Meidung

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Meidung (auch: Gemeinschaftsentzug) ist der Abbruch aller sozialen Beziehungen zu einer Person, die eine religiöse Gemeinschaft verlassen hat (Apostasie) oder von ihr ausgeschlossen wurde (im christlichen Kontext Exkommunikation), aufgrund interner Regeln der Gemeinschaft.

Meidung ist ein wesentlich schärferer sozialer Bruch als Exkommunikation und kann bei Personen, die jahrelang in einer solchen Gemeinschaft lebten, zu einem Verlust praktisch sämtlicher familiärer und sozialer Beziehungen führen. Religiöse Gemeinschaften, die Meidung praktizieren, erwarten in der Regel auch von Ehepartnern, Eltern, Kindern und Geschwistern, dass sie die Beziehung zum Ausgetretenen abbrechen oder zumindest stark einschränken. Daher wirkt die Tatsache, dass eine Gemeinschaft Meidung praktiziert, oft als psychischer Druck, in der Gemeinschaft zu bleiben.

Meidung wird beispielsweise von den Amischen, den Hutterern, den Bruderhöfern, den Raven-Brüdern, den Zeugen Jehovas,[1] den Mormonen und Scientology praktiziert. Auch konservative Muslime praktizieren oft Meidung, zusammengefasst in der Regel Al-walā' wa-l-barā'a. Einige Richtungen des orthodoxen Judentums praktizieren ebenfalls die Meidung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rodney Stark, Laurence R. Iannaccone: Why the Jehovah’s Witnesses Grow so Rapidly. A Theoretical Application. In: Journal of Contemporary Religion. 12, 2, 1997, ISSN 1353-7903, S. 133–157, hier S. 147, online (PDF; 510 KB).