Jullen Rybacki Fortuna Düsseldorf II
DeutschlandDeutschland Maximilian Güll Borussia Dortmund II
DeutschlandDeutschland Gerrit Wegkamp2 Fortuna Düsseldorf
1 ausgeliehen
2 war ausgeliehen

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Trainer seit 1963[Bearbeiten]

Antritt Abgang Name Antritt Abgang Name Antritt Abgang Name
1. Juli 1963 1. März 1965 Rudi Gutendorf 1. Juli 1982 1. Mai 1983 Siegfried Melzig 1. Juni 2001 2. November 2002 Pierre Littbarski
2. März 1965 30. Juni 1965 Wilhelm Schmidt 2. Mai 1983 30. Juni 1985 Luis Zacarias 3. November 2002 4. Januar 2003 Bernard Dietz*
1. Juli 1965 30. Juni 1967 Hermann Eppenhoff 1. Juli 1985 12. September 1985 Günter Preuß 5. Januar 2003 8. Dezember 2005 Norbert Meier
1. Juli 1967 30. Juni 1968 Gyula Lóránt 19. September 1985 19. März 1986 Helmut Witte 9. Dezember 2005 17. Dezember 2005 Heiko Scholz*
1. Juli 1968 30. Juni 1970 Robert Gebhardt 20. März 1986 30. Juni 1986 Friedhelm Vos 18. Dezember 2005 4. April 2006 Jürgen Kohler
1. Juli 1970 20. Oktober 1973 Rudi Faßnacht 1. Juli 1986 30. Juni 1989 Detlef Pirsig 5. April 2006 30. Juni 2006 Heiko Scholz*
21. Oktober 1973 18. März 1976 Willibert Kremer 1. Juli 1989 19. April 1992 Willibert Kremer 1. Juli 2006 9. November 2008 Rudi Bommer
19. März 1976 30. Juni 1976 Rolf Schafstall 20. April 1992 23. März 1993 Uwe Reinders 17. November 2008 29. Oktober 2009 Peter Neururer
1. Juli 1976 19. November 1977 Otto Knefler 24. März 1993 1. November 1994 Ewald Lienen 30. Oktober 2009 1. November 2009 Uwe Speidel*
29. November 1977 21. Mai 1978 Carl-Heinz Rühl 2. November 1994 13. Mai 1996 Hannes Bongartz 2. November 2009 28. Oktober 2011 Milan Šašić
1. Juli 1978 30. Juni 1979 Rolf Schafstall 13. Mai 1996 24. März 2000 Friedhelm Funkel 28. Oktober 2011 25. August 2012 Oliver Reck
1. Juli 1979 10. Februar 1980 Heinz Höher 25. März 2000 30. Juni 2000 Josef Eichkorn 25. August 2012 2. September 2012 Ivica Grlić*
11. Februar 1980 29. November 1981 Friedhelm Wenzlaff 1. Juli 2000 15. Oktober 2000 Wolfgang Frank 3. September 2012 1. Juli 2013 Kosta Runjaic
30. November 1981 30. Juni 1982 Kuno Klötzer 16. Oktober 2000 31. Mai 2001 Josef Eichkorn 8. Juli 2013 30. Juni 2014 Karsten Baumann
1. Juli 2014 - Gino Lettieri

* = Interimscoach

Prominente Fans des MSV Duisburg[Bearbeiten]

Neben Hilmi Sözer und Jürgen Hingsen ist auch der TV-Kommissar Bernhard Kuhnt, der im realen Leben seit 1995 bei der Kriminalpolizei in Duisburg arbeitet, Fan vom MSV Duisburg. Der fiktive Tatort-Kommissar Horst Schimanski ist Anhänger der Zebras und löst einen seiner Fälle im Wedaustadion (Folge 159 Zweierlei Blut).[13] Joachim Llambi, der in Duisburg-Neudorf aufwuchs und dem deutschen Fernsehpublikum durch seine Jurymitgliedschaft in der Show Let’s Dance bekannt geworden ist,[14] sowie Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG[15] sind ebenfalls Fans des MSV Duisburg. Auch die Mallorca Cowboys, bekannt geworden durch das Lied "Das rote Pferd", sind bekennende MSV-Anhänger und sangen sogar einen Song für den MSV ("Duisburger Jungs").[16] Auch der Komiker Markus Krebs (Gewinner des "RTL Comedy Grand-Prix") ist leidenschaftlicher Fan des Spielvereins.[17]

Spiel- und Trainingsstätten[Bearbeiten]

Seine Heimspiele trägt der MSV Duisburg in der 2005 fertiggestellten Schauinsland-Reisen-Arena aus, welche im Sportpark Duisburg liegt. Die Zuschauerkapazität liegt bei 31.500 Plätzen, von denen 22.082 als Sitz- und 7039 als Stehplätze ausgewiesen sind. Hinzu kommen noch 1537 Business-Sitzplätze, 46 Plätze für Rollstuhlnutzer, 41 Logen mit insgesamt 420 Sitzplätzen und 124 Plätze auf der Pressetribüne.

Eine Besonderheit war der Bau des neuen Stadions, da es während des laufenden Spielbetriebes an der Stelle des alten Wedaustadions errichtet wurde. So wurde die Grundsteinlegung am 17. Oktober 2003 vor dem Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen gefeiert, am 18. April 2004 wurden die ersten beiden Tribünen eröffnet (Nord- und Osttribüne), und am 12. September desselben Jahres wurde vor dem Spiel gegen Rot-Weiss Essen die Südtribüne eröffnet. Noch im November wurde beim Spiel gegen Alemannia Aachen mit der Haupttribüne die letzte Tribüne eröffnet, endgültig waren die Bauarbeiten im Februar 2005 abgeschlossen.

Bis dahin wurden die Spiele im Wedaustadion ausgetragen. In den 50er Jahren wurde es bereits vom MSV genutzt, in den Jahren, in denen er der einzige Verein der Stadt Duisburg in der Oberliga West war, vorher nutzte das Stadion der Duisburger SpV. Zuvor spielten die Zebras nur einmal in Wedau, 1929, als man gegen Schalke um die Westdeutsche Meisterschaft spielte. Ab der Bundesligasaison 1963/64 wurde das Stadion dann die ständige Heimspielstätte des MSV Duisburg, der von da an sein Quellgebiet verließ.

Das Quellgebiet in Meiderich dient heute nur noch als Trainingsgelände, lediglich die Amateurmannschaft und der Nachwuchs tragen dort ihre Spiele aus. Anfangs spielten die Zebras nur auf einer Wiese auf dem Gelände an der Westender Straße, welche 1921 durch das Meidericher Stadion (27.000 Plätze), Heimspielstätte der Zebras bis 1963, und Trainingsplätze ersetzt wurde. Heute fasst das Stadion, in dem die Amateurmannschaft spielt, 5.000 Zuschauer. Neben dem Vereinshaus befindet sich auch noch das 1999 errichtete 1500qm große Trainingszentrum in Meiderich. Dieses verfügt über eine Ruheoase, eine Sauna, ein Entmüdungsbecken, einen Fitnessraum, einen Massage- und Physiobereich und einen Konferenzraum für Besprechungen.

Stadionhefte[Bearbeiten]

Der MSV Duisburg hatte bis zum heutigen ZebraMagazin viele Vorgängerhefte, u. a. Die Zebra-Fibel, MSV-Echo und MSV-Kurier. Diese Hefte werden bei bekannten Internettauschbörsen heute immer noch angeboten. Sammler zahlen für sie hohe Preise.

Außerdem verteilt die Ultràgruppe „Kohorte Duisburg“ zu jedem Heimspiel ihren Infoflyer „Worte der Kohorte“. Die Ultràgruppe „Proud Generation Duisburg“ gibt zudem bei den Heimpartien ihren Infoflyer „Hafenpost“ heraus.

Zebratwist[Bearbeiten]

Das Vereinslied des MSV Duisburg ist der Zebratwist.

Der Zebratwist erlebte seine Premiere am 11. Januar 1964, während der ersten Bundesligasaison der Geschichte, im Vorfeld einer Begegnung gegen den Karlsruher SC und wurde dabei von Peter Steffen vorgetragen.[18] Er überdauerte die nachfolgenden wechselvollen Jahrzehnte und wird heute noch bei jedem Heimspiel aufgelegt, wobei im Refrain das Wort „MSV“ von den Zuschauern gerufen wird. Es ist ein identitätsstiftendes Lied für Fans und Verein, da es seit langer Zeit im Wesentlichen unverändert gespielt wird – nur die im Lied vorkommenden Spielernamen sind zu Beginn der 1990er Jahre angepasst worden, inzwischen wird aber wieder die Originalversion verwendet. Diese Tradition unterscheidet den MSV von Vereinen, die häufiger das Vereinslied wechseln.

Inzwischen hat aber auch der Zebratwist Konkurrenz durch die MSV-Hymne („Wir sind Zebras weiß-blau, unser Klub, der MSV“) bekommen, die sich zum Schunkeln besser eignet.

Frauenfußball[Bearbeiten]

Zum 1. Januar 2014 spielen die Mannschaften des insolventen FCR 2001 Duisburg in der neuen Frauenfußballabteilung. Die erste Mannschaft ist wie die Herrenmannschaft in die MSV Duisburg GmbH & Co. KGaA ausgegliedert und spielt in der Bundesliga.[19]

Film[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 war der MSV Gegenstand des Kinder-Kinofilms Pommes essen, in dem der Verein unter der Führung eines fiktiven Vereinsbosses das Stadioncatering neu ausschreibt. Am Ende des Wettbewerbs gewinnen die jungen Heldinnen. Im März 2014 erschien mit Meidericher Vizemeister der erste Teil der Dokumentationsserie Von Anfang bis Westende, die sich mit der Geschichte des Vereins befasst.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: MSV Duisburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  MSV Duisburg 02 e.V. (Hrsg.): Vereinssatzung. beschlossen in der Mitgliederversammlung des MSV Duisburg 02 e.V. am 16.05.2013. Duisburg 16. Mai 2013, § 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr, S. 3 (http://www.msv-duisburg.de/images/Satzung-MSV-Duisburg-Version-2013.pdf, abgerufen am 6. Januar 2014).
  2. Reviersport.de, gesichtet 27. November 2012
  3. Reviersport.de, gesichtet 29. November 2012
  4. DFL: Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes: Keine Lizenz für den MSV Duisburg. Gesellschaft für DFB-Online mbH, 29. Mai 2013, abgerufen am 30. Mai 2013.
  5. WAZ am 13. Juni 2013, abgerufen am 13. Juni 2013.
  6. Offizielle Webpräsenz des MSV Duisburg, abgerufen am 13. Juni 2013. – Pressekonferenz des MSV Duisburg vom 13. Juni 2013 als Video, abgerufen am 14. Juni 2013
  7. Rheinische Post vom 13. Juni 2013, abgerufen am 13. Juni 2013.
  8. Einspruch abgelehnt – keine Lizenz für den MSV, auf rp-online.de vom 19. Juni 2013
  9. Webpräsenz des Aktionsbündnisses „Streifen zeigen“
  10. Reviersport vom 31. Mai 2013, abgerufen am 3. Juni 2013.
  11. MSV Duisburg: DFB mit Unterlagen nicht zufrieden, auf reviersport.de vom 1. Juli 2013
  12. Coach Kosta sagt Tschüss: Der Verein ist mir ans Herz gewachsen! Webseite des MSV Duisburg, 1. Juli 2012
  13. http://www.rp-online.de/sport/fussball/Welcher-Promi-zu-welchem-Klub-haelt_bid_19218.html
  14. http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Let-s-Dance-Juror-Joachim-Llambi-ueber-Duisburg-den-MSV-und-den-Checker-id4579282.html
  15. http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1230484297662.shtml
  16. http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/mallorca-cowboys-schreiben-msv-lied-wir-sind-alle-duisburger-jungs-id4614836.html
  17. http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/markus-krebs-stimmung-wie-im-stadion-id6604784.html
  18. Dagmar Dhamen, Hermann Kewitz, Bernd Bemmann: MSV Duisburg – die Chronik: wo Meiderich siegt … Hrsg. von MSV Duisburg GmbH & Co. KGaA. Duisburg: Mercator-Verlag, 2. Auflage, 2005; ISBN 3-87463-391-8; S. 85
  19. Perfekt: Frauen-Fußballerinnen als MSV Duisburg am Ball. MSV Duisburg GmbH & Co.KGaA, 27. Dezember 2013, abgerufen am 28. Dezember 2013.